Re(3): Neue Brennwert-Kombitherme - Erfahrungen Junkers ZWB 24-1 DE
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Re(3): Neue Brennwert-Kombitherme - Erfahrungen Junkers ZWB 24-1 DE
19.03.2020 15:02:29
Dass das wirtschaftlich i.d.R. keinen Sinn macht ist mir klar. Wir haben nur
keine andere Möglichkeit als auf Brennwert-Thermen umzusteigen, weil es nur
noch raumluftabhängige Heizwert-Thermen zu kaufen gibt und unser vorhandes
LAS-Kaminsystem nur für die sichereren raumluftunabhängigen Thermen genehmigt
ist - welche es eben ausschließlich nur noch in Brennwert-Technik zu erwerben
gibt.

Die Möglichkeit eine Wohnungs-Situation wärmedämm-mäßig zu verbessern ist immer relativ einfach gegeben:
Man kann in allen bevorzugten Räumen (Wohnzimmer, Schlafzimmer, ...) leicht eine Innendämmung an ALLEN AUSSENWÄNDEN anbringen, eine sogenannte "biegeweiche Vorsatzschale" (mit Faser-Wärmedämmung: Glas- oder Stein-Wolle + Dampfsperre-Folie + eine Gipskartonplatte, gehalten von einer Blechprofil-Konstruktion oder wärmemäßig besser: mit Holzlattungs-Rahmen, wobei: Steher alle 625mm).
Die Dicke der Wärmedämmung kann man frei wählen -> ich würde dazu aber vorschlagen 100mm + eine Gipskartonplatte 12,5mm. Bei dickem Außenputz (zumeist in Altbauten) könnte man den Innen-Putz abschlagen um weniger Platz zu verlieren.
Bei Lärm-Problemen von außen, kann man zusätzlich zu speziellen Schallschutz-Gipskartonplatten greifen, die höheres Gewicht haben, (zusätzlich in größerer Dicke -> 15 oder 18mm, oder sogar zwei Platten-Schichten aufeinander zu verschrauben). Ich würde immer Gipskartonplatten mit einer Breite von 125cm und in Raumhöhe (darauf abschneiden) bevorzugen. Unterkonstruktion und Gipskartonplatten unten auf einen Glas- oder Steinwolle-Schalldämmplattenstreifen stellen (zusammengepresst etwa 15 bis 20mm; in Flucht mit Gipskartonplatten-Vorderkante mit langem Stanley-Messer schneiden) und bei den Gipskartonplatten zu den Seitenwänden und zur Decke eine Fuge von 10mm belassen. Diese zugeschnittenen Gipsplatten-Ränder absaugen und mit Farb-Grundierung abstaub-frei machen, damit später Silicon gut darauf hält! Zuletzt die an 3 Seiten umlaufende Fuge mit Silicon für große Dehnungen, mit mind. 200% Bruchdehnung, verfugen (z.B.: von Fa. ILLBRUCK FA101 "Fenster- und Anschluss-Fugen-Silikon" in gewünschter Farbe; Fugen-Grund-Hinterfüllung mit spring-elastischer Zellschnur, sodass sich für den Silikonquerschnitt ergibt: Breite zu Tiefe von 1 : 1 bis 2 : 1).

Alternative (besonders für etwa 100 Jahre alte Altbauten):
An den Außenwänden den Innenpuzt (NUR Kalkmörtel, keine Zementzugabe) abschlagen und 10cm "THERMO-PUTZ EXTRA" (in 2 bis 3 Schichten) auftragen + darüber dünne Spachtelschichte oder dünne Schichte normalen THERMOPUTZ (-> weiche "Styropor"-Kügelchen in der Putz-Oberfläche sind unschön ...).
Thermo-Putz EXTRA hat als Zuschlag Polystyrolschaum-Kügelchen anstatt Perlit-Granulat (bei gewöhnlich Thermoputz) beigemengt und hat damit eine doppelt so gute Wärmedämmung, die selbe wie Fichtenholz (den selben Lambda-Wert) !!!


Zur Info: Nach den ersten Vorstellungen und Wünschen der Behörden, sind die alten Modelle (keine Heizwert-Thermen)  immer noch zu kaufen!

Ich habe Architektur in Wien am Karlsplatz studiert und hauptberuflich in diversen Architekturbüros primär als Detailplaner gearbeitet. Seit 8 Jahren bin ich in Pension.

20.03.2020, 11:16 Uhr - Editiert von Atschy, alte Version: hier
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