Leica Produktvorstellungen am 9.9.2009 / M9 + Gerüchte
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Leica M9 - Daten & Broschüre (mit Weltklasse-Fotos!)
06.09.2009, 16:44:35
http://fs04n5.sendspace.com/dl/1aca99fd0a48cf4df655b81a7ce37c53/4aa3bce84c6a9d98/f1i7il/m9_brochure_english_RZ_low.1.pdf

Ungeachtet meiner zahlreichen Vorbehalte betreffend Leica, deren Produkte und Preisgestaltung freue ich mich bneidlos über eine der besten Produktbroschüren, die ich in einer langen Zeit gesehen habe. 8-O B-)

Konzept, storyline, Text und vor allem die Fotos (c Maik Scharfscheer -> http://www.maik-scharfscheer.com/  ) ... absolute Weltklasse! B-)


Die M9 gefällt mir von den Leistungsdaten nur insofern, als damit beweisen ist, wie klein man eine KB-Vollformat-Digitalkamera und vor allem auch passende Objektive dazu bauen kann. ;-) Das Konzept "Meßsucherkamera" finde ich dagegen derart retro und überholt wie nur irgendwas. Und: Vollformat hätten schon die M8 und M8.2 sein sollen ... vor allem zu den Mega-Preisen!

* 18 MP VF Sensor
* ISO 80 bis 25000
* RAW-format: DNG
* max. 2 fps, max. 8 Bilder in Serie (Puffer)
* max 1/4000s
* 2.5" LCD, nur 230.000 Subpixel
* Autofokus: keiner ;-)
* Objektive von 16-135 mm (mehr Tele spielts ned)

Im Moment jedenfalls die kleinste digitale KB-"Vollformat"-Kamera der Welt:
* 139 x 80 x 37mm / 585g MIT Akku!


Grössenvergleiche:

mFT
Panasonic Lumix GF1: 119x71x36mm • Gewicht: 285g
Olypmus E-P1 (Pen):  121x70x35mm • Gewicht: 335g

FT:
Olympus E-420:       130x91x53mm • Gewicht: 380g
Olympus E-620:       130x94x60mm • Gewicht: 475g

APS-C
Canon EOS 1000D:     126x98x62mm • Gewicht: 450g
Canon EOS 500D:      129x98x62mm • Gewicht: 480g

KB/Vollformat (FF)
Canon EOS 5D II:     152x114x75mm • Gewicht: 810g
alle anderen FF DSLRs sind (erheblich) grösser. Von den Objektiven gar nicht zu reden!


Apropos Objektive: absolut verblüffend finde ich, dass die Teile nur zwischen 4 und maximal 10 Linsen haben. Bin gespannt, welche Testergebnisse die an der M9 bringen werden! Wenn die optisch auch an digital super sind, sind die anderen Hersteller mit ihren kiloschweren 16 Linsen in 12 Elementen (und mehr) Objektiven jedenfalls ziemliche Trottel.  >:-D


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
06.09.2009, 16:51 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(2): Leica M9 - Daten & Broschüre (mit Weltklasse-Fotos!)
07.09.2009, 11:20:15
Die längeren Festbrennweiten spielen bei den üblichen Verdächtigen ja auch in einer anderen Liga. Bei den Weitwinkeln brauchts halt ein Retrofokus-Glied, da kommt man nur ohne Spiegel dran vorbei.


Nach meiner AUffassung (aber ich klann mich irren) verwenden die "normalen" WW-Linsen für (D)SLRs eine Retrofokus Konstruktion, während die Leica M-Linsen genau so wie z.B. die Canon EF-S Objektive keinen Retrofokus-Aufbau haben, sondern eben ein "short back focus Design" mit geringerem Abstand zwischen dem Rücklinse und der Sensorebene.

Bei den Leica M Meßsucherkameras ist das Auflagemaß ja schon bauartbedingt (kein Spiegelkasten) geringer, bei den EF-S Objektiven durch einen "Trick", weil die bajonettseitige Linsengruppe etwas in den Spiegelkasten hineinragt - das geht sich dank des kleineren Spiegels an APS-C (Crop) Kameras aus, aber eben nicht an "Volllformat/KB"-Kameras mit regulär großem Spiegel. Siehe Zitat/Link ganz unten.


Und natürlich sind Zooms wesentlich aufwändiger konstruiert als Festbrennweiten. Aber auch bei den Festbrennweiten fällt auf, dass die Leica-Objektive praktisch immer deutlich weniger Linsen/Elemente haben als äquivalente FF/KB-"SLR-Objektive".

z.B.
* 24/1.4: Leica Summilux -> 10/8 vs. Canon EF 24/1.4 II L -> 13/10 http://geizhals.at/a367010.html
* 35/1.4: Leica Summilux -> 9/5  vs. Canon EF 35/1.4 L -> 11/9 http://geizhals.at/a44453.html
* 50/1.4: Leica Summilux -> 8/5  vs. Canon EF 50 / 1.4 -> 7/6 (da ist es einmal umgekehrt) aber Nikon AF-S 50/1.4 -> 8/7
* 90/2.0 Leica APO-Summicron: 7/5 vs. Canon 85 / 1.8 -> 9/7

Jetzt wäre eben die Frage, wie gut die Leica M-Objektive an einer KB/FF-DSLR im Vergleich zu den Canon/Nikon etc. "Vollformat-tauglichen"-Objektiven sind. k.A. ob es dafür deinem Adapter gibt (mit Zwischenring, um auf das grössere Auflagenmaß zu kommen) und ob das schon irgendwo getestet wurde.


