Tamron 17-50mm 2.8 - Serienstreuung ist KEIN Mythos
Geizhals » Forum » Foto & Video » Tamron 17-50mm 2.8 - Serienstreuung ist KEIN Mythos (70 Beiträge, 1335 Mal gelesen) Top-100 | Fresh-100
Du bist nicht angemeldet. [ Login/Registrieren ]
.
Re: Tamron 17-50mm 2.8 - Serienstreuung ist KEIN Mythos
16.10.2010, 14:07:44
Ich kann hiermit eindeutig und zweifelsfrei bestätigen,
dass es diese Serienstreuung TATSÄCHLICH gibt und möchte jedem Käufer dazu
raten, sich das Ding vor dem endgültigen Kauf gut anzusehen; etwa indem man
übers Internet bestellt und sich den Rücktritt vom Vertrag offen hält.


Au ja: da hat jemand 1 (in Worten: ein) dezentriertes Exemplar erwischt und bestätigt hiermit offiziell und allgemeingültig, quasi globalgalaktisch, daß eine Serienstreuung bei Tamron existiert.
Ich habe in meinem Leben 3 Tamron-Objektive gekauft (2 davon besitze ich noch) und kann aufgrund der Fehlerfreiheit der Linsen bestätigen, daß es TATSÄCHLICH keine Serienstreung bei Tamron gibt... :*)

Grundsätzlich solltest Du Dich mit den Themen Statistik und Repräsentativität beschäftigen, bevor Du so einen Unsinn verzapfst. Da war ein Objektiv defekt: es könnte beim Transport unsachgemäß behandelt worden sein oder ein Rückläufer von einem Kunden, des es fallen lies (und dann wahrscheinlich was von Serienstreuung erzählt). Nichts, noch nicht einmal Indizien, deuten bei einem defekten Objektiv auf eine Serienstreuung hin.
Vorkommen kann so etwas z.B. auch bei Canon, bei Sigma lassen einen die vielen Meldungen im Netz über Objektive mit Front- oder Backfokus zumindest an der internen Qualitätskontrolle zweifeln.

kopfschüttelnd
flop

Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
.
Mein Eindruck
19.10.2010, 15:50:14
Das Objektiv lockt aufgrund der hohen Lichtstärke und des geringen Preises viele Interessenten an; mein Eindruck von der Linse interessiert daher vielleicht auch den einen oder anderen Geizhals. Ich habe das Tamron in den letzten drei Tagen ausgiebig mit dem alten Canon EF-S 18-55mm (im Folgenden genannt "Kit-Canon") und dem Canon EF-S 17-85mm IS (im Folgenden genannt "Stabi-Canon") verglichen. Am Zoomende hab ich das billige Sigma 55-200 für einen Vergleich herangezogen.

Mir fehlt die Kompetenz für ein erschöpfendes Review, ich belasse es daher bei folgender kleinen Liste:

Äußeres&Inneres
- Das Tamron ist erstaunlich gut verarbeitet; es fühlt sich stabil und robust an, nix klappert. Ich habs lieber in der Hand als mein 85mm/1.8!
- Im Lieferumfang ist eine hübsch tulpenförmige Gegenlichtblende (oder wie heißt das?) inkludiert
- Es ist mit 430g etwas leichter als die direkte Konkurrenz
- Es ist mit 8,5 cm etwas kürzer als die direkte Konkurrenz
- Es ist ziemlich hässlich; allerdings auf eine krude und wertige Art und Weise.
- Der Autofokus ist laut und recht schnell. Dem Vergleich mit Canon USM hält es aber nicht stand.
- Zoomring und Fokussierring sind ordentlich verwirklicht. Der Zoomring ist recht schwergängig, was mir sehr zusagt. Zarten Frauenhänden dürfte das aber nicht gefallen.
- Es gibt einen Zoomlock-Schalter, der den beim Zoomen rausfahrenden Teil des Objektivs fixiert. Finde ich unnötig, da das Tamron ohnehin schwer zoomt.
- Beim Fokussieren dreht sich der Fokussierring am Objektiv. Das kann störend sein, wenn man in hektischen Situationen die Hand drauf hat. Der vordere Teil bleibt aber fix.


