Fragen zu manuell fokussieren, Tiefenschärfe
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Re: Fragen zu manuell fokussieren, Tiefenschärfe
31.08.2006, 12:58:45
Die Schärfentiefe ist umso kleiner, je größer die Blendenöffnung ist. Die Maximale Öffnung bestimmt die Lichtstärke des Objektives - hier 1:1,4
Mit komplett offener Blende werden die Fotos wegen der sehr geringen Schärfentiefe nur selten ausreichend scharf sein - noch dazu ist bei hoch geöffneten (=lichtstarken) Objektiven die Abbildungsleistung (dazu gehört unter Anderem auch die Schärfe) nur in der Bildmitte gut. Für Portraitaufnahmen - 50mm bei Kleinbild nur für Abbildung des gesamten Menschen echt tauglich, um eine ausreichende Distanz zu bekommen. Bei der Portraitfotografie sollte man, um perspektifische Verzerrungen zu vermeiden eher zu 80~135mm gehen (Gesicht)
Zur gewälten Blendenöffnung: Bei 2,8~4 sollte das Objektiv bereits sehr gute Schärfe liefern. Zu weit Abblenden im Portraitbereich würde ich nicht machen, weil dann die Person zu wenig frei gestellt wird.
Scharf stellen immer aufs Auge.
Nur die Schärfeebene auch dort hin legen, wo man will - die Mikroprismenscheibe ist leider nicht recht exakt. Ist halt schwierig. Mit Stativ geht es übrigens um Welten besser.

Portraits lassen sich generell vom Stativ aus besser machen, weil man nicht wackelt, dadurch schärfere Bilder bekommt (Verwackelung => Verschieben der Schärfeebene + "richtiges Verwackeln") und außerdem kann man viel besser und ruhiger die Bildkomposition im Sucher betrachten. Das Scharfstellen selbst gelingt auch besser.
Die OM1 hat wechselbare Mattscheiben, versuche die Scheibe mit Schnittbildindikator zu bekommen (erfordert nur etwas Zeit eine zu finden, wird es sicherlich auch gebraucht geben)
Eine weitere Möglichkeit ist eine Sucherlupe (Zubehör). Damit wird ein Ausschnitt der Mattscheibe stark vergrößert. Gibt es auch für die OM Serie (klarerweise nur gebraucht)
Ich verwende oft selbst die Sucherlupe bei meiner Digi-SLR für richtig scharfe Fotos mit manueller Fokussierung.

Übrigens ist die OM 1 so wie das Zuiko 1:1,4 etwas Feines. Mechanisch gut, Problem ist nur die Versorgung vom Belichtungsmesser mittels Quecksilberbatterie (die es nicht mehr gibt) es sollte aber sehr viel gebrauchtes Zubehör geben.

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Re: Fragen zu manuell fokussieren, Tiefenschärfe
01.09.2006, 10:19:21
Hi,

warum machst Du Dir eigentlich solchen Streß? Warum gehst Du zurück statt nach vorn? Du hast eine DSLR Kamera, nutze sie. Schön wäre es, wenn beide Kameras vom gleichen Hersteller sind und die Objektive passen würden. Dann hättest Du den Vergleich. Es kommt doch auch auf die Lichtverhältnisse an. Man kann nicht so einfach sagen, Augen zu und durch. Die Parameter, die fest bleiben sollen, mußt Du fest lassen. Beispiel die Belichtungszeit. Die solltest Du nicht über eine 1/30 nehmen. Daraus ergibt sich die Blende. Nun stellst Du scharf. Jetzt kommt aber hinzu, dass es bei den meisten Objektiven dunkler wird. Das sagt das Lichtverhältnis, welches als Quotient auf dem Objektiv steht aus. Es sei den, es hat eine fetse Brennweite. Das hat aber noch nichts mit der Tiefenschärfe zu tun. Die willst Du ja in gewisser Weise beim Porträt nicht. Sind aber nur die Augen scharf, ist das meiner Meinung nach zu gering. Also kleinere Blende. Hier kommt Dir eigentlich die DSLR zu Hilfe. Du musst nur die ermittelten Daten etwas auf Dein anderes Objektiv umsetzten. An der Blende ändert sich dabei nicht viel. Bei einem lichtstärkeren Objektiv wird die Verschlußzeit kleiner. Der Rest ist genormt. Eine Blende 8 ist überall eine 8 und eine 1/30 sec ist auch überall gleich. Wo es gravierende Abweichungen gibt, ist, was das Objektiv und die Kamera daraus machen. Bei meiner DSLR ist z.B. eine Blende >16 für Landschaftsaufnahmen witzlos. Bei meinem Kumpel tritt der Effekt ab > 11 ein. Hier ist es z.T. der Chip, der da ein Wörtchen mitredet. Und noch was, solltest Du Brillenträger sein, wirds in vielen Dingen sowieso Mist. Da spreche ich aus Erfahrung.
Am Besten wird es sein, geh in die Natur. Fotografiere eine Blume in verschiedenen Einstellungen und schreibe sie Dir auf. Mache dies unter verschiedenen Lichtverhältnissen und Orten und mittles es aus.
Viel Spaß dabei.B-)

