Neu/offiziell: Sony Alpha 290 und 390 ... facelift
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Re(4): Neu/offiziell: Sony Alpha 290 und 390 ... facelift
10.06.2010, 09:42:42
genau ... damit die Regal-Laufmeter beim Mediamarkt und Saturn voll sind und weniger Platz für andere Firmen übrig bleibt!

Aber in der mittelfristig alles entscheidenden "gehobenen Mittelklasse", also bei den Kameras, die um gerade noch akzeptables Geld alles können, was "engagierte Fotografen" haben möchten, ohne die letzten paar Prozent, die nur wenige Profis wirklich brauchen und sich "Normalsterbliche" nicht für ein Hobby leisten wollen oder können ... genau da, wo sich die Canon 7D, Nikon D300s und ein paar wenige weitere Modelle tummeln, dort ist Sony noch nie etwas eingefallen. Da haben sie bis jetzt noch vom Minolta-Erbe (7D -> A700) gelebt, aber nichts Eigenständiges herausgebracht.

Grund dafür könnte sein, dass ihnen bewusst ist, "verdammt hoch schiessen" zu müssen, um da endlich einen Fuss auf den Boden zu bringen und den an mehr als nur Einsteiger-DSLRs interessierten Teil der Kundschaft nicht endgültig durch ein weiteres langweiliges "too late, too little" Produkt zu vergraulen. Sprich, gefragt wäre etwas, das ausstattungs- und handlingmässig (Sucher, AF, Performance, Messung, Ergonomie!) alles kann, was eine 7D kann und dazu noch ein fettes "Extra" - und zwar bei der Bildqualität, nicht bei irgendeinem nebensächlichen Gimmick wie einer noch bunteren elektronsichen Wasserwaage.

Also, sagen wir 18 Megapixel, und bis 6400 rauf ein um 2 EV besseres Hi-ISO-Verhalten (als 7D/D300s ... das wäre sicher möglich!) UND noch dazu auch 1.5-2 EV mehr DR (das wird schwierig). Vielleicht ginge das mit einem back-illu Sensor, aber da tut sich Sony offenbar immens schwer, die Dinger zu mehr als fingernagelkleiner Grösse aufzublasen.

Oder sie könnten, aber sie wollen nicht. Weil sie einen APS-C Exmor-R Sensor auch Nikon geben müssten und wissen, dass die damit innerhalb weniger Wochen eine D400 bauen würden, die ihrem A700-Nachfolger wieder rechts und links um die Oghren fährt ... genau so wie es bei der A900 Pleite (vs. Nikon D3x) der Fall war.

Und/oder sie könnten und wollten all das, hadern aber noch intern, wieviel Video-Fähigkeit sie jetzt reinpacken sollen. Die Kundenschicht, welche Video überhaupt interessiert, hätte gerne "das volle Programm" ... also "wie die kommende Canon 5D III bitte!", aber da heulen sofort die Sony-Camcorder-Fritzen im Chor auf "ja wollts uns denn umbringen, ihr Wahnsinnigen ... eure blöden DSLRs dürfen maximal Halb-HD haben und vor allem: keinerlei manuellen Einstellmöglichkeiten!" ... und so streiten sie noch heute! :-)

Tja, Sony hats schwer ... die Geschichte wiederholt sich doch ... wie damals bei Philips, die alles an Consumer-Electronic erfunden haben, was gut war, ABER es nicht vermarkten konnten ... weil andere lässigere und oder günstigere Endgeräte anboten ... dann nahm Ihnen Sony die Butter vom Brot und relegierte Philips zum Dauer-Subventionstropf-Klappergestell im technologisch-wirtschaftlichen Ausgedinge. Sony stieg dank "walkman"-Boom steil auf ... erlitt das wohlverdiente betamax-Debakel, das ihnen letztlich einen Schlag in den solarplexus versetzte, von dem sie sich nie mehr richtig erholten ... und sank insgesamt langsam und immer schneller werdend ab. Trinitron braucht auch keiner mehr. Jetzt sind sie halt ein grosser und in Teilbereichen immer noch sehr guter Elektronik-Zulieferer und digiknipsen-Produzent aber ohne jede leadership bei den Endkunden.

Diese Rolle übernimmt ein anderer, genau - der mit den geilst aussehenden End-Geräten (ganz genau wie damals eben der walkman!)... iApfel steigt ganz nach oben (iPod, iPhone, iPad) ... und wenn sie demnächst eine ebenso geil aussehende "iPic" ILC/EVIL auch noch herausbringen, dann killen sie nicht nur Sony, sondern auch Canon und Nikon (sowieso), ebenso wie alle anderen Fotogear-produzenten. Die Situation bietet für Apple ideale Voraussetzungen, um die altmodische, lahme, bürokratische und arrogante japanische Fotobranche genau so umzubringen wie diese zuvor die noch arrogantere und lahmere deutsche Fotobranche abserviert hat.

