Re: IMEI faken möglich? Wegen Vorratsdatenspeicherung.
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Re: IMEI faken möglich? Wegen Vorratsdatenspeicherung.
10.04.2012, 20:15:35
Gegen die Vorratsdateneicherung im Internet hilft eine VPN-Lösung. Die ist in der Regel allerdings nicht kostenlos. Sobald man sich bei einem Anbieter angemeldet hat, kann man einen VPN Tunnel zu einem beliebigen Server (im Ausland) aufbauen. Der Vorteil liegt darin, dass der gesamte Internettraffic zuerst verschlüsselt an diesen Server ins Ausland geschickt wird, und dann von dort ans eigentliche Ziel geht. Anders als bei HTTP-Proxies und TOR, funktioniert das also nicht nur fürs Surfen auf Webseiten, sondern auch für P2P, Spiele (bei denen hohe Latenzen kein Problem sind) und anderen Traffic.

Das funktioniert nicht nur auf PCs, sondern auch für Handies und Tablets - insbesondere iPhones und iPads. Damit kann man also auch den internetzugriff von unterwegs anonymisieren und verschlüsseln. Dass man für diesen Dienst bezahlt, hat sowohl einen Vorteil, als auch einen Nachteil. Der Nachteil: Der Grad der Anonymität leidet etwas, da der Anbieter des Dienstes einen Verbindungungsaufbau leicht einem konkreten Nutzer inklusive Namen und Adresse zuordnen kann. Da hilft es auch nicht, dass einige Dienste damit werben, keine Verbindungsdaten zu speichern. Wenn die Behörde anklopft, dann werden sie eher helfen als zusperren.

Für alle, die sich nicht vor dem FBI und ihresgleichen verstecken müssen, haben die Dienste den Vorteil, dass sie einen erhöhten Grad an Anonymität bieten und dabei gleichzeitig die Verbindung nur wenig ausbremsen. So schaffe ich über einen Server in Amerika durchaus 200kb/s an Downloadgeschwindigkeit. Über Server in Europa gehen auch schon mal 800kb/s und mehr. Die Entfernung macht eben den Unterschied. Damit ist Skypen aber sogar mit Video in jedem Fall möglich.

Wer einen Router mit zB DD-WRT besitzt, kann auch damit eine VPN Verbindung aufbauen und so den Traffic des gesamten Heimnetzwerks anonymisieren.

Wie gesagt: Vor dem Zugriff der Behörden kann man sich damit nicht verstecken, aber die Vorratsdatenspeicherung trickst man aus. Die ISP weiß nur, dass man mit irgendeinem Server im Ausland kommuniziert. Wie es von dort aus weiter geht, können sie nicht automatisiert aufzeichnen. Zusätzlich wird der gesamte Internetverkehr auf dem Weg zum VPN-Endpoint verschlüsselt, was ein Abhören unmöglich macht.

Edit: einen weiteren Vorteil gibt es noch. Wenn zb Youtube mal wieder ein Video sperrt, weil es nicht in in der Region verfügbar ist, in der man sich befindet, kann man sich einfach in einen VPN Server aus der Region einwählen und das Video ansehen! Die Downloadgeschwindigkeit ist ja auch schnell genug dafür.

10.04.2012, 20:30 Uhr - Editiert von kaufinator1, alte Version: hier
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