#1 Welchen Schutzfilter? / #2 Welche Graukarte?
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#1 Welchen Schutzfilter? / #2 Welche Graukarte?
17.06.2008, 10:03:25
Das sind jetzt zwei Fragen in einem Thread ... also fast wie im Überraschungsei, nur ohne Schokolade. ;)

Ad1 - Wenn ich mir schon gute, teure Objektive kaufe, dann möchte ich sie auch schützen. Die Frage ist nur, mit welchem Filter?

Mein Favorit wäre der Hoya Protector Pro1 Digital (http://geizhals.at/a292267.html ). Oder sollte ich lieber gleich einen UV Filter nehmen, wenn ja, welchen von den beiden?

Hoya UV Pro1 Digital (http://geizhals.at/a290060.html )
Hoya UV Pro1 Super HMC (http://geizhals.at/a290098.html )




Ad2 - Ich würde gerne auch einmal ein paar Fotos schießen bei dem der Weißabgleich out-of-the-cam stimmt. Die Modi taugen IMHO nichts, da sie nicht auf die Umgebung abgestimmt sind und der AWB ist bei meiner Kamera auch nicht gerade der Beste. - Da hilft nur eine Graukarte, oder doch nicht? Hab gesehen dass es da einige verschiedene gibt.

Rein von meiner Theorie her hat eine Graukarte einen 17%igen Schwarzanteil. Die Kamera ist beim manuellen Weißabgleich darauf programmiert, den Weißabgleich dann so zu ändern, dass auf dem Foto wieder die 17% zu sehen sind. Das heißt also wenn ich ein Bild von der Graukarte mache und die hat einen starken Rotstich, dann dieses Bild als Referenz für den MWB auswähle und ein zweites Foto schieße, müsste der Rotstich weg und das Bild von den Farben her perfekt sein?!

Was mach ich dann mit einer Weiß- oder Schwarzkarte? Muss die Graukarte das Bild zu 100% bedecken?

Bei enjoyyourcamera.de gibt es Objektivdeckel mit denen man den Grauwert bestimmen kann. Die sind lichtdurchlässig. Was ist von denen zu halten?
Wenn das ganze Bild bedeckt werden sollte, bringt es eine Graukarte im Scheckkartenformat was? Da hätte ich nämlich ein Package mit Weiß- und Schwarzkarte gesehen.

Ich bedanke mich jetzt schon für die ausführlichen Antworten. :)


LG Mike
I'm a speed addict!
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Re: #1 Welchen Schutzfilter? / #2 Welche Graukarte?
17.06.2008, 10:52:41
Mein Favorit wäre der Hoya Protector Pro1 Digital
(http://geizhals.at/a292267.html ). Oder sollte ich lieber gleich einen UV
Filter nehmen


der passt. Aus Hongkong giobt es sie billiuger. Am günstigsten wenn man sie als "Kenko Pro 1 D Protector" bestellt - Kenko & Hoya sind 2 unterschiedliche Markenbetzeichnungen für dasselbe Produkt derselben Firma.

UV Filter sind an DSLRs generell absolut unnötig, weil das Schutzglas vor dem Sensor ohnedies den UV-Anteil rausfiltert.

Weißabgleich: AWB (Automatischer Weissabgleich) bringt an Canon immer exzellente bis zumindest brauchbare Ergebnisse, ausser in Mischlichtsituationen, besonders wenn Leuchtstoffröhren im Spiel sind. Das ist aber bei allen anderen um noichts besser.

In solchen Situationen mache ich einen manuellen Weißabgleich ("Custom"). Und zwar nie mit Graukarte (ich habe keine) oder mit sonstigen exotischen zub ehörteilen, sondern prinzipiell immer mit einem Tempo-Taschentuch. Nach Möglichkeit natürlich ein frisches unbenutztes. ;-) Wie? Ganz einfach:

1. Tempo-Taschentuch (vielleicht geht Feh oder Hofer auch ;-)  Tempo geht aber sicher, weil auf neutrales Weiß gebleicht, nicht auf leicht blaustichiges "Super-Weiss") entfalten, miteiner Hand lose übers Objektiv spannen und festhalten.
2. Ein Foto in Richtung des gewünschten Motivs aufnehmen (nicht direkt in die Lichtquelle/n rein - ausser die sind das Hauptmotiv!
3. Kamera auf Weißabgleich "manuell" (bzw. "custom WB") stellen und das soeben aufgenommene Bild als Referenzbild wählen. Beim ersten Mal zu Hause mit dem Handbuch ordentlich durchexerzieren, damit vor Ort dann alles klar ist.

