brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
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Re: brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
24.09.2008, 11:15:49
Prinzipiell: Je größer der Zoombereich, desto schwieriger wird es, das Objektiv vernünftig zu korrigieren. Linsen haben nun einmal Abbildungsfehler, weil der Brechungsindex von der Wellenlänge abhängig ist (u.a.)
Die Korrektur ist bei Festbrennweiten oder nur gering gespreizten Zooms leichter durchführbar.
Der Spagat, riesiger Zoombereich (sagen wir einmal alles über 4-fach) und spitzen Abbildungsleistung wird nur schwer möglich sein.
Doch ist es so wichtig, das der Randabfall nur so und so sein darf, wenn der Blick mehr in der Mitte bleibt?

Ich habe mir als "Wanderobjektiv" bzw Reiseobjektiv das Tamron 18-250 besorgt, um das Gepäck klein und leicht zu halten.
Ja es kommt nicht an gewisse andere Objektive, die ich noch habe heran, dafür ist es klein, leicht und ich brauche das Objektiv nicht dauernd zu wechseln.
Was ich aber empfehle: Für Nikon ist das original Nikon empfehlenswert, weil es einen Bildstabi hat und in der Klasse 18-200 eindeutig die beste optische Leistung bringt. Außerdem hat es 5,6 als Tele-Lichtstärke.
Oder noch warten auf das 18-270 von Tamron (ich war auch ein halbes Jahr zu früh dran), wird im Laufe vom Herbst auf dem Markt erscheinen.

Konverter an Zooms - nur an Spitzenobjektiven und da auch nur der 1,4 fach. (Zoom mit 1:4 wird zum 1:5,6, ein Zoom mit 1:5,6 wird zum 1:8, beim 2-fach Konverter entsprechend mehr) Der AF funktioniert über 1:5,6 nur mehr schlecht bis gar nicht und manuell mit diesen Objektiven ... ist nichts.

Verzeichnungsfrei und großer Zoombereich. Nie und nimmer. Für Architektur ist ein besonders verzeichnungsfreies Objektiv von Nöten.
Für Makro => Makroobjektiv
Tierfotografie => Nikon 80-400VR

Also fürs Alltagsknipsen reicht ein 18-200, aber für Architektur oder Tierfotografie ??

Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
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Re(3): brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
26.09.2008, 08:30:57
Dem Objektivbau sind Grenzen gesetzt. Ein 1,4 10-200 zu bauen ist nicht das Problem, die Berechnung auch nicht, aber das Objektiv wird bestenfalls in der Bildmitte eine vertretbare Schärfe zusammen bringen. Im WW die Verzeichnung auskorrigieren, die Vignettierung den Randabfall, das ist auch mit 1 Mio € nicht zu machen.
Ich hatte einmal die Möglichkeit, allerdings bei einer Videokamera (solche Dinger wie sie für Aufnahmen z.b. bei Universum verwendet werden), ein "etwas besseres" Objektiv sagen wir einmal anzusehen.
Die Miete pro Woche alleine mit Versicherung machte mehr aus, als ich in einem Jahr verdiene. Kaufen? Tja, kann man schon, es hat damals in ganz Europa gerade mal 2 davon gegeben, Voranmeldung für´s Ausborgen zumindest 1/2 Jahr
Dennoch, obwohl dieses Objektiv so ziemlich die Grenze dar stellt, was machbar ist zeigte es eine recht deutliche Verzeichnung (geschätzte 3~4% im WW) und einen Schärfeabfall zum Rand hin, der als groß zu bezeichnen ist. Faszinierend ist das Objektiv alle mal, entspricht, so weit ich mich erinnern kann etwa 30~35mm bis 800 bei KB, bei einer Lichtstärke besser 2 ... den Schärfeverlust hat man bei der vergleichsweise geringen Auflösung dieser Kamera gesehen (HD)
Abgeblendet auf 4 ~5,6 war es zwar besser, aber in gewissen Brennweitenbereichen war es dennoch schlecht. In der Bildmitte aber immer erstaunlich gut und die Auflösung war sicher höher, als die der Kamera. Der Einsatz des eingebundenen Telekonverters brachte kaum eine Verschlechterung - ein Zeichen, daß das Objektiv nur in der Mitte gut korrigiert ist.


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Re(15): brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
26.09.2008, 10:34:31
S%T und ich sind nicht auf Kriegspfad. Ich selbst kaufe dort nur nicht. Wenn mich jemand nach guten Läden in Wien fragt, habe ich keinen Grund S&T bzw. "knips" nicht ebenfalls zu erwähnen.

Die "Geschichte" ist einfach folgende: Als ich mir in jugendlichem Alter mit meinem Sommerjob und Fotos, die ich mit einer Fujica AZ1 und einem einfachen Zoom aufgenommen hatte, etwas Geld für meine erste professionelle Ausrüstung verdient hatte, habe ich die maßgeblichen Händler in Wien aufgesucht, um eine gebrauchte Ausrüstung aus einer Nikon F3, einem Motor, einem zweckmäßigen kleinen Set von 3 Optiken und einen Blitz zu kaufen, um mein an der Kippe zum Beruf stehendes Hobby auf die nächste Stufe zu bringen. Nur waren meine paar Tausender der an Berufsfotografen (die entsprechend vielfach größere Umsätze machen, als ich es damals konnte/musste) gewohnten Firma Schneider & Tischer halt zu minder und dementsprechend hat man mich halt "abgeschasselt". Also bin ich ein Stück weiter im 7. Bezirk zu Orator gegangen, habe mit meinen 14 Jahren mein Anliegen dort einem Herrn vorgetragen und siehe da: Er hat mich beiseite genommen und hat sich Zeit genommen mit einem zweiten und letztlich dritten Kollegen, ein Set für mich zusammenzustellen, das meinem Budget entsprochen hat und mir eine solide Reportagearbeit ermöglicht. Und als kleine Draufgabe hat man mir noch eine 30m-Rolle Tri-X und ein Sackerl Ilford-Filmkapseln aus dem Labor zum Selbstkonfektionieren eingepackt.

