Re(5): Klon Eva: Akt per Photoshop vs. Bleistift
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Re(5): Klon Eva: Akt per Photoshop vs. Bleistift
20.05.2009, 16:14:15
es ist kein Foto! Er hat offenbar nicht das Foto bearbeitet, sondern es praktisch "von Null weg" im PS "nach-gezeichnet"!!!

Das (Farb-) Foto diente nur als Vorlage!

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Zitat: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,617840,00.html

Danach begannen wir zu zeichnen - John nach dem Foto auf einem weißem Blatt Papier und ich in Photoshop. Wir schickten uns gegenseitig die Zwischenstände, damit der eine vom anderen wusste, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Zu guter Letzt habe ich mich dann nach John gerichtet, da Korrekturen für mich leichter waren als für ihn. Mein größtes Problem waren die Haare.

Ich ging von der Originalgröße des Bildes aus. John hatte da einen gewissen Vorteil. Mit sehr harten und feinen Bleistiften konnte er Details in das Bild zeichnen, die ich so in Photoshop nicht umsetzen konnte. Um den gezeichneten Charakter des Bildes abschließend zu unterstreichen, fügte ich per Alphakanal Störungen hinzu. Eine Textur von grobem Papier diente dann noch als "Blatt"-Hintergrund.

Anschließend kann ich nur ein großes Kompliment an John richten, was seine Leistung betrifft. Dieser Detailreichtum, die Kontraste und auch das Licht mit Bleistift derart auf das Papier zu bringen - dazu gehören ein irrsinniges Talent und ein gnadenloses Auge. Ich habe mit meinen digitalen Werkzeugen 15 Stunden für die zeichnerische Umsetzung von 'Klon Eva' benötigt - John hat mit dem Bleistift 140 Stunden an seiner Aktversion gearbeitet.

Dieses Projekt hat für mich und meine Arbeiten in Photoshop sehr viel gebracht und ich gehe jetzt immer mehr als Maler/Zeichner ans Werk: Mein Ziel ist es, nicht nur das Vorhandene zu verstärken, sondern mit einer gewissen künstlerischen Freiheit auch Details hinzuzufügen.

Der erste Schritt war, aus dem Bild eine Strichzeichnung zu machen. Die Konturen wurden per Hand (Wacom-Tablett) nachgezeichnet und mit dem Wischfinger abwechselnd aufhellend und abdunkelnd bearbeitet. Die Schattierungen des Körpers habe ich schichtweise in Ebenen aufgetragen und mit dem Wischfinger so lange nachbearbeitet, bis ich ein ansprechendes Ergebnis erzielte, dann die Details bei 300 Prozent Ansichtsvergrößerung mit dem Wischfinger und einer extrem kleinen Spitze angelegt.

Bei den Haaren stand ich vor dem Problem, nicht so feine Detail ausarbeiten zu können, wie ich es mir gewünscht hätte. Daher kam wieder der Wischfinger zum Einsatz. Ich habe dafür zunächst schwarze Punkte als Untergrund angelegt, mit kleineren weißen Punkten für die Strähnen, und abermals mit dem Wischfinger gearbeitet - mit hoher Deckkraft (also langer Verschmierungsstrecke) und dem Modus "Normal". Da hängt sehr viel von den Pinselspitzen ab; eine grobkörnige Spitze, die beim Verwischen einen Haarlook erzeugt, ist standardmäßig in Photoshop vorhanden. Per Alphakanal fügte ich Rauschen hinzu; als Textur fotografierte ich ergänzend eine Wand, um einen Papier-Look zu verstärken. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und war eine echte Herausforderung."
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Yesterday’s heresy is tomorrow’s truth.
20.05.2009, 16:14 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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