Re(7): CPU unter Last - Welche Einstellung ist effizienter?
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CPU unter Last - Welche Einstellung ist effizienter?
28.06.2012, 07:43:32
Also mal angenommen, ich habe einen Rechner mit i5-661 CPU, der wegen thermischer Probleme nicht lange Zeit auf 100% CPU-Last fahren kann (morgen kommt eh Druckluftspray |-D ). Blöderweise rennt auf dem ein Job, der 100% Last generiert und noch länger (2 Tage) rennt.

3 Möglichkeiten funktionieren, um die Last und damit Temperatur zu reduzieren:
- Via cpufreq limitiere ich die maximale Taktfrequenz von 3.33 GHz auf 2.53 GHz runter
- Via cpulimit regle ich die maximale %CPU von dem Task auf Hausnummer 50% runter
- Eine Kombination der beiden: Taktfrequenz auf maximal 2.8 GHz, zusätzlich der Job auf maximal 90% CPU

Was ist nun besser?
- Ist es besser, die CPU auf 90% ihres Taktes zu regeln und den Jobs 100% cpulimit zu lassen?
- Oder ist es besser, die CPU auf 100% ihres Taktes zu regeln und den Jobs 90% cpulimit zu geben?
- Oder ist eine Kombination besser? Und vor allem: In welchem Sinne besser? Latenzzeiten? Energiebedarf?

Für die Lösung, die CPU runterzuregeln spricht IMHO, dass die Jobs gleichmäßig drankommen, wärend cpulimit ja einen "stop-n-go"-Betrieb der Jobs durchführt. Bei "echtzeit"-Tasks wie audio oder video klingt das besser. Was aber, wenn es eh ein batchjob ist, wo das egal ist?

Ist es energieeffizienter, wenn die CPU mit hoher Taktfrequenz aber geringer Last fährt? Ich _glaube_, dass es andersrum besser ist -  weiß es aber nicht - drum die Frage...



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.......
Re(7): CPU unter Last - Welche Einstellung ist effizienter?
29.06.2012, 12:40:32
Macht es energietechnisch bei Langläuferjobs (zB in der Nacht, wenn es wurscht
ist, dass er 2 Stunden länger läuft) Sinn die CPU zu drosseln und ihn länger
bei zB 70% laufen zu lassen? Oder ist es besser, nur den Job auf 70% zu
drosseln? Oder ist es besser, alles auf 100% zu lassen und den Job schneller
fertigzukriegen?


Kommt wie immer drauf an. Und zwar vor allem mal darauf, was passiert (passieren kann), nachdem der Job fertig ist. Wenns ihn danach automatisch abdrehst, also keine Idle Consumption mehr hast, dann is "hit&run", also alles auf 100%, schnellstmöglich berechnen und danach keinen Strom mehr verbrauchen, am effizientesten.

Wenn abdrehen keine Option ist, isses es ziemlich wurscht, weil der Stromverbrauch einer CPU ziemlich gut linear mit der Auslastung korreliert. Was du beim Begrenzen des Taktes gewinnst, verlierst wieder durch die längere Laufzeit. Wäre die Korrelation nicht linear, sondern polynomial (quadatrisch zb), sähe die Welt klarerweise anders aus.

Da hast


das Verbrauchsprofil von ca. 300 Servern die bei specpower2008 verfügbar sind. x-Achse Auslastung der CPU, y-Achse der Verbrauch des Servers (!), wobei die Daten jeweils auf Power_Peak-Power_Idle normiert sind. Die meisten haben von 0 auf 10% eine deutlichere Steigung, und dann gehts relativ gleichmäßig dahin.

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