Diese beiden so gegensätzlichen Arten, mit einem kleinen Erstkunden umzugehen, haben mir einfach gezeigt, wo ich besser aufgehoben bin. Daher habe ich meine Ausrüstungen, solange es ihn gab bei Orator gekauft und als das nicht mehr der Fall war, beim Nachfolgegeschäft, das bis heute von just jenem Herrn geführt wird, der sich damals so rührend Zeit genommen hatte. In Summe habe ich über die so gut den Gegenwert eines Zinshauses nicht bei S&T ausgegeben. S&T hat es nicht geschadet, aber darum geht es ja auch nicht. Mir geht es nur darum, gut bedient zu werden.

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Re: brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
24.09.2008, 11:35:59
außerdem mal eine grundlagenfrage:ich kann doch auch an zommobjektive einen telekonverter dranflanschen, so dass ich dann die obejtkivbrennweite mal x habe und alles normal funktioniert?
oder ergeben sich dadruch irgendwelche schwierigkeiten
(ausser blendenverlust)


Ja kannst du, bedenke aber, dass mit dem schon erwähnten Lichtverlust, auch die AF-Funktion in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Richtig empfehlenswert sind Konverter nur in Verbindung mit lichtstarken Fixbrennweiten.
Bei Profi-Zooms (f/2.8) kann man zwar auch Konverter verwenden, allerdings ist die Abbildungsleistung dann oft schon schlechter als bei Consumer-Zooms mit entsprechender Brennweite ohne Konverter.

ich würde mich als ambitionierter hobby-amateur bezeichnen und bewege mich auf den gebieten architketur (verzeichnung der objektive?), makro, tierbeobachtung

Einem ambitionierten Hobby-Amateur würde ich weder für Architektur noch für Tierbeobachtung einen Super-Zoom Objektiv empfehlen. Diese Objektive sind hervorragende Reise-Objektive (alles in einer Linse Lösung), aber den Einzelobjketiven in der entsprechenden Disziplin unterlegen.
Ein 10-20er hat z.b. bei Architektur weniger Verzeichnung, ein 70-300 VR hat z.b. einen schnelleren AF, ein 105 VR ist für Makro wesentlich geeigneter etc.

Für Architektur schau dir Mal folgende Objektive näher an:
Sigma 10-20 HSM und Nikon 16-85 VR (ja nach Brennweiten Wunsch)
Oder wenn Verzeichnung ein großes Thema ist, dann Fixbrennweiten.

Für Makro's würde ich mir folgende Objektive ansehen:
Tamron 90mm
Sigma 150mm
Sigma 180mm

Oder wenn du es für mehr als "nur" Makros verwenden willst:
Nikon 105 VR

Für Tierfotografie ist es schwer eine allgemeine Empfehlung zu geben.
Willst du im Wald oder auf einer Safari auf die Pirsch gehen?
70-200mm VR
70-300mm VR
80-400mm VR
alles Nikon ....

Sers
Alpenländer

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Re(3): brennweitenbereich 18 - 100/200/300 => Rat & Hilfe gesucht
24.09.2008, 12:59:10
wo ich die viecherl ablichte? naja je nachdem wo sie mir "über den weg laufen"


ich nehme einfach einmal dazu Stellung:

was wir wissen wollen ist: fotografierst Du primär Deine Katze im Wohnzimmer, Nachbars Hund im Garten und die Eichhörnchen im Park? Und/oder ab und zu auch die Viecher hinter Gittern im Zoo?

Oder reden wir über regelmässige Safaris nach Sabi Sabi um Leoparden auf Bäumen oder nach Indien um Tiger im Unterholz oder nach Kodiak um Bären, etc. also jedenfalls in freier Wildbahn zu fotografieren!  

Oder bist Du auf Vögel "spezialisiert" - am liebsten im Flug und am liebsten den scheuen und verdammt kleinen Eisvogel beim Fische fangen?  

Je nachdem bist Du a) mit einem 70-300 VR bestens bedient. Du kannst aber auch mit einem 18-200 viel davon erledigen. Wenn Du mehr Geld ausgeben willst und mit Kanonen auf Spatzen schiessen willst, hehe :-) - dann das 80-400.

Im Fall b) brauchst Du unter 400mm gar nicht nachdenken, wenn Du bessere Bilder machen willst als die Mitzi-Tant beim letzten Kenia-Urlaub.

und bei c) kannst Dir gleich das 200-400 VR oder ein 500/4 zulegen [plus wirklich stabiles Stativ und ein Wimberley drauf nicht vergessen!], weil alles andere nicht oft genug zu erfreulichen Ergebnissen führt.  

Darum fragen wir hier nach, was Du jeweils machen möchtest. Die Antworten haben, wie Du siehst, nicht unerheblichen Einfluss auf die Empfehlungen.  ;-) |-D


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