(K)Ubuntu Dapper Drake - Zufriedenheit
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Re: (K)Ubuntu Dapper Drake - Zufriedenheit
12.06.2006, 11:54:46
Hi!

Hatte Ubuntu 6.06 LTS auch auf meinen Desktop installiert und 14 Tage getestet.

Die graphische Oberfläche (Gnome) hat sich zu den älteren Ubuntu Ausgaben ganz schön gemausert und nun lässt es sich halbwegs gut damit arbeiten. Übersetzungsfehler (englisch -> deutsch) sind auch (fast) komplett verschwunden.
Der Paketmanager verrichtet seine Arbeit gut und zuverlässig. Das Systemupdate finde ich gut gelöst.

Weniger gefallen hat mir, daß alle Anwendungen noch immer nicht richtig "rund" laufen. Das Öffnen eines Office Dokuments (mit Open Office) dauert im Vergleich zu Windows ewig. Einige "must have" Tools fehlen bei der Standard-Installation (z.B. GnomeBaker oder K3b) - CD-Brennen ist heute einfach schon Standard auf PC's. Die Rhythmbox stellt zwar ein gutes Werkzeug dar (kein Wunder ist es doch eine fast 1:1 Kopie von iTunes), kann aber trotzdem nicht alles was man zur MP3-Verwaltung IMHO braucht (z.B. Musik-CD's brennen, Albumart's anzeigen, ID3-Tag-Verwaltung etc.).
Sehr gefehlt hat mir auch der NTFS-Schreib-Support. Das Lesen funktioniert ja schon ganz gut von NTFS-Partitionen, aber das Schreiben wäre auch sehr wichtig. IMHO sollte sich Ubuntu diesen Treiber bzw. Support etc. direkt oder indirekt von Microsoft zukaufen.

Definitiv schlecht gelöst ist z.B. die Mausunterstützung (noch immer !!!!!!!). Hab niergens die Möglichkeit gefunden die Scrollgeschwindigkeit des Mausrades einzustellen. Die Tastaturunterstüzung ist auch mangelhaft (die Zusatztasten meine Media-Keyboards gingen mal sporadisch, dann wieder auch nicht). Die Installation der Grafikkartentreiber ist noch immer ein Glücksspiel (sogar offiziell in der Ubuntu FAQ bestätigt - siehe auch http://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_FAQ/Hardware#head-9119295cf27d637c7d7a1e7692d456ef64e88b01  ). Diese werden aber benötigt um z.B. die korrekte Auflösung (1920x1200) einstellen zu können - hat bei mir zum Glück aber funktioniert.
Weites hat bei mir kein einziger der Schalfmodi funktioniert (auch nicht nach manuellen Eingriff lt. Wiki). Ein Aufwecken war zwar möglich, aber offenbar hat sich der X-Server nicht zur Mitarbeit bewegen lassen.

Fazit: War ein netter Ausflug um zu sehen was man heute so an Software geschenkt bekommt, bin aber nach 14-Tagen wieder zu meinem Windows XP Desktop zurück gekehrt, nachdem das Spielfieber nachgelassen hat und ich wieder effizient mit dem PC arbeiten wollte.

Mein Testsystem war ein Athlon X2 4200+ mit 2GB Arbeitsspeicher auf einem ASUS Motherboard mit nVidia Geforce 6800 GT Grafikkarte auf einem 24" Samsung 244T LCD.

Sers
Alpenländer

12.06.2006, 12:01 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re(2): (K)Ubuntu Dapper Drake - Zufriedenheit
12.06.2006, 13:36:14
Die graphische Oberfläche (Gnome) hat sich zu den älteren Ubuntu Ausgaben ganz schön gemausert

Finde ich auch - mittlererweile nutze ich auch lieber Gnome als KDE - ist irgendwie "aufgeräumter".
Einige "must have" Tools fehlen bei der Standard-Installation (z.B. GnomeBaker oder K3b)

Gut, irgendwo müssen sie Abstriche machen, damit der ganze Inhalt noch auf eine CD passt. Die Programme lassen sich aber problemlos nachinstallieren. Eher unverständlich ist mir, dass Rhythmbox als Standardmusikplayer installiert ist und nicht Amarok, das IMHO um Häuser besser ist.
Sehr gefehlt hat mir auch der NTFS-Schreib-Support. Das Lesen funktioniert ja schon ganz gut von NTFS-Partitionen, aber das Schreiben wäre auch sehr
wichtig. IMHO sollte sich Ubuntu diesen Treiber bzw. Support etc. direkt oder indirekt von Microsoft zukaufen.

Eher friert die Hölle zu als dass freie Linux-Distributionen Software von Microsoft zukaufen %-) Ich habe eine kleine Partition (10 GB) mit FAT32 formatiert, da kann ich Daten zwischen Linux und Windows austauschen. Und unter Windows kann man mit der Freeware Explore2FS ohne Probleme auf Linux-ext2- und ext3-Partitionen (zumindest lesend) zugreifen.

