Re(7): Temperaturproblem beim AMD FX-8150
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Temperaturproblem beim AMD FX-8150
26.05.2013, 02:30:16
Ich habe einen AMD FX-8150 in einem Gigabyte GA-970A-UD3 Rev 1.2 in Betrieb. Seit relativ kurzer Zeit steigt die Temperatur innerhalb von 10-15 min auf 63°C und das während ich im BIOS bin (!). Egal ob das Case (Chieftec Midi Dragon, mit 2x 80er Lüfter in/out) offen oder geschlossen ist.

Ich hatte seit Beginn (ca. einem halbes Jahr) den Original-Kühler drauf und da hatte ich offenbar kein Problem - d.h. keine Abstürze und man konnte ganz normal arbeiten (max. Temperatur habe ich leider nicht kontrolliert weil alles ok war). Als Wärmeleitschicht diente das originale Pad vom Kühler.

Dann habe ich vor ca. 1 Woche den Kühler auf einen "Cooler Master T4" (Heatpipe Tower mit 120er Lüfter) getauscht um die Lautstärke etwas zu reduzieren. Der Lärm war zwar weg aber ich habe plötzlich Abstürze (Freezes) im laufenden Betrieb unter Windows bemerkt (so nach ca. 20-30min). Dann habe ich mal die Temperatur im BIOS kontrolliert und die ging bis fast 70°C rauf.

Darauf hin habe ich den Originalkühler wieder montiert, aber da geht er wie oben beschrieben bis 63°C (im BIOS Setup), und der Rechner freezed auch im Windows nach ca. 20min. im Idle.

Sowohl beim Cooler Master T4 als auch beim Rücktausch auf den Originalkühler habe ich zuerst die "Noctua NT-H1" Wärmeleitpaste verwendet. Dann habe ich es auch mit einer anderen, gleichwertigen Wärmeleitpaste getestet - leider ohne Erfolg.

Beim Auftragen der Paste achte ich natürlich penibel darauf die Schicht möglichst dünn und gleichmäßig sowohl auf die CPU als auch auf den Kühlkörper zu "verspachteln" (mach das sicher nicht zum ersten mal).

Ich baue PCs schon seit 20 Jahren zusammen und hatte noch nie ein ähnliches Problem. Bin schon etwas verzweifelt. Kann es sein, dass die CPU irgendeinen Schaden hat?

Hat irgendwer eine Idee was ich noch probieren könnte?
Auf welche Temperatur sollte sich die CPU so ca. nach 10 Min. im BIOS Setup einpendeln?
Ich hätte so auf ca. 50°C getippt.

Außerdem habe ich ein Problem ein vernünftiges Tool zur Temperaturmessung unter Win7 zu finden. Bei den meisten wird die Temperatur viel zu niedrig angezeigt und stimmt mit der BIOS Temperatur gar nicht überein.

Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass die Temp. im BIOS viel zu hoch angezeigt wird und die Tools für Windows die richtige Temperatur anzeigen und die Freezes unter Windows einen anderen Ursprung haben. Allerdings ist die Win7 installation relativ clean und hat sich sein Monaten kaum verändert.


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.......
Re(7): Temperaturproblem beim AMD FX-8150
27.05.2013, 16:59:53
Aha, dann zeig mir eines der "meisten" bei denen das so sein würde, weil ich
hab noch nie auch nur ein einziges gesehen, bei dem das NT unten montiert wird
OHNE dass es eine entsprechend perforierte Unterseite geben würde, durch die
das NT Luft ansaugen kann.

Ich meinte Sinnvoll, soll heissen der Luftfilter + Halterung ist vorhanden bzw. leicht dazubaubar, darüber kann man streiten. Aber ich meine auch Netzteile die die Luft von hinten nach vorne mit einem <=80cm Lüfter transportieren, is ja nicht so dass es nur mehr die >12cm Lüfternetzteile gibt, die die Luft im rechten Winkel durch sich selber führen.

