die Franzosen beuen die besten Autos
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die Franzosen beuen die besten Autos
06.12.2008, 20:55:32
wohl die schlimmste Headline für robotti :-)

Ich spreche aus eigener Erfahrung, also nicht irgendwelche Geschichten, und ich arbeite nicht (mehr) in der autonahen Branche

1981 bis 1982 - Renault 16 - wunderbares Auto , vom Papa bekommen, ist mir halt verrostet
1982 bis 1984 - Citroen BX - toller Fahrkomfort (Citroen like) - meiner Erinnerung nach keine Reparatur
1984 bis 1985 - Peugeot 205 GTI - mein Sturm und Drangzeit - hat viel Spass gemacht der GTI - und er war einfach viel schöner als der Golf GTI
von 1985 bis 2003 habe ich in einem Porscheunternehmen gearbeitet und immer Dienstautos von Golf bis Audi A4 gefahren. Waren gute Autos, halt eben nur VW und Audi.
Oktober 2003 bis November 2008 - Renault Espace - Mai 2008 einzige Reparatur - defekter Bremssattel (€ 365) hinten links und einige Scheinwerferlampen (á € 9,50) - insgesamt 80.000 km
Jänner 2004 bis Juni 2007 - Renault Scenic (Auto meiner Frau) - keine Reparatur - Ein Lampe (Xenon) auf Kulanz getauscht - insgesamt 65.000 km
Juni 2007 bis heute - Renault Megane Cabrio - bisher 32.000 km
seit November 2008 - Renault Laguna Grandtour - bisher 1.100 km

Wir hatten bei allen Renaults seit 2003 jeweils mindestens 1 Rückrufaktion.
Das hatte ich bei den Firmen Audi´s ebenso.

Man kann Automarken mögen oder nicht mögen. Ich weiß das die Deutschen gute Autos bauen. Das tun auch die Japaner und all die anderen.

Bei robotti ist "ES" krankhaft. Ich vermute, das was er da schreibt, glaubt er auch mittlerweile. Ich empfehle ihm einen Psychiater, der bitte kein französisches Auto fährt.

Als Alternativen für den Laguna den ich schlussendlich gekauft habe hatte ich Citroen C5 und kurzfristig den Audi A4 Avant - der ist wohl derzeit optisch der schönste Kombi

Meine 27-jährige und subjektive Erfahrung - ich kann mich wohl nicht täuschen :-)

robotti, Dein Kommentar zu meiner Geschichte interessiert mich überhaupt nicht. Lesen werde ich jedoch sicher was von Dir

lg
hubert k.

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Re(14): die Franzosen beuen die besten Autos
09.12.2008, 08:12:33
Ich muss ihm insofern Recht geben, als dass Toyota was Innenraum-Design und vor allem die Qualitätsanmutung angehen wirklich stark abgebaut hat.

Beispiel, vielleicht nicht aussagekräftig, aber dennoch nicht von der Hand zu weisen.
Als mein mittlerweile fast 1 Jahr alter Swift zum Reifenwechseln in der Werkstatt war, bekam ich, da ich es sehr eilig hatte, einen Ersatzwagen - einen nagelneuen Toyota Yaris. Das Ding ist verglichen zu meinem Swift im Innenraum so billig anmutend, dass es schmerzt und das obwohl die Listenpreise für Toyota durch die Bank deutlich höher sind als die für meinen Suzuki Swift.

Was ist mir aufgefallen?
Billig anmutende und riesiieg große helle Plastiklandschaften.
Die Türgriffe waren nicht durchgängig aus einem Stück Plastik, daher ergab sich am Übergang ein deutlich sichtbarer Spalt. Die Grate waren an beiden Türgriffen so scharf, dass man sich bei ungeschickter Handhabe sehr leicht verletzen konnte.
In der Mittelkonsole macht sich zentral ein überdimensionaler Becherhalter wichtig. Sieht aus wie ein Plastik Vulkan.
Die Krönung des Ganzen:
Die Manschette des Ganghebels war aus schwarzem Gummi und dermaßen eigenwillig geformt, dass der untere Rand als Staub und Schmutzfänger agiert.

Ohne meinen Swift zu sehr loben zu wollen, aber der Innenraumvergleich war eindeutig. In meinem Swift kommen sogar Annehmlichkeiten wie Lederlenkrad und Leder Gangmanschette vor.

Beim Anblick des Innenraums des Toyota blieb mir wirklich die Spucke weg.
Toyota ist definitiv auf dem falschen Weg.


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Re: die Franzosen beuen die besten Autos
07.12.2008, 01:05:19
grundsätzlich hab ich auch so meine Affinitäten zu allerlei Marken - speziell auch der PSA, auch wenn man halt lang nicht alles in die Hand bekommt, was einem gefällt, geschweige denn, daß man genug km und Zeit damit verbringt, um sich ein eigenes, objektives Urteil erlauben zu können.
So entstehen halt "automobile legends" und technische Mythen, manche fundiert, manche begründbar, andere irgendwo zw. übertrieben und Vorurteil anzusiedeln.

Einigen Marken hängt teils ein Image von vor 20-50 Jahren nach, selbst wenn es nur auf einzelne Modelle zutraf (190D, Käfer, Alfa Sud, R4, Golf II, 2CV, Mini Cooper, BMW 2002 oder 630CSi, Volvo 24x, RX7,....) und oft schon von der technisch ausgefallenen Basis kaum mit der restlichen Palette vergleichbar.

