"Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
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Re(3): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
06.07.2010, 08:28:46
es ist zwar SgtBash angesprochen, aber ich möchte doch auch kurz dazu Stellung nehmen.

Gehen wir doch Bilder kurz gemeinsam durch:
#1 Street Portrait - aber sehr wohl im Kontext, man kann durchaus wahrnehmen, dass hinten die Demo ist (Transparente etc.)
#2 Gustav beim AUftritt auf der Bühne - klar im kontext
#3 Ordner im Bühnenbereich ... vielleicht nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar ... aber unter dem Threadtitel sollte sich dem p.t. Betrachter gerade dank der prononcierten ck bearbeitung doch erschliessen, welche Rolle der junge Mann dort hatte
#4 Mit-Organisator der Demo ... Robert Misik .. leicht nervös vor seinem Auftritt
#5 Ex-Minister Rudolf Scholten auf der Bühne ...
#6, #7 - genau wie #1 zu beurteilen
#8,9 klassische Demo-Reportagefotos, oder etwa nicht?
#10 - Kameramann auf der Suche nach Bildern
#11, #12, #14 - exemplarisch herausgearbeitete Demo-Teilnehmer. #12 ist übrigens ein Reportagebild, von dem ich wünschte, es wäre von mir :-)
#13,15 - sind die einzigen beiden Street Portraits bei denen nicht unmittelbar ein Zusammenhang mit der Demo feststellbar ist.
#16 - Zusammenhang zur Demo visuell nicht sofort sichtbar, ist aber der ATV-Max am Dach des Übertreagungswagens vor seinem Live-Einstieg
#17 Fuchs MC auf der Demo-Bühne
#18 Willi Resetarits auf der Demo Bühne
#19 Street Portrait, bei dem aufgrund des Bildhintergrunds und der Pose der der unmittelbare Kontext zum threadtitel auch nicht schwer herstellbar ist, oder?

Man sieht auch ganz klar, dass die Portraits nicht aus extremer Entfernung aufgenommen wurden. Wenn die Abgebildeten gegen die Aufnahme Einwände gehabt hätten, wäre Gelegenheit gewesen, dies mitzuteilen ... und wie ich den SgtBash kennengelernt habe, hätte er sich fraglos daran orientiert.

Unter diesen Aspekten sollte man sich seine dichten, ausdrucksstarken   Bilder vielleicht nochmals in Ruhe ansehen ...
B-)



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Re(5): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 10:33:21
http://forum.geizhals.at/t709125,6075607.html#6075607
ich kenne den nicht, und habe in der Situation auch nicht aufgepasst, ob das so stimmt. Was aber fest steht ist, dass ALLE, die da vorne neben der Bühne standen - weil sie z.B. auf ihren Auftritt gewartet haben oder mit Organisatoren gesrpcohen haben - von dutzenden Fotografen und mindestens 5 Bewegtbild-Kameras (1x ORF, 1x ATV und dann noch etliche andere Kamera-leute) aufgenommen wurden. Möglicherweise waren sie auch in der Berichterstattung im Bild. Möglicherweise nicht ganz so isoliert in Großaufnahme.

Aber was ist denn in dem Bild schon zu sehen? Einem erkennbar abgebildeten Mann sagt eine nicht unmittelbar erkennbare Frau etwas ins Ohr ... ziemlich sicher deshalb, weil die Umgebung derart laut ist, dass dies erforderlich ist. Mehr sehe ich da jedenfalls nicht. Die 2 müssen in gar keiner Beziehung zueinander stehen ... es könnten 2 Demoteilnehmer sein, die hier zum ersten Mal nebeneinander stehen und sie sagt zu ihm "Super Rede, oder?"

Als Teil einer Fotostrecke zu einer Demo würde wegen diesem Bild in Österreich m.E. ganz sicher kein Gericht etwas unternehmen - eine Klage wegen Verletzung der Privatsphäre würde abgewiesen, das käme gar nicht in eine Verhandlung.  
  