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Re(2): Fragen zu manuell fokussieren, Tiefenschärfe
01.09.2006, 15:03:39
1/30


Das schau ich mir an bei Brenweiten zwischen 80 und 135mm, wie du das freihändig machst.

Jetzt kommt aber hinzu, dass es bei den meisten Objektiven dunkler wird.

Bei allen.

Das sagt das Lichtverhältnis, welches als Quotient auf dem Objektiv steht aus.
Es sei den, es hat eine fetse Brennweite.

Nein, das sagt es nicht aus. Der f-Wert gibt nur die maximale Blendenöffnung an. Und er hat gar nichts damit zu tun, ob es eine Fixbrennweite ist.

Hier kommt Dir eigentlich die DSLR zu Hilfe.

Inwiefern???

Du musst nur die ermittelten Daten etwas auf Dein anderes Objektiv umsetzten.

%-)%-)%-)
Bei einem lichtstärkeren Objektiv wird die Verschlußzeit kleiner. Der Rest ist
genormt. Eine Blende 8 ist überall eine 8 und eine 1/30 sec ist auch überall
gleich.

nochmals %-)%-)%-)
(anmerkung: das ist ein Widerspruch in sich)
Bei meiner DSLR ist z.B. eine Blende >16 für Landschaftsaufnahmen witzlos. Bei
meinem Kumpel tritt der Effekt ab > 11 ein.

Das ist eine Frage der Brennweite und des Motivabstandes.
Am Besten wird es sein, geh in die Natur. Fotografiere eine Blume in
verschiedenen Einstellungen und schreibe sie Dir auf. Mache dies unter
verschiedenen Lichtverhältnissen und Orten und mittles es aus.

Das wird ihm wahnsinnig viel bringen, wenn er Portraitfotos machen will.

solltest Du Brillenträger sein, wirds in vielen Dingen sowieso Mist. Da
spreche ich aus Erfahrung.

LOL
Dann kauf dir eine anständige Kamera, wo du das Okular auswechseln kannst und/oder ein Dioptrienausgleich dabei ist.

mfg
AVS

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Re: Fragen zu manuell fokussieren, Tiefenschärfe
10.09.2006, 19:04:31
Wenn ich 1-2 m vor einer Person stehe und ei Portrait von ihm machen will..ist Blende 1,4 doch zu gering oder?

Falsch. Wenn Du 1-2m vor einer Person stehst und ein Portrait machen willst, so ist das 50mm - egal, ob 1:1,4 oder 1:4 das falsche Objektiv. Auf die Distanz wären für Portraits und KB-Kamera 85-120mm angebracht (noch geringere Tiefenschärfe).

Bei diesem Objektiv bzw. bei dieser Kamera gibts nur einen Kreis mit der
pixeligen Fläche..irgendwelche Tipps zu diesem Sucher? wie man sich leichter
tut? Es gibt keinen Schnittbildindikator sondern nur diesen pixeligen Kreis in
der Mitte..nicht grad das einfachste System..

Diese Einstellhilfe nennt man "Microprisma" - und es ist insofern das beste "System", als es bei Normalsichtigen wie auch bei leichter Fehlsichtigkeit und sogar bei Astigmatismus noch korrekte Ergebnisse liefert. Darüberhinaus arbeitet es noch dort, wo Schnittbildindikatoren bereits versagen: bei kaum vorhandenem Licht. Ich wäre sehr erfreut, gäbe es solche Einstellscheiben für meine Digitale.

Wie stelle ich scharf mit Microprismen? Drehen, bis sich das Motiv im Microprisma klar zeigt. Solange es "flirrt", passt die Schärfe nicht. Einfacher geht es nicht.

Im Übrigen zeigt in diesem Fall der Begriff "pixelig", wie weit wir's schon gebracht haben. "Pixel" gab es zur Zeit der Microprismen noch gar nicht (im Sprachgebrauch), auch hat Analogfotografie kein "Rauschen", wiewohl die Bilder "Korn" zeigen können. ;)

GrummelGrumpf
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