Re: Hausbau - welcher Ziegel/VWS + Lüftung?
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.  Re: Hausbau - welcher Ziegel/VWS + Lüftung?  (PLO am 26.08.2010, 09:06:06)
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Re: Hausbau - welcher Ziegel/VWS + Lüftung?
02.08.2011, 11:37:31
Wir wohnen nun seit 5 Jahren in einem Niedrigenergiehaus (inkl. problemlosen Blow Door Test). Zum damaligen Zeitpunkt war 25er Ziegel + 16cm VWS, Dachbodendämmung 30-50cm der Stand der Dinge, heute keine Ahnung.

Wir haben eine kontrollierte Wohnraumlüftung inkl. "Energiebrunnen" - Ansauggehäuse mit unterirdischem 40m Rohr durch den Garten. Wir merken die Lüftungsanlage lautstärkenmäßig überhaupt nicht, ca. 20 Ein-/Auslässe, 4 Stockwerke. Das Gerät selbst macht natürlich in der höchsten Stufe ein Geräusch, aber das hängt im Keller und ist durch eine Türe vom Rest getrennt. Gerät ist von Drexel & Weiss ohne Luftfeuchtigkeitsmischer (!!!), im Winter wird die einströmende Luft gewärmt über einen Wärmetauscher (effektiv ca. ein Grad weniger als Raumtemperatur), im Sommer (ohne Wärmetauscher) die Luft mit ca. 10-15° eingeblasen. Filter kosten für ein Jahr ca. 75,- EUR, wenn die Anlage immer läuft, ansonsten halten die Filter länger. Wichtig ist die Wickelfalzrohre inkl. Ein-/Auslässe korrekt zu verlegen, damit kein Brummen oder ähnliches entstehen kann. Wenn Flachkanäle notwendig sind, z.B. Dachboden dann bei der Breite nicht sparen, unserer ist ca. 50cm breit!

Wenn alle Installationen korrekt durchführt werden (ÖNorm Montage Fenster/Türen/Fensterbretter mit Dichtbänder kleben, Elektrik (vor allem Steckdosen) und Mauerdurchführungen abdichten, Dachbodendämmung, etc.) ist die Hülle extrem dicht!

Ich nenne es daher keinen Luxus sondern die einzige Möglichkeit schlechte Luft bzw. Schimmel in den heutigen superdichten Häusern zu vermeiden. Zur gleichen Zeit mit uns haben mehrere Bekannte ebenfalls Massivhäuser gebaut, 2 von Ihnen keine KWL installiert, bei beiden ist Schimmel aufgedrehten (einer davon hat Lehmputz), obwohl die Häuser nicht im gleichen Jahr bezogen wurden, einigermaßen austrocknen konnten und auf korrektes Lüften geachtet wurde.

Meiner Meinung spart man auch Heizkosten, da die Temperatur fürs Wohlfühlen um ca. 1-2° niedriger sein kann, da die Luft sauber ist und die Wärme aufnehmen kann. Auch wenn wir ein Gerät ohne Luftfeuchtigkeitsmischer besitzen, haben wir kein Problem mit der Luftfeuchtigkeit im Winter, denn es wird Wäsche gewaschen, geduscht, gebadet, gekocht, etc., d.h. Luftfeuchtigkeit ist genügend da für eine Zirkulation im Haus.

Geldmäßig wirst du auch wenn du die Förderung mit einberechnest nie den Break/Even schaffen! Und lüften kannst trotzdem, jetzt ist auch gerade die Terrassentüre komplett offen und die Lüftungsanlage läuft trotzdem auf Stufe 1 - ich weiß abschalten der Anlage wäre sinnvoll, aber man wird mit der Zeit faul..., aber auch das könntest mit Magnetkontakten steuern...

MfG

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