F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
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Re(3): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
18.03.2009, 08:18:19
letzte Saison war wohl die spannendste F1 Saison überhaupt..

stimmt, die war an Dramatik kaum zu überbieten. Der Grund dafür war das damals noch geltende Punktesystem. Ob es so ein spannendes Finale mit dem neuen System jemals wieder geben wird, wird uns die Zukunft zeigen. Ich bin ehrlich gesagt ein bissl skeptisch. Es besteht tatsächlich die Gefahr dass schon 7 Rennen vor Schluss der Weltmeister feststehen könnte (bei angenommen 16 Rennen, 9 Siege in Folge). Sollte das jemals passieren, geht Bernie mit seiner Idee furchtbar baden und die Quoten könnten extrem sinken. Die Folge wären verärgerte Sponsoren, frustrierte Teams und letztendlich wäre die F1 ernsthaft in Gefahr. So gesehen eigentlich ein Irrsinn dass sich Bernie auf dieses mögliche Szenario eingelassen hat!

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die neue Saison, vor allem auch weil endlich der senile Prüller seinen Hut nehmen musste. Seine teilweise völlig unnötigen und immer wiederkehrenden selben Kommentare aus der Klatsch- und Tratschszene (und dabei wichtige und rennentscheidende Szenen übersehen) waren für mich ein absoluter Graus. Ich fand seine Art zu kommentieren weder witzig noch in irgendeiner Form angemessen. Es war nur interessant wenn er einen Co-Kommentator hatte, ich denke da zum Beispiel an die Zeit mit Lauda. Aber Prüller alleine war echt zum gähnen und hat mich weg vom ORF zu RTL getrieben. Ich hoffe der Neue beim ORF wird einen guten Job machen!



Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(6): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
19.03.2009, 14:52:31
möglicherweise war mein Beispiel nicht krass genug.

doch so krass wie unrealistisch und wie gesagt erlaubt das punkte system rechnerisch viel schlimmere sachen...


Dieses Beispiel zeigt jedoch wie dämlich das neue System wirklich ist:

Dieses Beispiel zeigt imho gar nix... außer das man dämliche beispiele machen kann. eine extrem situation... und wie gesagt bei extremsituation die es am papier gibt ist man nach punkten schon viel früher weltmeister...

des weiteren beschreibst die sasion in dem beispiel mindestens 18 rennen.
7 sieger werden genannt.
damit das beispiel bestand hat muss es also mindestens den weltmeister mit 4 siegen, 4 fahrer mit 3 siegen und 1 fahren mit 2 siegen geben. also 6 Sieger MINDESTENS 5 FAHRER mit 3 oder mehr siegen ODER mindestens 7 SIEGFAHRER. müssen wir weiter über das beispiel reden?

hab jetzt schnell bei wikipedia die letzten 10 formel1 jahre durchgeklickt... die ersten beiden oder ersten drei würden IMMER unter sich bleiben. selbst der weltmeister wäre oft derselben oder aber einer der auch puntkemäßig nicht weit dahinter ist.


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So  08.06.2008  18:00  Wien  Österreich - Kroatien
Do  12.06.2008  20:45  Wien  Österreich - Polen
Mo  16.06.2008  20:45  Wien  Österreich - Deutschland
So  22.06.2008  20:45  Wien  Spanien -  Italien
19.03.2009, 14:53 Uhr - Editiert von Codename 47, alte Version: hier
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Re(11): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
20.03.2009, 11:55:08
der mittelweg... keine serien aber regeln die in die richtung führen und das wettrüsten abschwächen... ist weder fisch noch fleisch. weiß´ned wo das hinführt...

genau das ist die (imho unbegründete) Befürchtung der Topteams.

nehmem wir zb. Ferrari her: Es ist geplant ab 2010 mit dem Einheitsmotor zu fahren, entsprechende Ausschreibungen sind schon gelaufen. Die Roten argumentieren, ein Ferrari ohne einem Ferrari-Motor ist kein Ferrari und drohen offen mit dem Ausstieg.

Hmmm, jetzt könnte man drüber diskutieren, was ist besser?
Eine Serie OHNE Ferrari, dafür wieder 22-24 Autos im Feld?
Oder eine Serie MIT Ferrari, dafür nur mehr 16 Autos dabei, davon nur 6 konkurrenzfähig?

