Endlich richtige Farben im Browser ...
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Re(13): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 10:40:22
die Durcker denken sowieso nur in CMYK. ;-)

Mir ist das sowas von egal. Ich bin beruflich und privat "content creator" - in welcher Form das dann wo/wie aufbereitet und umformatiert werden muß, damit es auf verschiedene Ausgabemedien passt, ist nicht mein Problem. Und ich habe auch nicht vor, es zu meinem zu machen. Da sollen sich die Drucker, Druckvorstufler, Grafiker & Co. daran abarbeiten. Das ist deren Job. ;-)

Meiner ist es, INHALTE anzubieten, die so interessant sind, dass es mir meine Kunden/Abnehmer/Fans ;-) aus der Hand reissen ... |-D

Deshalb liefere ich diese Inhalte im jeweils allergebräuchlichsten Format ab. Bei mir gibts eigentlich nur 5 wesentliche Datei-Extensions, die ich brauche. Der restliche Schrott kann mir gestohlen bleiben.
* Fotos: srGB, .jpg und wenn das nicht reicht, können's ggf. das .CR2 haben und schauen, was sie damit machen. ;-)
* Text-Dokumente: Word 2003 .doc;
* Text+Grafik: Powerpoint 2003 .ppt bzw. .pps
* Zahlenwerke: Excel 2003 .xls
-> wenn sich 2007 tatsächlich in der corporate Welt durchsetzen sollte, dann steige ich in den nächsten 1-2 Jahren eben darauf um und fertig!
* wenn es empfängerseitig ausgedruckt werden soll und nicht von Krethi & Plethi ganz leicht änderbar sein soll: .pdf (ja, von Adobe, aber ohne Adobe Software ;-))

Diesbezüglich surfe ich immer ganz exakt am Scheitelpunkt der Welle. Dafür gibts am meisten Tools, am wenigsten Trouble.

Wenn der Inhalt wichtig genug ist oder erscheint :-) dann entziffern die Leute sogar 4000 Jahre alte Keilschrift-Täfelchen aus Ton, Papyrus-Fragmente, die gerade zu Staub zerfallen, Festplatten nach einem Crash, und und und ... :-)
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Re(5): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 10:24:55
es gibt praktisch nix im Internet,das mich auch nur latent interessiert,  das ich mit dem IE NICHT sehen kann. Dafür einiges, was ich mit alternativen Browsern nicht sehen kann. Ich tue mir die ganze alternative Software nur dann an, wenn es wirklich massive Vorteile bzw. zwingende Gründe dafür gibt.

Der IE ist eines der M$-Produkte mit denen ich eigentlich rundum zufrieden bin: gratis, läuft stabil, funktioniert prächtig auf allen meinen Maschinen. Fazit: Null Änderungsbedarf!

M$ Outlook dagegen, das ist eine instabile Pest! Das stinkt mir angefangen vom Konzept mit dem grenzdebilen superfetten .pst-file über die praktische Unmöglichkeit, die email-Korrespondemnz einfach jahrgangsweise archivieren zu können über die Kontaktverwaltung, die nicht einmal in der Lage ist, Adressen nach "Nachname, Titel Vorname" vernünftig zu sortieren, das enorme Chaos zwischen Windows // Outlook Express // Addressbook // Outlook, bis zur gesamten Oberfläche ... und und und ... da wäre ich weit offen für Alternativen - wenn es denn welche gäbe! Nein, Lotus ist keine, sondern noch viel schlimmer! :-)

Farbmanagement ... jo mei, für mich maximal "nice to have" aber nicht mehr - solange nicht alle Anzeige- und Ausgabegeräte weltweit auf den gleichen Standard kalibriert sind, ist das ohnedies vergebliche Liebesmüh, in die ich nicht ebreit bin, Zeit und/oder Geld zu investieren. :-)
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Re(8): Endlich richtige Farben im Browser ...
20.06.2008, 13:39:36
Du willst jetzt aber nicht, daß hier ca. 1-200 Links zu Sicherheitslücken im IE herein stelle ? ;-)

Es gibt sowieso keine perfekte und fehlerfreie Software.
Wie auch, wird ja nur von unperfekten Menschen gemacht.

