Strassenverkehr ist spottbillig
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Strassenverkehr ist spottbillig
10.02.2009, 19:40:39
Betrachtet man den sehr niedrigen Gesamkostendeckungsgrad von 32%, müsste man für die Verdreifachung der Betriebs- und Erhaltungskosten eines Fahrzeuges sein.



Nicht alle Kosten, die durch Verkehrsbenützer verursacht werden, werden auch von diesen getragen. So geht ein großer Teil der Unfall- und Umweltkosten (Lärm, Luftschadstoffe), aber auch ungedeckte Infrastrukturkosten (Bau und Unterhalt der Verkehrsanlagen) zu Lasten der Allgemeinheit.

Diese von den Verursachern nicht selber bezahlten Kosten bezeichnet man als externe Kosten des Verkehrs. Diese von der Allgemeinheit getragenen Kosten sind im Preis für Mobilitätsleistungen, den der einzelne Verkehrsteilnehmer zu entrichten hat, nicht inbegriffen und werden deshalb bei der individuellen Verkehrsentscheidung auch nicht beachtet. Unter diesen Voraussetzungen funktioniert der Markt nicht optimal.

Es werden Fahrten unternommen, auf die bei Beachtung und Anrechnung sämtlicher Kosten verzichtet werden würde, da deren Gesamtkosten (einschließlich der externen Kosten) größer wären als deren Nutzen. Voraussetzung zur Vermeidung solcher Fehlentwicklungen im Verkehr ist, die bisher nicht berücksichtigten externen Kosten künftig in die individuellen und verkehrspolitischen Entscheidungen mit einzubeziehen. Diese Gesamtbetrachtung aller Kosten wird auch mit dem Begriff „Kostenwahrheit“ umschrieben – es sollte das Verursacherprinzip herrschen. Wer Kosten im Verkehr verursacht, der sollte für diese auch aufkommen.


http://www.bmvit.gv.at/verkehr/gesamtverkehr/statistik/downloads/viz07_kap11.pdf

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Re(3): Strassenverkehr ist spottbillig
13.02.2009, 12:40:34
externe kosten sind zum beispiel auch immobilienentwertung durch
verkehrsbeeinträchtigung. nachdem in österreich sehr viele grundstücke und
gebäude durch verkehrslärm beeinträchtigt sind, führt das ganz schnell zu
extremen beträgen. diese entwertung bekommt fast kein immobilienbesitzer
vergütet (nur diejenige, die beim neubau abgelöst werden) - daher sind's
externe kosten. existieren tun sie aber dennoch.

Frage an den Herrn Raumplaner:

angenommen, ich hab mehrere Äcker irgendwo am Land und erreiche eine Umwidmung in Bauland. Damit ich das Bauland auch verwerten kann, brauche ich eine Straße die hinführt. Danach verkaufe ich das aufgeschlossene Bauland an Interessenten und erreiche einen beträchtlichen Gewinn.

ich meine, wenn in die Berechnung externe Kosten wie zb. Grundstücksentwertung einfliessen, müssten genau genommen auch externe Gewinne gegengerechnet werden.

Ich gehe davon aus dass diese Gewinne in der Studie nicht berücksichtigt worden sind und somit der Posten "externe Kosten durch Grundstücksentwertung" mit Vorsicht zu geniessen ist....bzw dem verteufelten Autofahrer gegenüber nicht fair angelastet wird.

eigentlich sollte man eine solche Frage an die Ersteller dieser Studien richten. Es wäre sehr interessant ob da eine Antwort kommen würde.


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(5): Strassenverkehr ist spottbillig
13.02.2009, 15:47:39
sg. herr patos,

erstens war die Frage an den Herrn Raumplaner gerichtet, der, wie ich ableitend von seinem Nick annehme, von solchen Sachen Ahnung hat.

zweitens, war die Frage nicht auf Singagur bezogen, sondern auf einen Acker im Burgenland. Entschuldige wenn ich auf das Szenario in Singapur nicht eingehe.

drittens, ich habe schon mehrfach erklärt, dass, wenn du eine 100%ige Umwälzung der Kosten auf den Straßenverkehr forderst (siehe dein Eröffnungspost, erste Zeile, sehr provokant), man sich in diesem theoretischen Szenario nicht nur die negativ Aspekte auswählen kann/darf. Gehen wir mal davon aus dass die errechneten 10 Mrd Euro aliquot auf 5 Millionen Kraftfahrzeuge aufgeteilt werden. Nur mal rein theoretisch und deinem Wunsch entsprechend. Das wäre eine Summe von 2.000 Euro pro angemeldeten Kfz Mehrbelastung pro Jahr. Durchschnittlich, eh klar, denn manche fahren mehr, manche weniger. Also 2000 Euro ist für einen Haushalt schon eine Stange Geld, wie ich meine. Für dich vielleicht nicht, aber für einen zweifachen Familienvater in Hintertupfing sehr wohl, der noch dazu in Zeiten wie diesen um seinen Arbeitsplatz kämpft. Und jetzt kommt es, dass in seinen 2000 Euro auch ein Anteil für Grundstücksentwertungen enthalten ist, weil ein paar Häuslbauer neben der Autobahn plötzlich einen Wertverlust erlitten haben. Der Herr Familienvater sponsert nach deiner Theorie diese Häuslbauer mit. Okay, jetzt passiert in seiner Gemeinde plötzlich das Szenario, dass mehrere Äcker verkauft werden, zu Bauland umgewidmet werden, weil das Gelände vorher nicht erreichbar war, werden Straßen errichtet und der Grundstücksbesitzer anstatt einem Verlust, einen beträchtlichen Gewinn macht. Somit hat unter den Titel "Erschliessung" eine Wertsteigerung stattgefunden, die eigentlich nur durch den Bau und Betrieb einer Straße möglich geworden ist. Der arme Familienvater zahlt aber immer noch die 2000 Euro Mehrbelastung, weil ja nur die Wertminderung von Grundstücken zahlungsrelevant ist (nach deiner Theorie), Gewinne jedoch nicht berücksichtigt werden. Dass damit die Gerechtigkeit auf der Strecke bleibt, liegt für mich auf der Hand. Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Kostenansätze gewaltig hinken und einer Überprüfung bzw. Klage nicht standhalten werden.

viertens, die Sache mit Wertminderung bzw Wertsteigerung habe ich per höflichen Mail an das Büro Herry gerichtet. Sollte eine Antwort kommen, werde ich sie gerne hier posten.