Ich glaube aber, dass Apple diese Chance nicht derhebt, weil sie in ihrem proprietären Wahn und in ihren arroganten iWorld-Träumen verkrusten und absterben werden. Einzig und allein der Apple-Killer steht noch nicht fest. :-)  





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10.06.2010, 09:49 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(6): Neu/offiziell: Sony Alpha 290 und 390 ... facelift
10.06.2010, 10:16:32
offenbar MUSSTEN sie ... zumindest beim letzten Mal.

Warum sonst um alles in der Welt haben sie Nikon den A900 Sensor gegeben ... wenn sie es nicht getan hätten, hätte Nikon mindestens 1 Jahr verloren bis sie was ähnlich gutes woanders bekommen hätten. Und Sony hätte sich in dieser Schwächephase Nikons im Hi-End mit einem massiven push (eine Runde A900 halb gratis für alle grösseren Foto-agenturen dieser Welt ;-) ) VIELLEICHT im Profi-Fotografie-Segment ausreichend etablieren können .. hätte natürlich zunächst kein Geld gebracht, aber die Grundlage dafür gelegt, dann mit der abgespeckten A850 in den "Prosumer"-Markt nachzustossen und vor allem, in weiterer Folge viele viele teure Sony-Zeiss-Linsen zu verkaufen.

Dass sie den A900 Sensor an Nikon weitergegeben haben, legt nahe, dass sie MUSSTEN. Und: wer produziert denn den Nikon D3s Sensor? ;-)

Wenn sie diesmal NICHT MÜSSEN, dann wäre es um so sinnvoller, dass sie schleunigst einen exzellenten A700 APS-C Nachfolger und einen ebensolchen FF / A900 Nachfolger mit sensationell guten Back-Illu-Sensoren + ebensolcher Elektronik dahinter (ausgerechnet bei der Elektronik hinter dem Sensor haben sie ja gegen Nikon bei der A900 vs. D3x den Rückstand aufgerissen!) rausbringen, die sich wirklich gewaschen hat. FALLS sie sowas im Ladl haben sollten, wäre es mittlerweile allerhöchste Zeit ...  :-)





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10.06.2010, 10:17 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(9): Neu/offiziell: Sony Alpha 290 und 390 ... facelift
10.06.2010, 12:32:38
Kleinbild: nicht mehr.
Mittelformat: jein - wenn, dann nur noch ganz knapp. :-)

Es kommt natürlich auch auf das "Endziel" an.

Wenn selbiges "ausbelichtete Bilder zum an die Wand hängen oder ins Fotoalbum picken ;-)" ... dann hat analog an MF noch einen kleinen Vorteil.

Oder auch 6x6 Dias per altmodischem Diaprojektor blasen digitale Bilder via Beamer noch immer weg - zwar nicht beim Dynamikumfang, aber insgesamt in der Wirkung - finde ich, subjektiv. Das liegt aber mehr an den grottenschlechten beamern bzw. den für hi-endige geforderten Preisen.

Wenn das Endziel dagegen Bild-Dateien sind, die in erster Linie auf selbstleuchtenden Monitoren präsentiert werden, dann muss man bei analog den Scan mit dazuzählen. Und spätestens dann verliert auch bei MF analoges Material endgültig, ist ja auch klar, weil man ein Digitalbild von einem Analogfilm zieht = verlustbehaftete Kopie.

Für mich selbst sind Papierbilder praktisch Abfallprodukt. Im privaten Rahmen halt für technologisch rückständige Verwandte. Und wenn meine Bilder "an der Wand" präsentiert werden/würden ... hätte ich es viel lieber auf möglichst riesigen Monitoren als auf gleich großem Papier.

Hinter mir im Büro hängt eines meiner Fotos in 105/70cm ... das bringt mir von den besuchern jede Menge Kommentare und auch Komplimente ein. Dei Ausbelichtung ist m.E. hervorragend und hochprofessionell auf Alu kaschiert. Aber ... wenn das auf einem großen Flachschirm  leuchten würde, bin ich sicher, dass die Bildwirkung um den Faktor 100 besser wäre.  

Ausserdem würde ich dann jeden Monat oder auch jede Woche das Bild wechseln. Jetzt hätte ich nur noch gerne einen 2cm flachen 56" LED/LCD mit IPS-Panel in 3:2 (!) und sagen wir 6+ Megapixel Auflösung. Selbstverständlich um unter 1000 Euro. >:-D
Derzeit gibts aber leider nur Fernseher oder auch "Public Displays" mit weniger als 2 Megapixel und unmöglichem HD-Querformat. :-)

Dass aber auch in höchstpreisigen Kunstgalerien Fotos noch immer auf Papier an der Wand präsentiert werden statt ein paar ordentliche Hi-End-Monitore aufzuhängen, halte ich - ausser bei vintage prints - für eine präsentationstechnische Absurdität! Klar, die Leute wollen nicht um zigtausend Euro ein Kunstwerk kaufen, das Ihnen der Galerist dasnn ... "Moment mal, gleich haben wirs" ... auf einen USB-Stick kopiert zum nach Hause tragen ;-) ... aber denen könnte man dann ja immer noch einen (gerahmten) Print mitgeben, und zusätzlich dazu ein jpg. :-)

Aber ich kaufe bis dato keine Fotokunst - vor allem, weil ich aus einer ganzen Reihe von Gründen wenn immer möglich nur Unikate statt "serieller Auflagenkunst" kaufe. Sprich, bei einem Fotokunstwerk möchte ich auch die einzige existierende RAW-Datei bzw. das einzige existierende Negativ bekommen.  