Also ich persönlich bin fast für die erste Variante. Auch deswegen, weil ich sehr viele Rennen aus den USA sehe und bei denen passt die Show, die Spannung, das Teilnehmerfeld und die Anzahl der Zuschauer. Soweit ich weiß gibt es in der Champcar Serie einen V6 Turbo-Einheitsmotor und zwei verschiedene Chassishersteller, Einheitsreifen, Einheitsgetriebe etc.
Was aber im Endeffekt völlig wurscht ist was da unter der Verkleidung werkelt. Die Autos sind verschieden bunt, die Fahrer haben jeweils andere Fahrerprofile und laut und schnell sind sie auch. Und die Rennen sind teilweise extrem spannend, und damit meine ich nicht nur die Oval Rennen (zb. Laguna Seca ist jedes Jahr DER Hammer schlechthin, ist fast ähnlich wie Spa)

weiß´ned wo das hinführt...

das weiß die Formel 1 im Moment auch nicht. Mit etwas Pech und weiter anhaltender Krise wird sich jedoch die Frage bald von selbst beantworten...


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(6): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
18.03.2009, 13:51:18
na guuuuut, dann lass ich mich hier auf eine Diskussion mit dir ein. Aber nur ausnahmsweise und weil du einen V6 hast |-D

Wo ich dir Recht gebe, der Kai Ebel kann eine Nervensäge sein. Wobei am Anfang war er tatsächlich schlecht und fachlich nicht versiert. Seine Performance wurde mit den Jahren besser. Kult ist seine Kleidung, die aber nicht jedermans Geschmack trifft.

den Heiko Wasser empfinde ich als okay, ein deutscher Sprecher wie viele andere auch. Er nervt wenigstens nicht mit alten Storys von Jacky Stewart

der Christian Danner ist ein ehemaliger Rennfahrer, Fachmann und Renninstruktor. In meinen Augen einer der besten Motorsportsprecher im ganzen deutschsprachigen Raum, er kapiert die Technik und die Abläufe am besten und kann es den Zuschauern klar und verständlich rüber bringen. Mir würde über ihm absolut nichts negatives einfallen.

Klar war es zu Zeiten von Schummi für einen Österreicher "anstrengend" zu gucken, oder besser gesagt nervig....Schummi hin, Schummi her usw usf. Seit dem Abgang vom Schummi hat sich das aber auch bei RTL eindeutig gebessert und die Berichte sind sehr viel neutraler geworden.

Dann der Walter Zipser, ein Österreicher bei DSF den der Monopolist ORF mit seinem Prüllerwahnsinn nach .de vertrieben hat. Schon seit einigen Jahren habe ich immer wieder gehofft dass er eines Tages den Prüller ablösen wird. Ich finde ihn wirklich gut!

Der Stefan Weber auf Eurosport: Der Typ war am Anfang nicht zum aushalten, der hat nichts gesehen und nichts kapiert. Ich hab oft wegen dem verzapften Blödsinn lachen müssen. Aber inzwischen ist auch er mit den Jahren besser und sicherer geworden.

Das einzige was MICH nervt auf RTL/DSF/EUROSPORT ist die penetrante und ewige Werbeunterbrechung. Als Deutscher Rennfan ohne einer Möglichkeit zum zappen bliebe nur Premiere über, und das ist imho ein bisserl teuer.

nun haben wir aber einen neuen Kommentator, ich glaube der Ernst Hinterleitner (oder so ähnlich). Man sollte ihm auf jeden Fall Zeit geben und nicht schon nach dem ersten Rennen abstempeln. Sprecher werden erst mit der Zeit immer besser. Ausser beim Assinger, der hat mir vom Anfang an super gefallen und hat den relativ faden Robert Seeger im Sturm abgelöst. Von der alten Garde bei ORF war Sigi Bergmann mein Liebling, gefolgt von Armin Holenia. Den Peter Klein fand ich auch sehr okay. Holenia und Klein kannte ich sogar persönlich. Prüller hab ich mal in Monaco getroffen und die Hand gegeben, aber er wirkte geistesabwesend. Eine Perle unter allen war Lauda als Kommentator, vor allem wenn er dem Heinzi wieder einmal aus dem senieren gebracht hat. Und der Alex Wurz ist nett, reden kann er aber nicht wirklich.

erwähnenswert wäre noch ATV mit seinen Berichten über die MotoGP:
Mark Michael Nanseck und Rudi Moser machen einen extrem guten Job!









Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(7): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
18.03.2009, 19:56:31
Warum ich mir in ORF 1 die Formel 1 Übertragung anschaue (bzw. angesehen habe, ohne Prüller ist sie für mich defacto gestorben):

ORF = österreischer Sender + österreichischer Kult Formel 1 Reporter + keine lästige Werbung wärend einem Rennen.

RTL = deutscher Sender + nervende/langweilige/unsympatische Reporter/Fachleute + nervende Werbung wärend einem Rennen.

Premiere empfange ich nicht, daher lasse ich den Sender mal außen vor.

Für mich ist und war die alte ORF Sportreporter Garde das Mass aller Dinge.


Gerhard Zimmer

Robert Seeger

Hans Huber

Michael Kuhn usw....


Die jüngeren sind alle eine sprachliche sowie fachliche Katastrophe, egal ob der Rainer Pariasek oder der Christopher D. Ryan, wenn ich die beiden sehe und höre kommt mir das Grausen.

Ein Boris Jirka sowie ein Thomas König sind für mich keine angenehmen Sportreporter, ihre Stimmen sind einfach für mein Gehör unerträglich.

Wenn ich da an die sonore Stimme mit hohen Wiedererkennungswert eines Gerhard Zimmers zurück denke, kein Vergleich, oder ein Robert Seeger, der hatte noch richtige Emotionen.

Leider hat der ORF in dieser Richtung ein großes Defizit, ok nicht nur da, eigentlich überall.

Der neue Formel 1 Reporter Ernst Hausleitner ist mir aber sehr sympatisch und kommt sehr kompetent rüber, vielleicht gebe ich ihm eine Chance. :-)


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Am 08.05.09 beginnt eine neue Zeitrechnung - Star Trek 11

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Re: F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
19.03.2009, 00:31:38
ohne jetzt alle anderen Kommentare zu Ende gelesen zu haben -
ein paar Punkte werden hier übersehen:

der Weltmeister ist eine Sache - aber es wird ja auch für die Teamwertung gefahren. Keine Ahnung, wie wichtig die jetzt hinblicklich der Sponsorgelder ist, aber für die kleineren Teams sind die damit verbundenen Qualifikationen und von der FIA ausgeschütteten Gelder überlebenswichtig =>
die großen Teams, denen die paar 100.000 $ aus den Punkten wurscht sind, werden vielleicht Fahrer akzeptieren, die fallweise auf volles Risiko für den  Titel fahren (wo ich zB sicher bin, daß etwa Frank Williams da absolut dagegen sein wird).

Mir scheint, keine andere Rennserie hat solche Probleme, ihre Ansprüche auf Publikumsinteresse so zu halten, und deshalb die Notwendigkeit, regelmässig neben technischen Details (Spoiler, Rillenreifen, Pop-off-Ventile, Reifenhersteller, Haltbarkeit von Motoren, Verbot von Helfersystemen, Tankstops, Verbrauchsbegrenzungen, Pace-Car, Qualifikations-Modi, Einschränkungen bzgl Testfahrten ... ja teils Dinge aus der Turbo-Zeit)
auch noch ständig die Punkteverteilung zu modifizieren  - man erinnere sich an die sukzzessive Steigerung der Punkte für das Stockerl, Streichresultate, (gabs nicht auch mal Punkte für die schnellste Rennrunde???), Aberkennung für Team- oder Fahrerwertung, ....

Vielleicht beginnt man einmal mit einer Deckelung der Budgets, damit kleinere Teams mithalten können?

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nicht zuletzt: Prüller war peinlich, und der Unterhaltungswert bestand darin, über die totale Ignoranz gegenüber den Geschehnissen am Schirm vom fallweisen Co-Kommentator (oder gar Regisseur ... "des is' a Zeitlupen du T****" ) subtil korrigiert zu werden.

wirklich vermisse ich nur die Kommentare und Interviews von/mit Gerhard Berger, der als einer von ganz wenigen Fahrern den "Sport" und sich selbst nicht so wahnsinnig ernst genommen hat, und auch nicht ständig nur politisch korrekte, vom Team abgesegnete Meldungen geschoben hat.

