Wie soll es eigentlich finanziell weitergehen?
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Wie soll es eigentlich finanziell weitergehen?
05.06.2026, 22:08:43


Die Welt ist stärker im Wandel denn je, zumindest ist das meine Sicht auf die Dinge. Die KI wird alles verändern oder tut es schon. Es gibt aber mehrere große Veränderungen, eben auch geopolitisch usw.

Oft kommt hier das Argument „Aber als das Auto die Kutsche ersetzte, hat das auch mehr Jobs geschaffen als vernichtet.“ Der Tenor ist oft, dass Technologie immer mehr Jobs geschaffen hat, als sie zerstört hat.

Bin ich der Einzige, der findet, dass es diesmal anders ist und nicht mit Innovationen der Vergangenheit vergleichbar ist? Weil zum ersten Mal wird der menschliche Geist ersetzt.
Das wird auch sehr gut Ausgebildete treffen, z. B. Radiologen, Dolmetscher, Juristen usw. Meine Schwester ist Grafik-Designerin, was die früher in mühevoller Arbeit in Photoshop gemacht hat, furzt eine KI innerhalb von Sekuunden raus.

Ich meine ja, in Zukunft wird wohl ein ausgebildeter Dolmetscher noch seinen Stempel unter ein übersetztes Dokument setzen, aber es ist halt ein Bullshit-Job, und davon braucht man zumindest einmal nicht mehr so viele.

Wir haben eine desaströse Demografie (und sorry, wir hatten auch eine desaströse Zuwanderung. Ich will diesen Thread aber von dem Thema frei halten, aber es ist halt so ..., aber hier die Bevölkerungspyramide https://www.statistik.at/atlas/bev_prognose/ ), also wie soll das mit den Pensionen und den sozialen Systemen eigentlich weitergehen?

Wenn ich mir die politischen Debatten anhöre, wird mir schlecht, egal welche Farbe... in meinen Ohren klingt das alles lächerlich und das ist eigentlich mein Hauptanliegen, sehe das nur ich? Es ist doch lächerlich was hier gefaselt und "reformiert" wird.

Arbeiten bis 70, „Lifestyle-Teilzeit“ gehört ausgemerzt, wir müssen „wieder anpacken“ und am besten mehr Stunden arbeiten. Bei aller Liebe, ja, früher vielleicht, aber heute ist das doch keine Lösung mehr. Diese Jobs gibt es doch gar nicht. Wenn man genau hinschauen WILL, sieht man es schon. Die Arbeitslosenrate steigt langsam, aber es sticht heraus, dass die Langzeitarbeitslosen stark zunehmen, ein Indikator dafür, dass es kaum neue Jobs gibt, vorallem eben für Ältere.

Wie soll man die Pensionen finanzieren? Wie soll ein Geldsystem, das Wachstum braucht funktionieren wenn es real kein Wachstum mehr gibt? Wer kauft automatisiert hergestelltes Klump, wenn keiner mehr das Geld dafür hat?

Es geht mir finanziell gut. Ich sollte also keine Sorgen haben. Meine Kohle ist brav aufgeteilt, 30 % Immobilien, 40 % Wertpapiere (MSCI ACWI IMI), 20 % Bundesschatz/Gold und 10 % liquide Mittel, falls ich mir mal gach einen Privatjet kaufen will. Die Summe ist beruhigend, aber wie bei uns allen gilt, wenn's poscht, ist das auch weg. Es gibt Dinge, gegen die man sich nicht wappnen kann.

Was an der Börse und am Wohnungsmarkt in den letzten 10 bis 15 Jahren passiert ist, ist absurd. In Wahrheit war das aus meiner Sicht Inflation, nur das ganze geschaffene Geld kam nie bei der breiten Bevölkerung an, sondern bei den Wohlhabenden. Deshalb stiegen nicht die Preise der täglichen Güter so stark, sondern die Preise von Sachvermögen (meine Ansicht).

Also, was denkt ihr? Ganz ehrlich, wenn ich an die nächsten 20 Jahre denke, sehe ich eigentlich nur noch Abgründe, weil ich denke, dass wir langsam am Ende des Wachstumsparadigmas angekommen sind. Was eigentlich kein Problem wäre, wenn man dazu passende Politik machen würde. Tut man aber nicht. Man versucht, völlig neue Probleme mit völlig veralteten Methoden zu lösen.

Das soll keine rein politische Frage sein, sondern wirklich eine finanzielle, weil wir bei "Finanzen" sind, aber das hat natürlich eine politische Dimension.

Was glaubt ihr, wird aus unseren Assets, wenn es so weitergeht? Wird es uns in 20 Jahren gut gehen, wenn man „brav“ gearbeitet und Vermögen aufgebaut hat?

Weil ich habe ein ungutes Gefühl und ich kann schwer darüber reden, viele blocken bei dem Thema echt ab, weil zu wenig know how, oder Angst vor Tatsachen, sei dahingestellt.

Was denkt ihr?



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Re: Wie soll es eigentlich finanziell weitergehen?
06.06.2026, 10:59:02
ja, nein, jein - wie so oft: kommt drauf an ;-)

Wird sich was ändern? Ja, definitiv.
Wird uns das alles gefallen? nein!
Werden wirs überleben: aber sicher!
Mach ich mir Sorgen? Nicht wirklich.

Im Detail:
Wir haben eine desaströse Demografie
absolut richtig. TROTZ Zuwanderung, sonst wärs noch schlechter. Nur wird DIESE Zuwanderung dabei zum Bumerang. Aber dazu später.
Also Demografie: unsere Gesellschaft (eig. die ganze EU) altert, sie überaltert. Und es wird immer schlimmer. Aktuell gehen 25% des Budgets dafür drauf, bald werden das Prognosen zufolge 40% sein. Weil auf einen Pensionisten nur mehr 1 Beitragszahler kommt. Das ist schlichtweg NICHT finanzierbar.