fünftens, wenn ich durch eine entsprechende ausweichende oder negative Antwort vom Büro Herry erkennen kann, dass nur externe Kosten dem Autofahrer
angelastet werden sollen, nicht jedoch auch Gewinne im weiteren Sinn, werde ich ein entsprechendes Mail an den VCÖ richten, mit dem Ersuchen sich zu dem o.a. Szenario ebenfalls Gedanken zu machen. Vielleicht gelingt es mir diese Herren doch davon zu überzeugen dass mit den Aussagen "10 Mrd Kosten" unter Umständen nicht alles stimmen kann. Auch wenn mir nicht Recht gegeben wird, beschäftige ich diese Herren ein wenig, schließlich brauchen die ja auch was zu tun. Man könnte sagen, ich habe jetzt ein kleines persönliches Hobby entdeckt diese Kostenrechnung ein wenig zu zerpflücken. Immerhin gibt es ja dann noch die Einwendungen meinerseits betreffend der ruhenden Verkehrsflächen, welche zwar aus der Straßenbaulast bezahlt werden, wie zum Beispiel Radwege, Plätze, Gehwege etc. und primär dem Autofahrer angelastet werden, sekundär jedoch diesem nicht zur Verfügung stehen. Sicherlich gibt es dann noch viele weitere lustige Details.

sechstens, und jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter, gibt es im Gesetz den Titel der "Enteignung im öffentlichen Interesse", welcher unter anderen für den Bau von Verkehrswegen angewendet werden kann. Ich gehe als Bürger also davon aus, dass es öffentliches und allgemeines Interesse ist Verkehrswege zu bauen, und nicht nur im Sinne der Verkehrswegnutzer. Damit ergibt sich für mich der causale Zusammenhang, dass auch die Öffentlichkeit (also ALLE, entgegen deiner Annahme) auch die Kosten und Folgekosten zu tragen haben. Ich bin sicher, in diversen Gesetzbücher werden sich noch weitere Hinweise mit dem Titel "öffentliches Interesse" finden lassen.

unterm Strich ist das natürlich völlig wurscht, so lange nicht Hitzköpfe wie du auf die Idee kommen tatsächlich 2000 Euro Mehrkosten pro Jahr und Fahrzeug zu beaufschlagen. Denn immerhin leben wir in einer Demokratie, wo man sich als mündiger Wähler sehr wohl seine gewünschten Vertreter aussuchen kann. Und falls eine Partei auf diese windige Idee kommt, kann man ja beim nächsten Mal eine andere wählen. Eines ist jedoch klar, nach Studium aller Posts hier würdest du mit deiner Meinung keine Mehrheit bekommen.





  

Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(6): Strassenverkehr ist spottbillig
13.02.2009, 17:13:03
war die Frage nicht auf Singagur bezogen, sondern auf einen Acker im
Burgenland. Entschuldige wenn ich auf das Szenario in Singapur nicht eingehe.


aha

du bist weder für erklärungen, noch für beispiele noch für analogien zugänglich obwohl sie simpel, nachvollziehbar und verständlich sind.

man sich in diesem theoretischen Szenario nicht nur die negativ Aspekte
auswählen kann/darf


aus einem ganz einfachen grund, den du trotz beispielen, erklärungen und analogien nicht wahrhabenwillst.

die Sache mit Wertminderung bzw Wertsteigerung habe ich per höflichen Mail an
das Büro Herry gerichtet. Sollte eine Antwort kommen, werde ich sie gerne hier
posten.


bin mir sicher sie freuen sich dort, wenn sie was zu lachen haben.

werde ich ein entsprechendes Mail an den VCÖ richten


im ungekehrten fall bitte dem öamtc, mit der bitte sie mögen ebanso für die kostenwahrheit antreten. wie war das noch, was du über windmühlen erzählt hast?


Damit ergibt sich für mich der causale Zusammenhang, dass auch die
Öffentlichkeit (also ALLE, entgegen deiner Annahme) auch die Kosten und
Folgekosten zu tragen haben


super. dann bitte soll die allgemeinheit auch für meine maledivenurlaube aufkommen. wenn ungerecht, dann bitte für alle... ich kann sicher einen zulieferer für flugzeugteile finden, der in österreich davon profitiert und so wie du extrapolieren dass "alle" davon profitieren und so die verallgemeinerung der kosten meines urlaubes rechtfertigen.

Eines ist jedoch klar, nach Studium aller Posts hier würdest du mit deiner
Meinung keine Mehrheit bekommen.


wenn die mehrheit das hirn ausschaltet, bin ich recht froh nicht dazuzugehören.

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Re(6): Strassenverkehr ist spottbillig
17.02.2009, 16:03:00
sodala, zuerst einmal möchte ich vorausschicken, dass ich solch detaillierte statements sehr schätze. das eröffnet im vergleich zu den übrigen diskussionen hier ganz andere optionen. gleichzeitig werde ich ebenfalls nur aus dem bauch heraus argumentieren, ohne lange jetzt literatur (die es ja gibt, siehe ursprungsposting) zu durchsuchen. insofern mögen da genauso denkfehler drinnen sein, v.a. wo wir es ja mit einem höchst komplexen thema zu tun haben, welches voraussetzt, dass wir sämtliche systemzusammenhänge verstehen. ich selbst möchte keinesfalls behaupten, das system durchschaut zu haben, aber zumindest ist mir klar, dass es überhaupt so etwas wie systemzusammenhänge gibt und man u.a.a. daher schlecht schwarz/weiß-malen kann. selbst dieses wissen ist in der durchschnittlichen autodiskussion leider absolute mangelware (q.e.d.) bzw. werden stattdessen oft die absurdesten vergleiche aufgestellt und entsprechende irrsinnige schlussfolgerungen gezogen. zumindest davon wollen wir uns jetzt mal verabschieden.

"meine" forderung, die ich an die erwähnte studie anschließen würde, ist folgende:
der straßenverkehr soll nicht in höherem ausmaß subventioniert werden als andere verkehrsmittel.
derzeit ist - unter berücksichtigung aller kosten - die kostendeckung im öffentlichen verkehr höher als im straßenverkehr. das führt zu einer wettbewerbsverzerrung zugunsten des straßenverkehrs.

[und nachdem wir nun das wort verwendet haben: unter "straßenverkehr" ist in dieser diskussion wohl stets der motorisierte individualverkehr und der güterverkehr auf der straße gemeint, keineswegs aber busse, fahrräder, fußgeher, etc., welche ja ebenfalls die straße benützen.]

wo weniger wettbewerb herrscht bzw. wo keine fairen bedingungen vorliegen, leidet die effizienz. insofern ist's prinzipiell gut für die österreichische volkswirtschaft, wenn der faire wettbewerb hergestellt werden kann.

bei deinem beispiel würde ich allerdings insofern gleich abbiegen, weil hier etwas geschieht, was ich an sich schon nicht gutheißen kann: der widmungsgewinn wird vom grundstücksbesitzer eingestreift. das sind in der regel pro gemeinde ein paar landwirte, denn wer im privaten bereicht besitzt sonst grünland? hier bekommen somit sehr wenige leute massive zugewinne praktisch ohne ihr eigenes zutun.

