Digitalfotos richtig archivieren
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Re: Digitalfotos richtig archivieren
22.04.2008, 21:50:52
Der Artikel an sich ist teilweise sicher richtig aber wenn ich Sätze lese wie "Was heute als Format Gültigkeit hat und breite Anwendung findet, kann in wenigen Jahren bereits obsolet sein. Dann gibt es womöglich keine passende Software mehr, die nötige Hardware ist defekt oder nicht mehr aufzutreiben" dann frage ich mich wieweit der Verfasser oder die Verfasserin sich mit dem Thema Datenbackup überhaupt auskennt ?-)

Natürlich ändern sich mit der Zeit am EDV-Sektor sowohl Hardware als auch Software. Aber WARUM sollten sich in "wenigen" Jahren eingespielte Formate wie jpeg oder TIFF oder andere einfach so ändern? %-) Und selbst wenn dann konvertiert man den Datenstand einfach um, alles wieder aktuell, fertig !:-)

Was im Artikel allerdings definitiv richtig ist: ein zusätzliches Backup (zusätzlich zu dem hoffentlich vorhandenen eigenen & passenden!) auf Fotopapier macht von bestimmten Bildern durchaus Sinn. Von BESTIMMTEN Bildern. Auch nur daran zu DENKEN von ALLEN digitalen Bildern die man hat als Backup eine Ausarbeitung machen zu lassen wäre äusserst krank...

Ich lasse auch Bilder ausarbeiten, allerdings nicht zum Zwekc ein "Backup" zu haben sondern einfach weil sie weitergibt, einrahmt, an die Wand hängt oder altmodisch anders präsentiert.
Ein kluges digitales Backup-System (keine CD/DVD's...) allerdings, das man regelmässig wartet und auch aktualisiert ist imho immer noch das Beste.

Ich habe btw. noch den Programmcode meiner allerersten Basic-Programme aus den 80ern. Hätte ich die vielleicht als Bild ausarbeiten lassen sollen? +*)

Somit: ein Artikel mit teilweise sinnvollem Inhalt und teilweise nicht, so what...



Ignorelist? Nein brauch ich nicht. Das ist nur was für schwache Leute, die sich schnell aufregen, die Wahrheit nicht akzeptieren können und die sich in Bezug auf Antworten nicht unter Kontrolle haben :-)

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Re: Digitalfotos richtig archivieren
23.04.2008, 07:00:02
Der Fotohandel selbst empfiehlt wenig überraschend die analoge Ausarbeitung
der Bilder, um keinen "Verlust der eigenen Vergangenheit" zu riskieren


Daß das der Fotohandel empfiehlt, kann ich zwar nachvollziehen (alles andere wäre ja auch wider seiner eigenen Interessen), bedingungslos zustimmen kann ich dem freilich auch nicht. Besonders wenn es darum geht "keinen Verlust der eigenen Vergangenheit zu riskieren".

Bis heute werde ich fallweise von Verwandten gefragt, ob ich vielleicht noch Fotos von dieser oder jener Feier/Urlaub hätte, weil sie selbst sie nicht mehr finden. Erst unlängst habe ich selbst verzweifelt (und ergebnislos) ein Fotoalbum meiner Schulzeit gesucht. Soviel zum Thema "kein Verlust der eigenen Vergangenheit"... |-D

Ja, stimmt schon, ein ausgearbeitetes Foto hat eine hohe Überlebensdauer - das wissen wir zumindest von heute 100jährigen Fotos. Ob es heute ausgearbeitete Fotos auch so lange schaffen? Ich weiß es nicht. Die Fotos, die ich noch aus den 70er Jahren haben, schauen irgendwie nicht danach aus, sie sind jetzt schon teilweise recht arg verblasst...

Als Archiviermethode bevorzuge ich eindeutig die digitale Speicherung (habe auch viele alte Fotos mitlerweile eingescannt) - so verliert oder verschlampt man sie nicht. Eine Backup-Strategie auf verschiedenen Medien läuft fast automatisch und in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf in wenigen Minuten griff- und vorzeigebereit.

Kann da also wirklich keinen Nachteil zum "guten, alten" ausgearbeiteten Foto erkennen, ganz im Gegenteil. ;-)


(sigkilled v1.9 (Tue Aug 16 01:53:26 2011): Unerwünschte Werbung)

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Re: Digitalfotos richtig archivieren - sicher nicht als Papierbüdl
23.04.2008, 11:35:03
die Studie wurde von den traditionellen Foto-Ausarbeitern der Wirtschaftskammer bei der TU Wien in Auftrag gegeben. Deshalb ist das präsentierte Ergebnis der Studie "wenig überraschend" - no na net! >:-D |-D

Den Foto-Ausarbeitern/-labors sind die letzten Jahre die Felle ziemlich davongeschwommen. Weil zwar extrem viel mehr Fotos gemacht werden als früher, aber gleichzeitig sehr viel weniger im Handel "zu Papier" gebracht werden. Und der Preis dafür ziemlich in den Keller gerasselt ist.

Die meisten digitalen Bilder werden heutzutage - m.E. richtigerweise! - keinem Medienbruch unterworfen, sondern in der Ihnen angestammten nativen form, also "digital = am Bildschirm" präsentiert. Und wenn sie auf Papier gedruckt werden, dann vermutlich zu >50% auf häuslichen (Tintenstrahl-/Foto-) Druckern.

Inhaltlich ist die Studie natürlich trotzdem ein Schmarrn. Weil die billigen 10x15 Papierbüdln, die uns die Herren Brischnik & Co zwecks "Archivierung unserer Bilder" empfehlen, auch keine 10 Jahre in auch nur halbwegs annehmbarer Qualität überdauern. Wie ich unlängst wieder sehen konnte, als ich vor kurzem eine trocken und dunkel gelagerte Schachtel mit Fotos in einer Lade fand ... die Farbreste hatten mit den Ausgangsbildern nur noch wenig zu tun. ;-)  

Und dass die (Langzeit-) Archivierung von "content in jeder Form" auch nach einigen 1000 Jahren Kulturgeschichte der Menschheit nach wie vor ein de-facto ungelöstes Problem ist, wissen wir ohnedies.

Digitale Bilder müssen digital archiviert werden, alles andere ist ein  Humbug. Ausdrucke auf Papier sind nur eine "Präsentationsmöglichkeit", aber keine Archivierung.  

Wirklich langfrist-tauglich unter allen aktuell verfügbaren Technologien wäre m.E. nur eine hermetisch dichte Pyramide aus 100% Titan mit Datenträgern ebenfalls aus Titan und lasergravierten Bits/Bytes. Und auf der Eingangstür wird der Verschlüsselungscode eingraviert. Neugierige Nachfahren müssen sich dann dereinst eben jeweils selbst geeignete Wiedergabegeräte bauen. Das sollte kein technisches Problem darstellen. Ausschliesslich ein finanzielles.

Allerdings muß ich gestehen, dass mein Ehrgeiz, meine Fotos über 100e oder 1.000e von Jahren in dieser Form der Nachwelt zu erhalten, extrem gering ausgeprägt ist. Schliesslich bin ich ja kein Pharao. ;-)
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Wow...that's a pretty killer camera! Are you any good?

23.04.2008, 11:48 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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