Lösung: Pensionsreform JETZT. Und REFORM, nicht Reförmchen. Antrittsalter rauf, Leistungen runter, vermutlich auch Beitragszahlungen rauf. Es geht nicht anders.
Wer sagt die Pensionen seien sicher, gehört solange mit dem Kopf gegen die Wandf geschlagen, bis das Brettl vorm Kopf runterfällt.

Sozialsystem:
fast so im Argen wie Pensionssystem.
Bis zur Zusammenlegung 2019 unter Basti Fantasti waren es 19, jetzt angeblich nur mehr 5 SV-Träger. Wers glaubt! Wir alle wissen, daß die verkrusteten Strukturen darunter weiter existieren und nur ein neuer Mantel (mit neuen Posten) darüber gestülpt wurde.
Das gehört radikal saniert, denn es ist nicht einzusehen, warum ein FliegenschiB auf der Landkarte wie Österreich 20 verschiedene Sozialversicherungsträger mit Direktoren, Vizedirektoren usw braucht. Und warum diese Dreckskassen dann auch noch 20 verschiedene Leistungen erbringen, ja selbst Patienten einer ja angeblich vereinheitlichten ÖGK bekommen in Wien andere Leistungen als in Tirol. Das ist ja ein Witz.

Gleich hinten nach: die Spitäler!
Weg mit dem Föderalismus, Spitäler gehören unter Bundesverwaltung und bundesländerübergreifend organisiert. Pimperlspitäler in Schaßkraxndorf sind sinnlose Geldverschwendung, es braucht eine bedarfsgerechte Planung von Schwerpunktkrankenhäusern. Und zwar dort, wo die Patienten sie BRAUCHEN, nicht wo der Dorfkaiser sie will.

Arbeitslosigkeit
Die hat viele Ursachen und wird sich umgestalten.
Weil KI Jobs kosten wird und die AN sich werden umorientieren müssen. Das ist sicher. Ob das dauerhaft zu mehr Arbeitslosigkeit führen wird? Ich denke nicht.
Ein anderes Problem sind die Langzeitarbeitslosen/Notstandsbezieher/Sozialhilfeempfänger. Also jene, die dauerhaft in der sozialen Hängematte liegen und gar nicht arbeiten wollen. Nein, das sind nicht alle, da gibt es auch wirklich arme Schweine die das brauchen und auch bekommen sollen. Vielleicht sogar etwas mehr, damit sie in Würde leben können, anstatt am absoluten Existenzminimum.
Aber im Gegenzug gehört Sozialschmarotzertum mit allen Mitteln bekämpft:
Familien, die noch nie auch nur 1c in unsere Sozialsysteme eingezahlt haben, aber 1000e Euros pro Monat an Leistungen beziehen. In BAR!!! (btw: auch DAS gehört vereinheitlicht, denn warum soziale Unterstützung bundeslandabhängig ist, das maß mir erst mal wer erklären)
Personen im arbeitsfähigen Alter, die sich schlichtweg weigern, einen Job anzunehmen. Oder jeden Anstellungsversuch hintertreiben.

Das gehört konsequent bekämpft, auch wenn die Bekämpfung mehr kostet als sie einspart! Denn solange Wiener Schüler (bevorzugt mit Migrationshintergrund) als Berufsziel "AMS" angeben, läuft hier gewaltig etwas schief. Diese Denkweise "ich muß nix hackeln, ich bekomm eh Geld vom Staat", die gehört einfach abgestellt.

Damit kommt man schon automatisch zur von dir angesprochenen Migration:
ja, die rennt falsch.
Wir nehmen jeden Analphabeten mit Steinzeitdenken auf, sobald er nur "Asyl" ruft. Auch wenn wir  von Sekunde 1 an wissen: der hat NULL Chance auf Asyl, der ist Migrant. Und versauen uns damit unser Bildungssystem, unser Sozialsystem und unsere offene, liberale, westliche säkulare Kultur.
Und paar Parteien verkaufen das noch als Bereicherung, während andere dumpfen Haß schüren und daraus Kapital schlagen. Beides ist aber falsch.
Es braucht eine weitaus strengere Asylpolitik und eine gelenkte Migrationspolitik:Migration ja bitte, aber von Menschen, die uns auch etwas bringen. Eben Win-Win. Wer aber seine Leistung nicht bringt, sich nicht integriert, straffällig wird: ab nach Hause. Du hast deine Chance vertan.

Für mich persönlich:
Ich werde diese Änderungen bzw. deren Auswirkungen vermutlich nicht mehr erleben. Also könnte es mir egal sein, wie es ausgeht. Ist es dennoch nicht ganz.

Sorgen mache ich mir persönlich aber kaum, denn mein Job als Dienstleister, den kann keine KI übernehmen. Also ist mein Job sicher. Und den werde ich machen, solange es mir Spaß macht. Wenn ich nicht mehr will, dann geh ich in Pension, lebe vom Staaat und den Erträgen meiner Latifundien. Weil ich bin ja so ein phöser Großkapitalist mit einem Zinshaus. Also automatisch Millionär, weil alte Wiener Zinshäuser sind IMMER Millionenobjekte. Am Papier. Real lag der Gewinn letztes Jahr bei ~20k. Vor Steuern. Aber zum Aufbessern der Pense reichts, ich bin ja genügsam. Und wohnen müssen die Menschen immer, also ist das ein sicheres Einkommen. Außer die Bomben fallen. Aber dann ist eh alles im Ar***. Und die letzte Kugel gehört mir selbst.

In diesem Sinne ...

mfg
AVS



aus gegebenem Anlaß: keine Toleranz für Vladolf Putler!


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