Warum 6 MPix bei Kompakten genug sind ....
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Re(3): Warum 6 MPix bei Kompakten genug sind ....
19.09.2007, 08:58:55
Schön zu sehen, daß Konsumenten in der Lage sind die Pixelgröße selbst zu berechnen (nicht wie Bucho behauptet hat) >:-)>:-)

Allerdings hast du einen Rechenfehler in deiner Auflistung:
Die Fuji F31fd hat 6.3 Megapixel Super CCD (1/1.7") • max.2848x2136 Pixel
http://geizhals.at/a218790.html
d.h. der Pixel-Pitch beträgt ca. 0.002528mm/Pixel = 2.53µm was den geforderten 3µm schon sehr Nahe kommt.

Fuji allerdings ist der einzige Hersteller, den man in dieser Hinsicht mit ein wenig Vorsicht behandeln muß.

Grund: Der eigen entwickelte Super CCD
Info: http://www.digitalkamera.de/Meldung/Fujifilm_kuendigt_4_SuperCCD_Generation_an/1634.aspx

Im Gegensatz zu "gewöhnlichen" CCD's oder auch CMOS-Sensoren haben Fuji's Super CCD's verschieden große Pixel (R-Pixel und S-Pixel) - die Idee stammt aus der analog Technik (Fujifilm hat sich in diesem Fall vom Farbnegativfilm inspiriert lassen, der mit Kristallen bzw. "Körnern" verschiedener Formen beschichtet ist).

Die großen S-Pixel verfügen wegen ihrer Größe über eine hohe Lichtempfindlichkeit, die flächenmäßig viel kleineren R-Pixel hingegen über eine niedrige Empfindlichkeit.
Bei jedem CCD bündeln mikroskopisch kleine Sammellinsen (Mikrolinsen) die vom Objektiv eingefangenen Lichtstrahlen auf den einzelnen Pixelelementen. Der SuperCCD teilt sozusagen die Lichtstrahlen und "belichtet" so gleichzeitig die S- und R-Pixel. Es findet also ohne Zeitverzögerung eine Art "Doppelbelichtung" statt, bei der die S- und die R-Pixel dasselbe Bild in zwei unterschiedlichen Empfindlichkeiten liefern. In beiden Bildern sind die Helligkeitswerte unterschiedlich verteilt. Das "helle" Bild enthält Informationen, die das "dunkle" Bild nicht enthält und umgekehrt. Aus den jeweiligen Informationen rechnet die Kamera dann ein "Super-Bild" zusammen, das über einen erweiterten Kontrast- bzw. Informationsumfang verfügt.

Daher kommt das sehr gute Rauschverhalten der Fuji Super-CCD's (auch bei Kompaktgröße), aber auch eine Menge anderer Nachteile (z.B. in der 1:1 Ansicht am Schirm wirkt die Ansicht eher wie ein Gemälde, den eine Fotografie).

Keine Vorteile ohne Nachteile ....

Sers
Alpenländer

PS.: Die "Berechnung" der Pixelgröße ist wirklich nur eine Überschlagsberechnung, da sie die Gesamtsensorgrösse (die meist von den Herstellern angegeben wird) im Gegensatz zur genutzten lichtempfindliche Fläche (die oft nur der Hersteller kennt bzw. Insider) verwendet! Außerdem sitzen die Pixel auf dem Sensor nicht dicht auf dicht ... etc.
Die Überschlagsberechnung ist denoch nützlich und sinnvoll, den wenn der Pixel-Pitch der Überschlagsberechnung schon zu klein ist, brauche ich über einen Kauf gar nicht mehr nachdenken.
Wenn ich in die Nähe von 3µm (oder besser 5-6µm) komme, lohnt sich vielleicht eine Nachfrage beim Hersteller bzw. ein Check im Netz .....



Meine Foto Galerie:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1002974
19.09.2007, 09:14 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re(5): Warum 6 MPix bei Kompakten genug sind ....
19.09.2007, 10:38:08
Hm, lt. Wikipedia sind 2848x2136 Pixel 6,1 MP, aber egal.
5,8 (mm) / 2848 Pixel
sind bei mir trotzdem nur 0.002036 mm/Pixel.Oder stimmen die 5,8 mm nicht?Ist
schon klar, dass es nur eine Überschlagsberechnung ist und andere Faktoren
miteinbezogen werden müssten.


Die Pixel passen schon, nur die Sensorgröße nicht.
Die Fuji hat keinen 1/2.5" Sensor (5.8x4.3mm) sondern einen 1/1.7" Sensor (bissl größer als 7.2x5.3mm), daher dein Rechenfehler. Ansonsten passt schon alles.