Es fehlen Fahrerpersönlichkeiten, die nicht nur Marionetten zw. dem persönlichen Wunsch in der Königsklasse zu fahren und der Teampolitik hergerissen werden, und damit als Menschen / Sportler / Vorbilder / Charaktere (egal ob sympathisch oder fallweise auch kontrovers bewertet) dienen können. Und da ist seit Jahren kaum ein Lichtblick (bzw ich hab's aufgegeben, F1 zu schauen, weil sich taktisch zuwenig getan hat)

Leider laufen die Sender der F1 in Europa hinterher, anstatt sich bei billigeren und weniger arroganten, nicht von geldgeilen Pensionisten und egomanischen Teamchefs dominierten Alternativen wie WRC, Markencups, MX und Enduro (....) = wo noch Fahrer, Gerät und Sports- oder sogar teamübergreifender Geist herrscht (Enduro Sixdays oder Dakar!!!) zu bedienen -
erst in dem Moment, wo die Senderechte und Werbeeinnahmen einbrechen, wird man dort den Ursachen auf die Spur kommen.


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Re(2): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
19.03.2009, 12:46:05
Vielleicht beginnt man einmal mit einer Deckelung der Budgets, damit kleinere Teams mithalten können?

ich glaube da liegt der Kern des ganzen Problems begraben. Andere Serien sind deshalb so spannend, weil das Material durchwegs ident bzw. gleichwertig ist. Somit zählt der Fahrer und seine Qualitäten, aber auch die Strategie des Teams, weit mehr. Es haben auch "Underdogs" die Möglichkeit Rennen zu gewinnen, was zb. einem Lokalmatador der seine Rennstrecke wie seine Westentasche kennt, zu Gute kommt....und damit ein ganzes Land auf den Kopf stellt.

Das fehlt leider in der F1, es gibt 2 -3 Topteams mit maximal 6 Autos unter denen zu 90% der Sieg aufgeteilt wird. Ganz selten passieren solche "Hoppalas" wie zb. einem Sebastian Vettel der 2008 Monza gewonnen hat.

Betreffend deiner Meinung über die aktuellen Fahrer, da gehe ich nicht mit dir mit. Es gibt sehr wohl Lichtblicke in der Formel 1, das ist genau so wie früher. Konkret denke ich zum Beispiel an den vorhin schon erwähnten Sebastian Vettel, ein Bursche dir mir unheimlich gut gefällt und sehr viel Potential hat. Und nebenbei überhaupt nicht arrogant oder abgehoben ist. Den Lewis Hamilton beobachte ich schon seit seiner zeit in der Formel 3, für mich war es keine Überraschung dass er auch in der Formel 1 einen guten Job machen wird. Okay, er sitzt in einem Topauto, aber auch das muss man mal umsetzen können. Ich hätte mich wirklich gefreut wenn er schon in seiner ersten Saison 2007 Weltmeister geworden wäre, aber da stand ein gewisser Alonso dazwischen.

Du meinst es ist nichts los? Die Saison 2008 war kaum an Spannung zu überbieten, dicht gefolgt von 2007. Ich schaue schon seit ich denken kann F1 (hab das von meiner Oma geerbet, die war 1955 in Monaco beim Rennen und zeit ihres Lebens bis ins hohe Alter ein glühender Fan). Klar gibt es immer wieder langweilige Rennen, aber das war früher auch nicht anders.

Über Prüller gab es mal eine Umfrage: Rund 50% haben ihn vereehrt, die anderen 50% total abgelehnt. Ich möchte nicht wissen wieviele Fans er mit seinem oft belanglosen Geplapper tatsächlich vertrieben hat. Wenn man sich hier wieder mal die Statements der User so ansieht, sagen sehr viele "ich gucke nicht mehr weil es so langweilig ist!" Dem kann ich beipflichten, auch mir sind seine Storys zum x-ten Mal vorgetragen auf den Geist gegangen. Oft habe ich Wetten abgeschlossen, wenn diese Situation grad ist wird er von dem und dem aus der Vergangenheit erzählen. Speziell jedoch die jungen Seher haben keinen Bezug mehr mit Prüllers Vergangenheit und seinen "Gschichtln" und haben frustriert abgedreht. Ich sags noch einmal, ich bin heilfroh dass er endlich in Pension geschickt worden ist und freue mich schon auf den neuen Sprecher.

