1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
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Re(6): 1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
15.05.2011, 22:35:33
Dazu eine Anmerkung: 1980 kamen damals mehere weltweiten Unsicherheitsfaktoren zusammen: Iran-"Krise" nach der Machtübernahme durch Chomeni, Einmarsch der Sowjets in Afghanistan und damit starke Nachfrage nach Gold im gesamten arabischen und indischen Raum, in Polen Unsicherheit nach der Streikwelle und ob nicht die Sowjets wie 1968 in der CSSR einmarschieren könnten, in den USA die schwache Carter-Endzeit.

Wirtschaftlich-technologisch die Erwartung einer starken Nachfrage nach Gold im industriellen Bereich (Computerisierung). Bei letzterer herrschte fast eine Goldgräberstimmung, wie viel Gold für die erwartet nachgerade explodierend wachsende Großcompterexpansion ge- und verbraucht würden; samt Erwartungen, die Altgeräte wären fast "Goldgruben" Das hatte sich dann eben nicht materialisiert, weil der Goldeinsatz für Computer- und später PC-Herstellung rapide zurück ging bzw. substituiert wurde...

Auf der damaligen Kostenbasis zur Goldgewinnung hatten realistische Abschätzungen gelautet, dass ohne eine Spekulationshype längerfristig der Golfpreis nicht um (inflationsbereinigt, allerdings) 350 USD steigen würde - weil dann neue oder still gelegte Goldvorkommen von Südafrika bis Kanada und in Neu Guinea wieder in Aufschluss bzw. Abbau genommen würden...Das wäre nach heutigen Preisen eben um die 1000 USD/troz.

Die derzeitige Hausse nach Gold ist durch mehrere Faktoren getrieben: Flucht aus dem US-Buntpapier namens Dollar; etwa kaufen die Chinesen weiter Gold weltweit zusammen; Unsicherheiten in der gesamten arabischen Welt - und auch in EURO-pa hat die Goldnachfrage durch Sparer stark angezogen - was aber politisch hartnäckig verschwiegen wird. Filialleiter von Banken selbst in kleinen Orten berichten von einer enorm stark gestiegenen Nachfrage nach Goldmünzen. Im deutschen Fernsehen: Jüngst in einer Kleinstadt mit weniger als 10.000 EW binnen eines Monat wurden Goldmünzen für mehr als eine Million Euro gekauft...Ach ja und "die Reichen" legen auch lieber in Gold ihr Geld an als in Aktien oder Staatsschulden: Das Gold(vermögen) bleibt - wie auch Vermögen in Bildern geheim und somit der "Enteignung" durch eine Vermögensteuer kaum greifbar....

15.05.2011, 22:56 Uhr - Editiert von karoo, alte Version: hier
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Re(2): 1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
14.05.2011, 18:39:03
...sehr netter beitrag,wollt dich nur fragen...
weißt du noch was mann vor 20 jahren mit 1nem 4fach dukaten kaufen konnte,und wieviel er damals in schilling wert war ? zum beispiel
wieviel dukaten für 1m² grund damals und wieviel heute für,s gleiche grundstück (je nach lage des grundstücks war das sicher sehr unterschiedlich) ich weiß das vor 40 jahren 1m² baugrund in kitzbühel am schwarzsee,heute golfplatz so ca. 40 bis 50.- ÖS gekostet haben.(leider weiß ich den goldpreis in schilling von damals nicht,villeicht weiß es ja jemand das wär super)zur zeit kostet dort ein m²-baugrundstück bis zu 2000.-euro.
nach gestrigem stand ist der verkaufspreis für einen 4fach dukaten 460.- Euro.
mann würde also ca.4,3 stück Dukaten brauchen um 1m² zu kaufen.

ich kann mich nicht so ganz genau erinnern,glaub mein vater hat damals als Beikoch so an die 5000.-ÖS verdient,er konnte sich also 100m² damals kaufen,
heute ist ein beikoch mit 2000.- euro spitzenverdiener,könnte sich also 1m²
grund kaufen.da sieht man die inflation,jetzt stellt sich mir die frage,
was kosteten damals die golddukaten,und hätten sie heute die gleiche kaufkraft
als wie dazumal wenn mann sie verwahrt hätte.

übrigens ich kenn mich mit dem ganzen kram nicht aus,bin musiker kein banker
villeicht ist aber hier jemand der das verdeutlichen könnte...
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Re(3): 1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
14.05.2011, 19:26:11
... ich weiß das vor 40 jahren 1m² baugrund in
kitzbühel am schwarzsee,heute golfplatz so ca. 40 bis 50.- ÖS gekostet
haben....zur zeit kostet dort ein m²-baugrundstück bis
zu 2000.-euro..

......da sieht man die inflation,jetzt stellt sich mir die frage,was
kosteten damals die golddukaten,und hätten sie heute die gleiche kaufkraftals wie dazumal wenn mann sie verwahrt hätte


So um 1960 kostete eine Unze Gold  35,- $, heute  1.060 $.

Also eine Wertsteigerung um das 30-fache!!

Da der Golddukaten sich einigermassen an den Goldpreis anlehnt (zuzüglich Prägekosten), wird da die Preisrelation nicht viel anders sein.

Den Wert des jetzigen Dollars gegenüber dem von 1960 würde ich mit 40 % veranschlagen, damals so rund 25,- Schilling, heute 0,70 Euro, also ca. 10,- alte Schillinge. Wobei man, wie wie alle wissen, man vor 10 Jahren um 10 Schilling schon ein bisserl mehr bekommen hat als heute um 70 Cent...