Aber seit ich nicht mehr den IE per default nutze habe ich keine Probleme mehr mit Viren und Trojanern und deshalb ist praktisch alles (Opera, FF und Safari) besser als IE.
Obwohl ich zugeben muß, daß es mit dem IE 7 wesentlich besser geworden ist, im Vergleich zu den Alten ....

Edit: Übrigens ;-)
Tipping Point wurde wegen der Zero Day Initiative in der Vergangenheit bereits mehrfach heftig kritisiert. Unter anderem sollen die Entdecker von Schwachstellen wegen des Programms absichtlich verspätet Meldung erstatten, um mehr Geld dafür zu kassieren. Auch Microsoft gehört zu den Kritikern derartiger "Cash-for-Bugs"-Systeme.

Robert Hensing, Sicherheitsspezialist bei Microsoft, kommentierte in seinem Weblog, dass der Entdecker der Lücke das Problem wahrscheinlich schon vor langer Zeit entdeckt habe und dennoch bis zur Veröffentlichung der finalen Ausgabe von Firefox 3.0 wartete, um Geld dafür zu kassieren. Ethisch korrekt wäre es nach Ansicht von Hensing, die Schwachstelle sofort nach ihrer Entdeckung ohne Umwege an die Entwickler zu melden.

Quelle: http://www.winfuture.de/news,40223.html

20.06.2008, 13:44 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re: Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 12:53:27
aber hallo, lieber Alpenländer, jetzt sei doch nicht gleich so eingeschnappt nur weil Leute wie ich befinden, für *mich*, *meine Augen* und *meine Anforderungen* sei sRGB derzeit völlig ausreichend, auch wenn es sicher (noch) Besseres gäbe!

Ich habe Deine Info bzw. news betreffend FF und Farbmanagement gelesen - Danke, passt! Aber man wird ja wohl auch darüber diskutieren dürfen, "zu was" das jeweils gut ist oder nicht und vor allem, was für Vorteile und mögliche Nachteile damit verbunden sind oder sein könnten. Besonders, wnen man sich mit dem Thema noch bei weitem nicht so in die Tiegfe beschäftigt hat wie Du.

Ich gehe davon aus, dass sich - nach dem derzeit vorherrschenden sRGB (das so schlecht wohl auch nicht sein wird - sonst hätten die Hersteller alle Adobe RGB genommen) - sicher einmal ein "neuer Standard" herausbilden wird, der dann - langsamer oder schneller - in bildaufzeichnenden und bildgebenden Geräten und Software implementiert wird.

Wenn ProFotoRGB das aktuell Gelbe vom Ei ist, dann wird es in absehbarer Zeit wohl zumindest als optional wählbares Profil in den neuen bzw. Hi-End DSLRs eingebaut werden.

Wenn es dann soweit ist, soll es mir recht sein - deaktivieren werde ich es vermutlich nicht - ausser wenn es damit deutlich langsamer und/oder mühsamer funktioniert. :-)
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Re(4): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 14:02:57
Aha eine völlig richtige Analyse. Wie wohltuend.  ;-);-)

Und ja das OS sollte es idealerweise auch unterstützen, den dann würden mit einem Schlag alle Boardmitteln farbrichtig darstellen und natürlich alle Applikationen die auf dieses OS-Farbmanagement zurück greifen.

OS X (schon seit Jahren und daher ist es auch in Designer & Drucker-Kreisen so erfolgreich) und Vista haben ein Farbmanagement mit an Board.

Allerdings kann es dann noch immer sein, daß eine Applikation NICHT farbecht darstellt, wie es ja der IE unter Vista beweist, weil einfach die Farbprofile ignoriert werden (zumindest ist MIR kein Weg bekannt wie man den IE unter Vista dazu bringt). Umgekehrt kann eine Applikation die ein integriertes Farbmanagment hat (Safari, FF 3.0) auch auf einem OS farbecht anzeigen, daß kein Farbmanagement hat.

Solange man sich einredet, daß das kein Problem darstellt werden Firmen wie Mickeysoft auch nix daran ändern, weil Änderungen Geld kosten. Aber schön langsam hat man dort das Problem erkannt und arbeitet an Lösungen. Wie gesagt der IE 8 soll angeblich Farbmanagement auch unterstützen. Wie diese aussehen wird, wissen wir erst wenn er gelauncht wurde.

sRGB ist einer von vielen Farbräumen und LEIDER der verbreitetste, was viele glauben lässt, daß man die anderen nicht braucht, was leider komplett falsch ist.