Bleibt noch das Reglement: In der Formel 1 gibt es eine absolute Besonderheit im Motorsport, nirgendwo sonst ist mir das bekannt: Das Concorde Abkommen, welches besagt dass technische Änderungen nur dann durchgeführt werden wenn alle Teamchefs damit auch einverstanden sind. Es wird faktisch versucht eine Art "Demokratie" zu spielen, die in Wahrheit aber nicht funktioniert. In anderen Serien wird hirachisch das Reglement bestimmt, wie es am besten funktioniert zeigen uns seit Jahren die Amerikaner. Da kostet ein NASCAR rund 1 Mio Dollar (=Pappenstiel) und nach diesen Regeln muss das Auto gebaut werden. Wem es nicht passt, fährt nicht mit. Deto in der ChampCar Serie. Die Kosten sind überschaubar, die Rennen bleiben spannend und so kommt es dass 500.000 Menschen alleine jedes Jahr nach Indianapolis pilgern.

Das fehlt eindeutig in der Formel 1, die sehen sich immer als die Technikschmiede Nummer 1 der Weltserien, übersehen aber dass kleine Temas niemals das Budget aufbringen können um mithalten zu können. Und sogar Teams bei denen zwar das Budget stimmt, aber das technische KnowHow fehlt fahren hoffnungslos hinterher und geben früher oder später frustriert auf (zb. Honda und Toyota, sehr krass!!). Das würde in den USA niemals passieren, dort hätten sie mit einem kalkulierbaren Budget auch einen kalkulierbaren Erfolg, gute Fahrer vorausgesetzt.

Vielleicht ist tatsächlich die Weltwirtschaftskrise genau der Dämpfer den die Formel 1 braucht um wieder auf den Boden zurückzukommen. Wobei ich persönlich den heurigen Einsatz von KERS schlichtweg für einen Irrsinn halte und leider genau das Gegenteil von sparen bewirkt hat. Allerdings wurde die Sache noch vor der Krise beschlossen, somit noch eher verständlich.

schön langsam komme ich auch zu der Überzeugung dass Bernie und Max ebenfalls in Pension gehen sollten. Ich finde die Karten gehören komplett neu gemischt und es soll mit aller Kraft daran gearbeitet werden dass die Kosten sinken, nur so kann man den Bestand retten. Dem Fan ist es herzlich egal ob die Motoren 20.0000 Umin, 19.0000 Umin oder so wie heuer nur 18.000 Umin laufen. Und wenn die nur 15.000 laufen ist es egal, so lange es alle machen würden. Denn von aussen sieht man das nicht! Wer einmal ein Rennen in Monaco live gesehen hat, weiß wovon ich spreche!

  
Grüsse,
Geri    
                                              


19.03.2009, 14:19 Uhr - Editiert von Geri_65, alte Version: hier
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Re(4): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
19.03.2009, 21:02:17
okay, ich versuche es mal :-)

aaaalso, erstens hat mich ebenfalls die von dir erwähnte Zeit geprägt. Sehr sogar. Bei Sennas Tod war ich vor dem TV anwesend und hab (per Zufall) zeitgleich den Videorekorder laufen gehabt. Dreimal darfst du raten ob ich das Band noch habe.

aber es war auch eben diese Zeit, als wir noch Österreicher im Feld hatten. Zuerst den Lauda, später dann Berger. Noch etwas später der Wendlinger, Ratzenberger, Wurz und Klien. Da gab es hierzulande noch etwas wie Patriotismus. Und eine Zeit, da hatten wir mehr Erfolge in der F1 als Deutschland, dem ewigen Konkurrenten und Lieblingsnachbarn.

Das hat sich deutlich zu unseren Ungunsten gewandelt. Der Wurz ist nie wirklich in die Gänge gekommen, dem Karl sein Talent ist in Monaco an der Schikane zertrümnmert worden (ich war vor Ort anwesend) und der Klien hat überhaupt nichts zusammengebracht. Somit war auch der Hurra Effekt weg. Noch dazu war Senna weg und die Bahn frei für Schumachers Onemanshow. Ich glaube das war der Beginn wo der normale Fan das Interesse verloren hat. Schuhmacher war die ersten Jahre seiner Karriere wirklich arrogant, oder ist zumindest so rübergekommen. Das hat sich ja inzwischen bei ihm auch sehr gewandelt.