zurück zu deiner argumentation: die preissteigerung wird primär durch die umwidmung generiert. dass natürlich die grundstücke auch erschlossen werden müssen (wer dafür die kosten trägt, ist wieder eine andere geschichte), ist klar. das muss aber nicht eine straße sein (maximal für müllabfuhr, feuerwehr etc.), wichtig ist nur, dass es eine möglichkeit des zugangs gibt.

das entscheidende aber ist, dass der wertzuwachs keineswegs durch den verkehr generiert wird (das wird höchstens dann interessant, wenn kundenfrequenz eine entscheidende rolle spielen), sondern durch den anschluss an das verkehrswegenetz.

solche diskussionen können wir führen, wenn wir über den volkswirtschaftlichen nutzen von verkehrsbauwerken diskutieren - wir diskutieren aber über den kostendeckungsgrad einzelner verkehrsmittel. würden wir über verkehrswege diskutieren, könnte man auch perfekt dein beispiel der enteignung aus öffentlichem interesse einbringen. im übrigen wird so gut wie niemand, der die these der zu geringen kostendeckung des straßenverkehrs unterstützt, pauschal gegen straßenbauten auftreten. (wenngleich man natürlich wieder nicht außer acht lassen darf, dass jede neue straße mehr straßenverkehr erzeugt).

die straße selbst erzeugt auch keinen lärm. der wird vom darauf rollenden verkehr erzeugt. lärmbelastung durch verkehr ist ein aspekt, der sehr, sehr viele österreicher betrifft. es gibt auch genug studien, die sogar von toten sprechen. darauf will ich jetzt nicht näher eingehen, ich möchte nur betonen, dass alleine der teilaspekt lärm für massive externe kosten verantwortlich zeichnet, nicht zuletzt auch durch preisminderung von immobilien. freilich ist nicht nur der straßenverkehr schuld am verkehrslärm. werden solche kosten im straßenverkehr eingerechnet, gehe ich aber davon aus, dass dies auch für andere verkehrmittel getan wird, ansonsten wäre die entsprechende analyse natürlich unseriös.

du kannst natürlich alles versuchen, um solche analysen bloß zu stellen, ich würd's dir danken - habe aber sehr große zweifel daran, dass das so leicht ist, da ich davon ausgehe, dass die meisten doch einen seriösen zugang haben, was noch lange nicht heißt, dass sie fehlerfrei sind. nachdem die oben genannte studie vom verkehrsministerium gefördert wurde, nehme ich an, dass hier eine möglichst objektive position eingenommen wurde (im vergleich zu vcö, öamtc, "wirtschaft" etc.)

du kannst freilich auch darauf hoffen, dass sich schon eine mehrheit findet, die den straßenverkehr weiterhin entsprechend fördert. das ist das wesen der demokratie, wenngleich mein demokratiebegriff nicht nur vom diktat der mehrheit ausgeht. sonst könnte sein, dass in österreich plötzlich nur mehr politik für pensionisten gemacht wird oder nur mehr politik für beschäftigte, nur mehr politik für stadtbewohner, etc.

zugleich ist es volkswirtschaftlich alles anderes als intelligent.


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Re(11): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 04:55:18
Also ganz so sollte man es nun nicht sehen.

Wären die KFZ´s nicht vorhanden, wer bezahlt dann die Strassenerhaltung?
Die Busse, Strassenbahnen und sogar Fußgänger müsse sich doch wo Fortbewegen?!

In Wien geht die Verwaltung derzeit den Weg  privaten KFZ-Verkehr stets mehr zu bremsen in dem Haltestellen baulich vorgezogen werden etc. ich glaube kaum das dies Umweltförerlich ist wenn sich hinter einem Bus ein Schlange bildet und diesem mehrere Stationen folgen muss bis es dann mal wieder die Möglichkeit gibt an einem Bus vorbei zu kommen und wieder flüssiger zu fahren, sofern dies Möglich ist.

Zum Thema Unfallfolgekosten, es ist schon klar das man als KFZ-Halter eine Versicherung abschliessen muss und genau diese deckt dann die kompletten Unfallkosten. Gibt es doch in keiner Freizeitsportart oder? Hier bezahlt dann die Allgemeinheit für Arbeitsausfälle und Unfallkosten bei einem Skiunfall z.b.

Man sollte solche Berichte immer von beiden Seiten betrachten.
Ohne dem KFZ wäre heute wohl vieles wirtschaftlich noch nicht so Entwickelt bzw. Erschlossen, wenn auch ein KFZ sicherlich auch seine Nachteile hat.
Man könnte hier noch vieles dafür bzw. dagegen aufzählen, aber sicher ist durch die KFZ´s wurden sehr viele Arbeitsplätze erst geschaffen bzw. werden durch diese erhalten.

Hier zum Beeispiel sowas wie Zubehörgeschäfte, Werkstätten, Tankstellen, Strassenreinigung, Strassenbau...etc.



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Re(13): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 10:50:26
Zahlt deine versicherung die behandlung
der amtemwegserkrankung des kindes, das in der nähe der autobahn wohnt?zum
20-ten mal.


Auszug aus der Presse vom 19.07.2007:

Eine der „Presse“ vorliegende Forschungsarbeit der Technischen Universität Wien räumt nämlich mit der als gesichert geltenden Meinung auf, dass das Benutzen von Schienenfahrzeugen wie Eisenbahn, U-Bahn und Straßenbahn die Emission von Feinstaub verringert. Im Gegenteil. Glaubt man den Ergebnissen der noch unveröffentlichten Arbeit, produzieren allein die Schienenfahrzeuge der Wiener Linien fast genauso viele PM10-Staubpartikel (PM10 steht für eine Korngröße von 10 Mikrometer) wie der Straßenverkehr.

Was auf den ersten Blick fast absurd erscheint, wird auf den zweiten durchaus plausibel. Als Hauptursache für die hohe Feinstaub-Emission macht die Studie mit dem Titel „Feinstaub PM10 aus dem Schienenverkehr“ die gewaltige Menge an Bremssand aus, die beim Anfahren und Bremsen von den Schienenfahrzeugen selbst auf die Geleise gestreut und anschließend zu Staub zermahlen wird. Mit dieser Vorgehensweise wird die Reibung zwischen Rädern und Schienen erhöht.

Hinzu kommen in verhältnismäßig geringem Ausmaß Emissionen, die durch den Verschleiß von Rädern, Bremsen und des Fahrdrahtes (Oberleitung) stammen.

Alles in allem ergibt sich demnach allein für die Bundeshauptstadt Wien eine jährliche PM10-Emission von 482 Tonnen, davon 417 Tonnen aus zermahlenem Bremssand und 65 Tonnen aus anderem Abrieb. Zum Vergleich: Der Autoverkehr bringt es auch „nur“ auf 535 Tonnen.
---------

Und nun, was tun wir dagegen? Oder gegen Fabriken die selbst naturgemäß nicht nur saubere Luft rauslassen, oder den Transitverkehr, ich mein man weiß ja Österreich ist ein Transitland aufgrund der geografischen Lage.
Man kann hier nicht stets das Auto als Verursacher Nr.1 sehen!!

