Re(13): Wird aus allem jetzt Treibstoff gemacht ?
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..  Soylent Benzin statt Soylent Green  (to_markus am 13.02.2012, 17:28:36)
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Re(13): Wird aus allem jetzt Treibstoff gemacht ?
14.02.2012, 21:45:41
Es würde _einiges_ an Ressourcen einsparen, wenn wir auf Fleischkonsum
verzichten oder ihn auf gesunde Mengen reduzieren. Nicht nur
Nahrungsressourcen, sondern auch Energie. Kommst damit durch? Nein.
Interessiert nicht. Wenn der Vorschlag also lautet "Entweder Tierprodukte
reduzieren oder Menschenprodukte einführen" - ist ganz klar absehbar, dass
letzteres kommt.

Die Menschheit würde sich gigantische Probleme ersparen, so sie weniger oder kein Fleisch essen würde.
Und ob man damit durchkommt? Nein, das geht nur über den Preis - und da wird sich in der nächsten Zeit nichts tun, biotechnologischen Effizienzsteigerungen "sei Dank".
Und genau deswegen sollte die Tierverwertung _als solche_ kritisch gesehen werden - und um nichts anders ging es in meinen Postings, indem ich der Tierverwertung die menschliche Verwertung als (zynische) Alternative gegenüberstellte (siehe: http://forum.geizhals.at/t784914,6724303.html#6724303  ff)

Das Grundproblem ist nämlich nicht die (fehlende) Effizienz. Obwohl die Autos bspw. heute wesentlich sparsamer sind als vor ein paar Jahrzehnten wird trotzdem mehr Treibstoff verbraucht: die Autos wurden größer und man fährt auch mehr damit. Da war vor ein paar Monaten ein bezeichnetes Posting hier im GHF. Auf die Frage, warum man sich keinen Kleinwagen kauft, wurde geantwortet, dass ein (sparsamer) SUV nicht viel mehr braucht - "da kann man gleich mit dem SUV fahren". Das man sowohl mit dem Kleinwagen als auch mit dem SUV von A nach B kommt tangierte nicht.
Effizienzsteigerungen führen also nur kurzfristig oder überhaupt nicht zu weniger Ressourcenverbrauch. Ressourcen werden eben immer möglichst vollständig genutzt: gibt es viel davon, wird verschwendet. Gibt es wenig davon, kommen "intelligente" Lösungen (die wiederum verkauft werden können und damit bestehende Lösungen ressourcenverschwendend entwerten).

Die Frage nach dem tatsächlichen Bedarf wird meist nicht gestellt - relevant ist, was möglich und leistbar ist. Und das ist das eigentlich tragische.
--
»Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.«
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller
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