Wenn dagegen in einem VÖLLIG HYPOTHETISCHEN Beispiel "heute" am nächsten Tag genau dieses Foto auf der Titelseite bringt UND darüber als fette Headline steht: "Thomas Maurer turtelt mit neuer Freundin, schwangere Ehefrau sitzt zu Hause" ... dann würde das natürlich rechtlich anders beurteilt. Gegen solche Eingriffe in die Privatsphäre kann man sich wehren und das ist auch gut so. Wenn allerdings [HYPOTETISCH!] der Sachverhalt korrekt wäre, dann wäre auch das bei einem C-Promi vermutlich schon wieder zulässig. Zumindest komme ich zu dem Schluss, wenn ich mir ansehe, was auf den Titelseiten vieler Print-Medien in Österreich jeden Tag so zu sehen ist. |-D



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Re(8): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 13:01:59
hier wars ganz klar wie vorher von mir beschrieben, die standen kurz vor
bühne, in einem eigenen abgesperrten promi und fotografen bereich und, thomas
maurer ist jetzt auch nicht unbekannt

Ich hätte ihn auf deinem Foto nicht erkannt, ehrlich - ist aber egal. Er fiele sowieso in die "nicht geschützte Kategorie". ;)

Ich hab die diskussion langsam hier satt mich für eine solche lapalie verantworten zu müssen

Ja, das kann ich verstehen. ber du musst dich hier nicht vferantworten, ehrlich.

Vor mir muss sich sowieso niemand verantworten. Ich habe nur einen Einwurf auf ein Posting irakis getätigt, weil dieser a) immer so schnell mit allen möglichen Rechtfertigungen, und wenn sie auch nur lauten "Gesetze sind mir wurscht, wenn ich es anders will." zur Hand ist und b) zu einem deiner Bilder (eben das von Maurer) geschrieben hat, man erkenne am Hintergrund sowieso, dass es sich um Fotos aus einer Demo handelt.

Ich persönlich habe auch in diesem Posting (siehe weiter oben) ausdrücklich angemerkt, dass ich diese Diskussionen, die meist unnötig hysterisch ausarten, nicht goutiere. Und weiters bin ich der Meinung, dass sie hier ohnehin nichts verloren haben - es sei denn, ein unmittelbar und persönlich Betroffener äussert sich zufällig hier dazu.

Es geht mir auch sattsam auf den Wecker, dass User hier nie lesen können oder wollen ud dann Antworten auf Postings, die sie gar nicht beachtet haben, aus dem Zusammenhang reißen, umm daraus eine Grundsatzdiskussion zu machen. Sonst wäre diese Antwort hier gar nicht nötig gewesen. :-/
  
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Re(6): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 11:36:39
1. nein ... also nicht rechtlich, nur kraft Deiner persönlichen Autorität vor Ort. Sofern das Ganze nicht derart extrem ist, dass eine echte "Verfolgung" vorliegt ... dann könnte der Stalking-Paragraf greifen (müsste jetzt das Gesetz raussuchen)
2. auch nein .. weil man ja erst nachträglich davon erfährt und man den Fotografen in den von Dir angedachten Fällen nicht zum Löschen der auf öffentlichem Grund gemachten Bilder zwingen kann.
3. im nachhinein ja. Wenn Du vor gericht nachweisen kannst, dass druch die Veröffentlichung des Bildes ohne Dein Einverständnis wirklich berechtigte Interessen verletzt wurden. Die Hürde ist recht hoch. Selbst wenn dadurch eben z.B. ein Seitenspung des Abgebildeten aufgeflogen ist, gilt das nicht als berechtigtes Interesse, weil er daran ursächlich durch sein Verhalten selbst Schuld ist.  
4. wenn 3 erfolgreich ist, prinzipiell ja. wobei wie Du weißt in Ö beim Schadenersatz auch nochmals rehct hohe Hürden aufgebaut sind. Sprich, Nachweispflicht eines konkret eingetretenen Schadens bzw. auch dessen Höhe.


Zum  Thema gibt es in Ö eigentlich nur eines Satz im Urheberechtsgesetz:

http://www.internet4jurists.at/gesetze/bg_urhg2a.htm#§_78.

§ 78. (1) Bildnisse von Personen dürfen weder öffentlich ausgestellt noch auf eine andere Art, wodurch sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, verbreitet werden, wenn dadurch berechtigte Interessen des Abgebildeten oder, falls er gestorben ist, ohne die Veröffentlichung gestattet oder angeordnet zu haben, eines nahen Angehörigen verletzt würden.