Weiters möchte ich darauf nicht eingehen, es gäbe soviel Gegenargumente zu deinen, es wäre ein ewiges Spiel. Am besten wäre es man würde endlich Umweltfreundliche Fahrzeuge bauen, aber da legt sich wohl die ÖL-Lobby quer....der Konsument am Ende der Kette kann nur das kaufen was ihm der Markt bietet und was auch Leistbar ist.






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Re(5): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 12:05:07
ausserdem lässt du aus, dass die verteuerung des transports die regionalität
fördert. bist du auch dagegen, dass heimische produkte an attraktivität
gewinnen?
geh bitte patos, du glaubst ja selber nicht was du da schreibst, oder?
ich mein, regionalität, schön und gut, aber bei der entwicklung unserer konsumgesellschaft geht das nicht mehr, und wenn dann nur mit starken einbußen
du kennst die marktwirtschaft, wo es nur geht wird der preis auf den endkunden abgewälzt, kostet der transport auch nur 1% mehr wird eine preiserhöhung um 10% nicht ausbleiben


wir hatten schon die diskussion. bitte sufu....

NEIN!
Ich will beispiele von DIR, du verweist ständig auf die Sufu oder vorangegangene sachen die es oft nicht gegeben hat, bzw drehst du dich mit deiner meinung und deinen interpretationen allzu oft im kreis, ich will beispiele für deine argumentationen!


von mir aus. wichtig ist nur die parität an der zapfsäule.


also diese aussage scheint mir ausser engstirnig nichts zu sein
hauptsache der sprit ist teuer, mehr will ich nicht
klingt wie ein kleiner grüner parteiobmann dem eh alles egal ist, hauptsache der sprit ist teuer, ein bißchen mehr diskussionskultur hab ich mir schon erwartet ;)

wofür brauchst du beispiele? die schweiz kämpft mit japan um die höchste
bahnnutzung in der welt. fast jede ortschaft ist mit öffis ausgestattet.



japan, oh welch gutes beispiel

LOL!

und die schweiz hat auch zentrierte siedlungsstrukturen als wir es haben, in den ballungsgebieten, wir sind etwas zerstreuter...

und auch ich hab zb in kärnten eine haltestelle in 800m nähe, absolut vertretbarer weg, aber was nützt mir die wenn die verbindung viel zu selten fährt, wenn dann mit schülern überfüllt ist und obendrein auch noch nur alle heiligen drei zeiten fährt?




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Re(6): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 12:22:57
geh bitte patos, du glaubst ja selber nicht was du da schreibst, oder?
ich mein, regionalität, schön und gut, aber bei der entwicklung unserer
konsumgesellschaft geht das nicht mehr, und wenn dann nur mit starken einbußen
du kennst die marktwirtschaft, wo es nur geht wird der preis auf den endkunden
abgewälzt, kostet der transport auch nur 1% mehr wird eine preiserhöhung um
10% nicht ausbleiben


du solltest dich mal für eine argumentationslinie entscheiden. du kannst ja nicht gleichzeitig anprangern, dass produkte teuerer werden und auf der anderen seite bemängeln, dass sie nicht teuer genug werden.

wofür bist du?

Ich will beispiele von DIR, du verweist ständig auf die Sufu oder
vorangegangene sachen die es oft nicht gegeben hat, bzw drehst du dich mit
deiner meinung und deinen interpretationen allzu oft im kreis, ich will
beispiele für deine argumentationen!


sufu. sei nicht so faul. ich habe mich schon mit dem hinweis rechtfertigen. willst du mehr sei weniger faul und bemühe sie.

also diese aussage scheint mir ausser engstirnig nichts zu sein
hauptsache der sprit ist teuer, mehr will ich nicht
klingt wie ein kleiner grüner parteiobmann dem eh alles egal ist, hauptsache
der sprit ist teuer, ein bißchen mehr diskussionskultur hab ich mir schon
erwartet


du liest ja nur, was du lesen willst, gell? also ich habe NICHT behauptet, dass es mir NUR daraum geht dass benzin teurer wird. ich bitte dich die stelle zu zitieren wo ich das behaupte.

ich redete bewusst über die benzinpreisPARITÄT. weisst du was damit gemeint ist?


und auch ich hab zb in kärnten eine haltestelle in 800m nähe, absolut
vertretbarer weg, aber was nützt mir die wenn die verbindung viel zu selten
fährt, wenn dann mit schülern überfüllt ist und obendrein auch noch nur alle
heiligen drei zeiten fährt?


teuere strassen wären endlich ein grund die situation zu ändern. die meisten, die heute ein auto fahren würden öffis nicht einmal in anpruch nehmen, selbst wenn die haltestelle vor dem haus steht.

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Re(3): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 02:16:14
In unserem Städchen ist eine Umgehungsstrasse gebaut worden. Obwohl Anwohner dagegen geklagt haben, wegen erwarteter Lärmbelästigung durch den für diese Straße geplanten Berufs/Pendlerverkehr (der bislang mitten durchs Stadtzentrum floss).

Ergebnis: Die Anwohner haben letztendlich Recht bekommen und seither ist diese Strasse nun seit Jahren gebaut, aber abgesperrt, und dient nun den Anwohnern dort als erweiterter Parkplatz.

Der Verkehr rauscht mittlerweile durch eine andere, noch größere und längere Umgehungsstraße die dafür auch ein Stück weiter weg ist.

Die genauen Kosten für die Aktion habe ich nun nicht im Kopf aber es war nicht unerheblich und zahlen tut es natürlich der Steuerzahler.

Das hat aber mehr mit der sinnlosen Verschwendung von Steuergeldern zu tun. Die gibt es immer egal wie du die Kosten konkret verteilst. Prinzipiell bin ich der Meinung, daß ich die Infrastruktur brauche, auch wenn ich sie nicht oder nur sehr indirekt nutze. Wenn ich mal wo hin fahren muss, möchte ich daß auch die Infrastruktur um dort auf einem sinnvollen Weg hinzukommen auch vorhanden ist.

Ich kann mich ja auch nicht beschweren daß z.B. Kosten für Polizei und Feuerwehr auf die Allgemeinheit abgewälzt werden obwohl ich mit der Polizei noch nie was zu tun hatte und es bei mir auch noch nie gebrannt hat.

Manche Dinge sind einfach für die Allgemeinheit von Interesse, und Infrastruktur zähle ich da ganz klar dazu. Dass man deswegen nun nicht Gelder verschwenden sollte oder völlig sinnlose Strassen bauen sollte ist eine ganz andere Problematik.