Auch ich habe es Jahre lang ignoriert und immer wieder den Preis dafür bezahlt ;-);-)

19.06.2008, 14:09 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re(5): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 14:22:48
und Vista haben ein Farbmanagement mit an Board.


aha! na wenigstens das.  |-D

sRGB ist einer von vielen Farbräumen und LEIDER der verbreitetste, was viele
glauben lässt, daß man die anderen nicht braucht, was leider komplett falsch
ist.


also nach Lektüre des verlinkten Artikels finde ich finde die Wahl von sRGB als "Standard" gar nicht unvernünftig, wenn das der Farbraum ist, den im wesentlichen ALLE Monitore auch physisch überhaupt darstellen können. Dann finde ich es einen durchaus brauchbaren Standard in einer digitalen Welt, die PRIMÄR und zunehmend aus Monitor-Anzeigen besteht.

Das "Browser" und "Farbprofil"-Problem entsteht ja erst und nur dadurch, weil irgendwelche Typen
* "bessere" Profile erfinden (z.B. ADOBE >:-D)
* mit diesen Profilen versehener Content dann auch beinhart und unter Mißachtung des sRGB-Standards ins Internet gedonnert wird
* obwohl das Zeugs dann auf den meisten Monitoren physisch gar nicht (richtig) angezeigt werden kann oder wenn die Hardware doch dazu in der Lage ist, dann erst nach aufwändigen Maßnahmen (Profile, Farbraummanagement) in der Software
>:-D

Wenn sich dagegen alle brav an sRGB als Standard-Farbraum für sämtlichen web-content halten würden, gäbe es auch überhaupt kein Problem.

Dass es darüber hinaus spezifische Software- und Hardware Anfordeurngen für den Datenaustausch zu Druckereien etc. geben müsste, ist ja klar. Und wird/dürfte/sollte/müsste es auch geben.

Aber fürs "normale" Internet und "normale" user, die einfach "nur" content auf "normalen" Monitoren anschauen und/oder austauschen wollen, wäre es ausreichend, durchzustezen, dass nur 100% sRGB content verschickt werden darf. Notfalls eben per "Zwangsfilterung" an den web-Knoten. ;-)
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Re(6): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 14:48:04
Jein.

Richtig ist das sRGB der Farbraum deiner Wahl sein sollte, wenn es um Webdarstellung am Monitor geht. Deswegen kann man z.B. im Nikon View NX fix einstellen, daß den RAW's bei E-Mail Versand oder Webexport IMMER der sRGB Farbraum zugewiesen wird.

Was leider falsch gehandelt wird, aufgrund der Dominanz von sRGB werden die Farbprofil oft ignoriert, weil man standardmäßig davon ausgeht, daß es eh sRGB ist, was zu einigen Problemen führt. Würde man die Profile beachten wäre sRGB genauso ein x-beliebiger aber halt oft verwendeter Farbraum, wie jeder andere. So kommt ihm eine besondere Stellung zugute, die oft falsch interpretiert wird.

* mit diesen Profilen versehener Content dann auch beinhart und unter Mißachtung des sRGB-Standards ins Internet gedonnert wird

Meist von Leuten, die sich mit Farbprofilen und Farbmanagementsoftware nicht auskennen wollen, gell ! ;-) Aber wennst einen Browser nimmst der das kann, kein Problem. Du siehst der Kreis schliesst sich - natürlich nur solange der Monitor die Farben (!) innerhalb des entsprechenden Farbraumes auch darstellen kann.

By the way: Es gibt keinen sRGB-Standard. Du weißt jetzt was ich mit Fehlinterpretation meine, oder? :-)
http://forum.geizhals.at/t577159,4864760.html#4864760

Aber fürs "normale" Internet und "normale" user, die einfach "nur" content auf "normalen" Monitoren anschauen und/oder austauschen wollen, wäre es ausreichend, durchzustezen, dass nur 100% sRGB content verschickt werden darf.
Notfalls eben per "Zwangsfilterung" an den web-Knoten.