Das spielt es aber bis dato normalerweise nicht bzw. nicht zu für mich leistbaren Preisen am Kunst-Markt. Die Künstler bzw. vor allem deren "Verwertungskette" will - natürlich (!) - an der möglichst oftmaligen Verwertung des "künstlerischen Outputs" verdienen. Für mich ist es subjektiv völlig unverständlich, warum Leute/Museen für eine Kopie z.B. einer gursky-Fotografie bereit sind, Millionen zu bezahlen, wenn man für das viele Geld auch die tollsten unikaten Kunstwerke bekommen könnte. |-D



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Re(11): Neu/offiziell: Sony Alpha 290 und 390 ... facelift
10.06.2010, 13:17:28
ich selbst mache fast nur Farb-Bilder. Und mir ist ... total subjektiv, eh klar ... ein "hinterleuchtetes Lichtbild" viel lieber ... Monitor oder analog eben ein Leuchtkasten - als ein "nicht leuchtendes" auf Papier.

Auch in der bildenden "Nicht-Foto"-Kunst finde ich das ... tendenziell zumindest ... letztes Wochenende war ich z.B. im Chagall Museum in Nizza. Wenn ich mir die (fantastischen) Ölbilder unter besten Betrachtungsbedingungen (also nach heutigen mesums-konservatorischen Vorstellungen ca. 100x zu viel Licht ;-) ) ansehe, dann ist das *vom Bildeindruck her* eifnach nur ein "müder Abklatsch" dessen, was ich sehe, wenn ich die gleichen Motive des selben Künstlers auf hinterleuchteten Glasfenstern im Fraumünster in Zürich https://startpage.com/do/search?cat=pics&um=1&hl=de&tbs=isch%3A1&sa=1&q=chagall+fraum%C3%BCnster&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=  oder in St. Stephan/Mainz http://www.google.at/images?hl=de&q=chagall+mainz&um=1&ie=UTF-8&source=univ&ei=6soQTNnuFZOXOL-L9csH&sa=X&oi=image_result_group&ct=title&resnum=6&ved=0CEQQsAQwBQ  sehe. Für mich, strengst subjektiv, wie gesagt. :-)

Dass ein von Anfang an auf eine Bildträger gezeichnetes, gemaltes, gekratztes, geätztes, was weiß ich mit welcher Technik ... Bild selbstverständlich auch andere, haptische etc. Qualitäten hat, sei dabei natürlich unbestritten!

Aber bei Fotos ... ein gut projiziertes oder hinterleuchtet präsentiertes Lichtbild ist für mich auch ideell am nächsten "bei der Wahrheit" ... ein LICHT-BILD!

Nur ein winziges physisches Trägermedium (Speicherkarte, USB-Stick, Hologram-würferl, was weiß ich .. für abertausende Bilder) und ein ebenso minimierter, neutraler Monitor/Leuchtkasten oder Projektor/Beamer+Projektionsfläche ... und dann einfach das LICHTBILD ... für mich das Wahre!  

Deshalb glaube ich auch, dass Papier als Trägermedium für Information und Bilder schnell verschwinden wird sobald es wirklich gute, papierdünne, flexible "Bildschirm-Folien" zu leistbaren Preisen gibt ... egal ob OLED oder irgendwas technologisch ganz anderes. Fernsehen und Monitore haben den zeitungen und dem Papier nur deshalb nicht den Garaus gemacht, weil die Trümmer bei akzeptabler Darstellungsfläche [= für mich DIN A4 aufwärts, Schriftgrösse min. 9 Punkt] a) viel zu sperrig / nicht wirklich portabel sind und b) einen Stromstecker brauchen.  

Stell Dir vor, eine Speicherkarte/USB Stick im Hosensack und dazu noch ein aufgerolltes ca. DIN A3 grosses, farbtreues, selbstleuchtendes (!) Display (mit allenfalls einem mini-kleinen Akku dran) das man jederzeit auf 100% plan liegend (! ;-) ) entrollen kann. Fertig. Das wärs ... für mich!  B-)

In der Kunstwelt wird sich Papier natürlich auch dann noch lange halten, um so mehr, je mehr es etwas "Besonderes, Exotisches, Künstlerisches" ist, Information unmittelbar und augenscheinlich und ohne weitere technische Hilfsmittel auf einem Trägermedium zu sehen. :-)

Und ja, die Langzeit-Archivierung ist auch ein Thema. Andrerseits ist es bei Kunstwerken ja auch ganz gut, wenn das alte Zeug irgendwann doch zu Staub zerfällt und Neuem Platz macht. >:-D



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10.06.2010, 13:23 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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