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Re(2): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 11:21:17
Was ist mit den ganzen Pendlern?
Sollen diese alle in Ballungszentren ziehen?
Was passiert dann mit den verlassenen Gegenden?


diejenigen, die sich das wohnen im grünen leisten können, werden es sich weiterhin leisten. die anderen sind die opfer einer verfehlten verkehrspolitik, die einer korrektur bedarf.

die "verlassenen gegenden" werden endlich aufgewertet und dienen hoffentlich nicht nur als schlafquartiere. teuere lokomotion zwingt nicht nur die arbeitnehmer sich näher den betrieben anzusiedeln, sondern zwingt die betriebe in ihre standortentscheidung den wohnort und arbeitswege der arbeitnehmer zu berücksichtigen um so die abhängigkeit vom auto zu verringern.

darüber hinaus stärkt es die regionalität. da wird sich jemand 3 mal überlegen müssen ob er 20 km zum billa in der nächsten ortschaft für die packung milch fährt oder ob er die packung doch lieber beim ortansässigen greissler zu fuss holt.

Gut habe selbst kein Auto mehr, wenn ich mir aber denke die Buskarte wird dann
auch um das 3-fache teurer, wird die Luft langsam dünn.


wenn der betrieb und erhalt eines autos verdreifacht wird, kommen wir auf monatliche beträge um die 1000 euro pro monat bei gleichbleibenden benzinpreisen (was wir beide wissen ist eine utopie). öffis ohne subventionen würden ca ein drittel davon kosten, wenn nicht weniger.

allerdings hätte ich nichts gegen die förderung von öffis, denn ihre verwendung  verursachen kaum externe kosten. wichtig ist hier nicht nur deren monetären abgeltung zu suchen sondern auch die vermeidung dieser kosten. niemand leidet gerne an bronchitis oder freut sich wenn sein gründstück durch lärm und dreck entwertet wird.

ich persönlich würde noch weiter gehen und die kosten um 20% für den strassenverkehr (über den externen kosten) steigern und diese direkt in die öffentlichen netze einfliessen lassen. also eine art direkte subventionierung der strasse für die schiene/bus.

Zumal auch andere Dienstleistungen bzw. dessen Transport um den gleichen
Faktor steigen würden.


die hauptkosten eines produkts sind nicht transport... der produkt selbst kostet, die diestleistungen drumherum, werbung, die personalkosten, und und und... transport macht nur ein bruchteil vom gesamtpreis aus. und ja, wenn jetzt die tomate aus spanien um etwas teurer als die vom wien wird, ist das ohne weiteres zu begrüssen.

Deshalb meine Frage an dich wie man eine solche Kostentransparenz gerecht für
alle umsetzen und darstellen kann.


ganz einfach. maut nach deutschen modell (gsm/gps) für alle strassen und alle motorisierten fahrzeuge einführen. problem gelöst

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Re(3): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 11:47:49
diejenigen, die sich das wohnen im grünen leisten können, werden es sich
weiterhin leisten.


Gut dann sage ich dir in meinem Fall wärs billiger gewesen ich hätte am Land gebaut, oder anders ausgedrückt um gleiche Geld hätt ich am Land ein doppelt großes Grundstück und ein bei weitem größeres Haus.
Und um diese Differenz könnte man sehr sehr lange pendeln, selbst bei deinen gewünschten Erhöhungen.

sondern zwingt die betriebe in ihre standortentscheidung den wohnort und
arbeitswege der arbeitnehmer zu berücksichtigen um so die abhängigkeit vom
auto zu verringern


Meiner Meinung nach wird dann Österreich als Wirtschaftsstandort noch uninteressanter.

oder ob er die packung doch lieber beim ortansässigen greissler zu fuss holt.


Welche es nicht mehr gibt...
Kann dir hier aus eigener Erfahrung 2 Orte nennen wo es keine Nahversorger mehr gibt.

allerdings hätte ich nichts gegen die förderung von öffis


In dem Fall bin ich absolut gegen eine Subventionierung - wenn dann für alle eine gleiche Transparenz der Kosten!

denn ihre verwendung  verursachen kaum externe kosten


Woher nimmst du diese Weisheit?
Was ist mit der Lärm und Abgasbelästigung von Bus und Bahn?
Beide sogar durch fosile Brennstoffe!
Bitte nicht an der Bahn aufhängen, wohne in der Nähe einer Nebenbahn, welche noch sehr häufig mit Diesellokomotiven befahren wird.

die hauptkosten eines produkts sind nicht transport... der produkt selbst
kostet, die diestleistungen drumherum, werbung, die personalkosten, und und
und... transport macht nur ein bruchteil vom gesamtpreis aus. und ja, wenn
jetzt die tomate aus spanien um etwas teurer als die vom wien wird, ist das
ohne weiteres zu begrüssen.


Bei Lebensmittel bin ich voll bei dir!
Doch was ist mit anderen Dingen des täglichen Bedarfs?
Denke hier an sperrige Dinge, wie Möbel und der gleichen.
Hier würde in dem Fall der Transport eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen - welche es auch heute schon tut, nur dann um ein vielfaches mehr.

ganz einfach. maut nach deutschen modell (gsm/gps) für alle strassen und alle
motorisierten fahrzeuge einführen. problem gelöst


Dann aber auch für die Öffis welche Straßen benützen - doch ohne Subventionierung!
Wenn das die Lösung ist...

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Re: Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 17:18:41
die anschaffung darf von mir aus gar günstiger werden, nur der betrieb nicht.


prinzipiell stimme ich dir zu.

Allerdings, und das wird leider komplett ausser Acht gelassen, leben wir in einem vereinten Europa mit einem offenen Markt der für alle zugänglich ist.

Eine Insellösung, so wie es derzeit Österreich betreibt, oder ein Alleingang, unter welchem Vorwand auch immer, halte ich jedoch für komplett falsch.

Deswegen bin ich für eine EU-weite Regelung und Harmonisierung der (verkehrsabhängigen) Steuern und Abgaben bei diesem Thema. Sei es bei den Anschaffungen, bei den Benutzungskosten, aber auch bei den Standkosten. Nur dadurch ist eine chancengleichheit in Europa gegeben, alles andere schadet einem Staat mehr als was es bringt.

ein Wort noch zur Kostenwahrheit: Ich bin sehr wohl der Meinung dass ALLE Steuerzahler für die Kosten im Straßenverkehr aufkommen sollen, und nicht nur der Benutzer der Straßen. Und zwar aus dem einfachen Grund, auch der jenige der NICHT mit einem Kraftfahrzeug unterwegs ist, geniest den Wohlstand des täglichen Lebens dem ihn der Verkehr bringt. Das mag für dich als Öffifahrer absurd klingen, aber sei mal ehrlich, deine täglichen Lebensmittel werden über Straßen zugestellt, dein Computer mit dem du arbeitest ist über eine Straße gerollt, deine Medikamente ebenso, nur um mal drei kleine Beispiele zu nennen. Eine Straße (und leider auch die damit verbundenen Folgekosten) gehört zu einer Art "Grundausstattung" eines Staates, erst mit Straßen funktioniert eine moderne Gesellschaft mit allen Facetten. Da haben alle was davon, auch die Nichtbenutzer.