Nun zu den aktuellen Fahrern:
Eines vorweg, Politik hat es in der F1 immer gegeben und wird es immer geben. Auch ein Lauda hatte mit der Politik vom Enzo zu kämpfen und Jochen Rindt kam in einem Auto zu Tode dass er eigentlich gehasst hat. Mit dem Unterschied dass jetzt noch viel mehr Geld dahintersteckt und der Erfolgsdruck noch höher ist. Früher konnten es sich Formel 1 Fahrer leisten Partys zu feiern und einen draufmachen. Der letzte der das gemacht hat war Raikonnen und er ist heftigst dafür kritisiert worden, dicht gefolgt von Villeneuve. Die haben also nicht mehr so ein lockeres Leben wie früher!

Charisma wächst mit dem Bekanntheitsgrad und der Sympathie zum Einzelnen, da kann ich dir kein Rezept geben. Mir geht es so wie dir mit den Fussballspieler. Früher konnte ich die Aufstellung der Nationalmannschaft begreifen und verstehen wer wo und warum auf welcher Position spielte. Heute kenne ich nicht einmal den Tormann beim Namen, mir ist dieser Sport völlig egal geworden. Die Spieler haben für mich persönlich kein Charisma, ein echter Fussballfan würde an dieser Stelle nur den Kopf schütteln und mich für verrückt erklären....

eines noch zum Schluss: Die heurige Saison könnte tatsächlich sehr interessant werden. Zum ersten Mal wird dieses KERS eingesetzt, so einer Art Energierückgewinnung. Die ersten Testfahrten haben gezeigt dass mehrere Teams gute Chancen haben. Und angeblich kommt Mercedes im Moment lange nicht an die Spitzenzeiten heran. Es könnte also wieder zu Überraschungen kommen und zu einer tollen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte. Es ist alles offen!





Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(6): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
20.03.2009, 02:26:27
das ist Motorsportgeschichte und die ist mir heilig

ja natürlich, du bist mir eh schon in dem Thread abgegangen!

Ich hab jetzt ein bissl nachgelesen und in meinen Erinnerungen gekramt. Den ersten Formel 1 Fahrer den ich glühend verehrt habe war Emerson Fittibaldi mit seinem schwarzen John Players Lotus. Als er 1974 Weltmeister geworden ist, hatte ich ein riesen Poster von diesem Auto über meinem Bett hängen. Da war ich grad mal 9 Jahre alt.

Mit Marko und Koenigg hast du natürlich ein ganzes Jahrzehnt Vorsprung gegenüber mir, ich habe diese beiden Fahrer in ihrer aktiven Laufbahn nicht bewusst erlebt. Aber selbstverständlich sind mir die Namen bekannt.

Die Karriere von Lauda hab ich ziemlich von Anfang an mitbekommen, den hat man sich damals kaum entziehen können. Unvergesslich der 1. August `76 an dem die Reichsbrücke einstürzte und Lauda fast zu Tode kam. Ich hab die Bilder noch alle vor mir als wäre es gestern, dabei war ich erst 11

Ganz anders mein Verhältnis zum Jo Gartner. Ich hab ihn zwar nicht persönlich gekannt, hab aber in der Nähe seiner Werkstatt gewohnt (bzw. seines Vaters). Es war ein denkwürdiges Rennen als wir drei Österreicher auf einmal in einem Rennen hatten, werde ich auch nie vergessen. Sein Tod war für mich sehr traurig und ist mir durch die Nähe der Werkstatt sehr nahe gegangen. Jo Gartner und Gerhard Berger waren die beiden Kronprinzen nach Lauda, Berger hat dann das beste daraus gemacht und ist am besten Rennfahrer ever gescheitert, Senna. Ist wirklich schade für den Berger, mit einem gleichwertigen Teamkollegen hätte er reelle Chancen auf den WM gehabt. So war er leider nur der Wasserträger für Senna, ähnlich wie später dann die Teamkollegen bei Schumacher.

