Kleine Betrachtung zum abgezockt werden von SW-Herstellern und dem selber abzocken (warez)
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Kleine Betrachtung zum abgezockt werden von SW-Herstellern und dem selber abzocken (warez)
10.02.2002, 14:53:01
Der konkrete Fall:

Freund von mir bittet um Hilfe, er kann mit Driveimage keine Backups auf CDRW erstellen - der Sicherungsvorgang startet ganz normal, der Brenner brennt brav, nach 4% ein Totalfreeze. Sein Driveimage (4) ist nicht die neueste Version, der Brenner ein relativ neuerer Plextor.

Na mal sehen, da wirds bestimmt einen update-patch geben. Eine Firma wie Powerquest muss doch wissen, was Produktpflege ist.

- Erstmal: Tatsächlich, der Brenner ist nicht auf der Liste der unterstützten Geräte.

- Überraschung im download-Bereich: es gibt kein update für DrvImg4, nur den Vermerk, dass es ein Driveimage 5 gibt.

- Das Upgrade zur Version 5 kostet stolze USD 49,95, das wären heisse zwanzig weniger als die Vollversion.

Ich weiss nicht, wie ihr das seht. Es wurde dann eine warezpage aufgetrieben (thanx god für popup-blocker *gg*) und die 5er Vollversion runtergezogen. IMHO hat eine Firma wie Powerquest (z.B.! Nur ein Beispielfall für diversteste SW-Firmen) das moralische Recht verwirkt, sich darüber zu empören.

Aufdass wir uns nicht falsch verstehen: Ich befürworte ganz sicher nicht, dass die Legitimation, *warez* zu benutzen, darin liegen kann, dass irgendein prog teuer ist, oder - wie viele kleine Depperl meinen mögen - das blosse Knowhow der Beschaffung die Verwendung von Raupkopien legitimiert! Wenn allerdings eine Firma teures Geld für ihr Produkt verlangt, es "as-is" belässt, und die Produktpflege sich darauf beschränkt, dem legalen Erwerber USD 50,- abzupressen, damit er ein technisches Problem mit dieser Software in den Griff bekommt ... dann muss sich der legale Erwerber ein klein wenig gef*ckt vorkommen, wenn er gegenüber solchen Geschäftsmethoden auf fair-play setzt.
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Re(4): Kleine Betrachtung zum abgezockt werden von SW-Herstellern und dem selber abzocken (warez)
11.02.2002, 21:19:38
Ich finde betrüblich, wie sich bei deiner Polarisierung jede miese Abzocke allein dadurch rechtfertigt, dass sie legal betrieben wird.

Ich kann in meinem posting keine Passage feststellen, wo ich pauschal die Verwendung von Raubkopien angeregt, propagiert oder verteidigt hätte. So, wie ich generell kein Verfechter vom Software-Aktualisierungswahn bin. Ausgerechnet bei Software muss man sich den Spruch abschminken von wegen "neue Besen kehren besser". Siehe diese WinXP-Schei$$e, und wie jeder dumme n00b erst glaubt, dass muss er unbedingt haben, um später zu flennen, das dies & jenes & alles mögliche nicht pfunziwunzifunztatatut. Wenn ich nicht USB bräuchte, wäre ich sehr wahrscheinlich heute noch glücklicher NT4-user.

Worum es hier ging: Wenn ich ein Programm käuflich erworben habe, mit dem ich gut klarkomme und ergo nicht einsehe, warum mich eine neuere Version auch nur irgendwie interessieren sollte ... werde ich von manchen Herstellern eben einfach genötigt, kostenpflichtig upzugraden. Wenn's ganz lustig wird, auf eine Nachfolgeversion, die wackelt wie ein Geierschwanz, während der Vorgänger pipifein stabil lief (Bsp: Nero 4 -> Nero 5 anfänglich).

Vielleicht hatte ich nicht deutlich genug hervorgehoben: mein Bekannter wollte kein DriveImage 5! Er wollte sein - gar nicht so uraltes - DriveImage 4 mit diesem gerade mal etwas zu neueren Plextor verwenden. Dass der Hersteller ihn für so einen Fall zu einem USD 50 upgrade zwingt kann meinetwegen 100x legal sein - es ist eine miese Abzocke. Und für diesen Fall fällt das für mich unter legitime Selbsthilfe.
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Re: Kleine Betrachtung zum abgezockt werden von SW-Herstellern und dem selber abzocken (warez)
12.02.2002, 17:31:14
Also: Ein Programmierer erstellt eine Software und verkauft sie im Jahr x zum Preis von sagen wir um sagen wir Euro 100. Im Jahr x entspricht diese Software dem Stand der Technik, läuft auf den zur Zeit üblichen Betriebssystemen und ist kompatibel mit zeitgemässen Peripheriegeräten.

Im Jahr x+2 ist die Software naturgemäß mit dem neuesten, eben erst erschienenen Betriebsystem und den neuesten Peripheriegeräten nicht mehr ganz kompatibel.

Nun gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1. Der Programmierer sagt "Leckt mich am Ar***" und fliegt auf die Seychellen
   statt sich ein Update der alten Software anzutun.

2. Der Programmierer erstellt unter Aufwand von Zeit, Kaffee und Zigaretten
   eine Update-Version, die dafür sorgt, dass die alte Software auch weiter-
   hin voll einsatzfähig bleibt

Wie kommt nun jemand auf die interessante Idee, dass ein Mensch unentgeltlich programmiert?

Man könnte nun argumentieren, dass die ersten Updates schon im ursprünglichen Kaufpreis einkalkuliert hätten sein sollen. Kann man es aber wirklich erwarten, dass ein Programmierer Kraft hellseherischer Begabung weiß, wieviel Aufwand er für die Programmierung der Updates in einem, zwei oder fünf Jahren treiben wird müssen? Wohl kaum, oder?

Zudem: Oft interessieren sich Anwender gar nicht für Updates. Ich werde zum Beispiel den Teufel tun und meinen alten CD-Creator der hervorragend arbeitet updaten. Ich denke gar nicht dran, sondern brenne fröhlich mit 4-facher Geschwindigkeit alles was ich will und erzeuge dabei Null Ausschuß. Wieso sollte ich updaten? Wieso hätte ich also im Urprodukt für Updates mitzahlen soll, die ich nun gar nicht verwende.

Geld gegen Ware, Ware gegen Geld. Wem?s nicht passt der möge sich doch schlicht und ergreifend "in? Acker hau?n".


Es ist schwer, ein Mensch zu sein, und das muss es vielleicht sein.

Astrid Lindgren (1907-2002)
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