Es hängt also alles von der Definition der "berechtigten Interessen des Abgebildeten" ab. ALlein der Wunsch "nicht abgebildet bzw. das Foto nicht veröffentlicht haben zu wollen" ... reicht übrigens nicht aus. Das wurde schon ausjudiziert .. habe das Urteil aber nicht parat.

Abhängig von der Art der Veröffentlichung (also in welchem medium/wo/wie genau/durch wen) kommt dann noch das Mediengesetz ins Spiel.

Wenn jemand wie ich privat Fotos "bei öffentlichen Aufzügen und ähnlichen Veranstaltungen im öffentlichen Raum" macht und selbige im Internet ohne kommerzielles Verwertungsinteresse herzeigt, ist dagegen rechtlich kein Kraut gewachsen. Wenn der ORF ... die Kronenzeitung ... oder news ... oder sonst ein kommerzielles Medium ... sieht es anders aus.  Oder wenn das Foto in der Werbung verwendet würde ... etc. Solange das nicht der Fall ist ...

In Deutschland ist es restriktiver. Da gibt es sogar schon vereinzelte Gerichtsurteile durch irregeleitete Richter, wonach bereits das Fotografieren selbst bereits unzulässig gewesen sei. In Österreich sind wir gottlob noch weit davon entfernt. :-)



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Re(6): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 11:52:11

losgelöst von dem thread jetzt: welches Gesetz, wo kann man da nachlesen?

Urheberrechtsgesetz, §78. Ich spreche aber nur von Österreich.

Hab ich (also wirklich ICH als völlig unbedeutende Privatperson) das Recht, ein Foto von mir auf der Straße, wo nur ich oder von mir aus auch ich eingehängt mit meiner Frau drauf bin, also nicht Teil einer großen Masse oder so und auch  ein Bezug zu einem größeren Ganzen hergestellt werden kann, sondern wirklich als Hauptobjekt (wie tw eben auf den Bildern oben) das Recht diese Aufnahme
1. zu verhindern

Ich möchte das jetzt nicht nachlesen, aber ich behaupte jetzt mal "Nein." (Begründung folgt unten *))

2. wenigstens die Veröffentlichung zu verhindern

Ja, soweit
a) die Veröffentlichung einer "allgemeinen Öffentlichkeit" (die Dimension ist in der Rechtsprechung zu finden) zugänglich ist. Die Öffentlichkeit ist vom Kläger zu belegen!

3. rechtliche Möglichkeiten

??? Zur Durchsetzung deiner gesetzlich verbrieften Rechte hast du immer "rechtliche Möglichkeiten".

4. Schadenserssatzansprüche

Du kannst Schadenersatzsprüche immer zivilrechtlich geltend machen. Heißt nicht, dass du sie auch zugesprochen bekommst.

Ich habe die Antwort jetzt exakt auf dein Posting abgestellt, d.h. "Personen öffentlichen Interesses" etc. ausgenommen.

*)Begründung: Das "Recht auf das eigene Bild" bezieht sich nicht auf das Bild, sondern nur auf die Veröffentlichung, sobald diese mehr als einem klein begrenzten Kreis zugänglich gemacht wird/wurde. Im übrigen möchte ich anmerken - das wird schon routinemäßig unterschlagen -, dass sich das "Recht auf das eigene Bild" nicht auf Fotografie, sondern auf jedwede bildnerische Darstellung bezieht. Und wie würdest du jetzt einem Maler verbieten, dich (z.B. aus der Erinnerung) zu malen? ;)
  
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Re(7): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
06.07.2010, 17:02:19
und der Prügelprinz auch ... aber vor Gericht fahrens *in Österreich* damit ein (siehe auch Grasser beim Bussieren am Pariser Flughafen!) ... also wenn ich die Prinzessin bei einer linkslinken Demo erwische dann jedenfalls ... ***FLASH***
:-)

wenn man die Gerichtsurteile ein bissl verfolgt, wird klar: da geht es IMMER um Übergriffe in die PRIVAT-Sphäre ... sprich, Paparazzitum in all seinen ungustiösen Ausprägungen ... dabei halten sich die Abgebildeten aber stets im NICHT-ÖFFENTLICHEN Raum auf ... und die Fotografen oft auch bzw. sie fotografieren eben in PRIVATE Grundstücke/Gebäude hinein, die ohne (gröbere) Hilfsmittel vom ÖFFENTLICHEN RAUM aus nicht einsehbar sind.  