Du bist ja wirklich ein Experte!


Danke, bin ich aber sicher nicht. Nur ein interessierter Käufer, der Dinge gerne hinterfragt.

Nur: Welche
(aktuellen) Kameras (außer DSLRs) kommen auch schon in die Nähe von 3µm?Meine
gute alte Olympus C-40Z war lt. Überschlagsberechnung knapp drüber


Tja, da hast du jetzt auch schon den Kern des Problems entdeckt, daher hat man wohl auch diese Seite ins Leben gerufen.
Die Hersteller produzieren grundsätzlich nur Produkte, die sie auch verkaufen können.

In der Käuferschicht hält sich hartnäckig der Unsinn "Mehr Megapixel = Mehr Bildqualität", also glauben die Konsumenten Kameras mit mehr Megapixel zu wollen und kaufen diese!
Um dann zu Hause frustriert festzustellen:
Die macht ja schlechtere Bilder als meine 3, 4 oder 5 Jahre alte Digikam und schieben die Schuld auf die Industrie.
Würden mehr Konsumenten das Problem kennen, würden auch mehr nach Kameras mit brauchbarer Bildqualiät rufen und die Industrie würde diesen Markt natürlich bedienen.
Ein Teufelskreislauf eben .....

Welche Kompaktkamera's die 3µm im Moment erfüllen?
Gute Frage, am ehesten noch diese hier:
http://geizhals.at/a218790.html
http://geizhals.at/a187852.html
http://geizhals.at/a208433.html
http://geizhals.at/a208430.html
http://geizhals.at/a170350.html
http://geizhals.at/a217224.html
Alle rund um 6 MPix und Sensorgrößen von 1/1.7" bis 1/1.8".

Allerdings ist das auch erst die halbe Miete, da diese Kompakt-Kameras vielleicht brauchbare physikalische Voraussetzungen für gute Bilder haben, jedoch sollte die dahinter liegende Signalverarbeitung, welche die aufgenommene Information erst zum fertigen Bild weiterverarbeitet, nicht vergessen werden, die mind. ebenso entscheidend ist (d.h. man kann auch aus einem halbwegs brauchbaren Sensor schlechte Bilder generieren !).
Das gilt aber natürlich generell für alle Bauteile innerhalb der bilderzeugenden Kette (als z.b. auch der Optik).

Aber ok, wir wollen uns in diesem Thread nur auf den Sensor beschränken !


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Re(3): kann man nicht pauschal sehen
18.09.2007, 11:55:03
Diese dämlichen Sprüche aus den 80ern halten sich wohl hartnäckig.  


Lass mir doch auch ein bissl Spaß ....

Das kann der Kunde rausfinden - steht gross auf der Schachtel.aber das nicht. Denn da gibts für Kompaktgeräte keine Angaben. Und auch "ausrechnen"geht nicht, denn abgesehen davon dass die meisten Menschen heute bei einer Flächenberechnung aufgrund einer Diagonalangabe vor Ort scheitern werden, die Hersteller seit einiger Zeit schon nur die Gesamtsensorgrösse angeben und nicht die genutzte lichtempfindliche Fläche (grosser Unterschied!) die dafür einzig relevant
ist.


Sehr gewagte Aussage. Lass uns das doch Mal an einem praktischem Beispiel nachvollziehen.

Ich dummer Kunde will jetzt dieses Produkt kaufen:
http://geizhals.at/a273523.html  (wollte ich nämlich wirklich)

So da steht jetzt 12.1 Megapixel CCD (1/1.7") • max.4000x3000 Pixel ....
Mit http://www.6mpixel.org/  weiß ich jetzt, daß ein 1/1.7" Sensor ca. 7.2x5.3mm groß ist (eigentlich ein bissl größer, aber wurscht).
So jetzt noch schnell 7.2mm/4000 gerechnet ergibt 0.0018mm/Pixel oder 1.8µm.
OOPS zu klein ... leider nein :-P

So schwer war das jetzt aber nicht, oder? |-D|-D

Ja stimmt natürlich was die Gesamtsensorgrösse versus genutzte lichtempfindliche Fläche angeht, aber ich mache hier eine Überschlagsberechnung und wenn die Gesamtgröße schon zu klein ist, brauche ich über einen Kauf gar nicht mehr nachdenken.
Wenn ich in die Nähe von 3µm (oder besser 5-6µm) komme, lohnt sich vielleicht eine Nachfrage beim Hersteller oder bzw. Check im Netz .....


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18.09.2007, 12:02 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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