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Retrofokus vs. Short back focus

http://www.digitalkamera.de/Testbericht/Canon_EOS_350D/2634.aspx

Speziell für die EOS 350D und ihre Schwestern entworfen wurde die EF-S-Objektivserie. Die äußerlich an der Bezeichnung, dem Silberring (auf dem bei Zoom-Objektiven die Brennweitenwerte angegeben sind) und der weißen Aufsetzmarke erkennbaren Objektive feierten mit der EOS 300D ihr Debüt und zeichnen sich durch ihre spezielle "Short Back Focus"-Konstruktion (daher auch das 'S' in der Bezeichnung 'EF-S') aus. Mit "Back Focus" bezeichnet man nämlich den Abstand zwischen dem hintersten Linsenelement und der Bildebene (in diesem Fall dem Bildsensor) entlang der optischen Achse, wenn das Objektiv auf Unendlich fokussiert ist. Dieser Abstand wäre bei Weitwinkelobjektiven mit gewöhnlichem Aufbau so kurz, dass bei Spiegelreflexkameras der Schwingspiegel nicht ungehindert hoch- und runterklappen könnte. Deshalb besitzen Weitwinkelobjektive für konventionelle Spiegelreflexkameras eine umgekehrte Teleobjektiv-Architektur, bei der eine Umkehrlinse vor der eigentlichen Linsengruppe platziert ist, um diese Einschränkung zu umgehen. Eine solche Konstruktion nennt man auch Retrofocus. Bei digitalen Spiegelreflexkameras wie der EOS 350D, wo die Maße des (CMOS-)Bildwandlers kleiner sind als Kleinbildfilm (24 x 36 mm), darf jedoch die Größe des Bildkreises und folglich auch des Schwingspiegels deutlich kleiner ausfallen. So können Objektive mit kurzem Back-Focus verwendet werden. Dadurch, dass keine Retrofocus-Konstruktion und demnach auch keine Umkehrlinse(n) mehr nötig sind, kann eine ganze Linsengruppe eingespart und das Objektiv kompakter gebaut werden. Das Resultat sind besonders preiswerte und kompakte Objektive mit sehr kurzen Anfangsbrennweiten; das beste Beispiel dafür ist das EF-S 10-22 mm F3,5-F4,5 USM (16-35 mm entspr. Kleinbild), das zusammen mit der EOS 20D vorgestellt wurde. Da bei den Objektiven der EF-S-Serie die Objektivfassung etwas tiefer in das Kameragehäuse hineinragt, sind diese aber auch nur an Kameras mit entsprechend kleinem Spiegel montierbar. Das sind derzeit ausschließlich die EOS 350D, die EOS 300D und die EOS 20D. Sollte dennoch versucht werden, ein EF-S-Objektiv auf eine nicht-EF-S-kompatible Kamera zu montieren, verhindert ein Gummiring am hinteren Teil des Objektivs eventuelle Beschädigungen.
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Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
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Re(3): Leica M9 - Daten & Broschüre (mit Weltklasse-Fotos!)
07.09.2009, 12:17:41
Nach meiner AUffassung (aber ich klann mich irren) verwenden die "normalen"
WW-Linsen für (D)SLRs eine Retrofokus Konstruktion, während die Leica M-Linsen
genau so wie z.B. die Canon EF-S Objektive keinen Retrofokus-Aufbau haben,
sondern eben ein "short back focus Design" mit geringerem Abstand zwischen dem
Rücklinse und der Sensorebene.


Für die Leica stimmts, aber das mit dem EF-s ist das bestenfalls mit Vorsicht zu geniessen.
Würde es uneingeschränkt stimmen, dann wären beim 10-22 in der weiten Stellung nur 10mm zwischen Austrittspupille und Sensor -> geht nicht ohne Retrofokusglied.
Und wenn du dir da Diagramm hier anschaust:
http://www.canon.com/camera-museum/camera/lens/ef/data/ef-s/ef_s10~22_35~45_usm.html?p=2
Der Aufbau ist ganz gut vergleichbar mit dem 16-35.


Also das 24/1.4 und das 35/1.4 sind beide mit Retrofokus beaufschlagt. Da kann man nicht erwarten, das sie mit ähnlich vielen Linsen auskommen.
Jetzt wäre eben die Frage, wie gut die Leica M-Objektive an einer KB/FF-DSLR
im Vergleich zu den Canon/Nikon etc. "Vollformat-tauglichen"-Objektiven sind.
k.A. ob es dafür deinem Adapter gibt (mit Zwischenring, um auf das grössere
Auflagenmaß zu kommen) und ob das schon irgendwo getestet wurde.


Das wird niemand seriös testen können.
Eigentlich sollte man zum Testen ja mindesten 50-100 Brennweiten Abstand zum Messziel haben. Aber mit dem Unterschied im Auflagemass und nochdazu mit recht eeitwinkeligen Objektiven - das wird nix.
DArum glaub ich auch nicht sehr an einen Adapter, das Ergebnis wäre nur als Makro für (sehr reiche) Arme brauchbar. Zielgruppe automatisch verfehlt. >:-)

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