Und genau so soll es auch sein: gesetzlicher Schutz der PRIVAT-Sphäre einerseits und maxiamle Fotografiefreiheit im ÖFFENTLICHEN RAUM andrerseits. Strengere Limits, was die Veröffentlichung anbelangt, um den KOMMERZIELLEN Medien entsprechende Schranken zu setzen die ansonsten ja vor gar nichts zurückschrecken ... Stichwort z.B. Verbrechensopfer/ Kellerkinder etc.  

In Österreich passt diesbezüglich der aktuelle rechtliche Rahmen ganz gut, finde ich. In UK, AUS, USA dagegen ... autsch!

Meine eigene moralische Grenze lautet übrigens in etwa so: was/wo auch eine ÖFFENTLICHE ÜBERWACHUNGSKAMERA filmt/fotografiert, dort fotografiere auch ich jedenfalls auch ohne die allergeringsten Hemmungen!

Und beim "Veröffentlichen" spiele ich es dann eine Nummer restriktiver. :-)



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Re(6): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
06.07.2010, 19:54:21
in Österreich: viel Spass!   Wer an einer Straßen-Demo teilnimmt, kann *zum
Glück* nachher nicht schreien, "meine Privatsphäre" %-) und "mein Recht am
Bild" ... d.h. schreien kann er schon, klagen auch. Und sich dann mit den
Kosten brausen gehen. :-)


gesetzlich absolut vertretbar, ich stelle mir die frage ob es moralisch vertretbar ist. ok wenn es einem ein anliegen ist paparazzi zu werden, gesetzlich durchaus vertretbar, aber moralisch voll fürn eh schon wissen. die motivation war wohl eindeutig die, emotionen einzufangen und nicht zu informieren. wenn ich ein ultra closeup von einem verstimmten gesicht habe, ist das meiner meinung nach verwerflich bis zu einem gewissen grad.

er stand direkt vor der bühne im abgesperrten vip bereich dort muss er mit pressefotos rechnen und is wahrscheinlich sogar gewollt. zitat sgtbash


damit rechner er sicher, aber stellt sich die frage ob er es wollte oder ob es ihm am ende wurscht. cool wärs gewesen wenn er gefragt worden wäre und er wäre voll einverstanden gewesen. so find ich, ist es ein blosses abschiessen.
begründung wenn ich blickkontakt mit dem habe dann passts schon. frag mal den thomas maurer ob das ok ist für ihn, vielleicht ist es ja tatsächlich nicht seine frau oder freundin. aber eh wurscht, weils gesetzlich ja voll gedeckt ist. na dann... fröhliches halali


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Re(7): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
06.07.2010, 20:17:31
cool wärs gewesen wenn er gefragt worden wäre und er wäre voll einverstanden gewesen.


nein nein, das wäre auch noch nicht korrekt! Man müsste dann gleich auch noch ein kräftiges Model-Honorar anbieten, nicht wahr? Und einen mehrseitigen Nutzungsvertrag vorlegen und unterschreiben lassen. Und dann ganz ungezwungen ungestellte, authentische Bilder von einer Demo machen. %-)

Ich schätze die fotografische Qualität Deiner Bilder wirklich sehr, aber in dem Punkt sind wir echt auf einer anderen Wellenlänge.

