Re(2): Unternehmensethik am Beispiel Matsushita (Panasonic)
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Re(2): Unternehmensethik am Beispiel Matsushita (Panasonic)
06.02.2005, 20:45:56
Viele Firmen machen's auch immer mehr so, dass sie die Arbeitskräfte
"outsourcen", d.h. von anderen Firmen "mieten" wenn sie sie brauchen, und
"zurückgeben" wenn das Projekt vorbei ist.


Das ist aber etwas anderes - Outsourcing gilt i.A. als teurer als eigene Kapazitäten, außer vielleicht für Projekte, bei denen man eigenes bzw. gewonnenes Know-How in Zukunft nicht mehr benötigen wird. Das Outsourcing selbst erfordert natürlich entsprechende Ressourcen, also Arbeitsplätze beim Outsourcing-Partner, die Arbeit insgesamt wird ja im Regelfall nicht weniger. Ich glaube nicht, daß Matsushita diese Arbeitskräfte an Outsourcing-Partner "verlieren" wird.

Produkte müssen dem Markt angepasst werden. Das gilt für Firmen wie für deren
Arbeitnehmer. Ich verkaufe etwas. Meine Arbeitskraft. Diese habe ich dem
Arbeitsmarkt anzupassen. Was ich de facto verkaufe ist mein know-how und meine
Leistung. Ist dafür kein Markt vorhanden bin ich arbeitslos und sollte mein
Produkt den Marktgegebenheiten anpassen.


Ganz deiner Meinung, das müßte man hierzulande nur noch den altkatholischen oder anders rückständigen Gewerkschaften erklären, die sich dagegen wehren, neue Märkte für Arbeitskräfte zu schaffen (Ladenöffnungszeiten usw.).

In Zukunft werden wir uns damit anfreunden müssen, nicht einen sondern 2 oder
3 Jobs gleichzeitig zu haben. Dann eben nicht 1x40 Stunden sondern 2x20 oder
4x10. Hat nebenbei noch den durchaus interessanten Nebeneffekt, dass man nicht
plötzlich vor "nichts" steht, wenn man irgendwo mal rausfliegt. Und man ist
auch nicht arbeitslos, was den Sozialminister freuen sollte...


Ahja, das amerikanische Modell ... damit kann ich mich eigentlich nicht anfreunden, es hat zuviele Nachteile, z.B.:
- 4 Jobs = 4 x Fahrzeit zum/vom Job (oder 2,5x = 5 Wege, wenn man von einem Job zum anderen fahren kann)
- wenn man alle 4 Jobs benötigt um zu überleben, muß man bei Wegfall eines Jobs trotzdem wieder einen Job suchen, mit allen Nachteilen - und mit weniger Zeit dafür.
- nicht arbeitslos = "working poor", das freut nicht einmal den Sozialminister (hoffe ich)

Marinos J. Yannikos <mjy@geizhals.at>


EU-Recht im 21. Jhdt.: Bewährungsstrafen für Körperverletzung mit Todesfolge, Haftstrafen für Raubkopierer ...

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