Kostenwahrheit Öffi: Es gibt Strecken der ÖBB, da wäre es billiger jedem Fahrgast ein eigenes Taxi zu bezahlen und zusätzlich noch ein täglich Taschengeld. Aber auch Öffis gehören zu einer Infrastrukturgrundausstattung eines Staates, so soll auch jeder dafür zahlen der in diesem Land lebt, auch wenn er solche Strecken niemals befahren wird.


Deswegen finde ich die Diskussion in Österreich rund um die Kostenwahrheit entbehrlich, weil unlösbar. Sehr wohl aber bin ich für eine EU-Regelung was die Themen Klima, Verkehr und Energie betrifft.


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(2): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 17:36:16
gebe ich dir absolut recht, was die anstrebung einer harmonisierung  der verkehrskosten auf europäischer ebene betrifft.

Und zwar aus dem einfachen Grund, auch der jenige der NICHT mit einem
Kraftfahrzeug unterwegs ist, geniest den Wohlstand des täglichen Lebens dem
ihn der Verkehr bringt


jeder profitiert auf irgendeine weise davon, das leugne ich nicht. und jeder trägt ebenso ein schaden davon, das sollte man auch einsehen. nur das macht das system weder gerecht noch richtig. denn nicht alle profitieren, nicht einmal im annähernd gleichen ausmass, davon. genauso gibt es menschen, die einen übermässigen schaden davon tragen, die berücksichtigst du aber nicht.

darum ist eine verallgemeinerung der verkehrskosten absolut falsch und ungerecht.

Das mag für dich als Öffifahrer absurd klingen, aber sei mal ehrlich, deine
täglichen Lebensmittel werden über Straßen zugestellt, dein Computer mit dem
du arbeitest ist über eine Straße gerollt, deine Medikamente ebenso, nur um
mal drei kleine Beispiele zu nennen.


dafür bin ich bereit zu zahlen, es gibt keinen grund warum diese kosten zum grossen teil von der allgemeinheit getragen werden müssen, wenn eine abgeltung über den preis genauso möglich wäre.

denn für die verallgemeinerung der kosten zu sein heisst nicht nur meine medikamenten oder computer zu bezahlen, sondern auch die gesamtheit aller unötigen fahrten zu bezahlen, die der mehrheit der gesellschaft überhaupt nichts bringen und diejenigen übervorteilen, die im überwiegenden aussmass von einem ungerechten system profitieren.

Kostenwahrheit Öffi: Es gibt Strecken der ÖBB, da wäre es billiger jedem
Fahrgast ein eigenes Taxi zu bezahlen und zusätzlich noch ein täglich
Taschengeld. Aber auch Öffis gehören zu einer Infrastrukturgrundausstattung
eines Staates, so soll auch jeder dafür zahlen der in diesem Land lebt, auch
wenn er solche Strecken niemals befahren wird.


ein sinnfreies unterfangen über die wirtschaflichkeit der öffi-strecken zu reden, wenn eine andere verkehrart auf dieser weise subventioniert wird, die im direkter konkurrenz dazu steht. nichts anderes steht in der experteneinschätzung, die marktverzerrung ist einer der hauptgründe für die unrentabilität der öffentlichen verkehrsmitteln.

Deswegen finde ich die Diskussion in Österreich rund um die Kostenwahrheit
entbehrlich, weil unlösbar.


ganz im gegenteil die lösung ist verdammt einfach und heisst maut.

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Re(5): Strassenverkehr ist spottbillig
12.02.2009, 01:45:12
Gegenbeispiel:

als nächstes mach ich einen Thread auf und wettere gegen öffentliche Bäder. Sie sind nicht kostendeckend, sie produzieren Unmengen an Co2 und es passieren Unfälle und mitunter auch Tote. Ich benutze keine öffentlichen Bäder, also finde ich es völlig ungerecht dass ich mit meiner Steuerlast dafür aufkommen muss, und sogar noch für die ganzen Folgekosten. Ein Schwimmbad ist ein völlig unnötiger Luxus, verpestet die Umwelt und brauch ich nicht. Und wenn man sich das schon behalten will, sollen gefälligst die Verursacher (=Benutzer) dreimal soviel zahlen wie jetzt, damit es wenigstens die Kosten abdeckt und ich mit ruhigen Gewissen dem Finanzminister monatlich meine Steuern abliefere.

= Kampf gegen Windmühlen

schwachsinn

wir wollen doch nicht beleidigend werden, Herr Patos. Du weißt, ich reagiere auf das sehr empfindlich und müsste dich wieder mal auf die Warteliste setzen. Also schön sachlich formulieren und solche Ausdrücke bitte zu unterlassen, danke!

abgesehen davon, soweit sind wir eh nicht mit der Meinung auseinander. Auch ich bin dafür dass man den gefahren Kilometer teurer machen sollte, allerdings nur bei einer gleichzeitigen drastischen Reduzierung der Fixkosten für Fahrzeugbesitz bzw Kauf. Das entspricht auch der Forderung der Frächterlobby und dem Öamtc. Diese Reduzierung dieser Kosten sollte sich erstens an Abgasklassen und nicht an PS-Zahlen orientieren, und diese Mentalität "Fahrzeugbesitz ist böse und gehört steuerlich bestraft" muss sich ändern in "ein Fahrzeug was steht ist umweltfreundlich und gut". Die Grenze dazwischen sind Mehrbelastungen im rollenden Verkehr in einem ausgewogenen Ausmass, anders formuliert, 1000 Euro Steuer pro Jahr Stand 2009 entspricht einem Gegenwert von 30.000 Jahreskilometer, um mal einen Ansatz zu nennen. Für Pendler keine Mehrbelastungen. Somit könnte man die Mehreinnamen von den wirklich unnötigen Fahrten und vor allem von Ausländern einheben, ohne das eigene Volk bis aufs Blut zu schröpfen.

warum ich das schreibe ist völlig klar, wie du meiner Sig entnehmen kannst fahre ich ein Cabrio. Das bewege ich im Jahr rund 3000 Kilometer, den Rest steht es in meiner Garage. Trotzdem zahle ich in meinen Augen eine viel zu hohe Gebühr für den Besitz.

nur, und jetzt schließt sich wieder der Kreis, eine 100%ige Verschiebung der Kosten auf den Verursacher (=Straßenbenutzer) kann es einfach nicht geben, weil jeder was davon hat. Wenn du das nicht einsiehst, komme ich wieder mit Wüste Gobi, Staubdummer, Gesunder, Nichtschwimmer, Nichtbahnfahrer, ja sogar der Saubere der nicht bereit ist die Gehsteigreinigung zu bezahlen. Denn ein jedes System wäre sofort kippbar, wenn man bei allem nach Kostenwahrheit schreien würde.