Zum Glück läuft das in meiner Praxis / auf der Straße wesentlich entspannter und de facto problemlos.  :-)

<10 Entweder jemand signalisiert sagt dass er nicht fotografiert werden m chte dann lasse ich es ausser das Bild ist wirklich speziell besonders wichtig f r mich/>70% ... Oder es ist erkennbar, dass es jemand egal ist oder in Ordnung geht ... wenn dann Zeit/Gelegenheit ist, zeige ich ihnen öfters das Bild am Display und sammle, wenn gewünscht eine email-Adresse ein und schicke das file später durch.

ca. 20% ... es wird signalisiert, dass man fotografieren "möge/soll/müsse" und meist auch gleich geposed ...

bei den Demos schicke ich dem veranstalter (sofern eine funktionierende email-Adresse aufzutreiben ist ... bei der freeparade z.B. nicht der Fall!)  meist auch einen link zur Galerie auf Picasa. Da kommen dann öfter Nutzungsanfragen wegen Fotos bzw. Wünsche nach grösserer File-Grösse etc. Oft resultieren sehr nette und/oder lustige Kontakte daraus. Bis dato kam noch nie ein Protest.

Künstlerisch betrachtet heißt das vermutlich, dass ich viel zu harmlos fotografiere und die Bilder nicht polarisieren. ;-)



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06.07.2010, 20:22 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(17): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
08.07.2010, 16:49:03
wenn wir zb. dein bild vom resetarits hernehmen => angenommen das er ein
unbekannter ist und er hätte die vorher gesagt das er nicht fotografiert
werden will und du hättest das bild trotzdem geschossen, dann wäre die sache
wohl rechtlich nicht in ordnung (eindeutig die person das hauptmotiv und du
hast keine einwilligung für das bild)


Auch wenn Du diese und ähnliche Vermutungen noch so oft wiederholst, sie bleiben falsch!

Auch das wäre und ist in Österreich rechtlich voll in Ordnung! Man hat kann anderen *in der Öffentlichkeit* nicht rechtswirksam das Fotografieren von was auch immer inklsuive der eigenen Person verbieten. Und auch eine anschleissende Verööffentlichung dieses Fotos wäre/ist im gegenständlichen Fall problemlos.

Wer nämlich an einer Demo im öffentlichen Raum teilnimmt, "DEMONSTRIERT" - das heisst er/sie stellt sich freiwillig und ganz bewusst IN ALLER ÖFFENTLICHKEIT hin, um mit anderen für oder gegen eine bestimmte Sache einzutreten. Öffentlicher gehts wohl nicht!

Eine Veröffentlichung der dabei von ihm/ihr gemachten Fotos verletzt deshalb keine berechtigten Interessen ... solange der/die Abgebildete dadurch nicht diffamiert wird [z.b. durch einen Bildtitel a la "typisch linkslinker Berufsdemonstrant" etc.] oder mit offenem Hosentürl und heraushängedem ... etc. ... abgelichtet ist!

Je nach ARt der veröffentlichung (gilt Mediengesetz?) wird auch ein formatfüllendes Portrait einer Einzelperson da völlig in Ordnung gehen, selbst wenn der/die Abgebildete dabei nicht im allerbesten Licht abgebildet wäre ... solange nicht blossgestellt/diffamiert/herabgewürdigt wird. Was dabei durchgeht, wird am Ende vom jeweiligen Gericht abhängen und vermutlich auch vom Charakter der Veranstaltung ... bei der Fronleichmansprozession gesackelter Innenstadtbewohner im Anzug wird vielleicht schon ein schief sitzender Krawattenknoten im Bild als "Blossstellung" gewertet, bei einer Demo für die Pankahyttn wird es eher mehr brauchen, nehme ich an.

Ich empfehle Dir jedenfalls dringend, die hier verlinkten Texte  http://forum.geizhals.at/t709578.html  zu lesen um zu einer informierteren Meinung in der Sache zu gelangen!  



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Re(10): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 16:38:59
In der Öffentlichkeit ist das eben ein Wunsch (!) eines anderen Menschen ...
den kann ich - in Gegenüberstellung und ABäwgung mit meienen eigenen Wünschen
- erfüllen oder auch nicht.


Ich bin mir da nicht so 100% sicher wie du, auch wenn du meinst, es gäbe ein Urteil dazu in Ö.
Weil ich hab das gefunden:
http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/fundiert/2008_02/08_02_prinz/index.html  und da steht:
Das änderte sich erst durch die zahlreichen Grundsatzprozesse, die Prinzessin Caroline von Hannover geführt hat. 1992 noch war jedes Foto, das sie außerhalb ihrer eigenen vier Wände zeigte, erlaubt und Prinzessin Caroline, die der Bundesgerichtshof als Person der Zeitgeschichte eingeordnet hatte, musste sich die ständige Verfolgung und Bespitzelung durch Paparazzi nach deutscher Rechtsprechung gefallen lassen.

