Bundesforste kassieren 400-800 Euro für kommerzielle Fotos in Wäldern!
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Re: Bundesforste kassieren 400-800 Euro für kommerzielle Fotos in Wäldern!
09.09.2009, 10:18:05
der ORF online liefert - wie so oft - zuwenig Information, um sich wirklich "ein Bild machen zu können". :-)

Ganz klar ist jedenfalls, dass es hier um Lizenzen für kommerzielle Produktionen geht - also (vermutlich) auf Aufnahmen, die im privaten Rahmen entstehen, keine Anwendung finden.

Bei einem Bild, das wirklich nur ein paar Bäume/Wald im Hintergrund zeigt, dürfte überdies der Nachweis von den Bundesforsten eher nur schwer zu führen sein, dass das in einem von Ihnen verwalteten Wald war ("gehören" tut er uns, dem Volk! ;-))

Dass andrerseits von hochkommerziellen (Werbe-) Film/Foto-Produzenten, die mit einem Tross voll Leute, schwerem Gerät, Generatoren, Licht & Co.  und einer Armada an Geländewagen und LKWs in den Bundesforst einfallen, dort gerne hektargroße Gebiete an besonders attraktiven Plätzen tageweise abgesperrt haben möchten (damit "Wanderer & Schaulustige" nicht stören können) eine saftige Gebühr verlangt wird, erscheint mir auch nicht so absurd, wie es dargestellt wird.

Wenn das Geschäftsmodell allerdings aufgehen sollte, werden Normalsterbliche den Bundeswald an besonders schönen/bekannten/attraktiven Orten bald nicht mehr betreten können, weil dann zu den "forstlichen" Sperrgebieten und den "jagdlichen Spergebieten" auch noch "Kommerz-Bilder-Sperrgebiete" kommen.

Dass die Fotografen-Innung aufheult, beeindruckt mich nicht sehr. Es ist vermutlich darauf zurück zu führen, dass es da ein paar Platzhirsche ;-) gibt, die öfters mal Shootings im Wald machen - und sich jetzt in Ihren Geschäften "gestört" fühlen.

Wenn die Bundesforste allerdings wirklich glauben sollten, dass jeder, der im Wald ein Stativ samt Kamera aufstellt, gleich abzukassieren sei ... dann ist Widerstand angesagt. >:-D


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
09.09.2009, 10:19 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
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Re(3): Bundesforste kassieren 400-800 Euro für kommerzielle Fotos in Wäldern!
09.09.2009, 23:57:14
Naja, die größte Frechheit an dem Ganzen ist für mich das Fehlen einer
Preisstaffel. Ich meine kein Mensch wird gewollt sein für ein paar romantische
Hochzeitsfotos mit Wald im Hintergrund 400-800 Euro zu zahlen, es kann einem
aber passieren dass der Berufsfotograf nicht fotografiert weil ihm das Risiko
der Strafe zu hoch ist.


Sag mal, hast Du deinen Link auch durchgelesen?

Da steht GANZ AUDRÜCKLICH drinnen:

   "Nur dicke Fische - vieles nicht betroffen"
...
BF-Sprecher Bernhard Schragl verweist darauf, dass die Regelung ausschließlich "dicke Fische" betreffe, um möglichen Missbrauch der Natur zu unterbinden:

"Das haben wir im vergangenen Jahr schon mit dem Gemeindebund festgelegt. Gebührenfreiheit gilt weiter für alle privaten Naturgenießer, aber auch für aktuellen Journalismus aller Arten, Brauchtum, Religion, Einsatzkräfte und andere Bereiche, die keine kommerziellen Großproduktionen sind."


Und eine Hochzeit ist Brauchtum/Religion. Und wenn das nicht zutrifft, dann ist es zumindest keine KOMMERZIELLE GROSSproduktion.

Weiter oben stand was von Flurschäden durch Shootings für Kataloge, da die Mannschft mit ganzen LKWs anrückte.