Klar, wäre auch eine Lösung. Aber warum Zwangs-Zensur, wenn es mit Kontrolle (der Farbprofile) auch geht?  ;-)

19.06.2008, 15:02 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re(7): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 15:15:06
By the way: Es gibt keinen sRGB-Standard.


wie bitte? im verlinkten Artikel steht:

Zitat: > Seit Jahren raten Farbmanagement-Experten den Webdesignern, ihre Bilder und übrigen Seitenelemente in sRGB anzulegen, weil dies der Empfehlung folgt, die das World Wide Web Consortium bereits 1996 herausgegeben hat:
"We propose that all page elements defined in the style sheets be assumed to be in the sRGB color space unless embedded ICC profiles indicate otherwise." <

das klingt für mich schon verdammt danach, als ob es einen definierten "sRGB"-Standasd gäbe. Wobei das "s" vermutlich für "Standard" steht...  :-)

Meist von Leuten, die sich mit Farbprofilen und Farbmanagementsoftware nicht
auskennen wollen, gell !  


Alles, dem kein Profil zugeordnet ist, wird eh als sRGB angezeigt! Das Problem ist nur, dass Leute Content mit anderem profil versehen auf die reise schicken und dann darauf beharren, dass empfängerseitig wunder was alles getan werden müsse, dass der von Ihnen mit irgendeinem exotischen Profil versehene content auch noch richtig angezeigt werden kann! >:-D

Wer mit AdobeRGB oder anderen Profilen versehenes Zeug in Umlauf bringt, sollte eben ein entsprechendes runtime-Konversions-modul mit dem Bild mitschicken, das dann empfängerseitig für "richtige" Darstellung sorgt. Warum sollte der Empfänger dafür Sorge tragen müssen, dass content in beliebigen, vom empfohlenen Standard abweichenden Formaten auch noch angezeigt werden kann?  

Also ich seh nicht ein, warum ich meinen browser wechseln sollte, nur damit ich ein paar pics oder webseiten, die nicht in sRGB oder "ohne Profil" eingestellt wurden, möglicherweise "ein bisschen richtiger" sehe - sofern es mein Moitor physisch zulässt. Womit wir eben wieder beim praktischen Nutzen wären, den Farbraummanagement im Browser für mich hat. Für mich ist es immer noch ein Pseudo-Problem. Von dem ich aber jetzt wenigstens ein kleiens bisschen mehr verstehe. >:-D |-D
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19.06.2008, 15:15 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(8): Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 15:29:07
das klingt für mich schon verdammt danach, als ob es einen definierten "sRGB"-Standasd gäbe.

Mag sein, wobei das jetzt eine reine Definitionssache ist.
Der sRGB ist ein Farbraum wie jeder andere (softwaretechnisch betrachtet), der aber aufgrund der Webdarstellung oft genutzt wird. Das wollte ich damit sagen.

Wer mit AdobeRGB oder anderen Profilen versehenes Zeug in Umlauf bringt, sollte eben ein entsprechendes runtime-Konversions-modul mit dem Bild mitschicken, das dann empfängerseitig für "richtige" Darstellung sorgt.

Aber das tut er ja, eben mit dem eingebetteten Farbprofil !
Nur was nützts wenn die Software des Betachters dieses ignoriert? ;-)

Warum sollte der Empfänger dafür Sorge tragen müssen, dass content in beliebigen, vom empfohlenen Standard abweichenden Formaten auch noch angezeigt werden kann?

Weil Farben immer reine Definitionssache sind. Wer bestimmt das rot rot ist?
Wenn du einem Kleinkind nicht rot, als rot definierst wird es nie wissen was rot ist. Sprich du definierst im übertragenen Sinn ein Farbprofil bei dem Kind. Alles klar?

Das gleiche muß jemand der Software beibringen. Die Definition machst sowieso nicht du als Betrachter, sondern der Künstler und schickt dir ein Farbprofil bzw. er bettet es im Bild ein.

Dein Job ist dann dafür zu sorgen, daß deine prä-historische Software dieses nicht ignoriert und zumindest bis an den Schirm richtig weiter leitet. Als guter Fotograf hast du natürlich einen tollen Monitor der zumindest AdobeRGB zu 100% kann (;-) http://www.digitalkamera.de/Meldung/HP_entwickelt_farbtreuen_Monitor_mit_DreamWorks_Animation/2680.aspx ) und freust dich darüber das beide Seiten wenn sie rot sagen auch rot meinen ... |-D

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Re: Endlich richtige Farben im Browser ...
19.06.2008, 14:23:21
Andreas Beitlinger, auf den du selber verlinkst, hat es eh gut zusammengefasst:
AdobeRGB hat sich in der Druckbranche als Standard etabliert und wird deshalb von manchen Verlagen und Bildagenturen als Arbeitsfarbraum gewünscht. Man kann es wählen, wenn es vom Auftraggeber verlangt wird, man eine ausreichende Softwareausstattung hat und über hinreichende Farbmanagement-Kenntnisse verfügt. Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, ist von AdobeRGB abzuraten. Dasselbe gilt natürlich für andere große Arbeitsfarbräume sinngemäß.

