Gewährleistung(sabwicklung) fuer eine in den USA gekauft Nikon in Oesterreich?
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Re(7): Gewährleistung(sabwicklung) fuer eine in den USA gekauft Nikon in Oesterreich?
24.09.2008, 06:24:03
Nachdem nun schon drei Leute mehr oder weniger klare Anspielungen auf die Unterschiedlichkeit Garantie vs. Gewährlstg. gemacht haben, drängt sich deduktiv die Schlussfolgerung auf, du hast bzgl. dieser beiden unterschiedlichen Vorgänge ein schwerwiegendes Verständnisdefizit. Oder kannst nicht lesen.

Ich darfs dir nochmal wortreich erklären:

Garantie
ist die freiwillige Verpflichtung des Herstellers einer Sache gegenüber dem Endnutzer bzgl. der Mängelfreiheit des Produktes über einen Zeitraum.

Gewährleistung
ist die gesetzliche Verpflichtung des Verkäufers einer Sache gegenüber dem Käufer bzgl. der Mängelfreiheit des Kaufgegenstands zu einem Zeitpunkt - nämlich dem Zeitpunkt des Verkaufs, wobei der Gesetzgeber annimmt, spätere Defekte resultieren aus einem verdeckten Mangel, der bereits zum Verkaufszeitpunkt vorhanden war.

Ich habe ein TP40 in .at gekauft. 4 Monate spaeter hatte ich einen Defekt in .us. Es wurde mir direkt von (damals noch) IBM repariert.

... was IBM unmöglich im Rahmen der Gewährlstg. gemacht haben kann, denn s.o. - du hast einen Garantieanspruch geltend gemacht, nicht einen Gewhlstg.anspruch.

Es hat einen Grund, warum ich in meinem Startposting ausdruecklich nach den GEWAEHRLEISTUNGSprozessen gefragt habe.

Bitte erklären, warum. Denn es gibt bei Gewährlstg.ansprüchen - grad deshalb, weil es keine freie Vereinbarung a la Garantie ist, sondern gesetzlich geregelt - keinen Interpretations-Spielraum, wer dafür zuständig ist und wer nicht.
--  
x: Michel, the phone!
y: Yes. It rings.
x: Well, answer it.
y: No
x: Why?
y: People are particularly stupid today. I cannot talk to any more of them.

24.09.2008, 06:25 Uhr - Editiert von Ibiza Waschtisch, alte Version: hier
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Re: Nikon Policy finde ich einfach *zum Kotzen*
24.09.2008, 11:02:52
ich kann mir kaum vorstellen, dass Nikon diese Linie auch gegenüber grösseren (Profi-)Kunden in der Form durchzieht. Die Welt ist global heute.

Mit der zitierten Policy lassen sie nur die verschreckten Kleinverbraucher auflaufen, die sich "erdreistet" haben, beim Urlaub in den USA bei gutem Wechselkurs günstig(er) einzukaufen!  

Rechtlich ist das Ganze zulässig und gedeckt, keine Frage. Und dass Nikon unentgeltliche Garantieleistungen für Produkte in anderen Kontinenten verweigert, ist ärgerlich, aber zulässig.

Dass sie aber *zahlende Kunden des Konzerns* - die Leute haben schliesslich Geld für Nikon-Produkte auf den Tisch gelegt, egal wo! - sogar *entgeltiche Reparaturen* an ihren Produkten verweigern, nur um sie dafür "abzustrafen", dass sie die Vorteile einer globalisierten Welt auch ein bisschen genutzt haben und nicht brav die Ihnen von Nikon aufgezwungene vielstufige Distributionskette im eigenen Land gefüttert haben, finde ich schlichtweg zum Kotzen! Darüberhinaus ist es eine kaufmännisch abscheulich dumme Geschäftspolitik, die sich auch rächen wird und rächt!

Wenn Kunden im jahr 2008 nämlich in der Art "auflaufen" lässt, ist die Konsequenz nämlich nicht, dass sich diese in Zukunft die Geräte nicht mehr dort kaufen, wo sie am billigsten angeboten werden, sondern dass
1. das schon während der Garantiezeit defekte Nikon-Trumm in die Tonne oder besser "in die Bucht" geworfen wird und
2. über Nikon und deren Geschäftspolitik zu Recht geschimpft wird, was das Zeug hält und
3. dass sich die geprellten Kunden eben Produkte anderer Hersteller kaufen, die Ihre Kunden vernünftig(er) behandeln. "Vernünftig" heisst in dem Fall "für Geld gibt es immer Musi!" bzw. im konkreten Fall eben: entgeltliche Service-Leistungen (mit fetten Margen!!) gibt es immer und überall! :-)

Und vom "Ton" her würde ich als Nikon CEO in etwa folgende Sprachregelung von den Niederlassungen verlangen:

"Geschätzter Nikon Kunde, wir bedauern sehr, dass an Ihrem Produkt ein technisches Problem aufgetreten ist. Ein unentgeltliches Service bzw. eine  Reparatur im Rahmen der Nikon-Garantie ist leider nur in dem Kontinent möglich, in dem Sie das Produkt gekauft haben. In Ihrem Fall wenden sie sich deshalb bitte direkt an Nikon USA ... tel. .. .email ... .

Seölbstverständlich können Sie Ihre Kamera aber auch gerne gegen Bezahlung bei uns in Österreich überprüfen und den Defekt beheben lassen. Setzen Sie sich einfach mit unserem Servicecenter in .. unter Tel. ... oder email ... in Verbindung. Eine Diagnose ihres Geräts mit Kostenvoranschlag kostet übrigens moderate € 87,50 [Betrag einsetzen]. Wenn Sie die Reparatur durchführen lassen, wird dieser Betrag selbstverständlich angerechnet. Hochachtungsvoll, Ihre Nikon Österreich/Deutschland, etc."

Ich denke, das würde Nikon sehr viel von der schlechten Nachrede ersparen, die sie in Punkto "Service" bei uns durchaus zu Recht haben. [richtig, Tom@33? ;-)]

Es wäre doch nicht so schwierig, Nikon - oder??? >:-D |-D


PS: Canon serviciert spätestens gegen Bezahlung weltweit alles und jedes überall. :-)

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Yesterday’s heresy is tomorrow’s truth.
24.09.2008, 11:11 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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