Re(3): Virtueller Arbeitsspeicher unter Win 2000
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.  Re: Virtueller Arbeitsspeicher unter Win 2000  (phj am 21.04.2003, 01:28:53)
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Re(3): Virtueller Arbeitsspeicher unter Win 2000
22.04.2003, 22:55:49
Physischer Speicher bzw. schneller RAM sind jene Speicherbausteine, die man im Geschäft ganz normal nachkauft. Schnell nennt man sie deswegen, weil der Zugriff darauf in ns (Nanosekunden) erfogt, wohingegen der Zufriff auf eine HD in ms (Millisekunden) erfolgt. Ausserdem gibt es, den richtigen Speicher und Chipsatz vorausgesetzt, zwischen dem RAM und der CPU nur einen kleinen Geschwindigkeitsverlust. Im Gegensatz dazu steht die HD, bei der es erstens den Zeitverlust durch die beweglichen Teile und andererseits die geringeren Transferraten durch den PCI-Bus bzw. die Technologie der Fetsplatten gibt. Deshalb sagte ich, dass der Zugriff auf die Auslagerunsdatei (Swapfile) langsamer ist.

Windows lagert immer aus, es ist da ziemlich egal wieviel Speicher im Rechner steckt. Was und wieviel ausgelagert wird entscheidet Windows selbst.
Ein Beispiel: ich hab 512 MB RAM, 384 MB Swapfile und noch rund 340 MB reellen Speicher (= RAM) zur Verfügung. Offen hab ich grad den IE und einen Newsreader und 30 andere laufende Prozesse (= nicht gleich Anwendungsprogramme). Der Rest geht in den Systemcache, das heisst dass Teile von Programmen bzw. Komponenten (unter Windows Laufzeitbibliotheken genannt) im Speicher bleiben und so schneller verfügbar sind. Wenn ich jetzt zB noch ein paar Programme starten würde, dann würden immer mehr Informationen zwischengespeichert werden, dann lagert Windows eben Teile aus, um die gerade verwendeten im Speicher zu haben. Wechsle ich hin und her, brauche ich evtl. Informationen, die nicht mehr im RAM sind, und Windows muss diese dann aus dem Swapfile zurück in den Speicher laden. Das geht aber im Normalfall immer noch schneller als sie vom Originalplatz auf der HD zu holen.

Bei der Grösse der Auslagerunsdatei gibt es, wie schon gesagt, nur Richtwerte. In Deinem Fall sollten 512 MB ausreichen, aber es schadet níchts, wenn man die Werte auf 768 MB setzt (ausser dass man 256 MB Plattenplatz verliert).

Die Auswahl zwischen Anwendungen und Hintergrunddienste ist eher für Server interessant, da Windows dann Diensten und Anwendungen die CPU-Zeit unterschiedlich zur Verfügung stellt. Bei "Anwendungen" werden die gerade laufenden Hintergrunddienste in der Priorität nach hinten gereiht, also bekommen die gerade im Vordergrund befindlichen Programme mehr CPU-Zeit. Bei "Hintergrunddienste" werden alle laufenden Programme gleich behandelt.

Den Eintrag für die Registrierung kannst Du vergessen, da es keinen Sinn macht die Registry von der Platte zu holen. Jeder Mausklick (!) verursacht eine Suche in der Registry, daher sollte man den Eintrag so lassen wie er ist.

Welche Fesplatte Du für die Auslagerungsdatei verwendest bleibt Dir überlassen, aber ich würde die nehmen, die weder Programme noch die Spiele beinhaltet, da dann der Zugriff doch etwas schneller erfolgt.

Und in jedem Fall rate ich Dir, wie schon erwähnt, zu einer Aufrüstung des Hauptspeichers auf 512 MB (also im Geschäft einen passenden 256 MB RAM-Riegel besorgen).

greetz

glockman B-)

Geht nicht!? Aber, aber - es gibt doch glockman!

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