Das Senna gestorben ist, habe ich nie wirklich verkraftet, da ist wirklich eine Welt zusammengebrochen. Und dadurch dass Berger und Senna so gut befreundet waren, ist auch ein Stück Österreich mit Senna gestorben. Ich war damals genau ein Rennen nach dem tödlichen Crash in Monaco übers Wochenende beim Rennen. Genau als wir am Donnerstag gekommen sind, fast zur Minute, hat es den Karli erwischt. Also die Stimmung war damals echt am Boden.

Aber inzwischen würde mich mir gerne wieder ein Rennen in Monaco ansehen! UT? |-D


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(5): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
20.03.2009, 11:07:28
mag schon sein. aber darum gehts in deinem obigen post auch nicht oder?

indirekt besteht da eines der Dilemmas: die Teamstrategien zielen nicht unbedingt auf das ab, was das Publikum sehen will = möglichst oft ins Ziel kommen und Punkte für die Konstrukteurswertung sammeln - entweder, weil für die "Freiflüge" zu den Rennen (meiner Erinnerung nach bekommt die bessere Hälfte der Teams die "Reisekosten" teils ersetzt ... Ferrari ist das Wurscht, für die Nachzügler kann das überlebnswichtig sein), oder aber so wie Williams:
wieviele echt gute Fahrer haben die schon menschlich verschlissen, weil Frank W. sein Ego über den Titel setzt? ... wird wohl irgendwo auch einer der  Gründe gewesen sein, warum Berger nie dorthin gegangen ist.

die F1 hat sich schon lange entschieden. und wird ihr konzept das wohl das
meiste geld für den besitzer ausspuckt verfolgen bis sie drauf gehen... waurm
sich das "fans" anschauen weiß ich auch nicht.

ja- sie haben sich mehrmals entschieden - und jedesmal mußten sie lernen, daß es nicht so recht hinhaut ...
Formulieren wir einmal: man wird sich ev. doch neu orientieren oder definieren müssen, und nicht nur immer den Kniefall for Mythen und Egomanen durchziehen.

ich wüsste spontan auch kaum eine andere Massenveranstaltung, die so von Skandalen auf unterschiedlichen Ebenen durchzogen wäre (beim Radsport etc ist's halt meist nur Doping .. aber regelmässige Disqualifikationen, umstrittene Entscheidungen am grünen Tisch, Teampolitik, alte Männer mit Methoden aus den 60er Jahren, technische Frotzeleien und illegale/kaum nachweisbare/reglementierbare Schummeleien, diskussionswürdige Gegenmaßnahmen) - insofern ist die F1 auf ihre Weise was besonderes geblieben, aber ob das noch was mit Sportsgeist zu tun hat? wohl eher mit Seifenopern. aber das bringt ja auch Geld ;-)

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Re(6): F1-WM-Titel an Fahrer mit den meisten Siegen
20.03.2009, 11:48:39
indirekt besteht da eines der Dilemmas: die Teamstrategien zielen nicht
unbedingt auf das ab, was das Publikum sehen will = möglichst oft ins Ziel
kommen und Punkte für die Konstrukteurswertung sammeln - entweder, weil für
die "Freiflüge" zu den Rennen (meiner Erinnerung nach bekommt die bessere
Hälfte der Teams die "Reisekosten" teils ersetzt ... Ferrari ist das Wurscht,
für die Nachzügler kann das überlebnswichtig sein), oder aber so wie Williams:
wieviele echt gute Fahrer haben die schon menschlich verschlissen, weil Frank
W. sein Ego über den Titel setzt? ... wird wohl irgendwo auch einer der
Gründe gewesen sein, warum Berger nie dorthin gegangen ist.


würde es da "fast" als chance für die kleinen teams sehen punkte herauszufahren da die teams die bei der entscheidung der fahrer wm mitreden wollen mehr risiko gehen müssen als bisher -> mehr ausfälle mehr top-10 plätze für andere teams.


mußten sie lernen- insofern ist die F1 auf ihre Weise was besonderes geblieben, aber ob das
noch was mit Sportsgeist zu tun hat? wohl eher mit Seifenopern. aber das
bringt ja auch Geld


einzigeartig und besondern zu 100%. geld brin es auch (noch) aber wie du sagst sport oder ähnliches... das ist halt die frage.
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Do  12.06.2008  20:45  Wien  Österreich - Polen
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