[...]
2004 entschied schließlich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Prinzessin Caroline sich überhaupt nur dann Fotoveröffentlichungen gefallen lassen muss, wenn diese durch ein überragendes Informationsinteresse der Öffentlichkeit gerechtfertigt sind. Unterhaltungsinteressen alleine reichen nicht aus.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte konnte nicht nachvollziehen, warum sich Personen der Zeitgeschichte in Deutschland erst in örtliche Abgeschiedenheit zurückziehen mussten, um den in Artikel 8 der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz ihrer Privatsphäre genießen zu können


ja, das ist aus DE. Aber der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte steht über nationalem Recht, über DE- wie über AT-Recht. Und wenn er das feststellt, dann muß das auch in Ö anwendbar sein, denn hier gelten keine anderen Menschenrechte als in DE.

Es hat vermutlich hier noch keiner durchgezogen, aber so 100%ig wie du tust scheint mir die Sache nicht zu sein.

mfg
AVS
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Re(8): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 12:16:53

nein nein, das wäre auch noch nicht korrekt! Man müsste dann gleich auch noch
ein kräftiges Model-Honorar anbieten, nicht wahr? Und einen mehrseitigen
Nutzungsvertrag vorlegen und unterschreiben lassen. Und dann ganz ungezwungen
ungestellte, authentische Bilder von einer Demo machen.


wo sind da authentische bilder von einer demo? das könnte auch bei der letzten cafefahrt von tante frieda stammen wo die leute halt draufgekommen sind das sie doch be*PIEP* worden sind und halt traurig betroffen dreinschaun.

bin froh das du das für dich schon so klar ausgerechnet hast. ich hatte die situation auch, auch ich wurde auf der demo fotografiert, es war mir nicht recht, aber was sollte ich tun? ich hätte hingehen können und mir das bild ansehen, als gesicht in der masse, dagegen habe ich zwar was, denke aber das es legitim ist. wenn mir jemand aus 20 meter mit seinem tele ins gesicht fährt, dagegen habe ich was, ist aber auch nicht einfach das zu erkennen wenn der 20 meter weg ist. ich denke euer denken dreht sich schlicht und ergreifend nur ums bild. oder wart ihr auf der demo wegen der zogaj? bzw. der österreichs asylpolitik? wolltet ihr irgendwas aufzeigen mit den fotos?
ich denke, da ging es schlicht und ergreifend nur um euch und eure fotos. aber bitte, reine spekulation.
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Re(9): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 12:53:24
wo sind da authentische bilder von einer demo?


ich sehe jede Menge davon. Von der Absicht her ergänzen sich die beiden Foto-Strecken - wie eim Eröffungspost geschrieben. Einmal in meiner stärker der Demo-Kontext inklsuive Coverage der Anliegen und Aktionen dort, und dazu die zweite Fotostrecke, "die den Menschen ins Gesicht schaut", die Emotionen verstärkt sichtbar macht. Aufgrund der Kommentare in etlichen piosts, sehe ich dass uns das ganz gut gelungen ist und dass das bei den meisten Betrachtern auch so angekommen ist.  

ich denke euer denken dreht sich schlicht und ergreifend nur ums bild. oder
wart ihr auf der demo wegen der zogaj? bzw. der österreichs asylpolitik?
wolltet ihr irgendwas aufzeigen mit den fotos?
ich denke, da ging es schlicht und ergreifend nur um euch und eure fotos. aber
bitte, reine spekulation.


richtig.

Ist ja auch mein gutes Recht. *In der Öffentlichkeit* darf ich alles machen, was mir Spass macht und nicht explizit verboten ist. So wie alle anderen auch. In die Luft schauen, Bier aus dem 16er Blech trinken, rülpsen, fahnenschwingende Demonstranten aufnehmen, rappenden MCs und redenden Promis zuhören, mir Gedanken um die Zogajs machen oder nicht, Tshcick rauchen und den umstehenden den rauch nachblasen, ja, sogar feschen Mädls nachschauen darf ich, selbst wenn die das gar nicht wollen würden! Öffentlicher Raum ist eben ... öffentlich. Es gibt eh nur noch so wenig davon. Es ist doch eh schon so viel verboten! Nützen wir das wenige, was noch da ist und geht. LEBEN wir doch einfach!