Wenn Deine Fotoausrüstung nur noch in einen LKW passt, dann hast mit den 800.- Euro auch kein Problem |-D>:-D
_________________________________________________________________

Zitat von \\ H //: wenn i Probleme will kauf ich online und zahl per Vorkasse
Quelle: http://forum.geizhals.at/t591666,5002602.html#5002602

http://www.willarbeit.at

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Re(10): Bundesforste kassieren 400-800 Euro für kommerzielle Fotos in Wäldern!
09.09.2009, 22:16:26
  Und falls doch nicht, hätte der "kontrollierende" Jäger oder Förster etwa
jenen Stellenwert, wie eine Supermarkt-Kassierin, die meint, sie müsse meine
Tasche kontrollieren...


da gibt es leider einen kleinen Unterschied. Die Supermarktkassiererin
* ist selten 1,90 groß, kräftig, ausdauernd und wendig im Gelände
* mit einem Geländewagen, knurrendem Jagdhund und/oder Gewehr bewaffnet

... als Mountainbiker habe ich in Österreich - wie viele andere auch - mehr als einmal schon fast in einen Gewehrlauf geschaut. Da ist dann nix mit "verhandeln". Die sind oft sehr stur! Selbsternannte "Texas Ranger" gibts auch im Salzkammergut!  8-O !:-)


Es ist eh immer dasselbe Spiel. Jahrzehntelang funktionieren manche Dinge ganz gut und friedlich. Dann kommen ein paar Hanseln und nutzen das System auf Kosten anderer rücksichtslos aus. Dann kommen die im System auf die Idee, das zu unterbinden. Funktioniert nicht so recht. Dann beschleissen sie, es zu kommerzialisieren. Dann kommt irgendwo irgendwer zu Schaden. Und irgendwer wird verklagt und haftet dafür. Dann kommen neue total restriktive Regeln. Die aber keiner so ganz genau kennt. Oder in der vollen Härte nicht exekutieren kann oder will. Dann schalten sich die Medien ein. Dann wacht die Politik auf und kommt voll auf Touren. Und schon ist der schönste Pallawatsch beieinander! >:-D |-D


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
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Re(2): Bundesforste kassieren 400-800 Euro für kommerzielle Fotos in Wäldern!
09.09.2009, 13:41:55
sehe ich auch so!


Zum Thema Fotogenehmigung/Gebühr fällt mir übrigens gerade noch ein:

Beim Urlaub diesen Sommer in den baltischen Staaten gab es bei vielen "hochtouristischen" Sehenswürdigkeiten (Schlösser, Burgen, Meeres-Aquarium etc.) an der Kassa zusätzlich zum Eintritt optional eine "Foto-Erlaubnis" in Form eines kleinen Aufklebers zu erwerben (zwischne ca. 1 Euro und 3 Euro). Ohne einen solchen Sticker darf man nicht fotografieren (auch nicht mit Schnick-Schnack oder Handy) - soweit vom Aufsichtspersonal kontrollierbar, klar.

Ob das nur zum "fotografieren" oder auch zur Nutzung / Veröffentlichung (kommerziell? / nicht-kommerziell?) der gemachten Aufnahmen berechtigt, bzw. was alles an "Kleingedrucktem" gilt, weiß ich allerdings nicht. Ich habe einfach nur bezahlt und dann nach Herzenslust fotografiert (inkl. Blitz, wo sinnvoll). :-)

Auch wenn ich als nicht-kommerzieller Fotograf *nur ungern* für eine Fotoerlaubnis bezahle, finde ich das jedenfalls eine intelligentere Lösung als "generelle Fotoverbote" an solchen Locations wie bei uns oft üblich (ausser es ist aus konservatorischen Gründen wirklich! notwendig).

Es spült m.E. den Erhaltern auch durchaus ein ordentliches Körberlgeld in die Kasse. Nach meiner kurzen Beobachtung haben ca. 50% der Touris (besonders Omas/Opas mit kleinen digicams) das Zusatz-Ticket brav gelöst. Ich schätze einmal, dass das ohne Weiteres ca. 15%-20% Zusatzerlöse [praktisch ohne zusätzliche Kosten!] auf den regulären Ticketverkauf bringt - und ohne Aufstand der Besucher. Ausserdem können die Erhalter ja auch weiterhin mit geneigten Fotorafen Postkarten und/oder Poster etc.  vertreiben - ggf. halt nicht mehr exklusiv.

Gibts das Modell auch schon in Österreich wo? Wenn nicht -> es wird kommen! >:-D


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
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