Im Normalbetrieb braucht man daher auch eigentlich keinen NTFS-Schreibsupport. Ausgenommen natürlich, man will über eine Live-CD sein abgeschossenes Windows reparieren - dazu sind aber andere Tools besser geeignet.

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Re(3): (K)Ubuntu Dapper Drake - Zufriedenheit
12.06.2006, 14:04:46
Die Programme lassen sich aber problemlos
nachinstallieren.


Ja, kein Thema. Hab's mir dann eh nachinstalliert. GnomeBaker und K3b. Leider laufen beide Programme auch nicht rund. Ein 4.2 GB ISO-Image (Windows Vista Beta 2 64-Bit) konnten beide Programme nicht auf einen DVD+R Rohling schreiben, weil dieser angeblich zu klein ist ?-)
Mit der Brennfunktion direkt aus Gnome heraus hat's dann funktioniert. Leider wurde von keinem Programm die Schreibgeschwindigkeit des Laufwerk korrekt erkannt und manuelle Eingaben wurden ignoriert, wodurch ich zwei Images (eben Vista und die DVD von Ubuntu) in Singlespeed schreiben musst. Das ist mehr als mangelhaft.

Eher unverständlich ist mir, dass Rhythmbox als
Standardmusikplayer installiert ist und nicht Amarok, das IMHO um Häuser
besser ist.


Na ja die Rhythmbox ist per default mitinstalliert. Amarok hätte ich nicht gefunden. Natürlich hätte ich mir das Paket saugen können, aber dann soltte das Ubuntu Team seine Default-Software-Pakete überdenken.

Eher friert die Hölle zu als dass freie Linux-Distributionen
Software von Microsoft zukaufen  Ich habe eine kleine Partition (10 GB) mit
FAT32 formatiert, da kann ich Daten zwischen Linux und Windows austauschen.


Ja klar. Hab ich dann eh auch mit einer 32 GB FAT32-Partition gelöst, aber halt mit allen Einschränkungen einer solchen Partition: sprich nicht größer als 32 GB (Win XP kann größere Partitionen nicht mehr mit FAT32 formatieren), keine Dateien größer als 4 GB (Imagedatei von Vista z.B. war größer), kein Rechtemanagement etc.

Eher friert die Hölle zu als dass freie Linux-Distributionen
Software von Microsoft zukaufen.


Warum? Sorry, da bin ich anderer Meinung. Immerhin handelt es sich bei Ubuntu 6.06 LTS um einen Long Term Support und man will damit überwiegend Firmenkunden zum Umstieg bewegen. Wäre der Stolz eines Linuxianers gekränkt, wenn er Softwareteile zukauft. Mir als User wäre es wurscht, solange ich bei der Migration flexibler wäre. Natürlich wäre ein mögliches Endziel eines Umstiegs ein ext3-Dateisystem, aber bis dahin kann ein voller NTFS-Support wertvolle Dienste leisten.

Sers
Alpenländer

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Re(5): (K)Ubuntu Dapper Drake - Zufriedenheit
12.06.2006, 14:47:25
Hast du den UDMA-Modus für die Laufwerke freigeschaltet?


Ja war aktiviert, zumindest hat die Systemverwaltung ihn als aktiviert angezeigt. Witzig fand ich GnomeBaker, das vor dem Schreibvorgang extra noch einmal nachgefragt hat, mit welcher Geschwindigkeit gebrannt werden soll. Nachdem ich 16x eingestellt hatte, auf einem 16x Brenner mit 16x DVD+R Rohlingen hat er dann brav in Singlespeed geschrieben ?-)
Na ja das fällt dann mehr unter Detailproblem und lässt sich sicher per Update beheben.

Es gibt ja gratis NTFS-Treiber für Linux, aber diese sind nicht
ausgereift (da MS den Quellcode nicht hergeben will).


Ja schon klar, daß hier Microsoft und seine verkorkste Lizenzpolitik schuld ist. Aber ich denke mir, es gibt soviele Softwareentwickler, die Tools für NTFS-Partitionen entwickeln (Acronis Trueimage, PerfectDisk etc.), die müssen ihren NTFS-Support ja auch irgendwo her haben. Aber ok, wahrscheinlich ist die Sache nicht so trivial, wie ich es mir wünsche ;-)

Ich frage mich aber schon, warum eine Gratis-Distribution Software zukaufen sollte. Da gehts nicht um gekränkten Stolz, sondern einfach um's Geld.


Na ja die Distribution ist zwar gratis, aber der Support (für Firmenkunden) aber eben nicht. Und dort wollen sie ja irgendwann einmal das Geld verdienen. Also wäre es nicht falsch im Vorfeld selbst etwas zu investieren um danach den Profit auch einzufahren, oder?

Sers
Alpenländer

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