Bildqualität

- Die große Lichtstärke bzw. die damit verbundene geringe Schärfentiefe ist ein tolles Werkzeug. Es macht Spaß, den Hintergrund schon bei verhältnismäßig kurzen Brennweiten und großen Abständen zum Motiv so gut verschwimmen lassen zu können! Aufnahmen dieser Art sind mit dem Kit-Canon und dem Stabi-Canon einfach nicht möglich.
- Bokeh ist in Ordnung, aber nicht mehr.
- Das Tamron schlägt sich wacker bei Blende 2.8, doch bei starken Kontrasten im Zentrum sollte man auf 3.5 abblenden. Sonst gibts dicke Schleier! Auch den Bildrändern tut Abblenden gut, falls diese scharf sein müssen (was bei Blende 2.8 eher selten sein dürfte). Anmerkung: Dies scheint mit der Dezentrierung des von mir getesteten Objektivs zusammenzuhängen. Weiter links im Bild werden die Schleier nämlich immer unauffälliger, nach rechts hingegen verstärken sie sich. Tatsächlich sieht bei mir dasselbe Motiv in der linken oberen Ecke besser aus als im Zentrum.
- Maximale Schärfe und Kontrast sind bei Blende 5.6 erreicht. Die Bilder bei f5.6 scheinen sogar etwas besser als bei f8.0.
- Das Tamron liefert im Bildzentrum bei gleichen Blendenwerten und Weitwinkel ungefähr denselben Kontrast und dieselbe Schärfe wie Stabi-Canon, Kit-Canon etwas schlechter. Bei größeren Brennweiten ist das Tamron den beiden Konkurrenten leicht überlegen.
- Signifikant ist der Unterschied an den Bildrändern. Kit-Canon und Stabi-Canon zeigen da dicke Farbverfälschung, dazu kommen deutlich geringere Schärfe und Kontrast (das Kit ist dabei noch schlechter als das Stabi). Das Tamron ist hier klar besser. Bei Landschaftsaufnahmen im Weitwinkelbereich hat sich das bereits als ziemlich wichtig erwiesen. Kit und Stabi können hier nämlich auch abgeblendet nicht zum Tamron aufschließen.
- In Sachen Farbverfälschung ist das Tamron überhaupt klar besser als Kit und Stabi. Stabi liegt dabei aber noch deutlich vor Kit.
- Auf der linken Bildseite ist das Tamron etwas besser als auf der rechten. (Jedoch sind beide Seiten besser als bei Kit und Stabi.) Da mein erstes Tamron rechts total fürchterlich war, ist hier ein Trend zu erkennen! Wer ein gutes Tamron selektieren will, sollte möglicherweise auf den rechten Bildrand schauen.
- Farbe ist gut.
- Verzerrungen gibt es leider, und am Weitwinkelende ist das Tamron hier keinen Deut besser als die beiden Canons.
- Makros kann man vergessen. Das Tamron scheint dafür denkbar ungeeignet zu sein. Selbst das Kit-Canon tut da viel besser! Stabi-Canon hab ich auf Makros nicht getestet.



Gesamteindruck: Das Tamron bietet eine in dieser Preisklasse unerreichte Lichtstärke und macht ansonsten nichts wirklich falsch. Für 300 Euro eine gute Linse!

Nachtrag: Auch mein zweites Exemplar ist dezentriert, Test siehe http://forum.geizhals.at/t723577,6199497.html#6199497

Direkten Konkurrenten sind das bildstabilisierte Tamron 17-50 (soll etwas schlechter sein wie man hört), das Sigma 17-50 (teste ich in Kürze, ca. 650 Euro), das Canon 17-55 2.8 IS (ziemlich teuer, fast 900 Euro), das Tokina 16-50 2.8 (450 Euro, über das Ding gibts eher wenig Infos im Netz) und das superbillige Canon 18-55 IS.
-

----
he said:
child
where were you
when you oughta been prayin'?
22.10.2010, 15:18 Uhr - Editiert von Norwegische Schmalzkatze, alte Version: hier
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
..
Re: Mein Eindruck
19.10.2010, 16:21:42
yo, das Tami ist eine durchaus ordentliche Linse, sofern man kein schlechtes Exemplar erwischt :-)

Vielleicht willst Du Dein review ja noch bei der Produktbeschreibung zum Tamron hinterlegen - da würde es optimal hinpassen!

Ansonsten noch ein paar kleine Anmerkungen:


  Gegenlichtblende (oder wie heißt das?)

Streulichtblende. Wird allerdings im deutschen Sprachraum umgangssprachlich mittlerweile vorwiegend als Gegenlichtblende oder GeLi bezeichnet. :-)

  Zoomlock-Schalter, der den beim Zoomen rausfahrenden Teil des Objektivs
fixiert. Finde ich unnötig, da das Tamron ohnehin schwer zoomt.


anfangs schon. :-) Bei häufigem Gebrauch wird das bei den meisten Objektiven lockerer und lockerer und irgendwann ist man  über das Zoomlock durchaus froh. Idealerweise würde an allen Zooms Zoomlocks verbaut und zwar solche, die bei jeder Zoom-Einstellung greifen, nicht nur in der kürzesten "Parkposition". Das wäre doch weder besonders schwierig noch teuer ... möchte ich Unwissender den Ingeniueren der Foto-Branche zurufen. :-)

Die Bilder bei f5.6 scheinen sogar etwas besser als bei f8.0.

je nach Pixeldichte/Sensor [welche Test-Kamera wurde verwendet?] ... treten tatsächlich schon früh Diffraktionseffekte auf. Zwischen 5.6 und 8 sollte es aber noch nicht wirklich sichtbar werden.

der linken Bildseite ist das Tamron etwas besser als auf der rechten ... da mein erstes Tamron rechts
total fürchterlich war, ist hier ein Trend zu erkennen! Wer ein gutes Tamron
selektieren will, sollte möglicherweise auf den rechten Bildrand schauen.-


Klarer Hinweis auf Dezentrierung ... wen das "frei Aug" erkennbar ist, würde ich es allenfalls nochmals umtauschen, solange es noch geht. Ein Basis-Test auf AF-Treffsicherheit und Dezentrierung/grobe Abbildungsfehler  ist mittlerweile echt bei jedem neugekauften Objektiv Pflicht - leider. :´(


If I think too hard, then nothing seems to fit
I believe we suffer just for the sake of it
Edwyn Collins, What's my Role?
Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
 

Dieses Forum ist eine frei zugängliche Diskussionsplattform.
Der Betreiber übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich das Recht vor, Beiträge mit rechtswidrigem oder anstößigem Inhalt zu löschen.
Datenschutzerklärung