Wer die für Hobbyfotografen üblichen Anforderungen an digitale Fotos stellt, nämlich optimale Betrachtung am Bildschirm und Ausgabe mit Tintenstrahldrucker oder Belichtungsdienst, erzielt mit AdobeRGB nur in den seltensten Fällen überhaupt wahrnehmbare Verbesserungen gegenüber sRGB. Ein AdobeRGB-Workflow ist immer etwas umständlicher als ein sRGB-Workflow, weil man auf die Erhaltung der Profile achten und für bestimmte Zwecke nach sRGB konvertieren muß. Wägt man diese Vor- und Nachteile gegeneinander ab, kann man Hobbyfotografen nach heutigem Stand der Technik nur zur durchgehenden Verwendung von sRGB raten.

Ich bezweifle nicht, daß der AdobeRGB-Farbraum größer als sRGB ist und daher mehr Farben darstellen kann. Vergleicht man farbstarke Bilder in beiden Farbräumen auf einem hochwertigen EBV-Monitor, sieht man einen deutlichen Qualitätsunterschied. Was ich aber aufgrund der beschriebenen Versuche bezweifle, ist der sichtbare Mehrnutzen von AdobeRGB im Fall von Ausbelichtung, Tintenstrahldruck oder Offsetdruck. Auf künftigen Monitoren und Beamern könnte AdobeRGB gewisse Vorteile bringen, aber ob dies schon heute den Mehraufwand rechtfertigt, sei dahingestellt.


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Re(3): Endlich richtige Farben im Browser ...
sk_
20.06.2008, 14:25:47
ProPhotoRGB (der der IMHO einzige Farbraum ist, der wirklich ALLE Farben
beinhaltet)


das stimmt so nicht, er stellt zwar mehr farben dar als die anderen genannten farbräume, aber immer noch nicht alle (für den menschen wahrnehmbaren!) farben.

hier wird das einigermaßen anschaulich gemacht:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/3/37/Colorspace.png

Beim RAW File werden alle Farben aufgezeichnet die der Sensor "sieht" und dann im RAW Konverter erfolgt eine Zuweisung des Farbprofils und damit eine Umrechnung in einen Farbraum und somit kann - muß aber nicht ! - Information verloren gehen.


hier geschieht das "gamut-mapping" sprich die behandlung von farbwerten, die außerhalb des gewählten farbraumes liegen. (das gamut eines farbraums ist der darstellbare farbbereich) beim tone-mapping werden übrigens die helligkeitswerte in den darstellbaren bereich gebracht. es gibt verschiedene methoden für das mapping (globale und lokale), alle haben unterschiedliche vor- und nachteile.

http://en.wikipedia.org/wiki/Gamut
http://www.prophoto-online.de/glossar/glossar_druck.php?id=910

es gibt noch bessere links zu dem thema, aber die hab ich auf die schnelle nicht gefunden.

man muss immer beachten, für welches ausgabegerät man ein bild erstellt. für internet&co sollte man wie du schon gesagt hast immer sRGB nehmen, da normalverbraucher-bildschirme auf die anzeige von sRGB ausgelegt sind (genauso wie die meisten verbraucher-farbdrucker).

beim ausarbeiten am besten mit dem labor besprechen, ob es sinn macht ihnen ein bild in AdobeRGB oder ProPhoto zu schicken. wenn sie es nämlich einfach als sRGB verarbeiten, werden die farben matt sein.

am besten sollte man in den bildern immer ein farbprofil speichern, vor allem wenn man nicht sRGB (sondern einen größeren) verwendet, ansonsten wird die farbdarstellung eher matt sein.
Ist wie gesagt, alles nicht so trivial ...

[x] ;)


edit:
hier noch was nützliches:
http://www.photogamut.org/
---
lg sk_
20.06.2008, 16:04 Uhr - Editiert von sk_, alte Version: hier
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