Re(5): Kalter Fussboden nach/trotz Wärmedämmung des Kellers
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Kalter Fussboden nach/trotz Wärmedämmung des Kellers
02.04.2013, 20:54:26
Folgende Situation bei meiner Schwester:

Ihre Wohnung ist im EG, ergo ihre Wohnung direkt über dem Keller. Das Gebäude selbst ist ein alter Hitlerbau.
Vor ein paar Jahren wurde die Kellerdecke wärmeisoliert.
Der Boden in ihrer Wohnung ist ein alter Holzboden (kein Parkett sondern eben ein Dielenboden (wenn man das so nennt)), d.h. sie kann da jetzt nicht einfach den Boden rausreißen.
Damals bei der Isolierung des Gebäudes (auch die Wände wurden isoliert) wurde im Wohnzimmer auch ein Balkon "installiert".

Es ist aber so, und das Problem haben andere im Haus auch schon bemerkt, dass der Boden einfach immer massiv abkühlt und sie das trotz eigentlich gut funktionierender Heizung.
Die Fenster im Keller sind auch immer zu (das überprüft sie regelmäßig).

Es erscheint halt einfach gar nicht logisch warum der Boden so kalt ist und das obwohl ja der Keller drunter isoliert ist. Hat irgendjemand eine Idee wie das sein kann?
Die Genossenschaft legt sich quer und streitet das Problem einfach ab und sagt "das gibt es nicht". Die Frage ist natürlich auch: Wie soll man das nachweisen? Gibt es da jemanden an den man sich wenden kann ohne dafür gleich eine Lawine an Geld für ein Gutachten abzulegen?

Nachdem hier ja doch ein paar schlaue Leute sind (manche mehr, manche weniger ;-)>:-D ), findet sich ja eventuell auch jemand hier herinnen, der sich mit so einem Thema auskennt.

Ergo: Zu Hülllf!!! ;-)

lg
Cereal

Ich bin zu faul um mir eine neue Signatur auszudenken

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Re(5): Kalter Fussboden nach/trotz Wärmedämmung des Kellers
09.04.2013, 12:33:44
Wie wird das eigentlich an der Kellerdecke befestigt?


Für die Sichtabdeckung werden zumeist Gipskartonplatten verwendet (obwohl Gips bei Feuchtigkeit ungünstig ist  > Keller muß trocken sein, ansonsten anderes Material), gelegentlich auch Brandschutz-Platten. Die Platten werden auf abgehängte Profile geschraubt. Dafür werden gelegenlich Holzlatten, zumeist aber U-förmig gekantete Blechprofile verwendet - von diesen gibt es etlicht Systeme am Markt. Marktführer sind die Firmen KNAUF und RIGIPS. In BAUMÄRKTEN wirst Du solche Systeme in den Regalen sicher vorfinden.
Wichtig: dazu immer die Richtlinien der Hersteller der Systeme (Arbeitsanleitung) verwenden - Tabellen mit Angaben zum Abstand der Profile kreuz und quer (jeweils zum Gewicht der verwendeten Plattendicken passend) Angaben zum Abstand der Schrauben für die Befestigung der Gipskartonplatten u.  für jede einzelne Befestigung welche Schrauben (Durchmesser, Länge u. welcher Kopf). Wegen der Einbringung der Wärmedämmung werden für die Abhänger seltener Rundstäbe verwendet, eher flache Lochblech-Streifen verzinkt, die man zu Decke hin 90° abknickt.
Ebenfalls: bei Verwendung von Holz-Latten gibt es genaue Richtlinien für die Holzquerschnitte, Abstände und welche Schrauben. Ob Holz oder Blech-Profile - jeder Hersteller muss für sein Abhängungs-System eine Zulassung in jedem Bundesland in Österreich vorweisen können !!!

zur Wärmedämmung:
Faserdämmstoff ist wegen des Brandschutzes fast überall vorgeschrieben. Aus Kostengründen wird zumeist Rollenmaterial verwendet.
> erste abgehängte Profile im Abstand der Rollenbreite der Wärmedämmung - im schlimmsten Falle, wenn die Platten darunter F90 haben müssen und damit mehr Gewicht zusammenkommt, müssen die Wärmedämm-Rollen schmäler geschnitten werden. (Diese Arbeit - mit herunterrieselden Fasern - ist nicht angenehm !!!)
Darunter werden - Zug um Zug - die Querprofile - an die dann die Platten geschraubt werden - montiert. Die montierten Querprofile verhindern, dass die Wärmedämmung wieder herunterfällt. Längs- und Quer-Profile werden mit Patent-Verbindern - seltener nur mit Schrauben - zusammengehalten.
Die Verwendung von Holzlatten ergibt eine bessere Wärmedämmung - weniger Kältebrücken ...
Das Holz sollte dann aber mit Hinblick auf die Haltbarkeit IMPRÄGNIERT, am besten DRUCK-IMPRÄGNIERT sein.



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