Richtig, bzw. im Gegenteil: man "erspart" sich nicht den Gehäuselüfter,
sondern man kann - ohne dass das Gehäuse dadurch größer ausfallen muss - außer
dem hinten montierten noch einen weiteren oben montierten Gehäuselüfter
einsetzen, wo früher das Netzteil montiert wurde. Das halt ich auch für den
Grund dieser Konstruktion mit dem unten montierten Netzteil.

Naja, darüber kann man auch streiten, du gewinnst keinen Platz bei gleicher Höhe, kann ja gar nicht gehn, dort wo das Netzteil war ist ja dann das Mainboard. Und der im Deckel muss halt ein bisschen versetzt werden. Also mehr Lüfter werdens nicht.


Jetzt beginnt es aber, peinlich zu werden.

Ein Lüfter macht keinen Lärm, indem er dreht, sondern indem er schnell dreht
(bzw. besser: drehen muss) um eine ausreichende Kühlwirkung zu verursachen.
1.) mehrere langsam drehende Lüfter machen weniger Lärm als weniger aber
schnell drehende Lüfter.
2.) Saugt der Netzteillüfter warme Abluft an statt frische kühle Luft von
außen, wird dadurch das Netzteil wärmer und also muss der Netzteillüfter
schneller drehen und also wird es lauter. Und DAS hat nichts damit zu tun, ob
...

    das Netzteil kühlt, das ja wenns ein gscheites ist, eh nur wenig Wärme
produziert.

... weil da reden wir jetzt von einem äußeren Einfluss, von ins NT
eingesaugter warmer CPU-Graka Abluft im Gegensatz zu kühler Luft von außerhalb
des Gehäuses.

Der Lüfter macht Lärm, weil er sich dreht und weil er Luft bewegt. Lärm ist nix anderes als Druckschwankungen in der Luft, hervorgerufen durch mehrere Dinge, meist Verwirbelungen (also nichtlineare Strömungen). Das heisst, du kannst noch so langsamdrehende Lüfter haben, sobald du eine gewisse Menge m³/h Luft durch dein Gehäuse bewegst und das natürlich über Kühlkörper, Ansaugöffnungen und Engstellen (Luftbeschleunigungen), hast du Lärm.
2 ist leider nicht ganz richtig, ausser du bist am thermischen Limit vom Netzteil, sprich du hast Tmax erreicht. Ein Netzteil regelt aber auf Delta T, also den Temperaturunterschied von angesaugter Luft und rausgeblasener Luft. Geht die angesaugte Luft rauf mit der Temperatur, dann erhöht die Regelung die Drehzahl, weil sie ja das Gehause mitkühlen soll in Kombination mit den anderen Lüftern des Gehäuses. Die ausgestömte Lufttemperatur ist eine Endregelgröße, die nimmt nur Einfluss auf die Drehzahl, wenn sie überschritten wird. Das heisst, solange die Temperatur der eingesaugten Luft nicht dazu führt, dass die Temperatur der auströmenden Luft überschritten wird, ändert sich gar nix. Und wenn man sich die Kennlinie von normalen Netzteilen anschaut, dann fängts normalerweise im letzen Drittel der Belastung an laut zu werden. Das Problem ist ja die Nichtlinearität von Wärmeleitung, Konvektion und Lüfterdrehzahl in bezug auf die Lautstärke und den zu regelnden Temperaturen, die diesen Zusammenhang nicht intuitiv machen.
Ich bin mir eigendlich sicher das ein Netzteil oben und ein 12 cm Gehäuselüfter hinten auf der Höhe der Cpu besser ist als ein Netzteil unten und der selbe Gehäuselüfter an der selben Stelle, egal von wo das Netzteil die Luft ansaugt. Du zerteilst einfach die Luftstörmung im Gehäuse auf oben und unten, und das kann thermisch und akkustisch nicht gut sein. Aussser du hast so ne Drecksgrafikkarte, die ihre Abwärme nicht selber beseitigt, aber wer kauft sowas schon, der sich um Lautstärke sorgen macht.

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