Selbst-Krankenversichern
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Re: Selbst-Krankenversichern
28.12.2017 14:08:02
Ich darf, um das Thema abzuschließen, nun folgende Ergebnisse festhalten. Dabei hat mir vor Allem user  "lilly" sehr geholfen. User "Rheumon" war zwar gut als Filter von Gegoogeltem; aber die entscheindenden Punkte (und mir so erscheinenden Inkonsistenzen) konnte dieser User leider nicht beantworten. User "AVS_reload" hat sich hauptsächlich darin ergangen, dass eh alles so einfach ist wenn man nur nachschaut und doch sooo kompliziert zugleich, und dass User "Rheumon" alles soooo toll aufdröselt (was vom Umfang der postings stimmt, leider aber nicht vom Inhalt ;-)

Ref. User "athis": es kann meiner Ansicht nach nicht sein, dass gerade gemeinnützige Versicherungsträger, die Zwangsversicherungen gleichkommen, entscheidende procederes und Vorgangsweisen *nicht* offen legen; aus welchen guten Gründen (zB Individualcasuistik) auch immer. Denn damit wird der "Kunde" und Leistungsanwärter zum Bittsteller. Das erinnert mich an einen jüngsten Argentinienbesuch, wo mein Gastgeber meinte, dort würden Sozialämter automatisch Rechtsansprüche negieren; ausser man erscheint mit Anwalt; da geht es dann auf einmal wie geschmiert...

Wie sagte schon Heimito von Doderer: es benötigt eben eine gewisse Intelligenz um zu begreifen dass man dumm ist ;-)

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Aber zurück zur Sache:

*) die Aussage, dass Einkünfte aus Kapitalerträgen und Vermietungen nicht bei der Berechnung der Krankenversicherung heran gezogen werden, *stimmt nicht* für den Fall, dass man sich *selbst freiwillig versichert* und dabei *kein* wie auch immer geartetes Beschäftigungsverhältnis als Dienstnehmer hat. [Mein ursprüngliches Posting Punkt (3)]

Denn dann muss man sehr wohl alle Einkünfte offenlegen und wird gegebenfalls -- das ist der Default; man kann einen Antrag auf Herabsetzung machen; bei gleichzeitiger Offenlegung aller Einkünfte -- monatlich  EUR 406,88 (Wert 2017, Wert für 2018 ist höher) bezahlen müssen.

*) In dem Moment aber, indem ein irgendwie geartetes Dienstverhältnis -- und sei es auch nur für EUR 20/Monat -- vorliegt, interessieren sich die Kassen *überhaupt nicht mehr* was man aus Kapitalerträgen und Mieten etc sonst noch einnimmt. Bleibt man unter der  Geringfügigkeitsgrenze von € 438,05/Wert 2018, dann bezahlt man einen monatliche Kostenbeitrag von  lapperten  € 61,83/Wert 2018 und ist (mit Kind und Kegel) voll krankenversichert.

Insbesondere (danke für den Tip lilly !) werden auch Tätigkeiten per  Dienstleistungsscheck so behandelt.

Dies ist, anders als von User "SeCCi" behauptet, auch langfristig möglich; wichtig ist dabei eine monatliche "Anstellung" per zumindest einem monatlichen Dienstleistungscheck (beliebiger Höhe; Mindestlohn beachtend).

Im Falle von Diensleistungsschecks wird das über die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (Lessingstraße 20, 8010 Graz) verwaltet; Leistungen erfolgen  über die jeweiligen Gebietskrankenkassen.

Anbei zwei nützliche Links:

https://www.vaeb.at/cdscontent/load?contentid=10008.592319&version=1463042582

https://www.dienstleistungsscheck-online.at/dienstleistungsscheck-webapp/about/wieFunktioniertDlsOnline.jsf?conversationContext=2

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Es tritt also der von mir vermutete "Umklappeffekt" auf: nämlich dass man sehr vergünstigt in die öffentliche Gesundheitsversorgung eintreten darf, wenn man nur irgendwie beschäftigt ist. Denn dann ist es völlig egal welche Einkünfte man sonst noch erzielt.

Sonst kann man sich mit einem Obulus von 400+ EUR/Monat selbstversichern. Sollte man eine Reduktion begehren, muss man bei der Gebietskrankenkasse alle wie immer gearteten Einkünfte offen legen.

Ich glaube jetzt versteh' ichs! Vielen Dank für Eure Beiträge!!!!! ?-) $-) 8-)

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