Re(4): Autokauf jetzt - welches Auto oder 2.Auto?
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Re(4): Autokauf jetzt - welches Auto oder 2.Auto?
24.03.2009, 13:40:33
Unterschiede der Treibstoffqualität in den einzelnen Ländern
Abgasentwicklung bei minderwertigem Treibstoff
Überziehung von Serviceintervallen
Verschiedene Fahrerprofile (z.B. Dauergasfahrer)
Witterungseinflüsse (extreme Kälte und Hitze)
Höhenunterschiede
Länderspezifische Abgaswerte
Finanzielle Gründe wie z.B. Versicherungsklassen

Ottomotoren haben schon ewig und drei Tage einen Klopfsensor, der die unterschiedliche Treibstoffqualität feststellt, die Motorsteuerung reagiert entsprechend darauf. Beim Diesel sind Kraffstoffqualitäts-Sensoren teilweise auch schon verbaut. => Argument für aktuelle Motoren (mit Motorsteuerung der neuesten Generation) hinfällig
Abgasentwicklung bei minderwertigem Treibstoff: genau dasselbe wie oben
Überziehen von Serviceintervallen: der Einfluss wird vom Kunden deutlich überschätzt, kannst praktisch vergessen (abgesehen von Arbeiten wie Zahnriemenwechsel oder Ventileinstellen)
Witterungseinflüsse: in einem Fahrzeug sind soviele Temperatur- und Drucksensoren verbaut, damit kannst ein ganzes Kernkraftwerk betreiben. Diese Sensoren sind nicht nur zum Spass vorhanden, sondern werden natürlich in der Motorsteuerung berücksichtigt.
Höhenunterschiede: genau dasselbe wie oben
Länderspezifische Abgaswerte: jedes Fahrzeug bekommt eine spezielle Bedatung, die genau auf den jeweiligen Markt zugeschnitten ist. Wer glaubt, dass z.B. ein aktueller Passat, der mittlerweile Euro5 erfüllt, auch in Russland Euro5 erfüllt, irrt sich gewaltig.
Finanzielle Gründe: genau dafür gibt's ja verschiedene Leistungsvarianten, die sehr genau auf den Zielmarkt zugeschnitten sind. (Zum Beispiel hatte der M47uL in allen Ländern 90kW, nur in Österreich 89kW, weil genau da die Grenze in der Haftpflichteinstufung liegt.)

Natürlich versucht jeder Verkäufer seie Ware anzupreisen und alle der von Dir zitierten Argumente haben ihre Berechtigung, solange die Fahrzeuge um die Jahrtausendwende auf den Markt gekommen sind. Für alle Fahrzeuge danach gelten viele der Argumente nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt.

Versteh' mich nicht falsch, ich bin weder ein Verteufler noch Vergötterer von Chiptuning. Ich bin nur der Meinung, man sollte gerade in dem Umfeld ganz genau aufpassen, mit wem man sich worüber unterhält.

Richtig ist auf jeden Fall, dass Chiptuning die Sicherheitsreserven, die der OEM nicht ausgeschöpft hat und die manchmal kleiner und manchmal grösser sind, verkleinert, manchmal komplett aufbraucht und teilweise auch die Grenzen (deutlich) überschreitet. Wichtig ist nur, dass man immer das schwächste Glied in der Kette betrachtet; das ist übrigens in den wenigsten Fällen der Motor...

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