Wenn ich fallweise noch umrechne, ist für mich 1 Euro nur mehr 10 Schilling.

Ist halt die reelle Wertsteigerung des Goldes seit 1960 nur das 15-fache. Auch nicht schlecht....

Deine Rechnung stimmt also so nicht. Noch dazu, wenn man Grundstückspreise in  Kitzbühel heranzieht. Da waren 1960 noch genug unbebauter Grund vorhanden, aber weils eine Nobelgegend ist, sind dort die Preise ins astronomische gestiegen.

Die Frage stellt sich natürlich, ob´s in wirklichen Krisenzeiten wirklich was hilft, wenn man Gold gebunkert hat. Weil wennst (wie es nach dem 2.WK usus war) für einen halben Kilo Goldschmuck grad einen Sack Erdäpfel kriegst und vielleicht noch einen Tiegel Schmalz dazu, ist das auch nicht gerade als optimale Vermögensanlage zu bezeichnen.

Da ist Grundbesitz (und wenn´s nur ein Acker ist) fast besser. Da kannst wenigstens im Fall des Falles deine eigenen Erdäpfel anbauen und Kaninchen, bzw. Hendln füttern......

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Re(4): 1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
15.05.2011, 11:05:38



Grundstückspreise in  Kitzbühel heranzieht. Da waren 1960 noch
genug unbebauter Grund vorhanden, aber weils eine Nobelgegend ist, sind dort
die Preise ins astronomische gestiegen.Die Frage stellt sich natürlich, ob´s
in wirklichen Krisenzeiten wirklich was hilft, wenn man Gold gebunkert hat.
Weil wennst (wie es nach dem 2.WK usus war) für einen halben Kilo Goldschmuck
grad einen Sack Erdäpfel kriegst und vielleicht noch einen Tiegel Schmalz
dazu, ist das auch nicht gerade als optimale Vermögensanlage zu bezeichnen.Da
ist Grundbesitz (und wenn´s nur ein Acker ist) fast besser. Da kannst
wenigstens im Fall des Falles deine eigenen Erdäpfel anbauen und Kaninchen,
bzw. Hendln füttern......  


...das mit kitzbühel hast vollkommen recht,25 kilometer weiter in einem dorf namens fieberbrunn kostete,zur gleichen zeit damals 9.-ÖS der m² Baugrund (in einer dem zentrum villeicht 200-300 meter entfernten gegend) leider weiß ich jetz den aktuellen preis nicht,dürfte sich aber nicht unter 500.-€ bewegen.(frage mal heute nach)

wenn so um 1960 eine unze 35,-$ gekostet haben wieviel dollar verdiente den damals ein arbeiter minimum im monat ? ..glaub das schon ca.1000.- euro ein mindestensverdienst in österreich ist. er könnte sich zu zeit ca.1 Unze von einem lohn kaufen.Es ging mir eigentlich um diese sache.(konnte mann sich damals für eine Unze gold das gleiche kaufen wie heute,mußkein grundstück sein,können auch kartoffel oder kaninchen sein)

und die sache welche du erwähnst,nach dem 2ten weltkrieg, gefällt mir sehr gut
denn ich weiß davon bescheid,grundstückspreise können ja auch stark fallen....was wäre folgendes szenario....in tirol würde es 30 jahre kein schnee
mehr geben.....was würde mit den grundstückspreisen in kitzbühel oder umgebung passieren.....
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Re(4): 1-fach Golddukaten was mach ich bloß damit ??
15.05.2011, 14:14:56
Den Wert des jetzigen Dollars gegenüber dem von 1960 würde ich mit 40 % veranschlagen

Das ist (leider) meilenweit von der Realität entfernt, unabhängig davon, ob man der offiziellen (zu niedrig angesetzten) Inflationsrate Glauben schenkt oder nicht.

Erstbester Google-Link: http://www.usinflationcalculator.com/

Die Frage stellt sich natürlich, ob´s in wirklichen Krisenzeiten wirklich was hilft, wenn man Gold gebunkert hat. Weil wennst (wie es nach dem 2.WK usus war) für einen halben Kilo Goldschmuck grad einen Sack Erdäpfel kriegst und vielleicht noch einen Tiegel Schmalz dazu, ist das auch nicht gerade als optimale Vermögensanlage zu bezeichnen.

Kommt auf das Ausmaß der Krise an. In deinem Szenario sind während einer Ausnahmesituation (gebunkerte) Sachwerte und Silber weit nützlicher, Gold dient der komprimierten Vermögenserhaltung, um anschließend nicht mit wertlosen Papierfetzen (bzw. heutzutage Zahlen in Computern) dazustehen.

Da ist Grundbesitz (und wenn´s nur ein Acker ist) fast besser. Da kannst wenigstens im Fall des Falles deine eigenen Erdäpfel anbauen und Kaninchen, bzw. Hendln füttern......

Klar, die Möglichkeit sich weitgehend selbst versorgen zu können, ist immer ein großes Plus, wenn's allerdings ganz schlimm kommen sollte, ist die Mobilität von Gold ein Vorteil => Diversifikation bzw. Streuung.

BTW, es ist - bei einem Blick in die erweiterte Nachbarschaft - erstaunlich, wie sehr die Hühnerhaltung in den letzten Jahren (wieder) zugenommen hat.


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(c) Benjamin Franklin

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