Andere nachgesagte Eigenschaften bezeichnen Trends, die sich nach 1-3 Generationen komplett umgekehrt haben können, aber über die jeweilige Lebensdauer der Fahrzeuge sich eben verspätet ausbreiten.

Wer immer nur Neu- oder Jahreswagen fährt, wird andere Erfahrungen bzgl. Zuverlässigkeit und Reparaturen (Frequenz, Kosten) machen, als jemand, der einen millionenfach gebauten, gereiften Klassiker über tonnenweise günstige Ersatzteile am leben erhält.

Ein junger Wilder, der einen GTI nach dem anderen "ausreitet" wird mehr Verschleiß haben, als ein gediegener Handschuh-tragender Diesel-Langstrecken-Gleiter.
Soll doch jeder mit seiner Karre zufrieden sein - und kindische Seitenhiebe mögen ein Körnchen Wahrheit enthalten - niemand wird gezwungen, sich seine Haß-Marken zu kaufen.

Und nicht jedes Auto, das vernünftig, zuverlässig und billig ist, macht im Alltag dann auch tatsächlich noch Spaß....

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Re: die Franzosen beuen die besten Autos
07.12.2008, 01:22:19
Sagen wirs anders, abgesehen vom amerikanischen Schrott sind beinahe alle Autos am Markt halbwegs brauchbar.

Mich wundert nur, wieviele Leute dazu neigen, sich überteuerte Ware aus Deutschland andrehen zu lassen. Wenn man in den einschlägigen Foren so nachschaut, wie viele gravierende Probleme gerade mit diversen "Rolf" Serien der letzten Jahre aufgetreten sind (bis zu kapitalen Motorschäden durch Kolbenkipper), und wie mies die Garantieleistungen im Vergleich sind, da rätselt man schon sehr, warum der Markt so ist wie er ist. Aber jeder die die Psyche der VW Käufer verstehen könnte würde sich sicher dumm und dämlich damit verdienen. Meine Vermutung - Zwangsneurose, diese Leute haben einfach Angst aus dem bürgerlichen Raster zu fallen. Einziger Ausweg: Audi > das Selbe nur teurer

Mir ist es eigentlich gleich woher das Teil kommt, nur Chinaware will ich nicht. Hauptsache es gibt genug Platz für Vier, das Ding springt zuverlässig an und fährt auch so, und die Kosten bleiben berechenbar. Besitzer französischer Autos sind halt meisstens etwas gelassener im Umgang mit dem Ding, ein Perfektionist wird auch beim teuersten Karren noch genug Fehler finden, und unzufrieden sein.

p.s.: ich bin zwischen Mercedes, BMW, Ente und R5 aufgewachsen, und hab mehrere Renaults der 70 und 80er miterlebt. In der Werkstatt waren immer nur die teuren Karren vom Paps, obwohl die Renaults der späten 70er echt mistig waren (R14, R18, Fuego), der R21 ist uns dann genau 2 Tage vor Auslieferung des Nachfolgers verreckt |-D

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Re: die Franzosen beuen die besten Autos
08.12.2008, 11:25:58
Also ich habe jetzt in meinem näheren Bekanntenkreis rund zehn Personen, die mit "Franzosen" fahren. Was diese offenbar nicht bedacht hatten, war, dass ein "Franzose" die Strecke Vorarlberg-Tirol-Salzburg und retour bzw. Vorarlberg-Zürich sowie Vorarlberg-München (je auch retour) wohl prinzipiell nur mit einem zweitägigen Stopp hinter sich bringen möchte.
Bei fast jeder Fahrt ist bei den Leuten irgendwas kaputt. Irgendwas hört oder fühlt sich plötzlich "komisch" an - mal sind es nur die Wischerblätter....mal ist es die Lichtmaschine....mal ist es die Beleuchtung, die plötzlich streikt oder gar der Auspuff, der "nebelt".
Im Inneren fallen dem Fahrer gern die Bedienknöpfe entgegen, der Radio klirrt und die Lautsprecher wechseln sich melodisch ab. Das Lenkrad flattert bei frisch gewuchteten Reifen, die Fensterheber gehen wie von Geisterhand selbst rauf bzw. runter.
Die Türkanten rosten munter vor sich hin und eine ausgefallene Windschutzscheiben-Belüftung hätte eine Kollegin mal bei der Tunneleinfahrt fast das Leben gekostet.
Das ist aber noch lange nicht alles: es sind die mir in diesem Moment eklatantest auffallenden Erscheinungen der ungeliebten "Franzosen", die mich als über so manche Unannehmlichkeit bei VW betrübten VW Polo-Fahrer das verhältnismäßig laute Brummen meines Diesel-Motors vergessen lassen und auch die Horror-Story meiner Freundin übersehen lassen, die jüngst einfach zu ihrem Auto (VW Golf V) zurückkam, das zwischenzeitlich eben auch mal "von sich aus" die Scheiben zur "Belüftung" gesenkt hatte.

Kurzum: gute Autos kosten heute richtig Geld. Keine Frage, dass auch VW's aus meiner Sicht viel zu teuer sind.
Aber ich würde in meinem Leben nie nur einen Euro für einen "Franzosen" ausgeben. Mich amüsieren mittlerweile nur mehr die Berichte und ich bin schon gespannt, was die Betroffenen diese Woche alles zu ertragen haben: leider fehlt denen allen das nötige Kleingeld, sich ein richtiges Auto (etwa Volvo, Audi, BMW, Mercedes) zu kaufen.

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