4. Fertig! WB-mässig passt die Sache jetzt! Ach ja, nach der Aufnahme nicht vergessen, bei anderer Lichtsítuation die Abstimmung neu vorzunehmen bzw. wieder auf "Auto WB" zurück zu schalten. ;-)

Beim Thema Weißabgleich zeigen sich natürlich die Vorteile des RAW-Formats besonders - da lässt sich nämlich im Fall der Faälle nachträglich *fast* alles noch machen, im Gegensatz zu jpg Bildern.  

Man kann  natürlich auch mit Weiß- / Grau- und Schwarzkarten hantieren. Ich bezweifle aber, ob man als Einsteiger und auch fortgeschrittener Amateur einen Vorteil davon hat. Die Teile sind für Studioproduktionen mit künstlichem Licht von Vorteil oder vielleicht sogar unerlässlich. Ich glaube aber, dass sogar da die "Tempo-Methode" in Kombination mit RAW-Bildern keine wesentlich schlechteren Ergebnisse bringt. :-)
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Re(2): #1 Welchen Schutzfilter? / #2 Welche Graukarte?
17.06.2008, 13:12:54
Schutzfilter ... LOL

Also ich habe auf den Schützenswerten Objektiven fast immer ein "Schutzfilter" drauf. Wenn die Kamera aufs Stativ kommt, nehm ich es ab.
Am liebsten sind mir die HMC-Pro Protector.
Ein UV-Filter braucht man nicht, ausgenommen auf "full-spectrum" umgebauten Kameras ;-)
Einen Frontlinsenschutz kann man aber sehr wohl gebrauchen, den "Filter" kann man einfach abnehmen und mit Spülmittel und viel warmen Wasser sehr rasch von allen Fettfingerabdrücken etc befreien, das geht mit dem Objektiv nicht. Und ein gut vergütetes Scheibchen beeinflußt die Bildqualität nicht. Im Zweifelsfall nimmt man es halt ab.
Ein Kit-Objektiv - klar da nicht, da verdoppelt man zwar den Wert der Linse mit so einem "Protector", aber über die Sinnhaftigkeit läßt sich dann wirklich streiten.

Weißabgleich: Auf Graukarte, weißes Papier (das mit dem Taschentuch funktioniert übrigens recht gut - auch mit dem "Hofer-Tatü" - kann dann mit Hilfe eines Gummiringes auch als Diffusor fürs Blitzgerät verwendet werden)
Schlecht: Automatik bei Kunstlicht (das können nicht einmal die Profis richtig), da ist es besser, einmal die verwendeten Lampen ins Visier nehmen und dann manuell auf Glühlampen oder bei Leuchtstofflampen ("Sparlampen" sind Leuchtstofflampen) auf die entsprechende Voreinstellung gehen (manche Kameras haben sogar 2 Stufen für LL ... da muß man nur wissen, was was ist ... für mich kein Problem, manche werdens wissen warum ;-) )

RAW mit entsprechender Nachbearbeitung ist auch eine Lösung, bedarf aber eines guten Auges, einer Referenzkarte am Schirm und eben eines sehr guten Bildschirmes (da sind die Flachbild deutlich schlechter)

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Re(5): #1 Welchen Schutzfilter? / #2 Welche Graukarte?
19.06.2008, 12:08:22
das wichtigste bei Filtern ist, dass man a) nur das Beste in Punkto Vergütung kauft und b) dass man keinen Euro zuviel dafür ausgibt. ;-)

Deshalb meine Empfehlung

Schutzfilter: "Kenko Pro 1 D Protector" statt "Hoya"
Polfilter: "Kenko Pro 1 D C-PL" (statt Hoya oder B&W)
Graufilter: "Kenko Pro 1 D ND8" - 8x reicht für allgemeine Fotografie, 64x und schon gar 1000x braucht man nur noch im Spezialfall - dann B&W oder Heliopan.
Andere Filter verwende ich nicht.

Und immer aus Hongkong schicken lassen - ein bisschen im Internet suchen spart viel Geld. Zuletzt habe ich folgende Kenko Pro 1 D Filter gekauft:
* Protector 67mm um € 17,12 Gesamtkosten (Produkt und Versand)
* Graufilter ND 8 77mm um € 35,34
* Polfilter C-PL 77mm um € 44,78
Kleiner Tipp: am besten nach Shops bzw. Shop-Untersites suchen, die Preise in USD, AUSD oder GBP listen, aber auch nach Österreich versenden. ;-)

(Erkennbare ;-)) Fälschung waren bis dato noch keine dabei. :-)

Mit dieser Einkaufsstrategie komme ich auf ziemlich genau 10% Filterkosten (für alle 3 Typen, inklusive der teuren Pol- und Graufilter) relativ zu den Kosten für die Objektive (100%), an die sie passen. Das ist zwar auch noch ordentlich Geld, aber dafür bekomme ich auch Schutz für alle Objektive und fotografische Effekte, die in der Form (fast) nur bei der Aufnahme zu erzielen sind. :-)
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19.06.2008, 12:29 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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