Re(8): USA: Fotoausarbeitung und ihre Folgen ...
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Re(8): USA: Fotoausarbeitung und ihre Folgen ...
28.09.2009, 16:40:54
Hast Du dafür auch nur ansatzweise eine Begründung auf Lager?


siehe mein post vorher. :-)

Und nach meinem persönlichen moralischen Empfinden finde ich es zwar mehr als noch "widerlich/grauslich/verabscheuungswürdig" wenn sich jemand Kinderpornos *ansieht* (egal ob im Internet oder in irgendeinem Heftl) UND - ganz wichtig! *solange Kinder realiter* in keiner Form belästigt ode rgar mißbraucht werden. Die massenhafte Speicherung solcher Darstellungen auf dem eigenen PC halte ich zwar durchaus für einen belastenden Umstand, der bei Personen, die der sexuellen Belästigung oder gar des sexuellen Mißbrauchs gerichtlich verurteilt werden, entsprechend berücksichtigt gehört. Mehr aber schon nicht.

Und ja, ich hätte so jemanden auch nur sehr ungern als Lehrer meiner Tochter. Aber trotzdem finde ich in Abwägung der Rechtsgüter die "persönliche Freiheit - inklusive allfälliger, momentan nicht massentauglicher sexueller Neigungen" höher gestellt.

Vor allem auch die Mißbrauchsgefahr durch diesen "absoluten Menschenvernichter-Vorwurf" ist erwiesenermassen zu hoch (siehe das Beispiel im Startpost). Wenn man heute einen Menschen in der westlichen Welt richtig fertig machen will, reicht vermutlich schon eine gut platzierte denunziatorische, anonyme Anzeige und/oder das Hinterlegen einiger einschlägiger Dateien auf dessen Computer. Zack, schon ist der Betreffende für längere Zeit aus dem Verkehr gezogen. Wird vom staatlichen Mmachtapparaten sicher gerne genutzt, um mißliebige Personen zu "entsorgen". Jede Wette. http://forum.geizhals.at/t663036,5681055.html#5681055

Von der Ausschaltung wichtiger persönlicher Freiheiten durch lückenlose Überwachung menschlicher Kommunikation und Mobilität in allen Formen unter dem Vorwand der Bekämpfung von "sozial geächtetem Verhalten" gar nicht zu reden.

Es würde mehr als noch reichen, wenn Vergewaltigung und sexueller Mißbrauch anderer (besonders natürlich Unmündiger!) entsprechend massiv verfolgt und bestraft würde. Da ist zwar in den letzten Jahren etwas Fortschritt zu verzeichnen, aber auch noch vieles unerledigt. Produzenten von Kinderpornos gehören natürlcih massiv bestraft. Aha, die sitzen in anderen Ländern? Na, dann macht dort etwas und nicht bei uns.  

Kommt mir so ähnlich (aber von den Folgen her natürlich weit schlimmer) vor wie damals die Einführung der 0,5%% Alkohol-Grenze, statt zuerst einmal die vorher bestehende 0,8%% Grenze rigoros zu überwachen und bestrafen - und die Deliktdefinition erst dann auszuweiten, wenn dies trotzdem keine ausreichenden Erfolge zeitigt.


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
28.09.2009, 23:45 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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