Eingangs habe ich gesagt, ein Alleingang von Österreich innerhalb der EU halte ich für gänzlich falsch. Deswegen fand ich es zb. auch absolut dämlich zusätzlich sofort eine CO2 Besteuerung einzuheben, vorauseilender Gehorsam und als einziges Land der EU. Damit erreicht man eine Stagnation der Verkaufszahlen, eine Verunsicherung der Konsumenten und eine Verzerrung des Wettbewerbes zu unseren Ungunsten. Denn ein Motto zählt für mich wie eine eiserne Formel und die sollte keiner außer Acht lassen: "Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut" und da gehört eben der Verkehr auch dazu. Ich erwarte mir als EU-Bürger tatsächlich eine EU weite Regelung in Zukunft, und keine Anlassgesetzgebung unserer Mickmauspolitiker, eingesagt von "Experten" aus BMVIT, VCÖ und Co. Denn genau so gut könnten wir die Schwimmbäder auch alle zusperren! Und den ORF! Und so weiter und so weiter.

Also alles mit Mass und Ziel Herr Patos, es ist nicht so einfach wie du forderst.


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(2): Strassenverkehr ist spottbillig
11.02.2009, 21:29:11
ist eine milchmädchenrechnung. vor allem aber sind die zahlen zum großteil
nicht so bewertet, wie sie effektiv sein sollten.


lass mich erraten... das weisst du weil du so ein gefühl hast oder kannst du berechnungsmodelle präsentieren, die deine aussagen bestätigen?

beim strassenverkehr berücksichtigt man nicht die abgeschiedenheit mancher
täler (oder willst du dorthin schienen legen???)


was gibt es da zu berücksichtigen ausser dass die kostendeckung des anschlusses solcher täler noch niedriger als die durchschnittliche ist? sei wenigstens froh, dass in projektierten mautmodellen keine direkte unterscheidung zwischen landstrassen je nach errichtungs- und erhaltungskosten getätigt wird.

wer die kosten eines pkw selbst zu zahlen hat, weiß wie man abgezockt wird.
mwst, nova, (sogar darauf nochmals mwst), möst, vignette, parkpickerl en
masse,.....


papa staat bezahlt deine autonutzung zu 2/3 und du redest immer noch von abzocke?

aber jedem das seine. ich hoffe nur, dass dann diejenigen, die die pkw-kosten
noch höher treiben, sich auch der landsleute bewußt sind, die auf diese
gefährten angewiesen sind.


angewiesen ist man auf schlaf und nahrung. du darfst immer noch entscheiden wo du wohnen willst/kannst. niemand zwingt dich in einem entlegenen tal zu wohnen. diese selbst zugeführten abhängigkeiten wecken bei mir ganz wenige gefühle der anteilnahme, wenn überhaupt...

in meinem ort gibt es einen bus, der um 6:00 in die landeshauptstadt fährt,
der nächste um 7:00, danach keiner mehr. und zurück gibts diese 2 um 16:00 und
um 18:00 Uhr. aus. und da kriegst kinder........


weil eh jeder aufs auto "angewiesen" ist. wenn sich die mehrheit der menschen in deinem tal ERNSTHAFT bereit wäre öffis zu nutzen, stünde nichts im wege eines guten angebots.

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Re: Strassenverkehr ist spottbillig
12.02.2009, 08:14:40
Prinzipiell hast du nicht unrecht, allerdings ist meiner Meinung nach ein Haken an der Geschichte.
Nehmen wir mal an, jeder PKW Fahrer muss das Zahlen was er mit seinem Auto an Kosten verursacht. Die Folge wäre, dass viele Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen würden (weil sie es sich einfach nicht leisten können). Unabhängig davon gibt es für einige Leute keine oder nur eine sehr schlechte Unzumutbare öffentliche Verbindung. Die sind dann auf jedenfall mal die großen Verlierer an dem ganzen.
Die anderen Verursachen ein wesentlich höheres Aufkommen im Öffentlichen Verkehr, das führt dazu, dass das Verhältnis zwischen öffentlichen und nicht öffentlichen Verkehr verändert wird. Damit steigen die Kosten, die vom öffentlichen Verkehr getragen werden müssen und damit die Preise für die Tickets. Das ganze pendelt sich dann irgendwo ein, wir hätten vermutlich das selbe oder annähernd das selbe privat Verkehrsaufkommen wie jetzt und die Kosten für öffentlichen und privaten Verkehr wären erheblich gestiegen. Das führt dazu, dass die Kaufkraft der Leute sinkt (sie müssen ja noch zur Arbeit kommen und ihre Besorgungen erledigen), wodurch die Wirtschaft geschwächt wird, wodurch die Leute ihre Jobs verlieren, wodurch die Wirtschaft geschwächt wird, weil die Kaufkraft sinkt, usw usw. Das ganze System ist einfach zu komplex um den Strassenverkehr als einzelnes Objekt zu betrachten. Da hängen zu viele andere Komponenten dran, das funktioniert nämlich so einfach nicht.



Eines ist in Österreich aber auf jedenfall verkehrt. Viel Fahrer und wenig Fahrer werden zu wenig unterschieden.

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Re(2): Strassenverkehr ist spottbillig
12.02.2009, 10:33:03
nabhängig davon gibt es für einige Leute keine oder nur eine sehr schlechte
Unzumutbare öffentliche Verbindung. Die sind dann auf jedenfall mal die großen
Verlierer an dem ganzen.


genau das sind diejenigen, die von einem ungerechten system profitiert haben. in meinen augen ist das nur eine richtigstellung. allerdings hätte ich absolut nichts dagegen, wenn die öffentliche verkehsanbindung für solche gegenden verbessert wird, sodass der umzugsdruck für diese menschen minimiert wird. eine vorhandene nachfrage ist die grundvoraussetzung für ein halbweg tragbares netz an öffentlichen verkehrsmitteln.

in vielen ortschaften gibt es diese nachfrage gar nicht, zumal ein auto viel zu billig ist.

Die anderen Verursachen ein wesentlich höheres Aufkommen im Öffentlichen
Verkehr, das führt dazu, dass das Verhältnis zwischen öffentlichen und nicht
öffentlichen Verkehr verändert wird. Damit steigen die Kosten, die vom
öffentlichen Verkehr getragen werden müssen und damit die Preise für die
Tickets.


warum? volkswirtschaftlich gesehen bringt eine höhere auslastung niedrigere preise für den einzelnen. und wenn du mit den argument daherkommst, dass investitionen in die öffentlichen netze notwendig werden, frage ich dich ob die südautobahn gratis hingestellt wurde...


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12.02.2009, 10:33 Uhr - Editiert von patos, alte Version: hier
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die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 10:24:41
je mehr ich über das Thema nachdenke, um so mehr komme ich zu der Überzeugung dass hier nicht richtig gerechnet wird.

Wenn der VCÖ sich schon als Volksökonom auf der Ausgabenseite profiliert, dann muss das auch auf der Einnahmenseite volksökonomisch betrachtet werden.