Als Demonstrant nehme ich nur selten an Demos teil. Aber ich fotografiere gerne dort - völlig losgelöst davon, ob ich mit den Anliegen etwas anfangen kann oder nicht. Menschen, die sich für oder gegen etwas engagieren, interessieren mich soweiso prinzipiell. Und visuell geben Demonstrationen viel mehr her als fast alle anderen kunstvoll gestagten "events", trotzb allen Aufwands. Und Menschenbilder von der Strasse sind bei gelicher fotografischer Qualität für mich authentischer, fesselnder, interessanter, attraktiver als gestellte Fotos aus dem Studio mit bezahlten Darstellern. Für mich als Hobby-Fotograen sind Demos willkommene Gelegenheiten, mein Auge und meine Rfelxe zu traineieren, vorherzusehen, was vielleicht gleich passieren wird, schnell zu reagieren, wenn etwas passiert, Emotionen einzufangen, einen Kontext herzustellen.

Ach ja, auch ich werde dabei fotografiert und gefilmt. Dieses Mal sogar besonders, weil ich längere Zeit ganz vorne an der Absperrung gestanden bin. Wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewege, habe ich auch kein Problem damit, wenn man mich auf Fotos sieht.  In dem Fall wurde ich natürlich auch bei den Demonstranten mitgezählt, auch wenn ich keiner war. Geht auch in Ordnung. Ich muss auch damit rechnen, in den Medien als Demonstrant/Symphatisant rüberzukommen ... tj, mein Risikon. Wenn  ich das partout nicht will, darf ich eben dort nicht hingehen. Wenn eine Zeitung eine Großaufnahme von mir veröffentlichen würde mit der Überschrift "linkslinker Berufsdemonstrant" ... dann würde ich mich dagegen wehren, weil es diffamierend wäre und meine berechtigten Interessen verletzen würde. Wenn das gleiche Bild mit der gleichen Überschrift "ironisch" in einem Foto/Kunstprojekt vorkäme, würde ich darüber schallend lachen. :-)

Ich finde aber wirklich auch, dass Du angesichts Deiner "kids at war" Serie (die Idee finde ich ürbigens super!) auf Deiner homepage in dieser Frage eher keine moralische Instanz bist, weil ich einmal unterstelle, dass Du nciht von allen abgebildeten Personen eine explizite Einverständniserklärung zur Veröffentlichung (noch dazu in dem Kontext,m in den Du es gestellt hast) vorliegen hast. Wenn doch, dann entschuldige ich mich gleich schon und betrachte Dein Verhalten als "vorbildlich".

Was Deine Teilnahme an Demos und das dabei fotografiert werden anbelangt ... wenn Du mit unseren Bildern schon ein Problem hast, dann denke einfach einmal an die Aufnahmen, welche die Stasi/Gestapo (wie auch immer diese Truppen in Ö derzeit genau heissen mögen) von den Teilnehmern anfertigt. Vor lauter Recht am Bild Geschrei überseht ihr das nämlich gerne. Und möglicherweise schafft ihr es wirklich noch, "Leuten wie mir gesetzlich das Handwerk zu legen". Dann werden genau nur noch die fotografieren und filmen, von denen die Machthaberer wollen, dass sie fotografieren und filmen. Wollt ihr das wirklich?

Aus meiner Sicht sind möglichst viele private Presse- und private Fotografen bei einer Demo der beste Schutz gegen Übergriffe des Sicherheitsapparats und auch, um gegen gewalttätige Demonstranten nachträglich allenfalls vorgehen zu können. :-)



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Re(8): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
07.07.2010, 16:39:03
auf deiner hp ziehst du in der serie kids at war kinder aus dem kontext, du
schaffst ein kriegsszenario in dem man denken könnte die kinde rwären wirklich
im krieg, ich finde das morlisch schwer vertretbar, und am rande der legalität


sorry aber du disqualifizierst dich ja nur mehr selbst.

die fotos wurden am heldenplatz bei der bh-leistungsschau geschossen, war übrigens ein auftrag. ich bin dort nicht freiwillig hin weil ich es für bullshit halte. so... was mir sofort aufgefallen ist, das sich zwischen dem kriegsgerät nur kinder aufgehalten haben. und das ist pervers! das scheinst du aber nicht verstanden zu haben und es gibt im kosovo weder eine hofburg, keine frauen die sich ein schild mit "bambiland" (ich schätze du weisst auch diesbezüglich nicht um was es dabei geht) vors gesicht halten, es gibt keine flaggen vom kunsthistorischen museum und vom sportverein wien.
scheinbar hast du dir die bilder nicht genau angesehen und instrumentalisierst sie nur um zu bashen (!:-))

ich kenne dich nicht, daher kann ich es nicht beurteilen, ich spekuliere mal das deine auffassungsgabe nicht reicht um die tragweite der bilder zu verstehen. da sind bloße gesichter vermutlich einfacher zu verstehen, die kann man halt "schön" oder von mir aus auch "schirch" finden. und muss nicht viel darüber nachdenken und keine zusammenhänge herstellen.

weiters kanns du dir deine flut an PM sparen mit deinen hasstiraden, beschimpfungen und reduzierungsversuchen. wenn du mir etwas zu sagen hast, sags hier wo es jeder lesen kann.

was meine qualität als photoshopper betrifft, da stecke ich noch (bis auf wenige aussnahmen) jeden von hier im forum (zumindestens was fotos betrifft) in die tasche. wenns jemanden nicht gefällt, damit kann ich leben. vorallem weil ich genug anfragen habe von leuten denen es gefällt. die wollen mir sogar viel geld dafür bezahlen.

fazit: meine meinung ist so, deine so. du findest das und ich das. ist alles legal und in wahrheit völlig wurscht. ich habe mich zu sehr hinreissen lassen, ich hätte die insgesamt 20 minuten besser investieren können als hier zu posten.
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Re(14): "Genug ist genug" / Demo 1.7.2010
08.07.2010, 00:43:05
für mich ist die ganze sache schon längst nicht mehr lustig du beschimpfst
mich hier öffentlich in meinem thread


wann habe ich dich beschimpft?!? mit komiker? in keiner meiner antworten habe ich dich beschimpft. dein thread? es ist irakis thread! aber das ist haarspalterei..

wenn du glaubst die fotos könnten nicht legal sein dann würd ich sie
runternehmen von der seite, hier werden ganz klar persönlichkeitsrechte
verletzt, soldat im dienst mit namenssticker, kinder aus dem zusammenhang
gerissen


sie sind 100% legal, ich habe mich (nochmal) informiert. persönlichkeitsrechte werden nicht verletzt. wenn meine fotos verboten werden, dann auch die restlichen 10 millionen die an dem tag geschossen wurden. ich konnte meine namenschild entfernen wenn ich ad war, wenn nicht, war ich als soldat eine person des öffentlichen lebens. der sticker war oben. aber von mir aus retuschiere ich das weg, auf das kommt es mir nicht an. und wie kommst du darauf das kinder aus dem zusammenhang gerissen wurden? ich habe sie dort nicht plaziert oder gar auf die leistungschau gebracht.

du willst gegen mich prozessieren?


nein, denunziantentum ist nicht strafbar.

bürgerliche sorgfaltspflicht


versteck deine wunsch mir im zorn schaden zuzufügen nicht dahinter.


ja ich habe überreagiert und ich möchte auch niemand schaden
heute war der falsche tag dafür, aber wenn ich hier öffentlich und namentlich beleidigt werde und mich im recht sehe dann führt das dazu, nachgedacht habe ich nicht,normalerweise würde mir soetwas nicht einfallen
auf das geizhals forum hat das sicher keine auswirkungen das einizge was passiern kann ist das man ihn aufmerksam macht die bilder zu entfernen
was soll ich noch dazu sagen
ich hätte es nicht persönlich nehmen dürfen


hab ich dich namentlich beleidigt?? namentlich? wo bitte?

tut mir leid für den komiker!! du bist nicht im geringsten lustig. ich ziehe meine aussage zurück und entschuldige mich.





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