Derzeit ist die Rechnung so aufgestellt, ein Casinobetreiber sieht sich ganz genau seine Kosten und Folgekosten an, auf der Einnahmenseite betrachtet er jedoch nur die Eintrittpreise. Was sich in dem Haus abspielt wird unter dem Tisch gekehrt, wie als wenn er die Umsätze nicht versteuern würde.

Klappen wir 2000 Jahre zurück, da wurden Straßen noch als "Handelswege" bezeichnet, die zu Wohlstand und Reichtum mehrer Völker führten. Stichwort Seidenstraße. Klar kostete auch die Errichtung der Seidenstraße sehr viel Geld (und es entstanden Folgekosten durch Wartung und Unfälle), jedoch ist durch den dadurch nun möglichen Handel ein gewaltiger Aufschwung erfolgt. Das ganze nannte man schon damals "Handel" und hat bis heute seine Gültigkeit. Wo wir wieder bei der Wüste Gobi sind: Keine Straßen, kein Handel, kein Gewinn, aber auch kein Verlust. Tote Gegend mit ärmster Bevölkerung.

noch deutlicher wird es wenn man sich kritisch die Kostenansätze solcher Berechnungen ansieht, was ich leider in der Herry Studie schmerzlich vermisse:
http://ourworld.compuserve.com/homepages/mast/VSMLVP04.HTM

die Summen klingen alle extrem damatisch, weil die Ausgabenseite sehr akribisch betrachtet wird. Auf der Einnahmenseite wird jedoch vieles vernachlässigt und schluddig behandelt, was bei diesem Link ziemlich genau ersichtlich ist.

mich wundert eigentlich dass sich Ökonomen das Thema nicht genauer ansehen und das Feld einem Verein wie dem VCÖ überlassen. Naja, für mich hat sich das Thema hiermit erledigt, viel Staub um die Hülle, aber keine Aussage über den Inhalt.






Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(2): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 11:10:43
VCÖ deswegen, weil wenn man ein wenig den Google bedient zu dem Thema, sehr viel vom VCÖ übernommen wurde. Aber das ist nicht das Thema.

das Thema ist viel mehr, dass sich Verkehrsexperten die Ausgabenseite von einem System sehr genau angesehen haben, nicht jedoch die Einnahmenseite. Wie ich schon sagte, es werden "Eintrittspreise" für das System auf der Habenseite verbucht, nicht jedoch wird betrachtet was das System an sich erwirtschaftet. Ich nehme mal an weil es denen zu mühsam ist sich zu überlegen "was bringt mir eine Straße". Warum das so ist darfst du nicht mich fragen, sondern solltest du die Ersteller solcher Studien befragen.

langsam wird es müssig mit dir

das betrachte ich als Kompliment. Denn auf sachlicher Ebene hast du genaugenommen bis auf persönliche Anschuldigungen (zb. "Schwachsinn" und "Egoist" ist schon gefallen) noch nicht viel hervorbringen können. Das einzige was du machst, du wirst mit Zahlen um dich herum, welche aus einschlägigen Quellen stammen, die jedoch keinen Zusammenhang auf das Gesamtkonzept werfen. Vielleicht solltest du dich auch mal mit dem Themen "Wirtschaft" und "Handel" auseinandersetzen, damit dein Anschauungsbild vielleicht ein wenig weltoffener wird....Stichwort "Tellerrand"

und ja, wenn du es ganz genau wissen willst, ich halte die Studien und deren Zahlen schlichtweg für falsch. Was mir nämlich komplett fehlt ist die Betrachtung der wirtschaftlichen Seite. Diese Zahlen könnte man so interpretieren, als würden wir alle nur zum Spaß von A nach B unterwegs sein. Das jedoch bei diesem von "A nach B" auch was geleistet wird, wird in keiner einzigen Studie erwähnt.


Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(8): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 12:19:39
du hast die naive vorstellung kostenwahrheit der abschaffung des stassenverkehrs gleichkommt.
du hast die naive vorstellung dass der verursacherprinzip einen volkswirtschaftlichen schaden verursacht.

du liegst völlig falsch. Ich will überhaupt nix abschaffen.

ich will lediglich eine Bilanz sehen, so wie es zum Beispiel auch die ÖBB machen muss. Denn das System Schiene kämpft mit genau den selben Problemen wie die Straße (Lärm, Dreck, Erhaltung, Personal etc. etc.), nur werden beim System Schiene auch Umsätze, Gewinne, Verkäufe, Streckenbenutzungsgebühren, Mieten etc. etc (=HANDEL im Allgemeinen) mit in die Bilanz aufgenommen. Und genau das fehlt bei den Kostenaufstellungen was die Straße betrifft. Es werden lediglich Aufwendungen verrechnet wie zum Beispiel Wertverlust von Grundstücken, nicht jedoch Wertgewinn durch Erschliessung einer Gegend. Es werden Personalausfallskosten verrechnet, nicht jedoch Einnahmen aus dem Personal welches im Dienste des Verkehrs tätig ist. Es werden Krankenkosten verrechnet, nicht jedoch betrachtet werden "Gewinne" das überhaupt Krankentransporte unternommen werden konnten. Es werden Lärmkosten verrechnet, nicht jedoch Einnahmen aus rund 200.000 Beschäftigen rund um die KFZ Industrie in Österreich. Es wird immer von einem volkswirtschaftlichen Schaden gesprochen, ohne sich den volkswirtschaftlichen Nutzen anzusehen ... genau um das geht es mir.

Sag was konkret zum Thema Bilanz "Schiene vrs. Straße"
wie siehst du das?





Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(9): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 12:36:13
du gehst immer noch von der fälschlichen annahme aus, es gäbe keine strassen würden die verursacher zur kasse gebeten werden. wenn du mit rationalen erklärungen nicht zugänglich bist, hoffe ich dass dieses praktische beispiel dir ein wenig die augen öffnet:

die elektrizitätsnetze. sie zählen wie die strassennetze zur infrastruktur eines landes. mit einem unterschied: hier herrscht im weitem ausmass kostenwahrheit. nach dir aber könnte dieses system aber gar nicht funktionieren oder müsste zutiefst schädlich für die volkwirtschaft sein, denn nur ein infrastruktursystem, das von der allgemeinheit mehrheitlich getragen wird, einen volkswirtschaftlichen nutzen nach sich ziehen sollte.

ist das aber hier der fall? nein! die elektrizitätsnetze tragen zum wohlstand bei genauso als wenn sie von der öffentlichen hand mehrheitlich finanziert wären. darüber hinaus scheint es evident, dass eine gewaltige subventionierung und verallgemeinerung der stromkosten zu einer ungeheuren energieverschwendung führen würde. hier kommen wir auf die vom experten erwähnte marktverzerrung durch die fehlende kostenwahrheit.

fändest du etwa gerecht, dass du als kleinverbraucher für den stromverbrauch einer alufabrik über deine steuer aufkommen müsstest? denk darüber nach, denn das auferlegen dieses beispiels auf eine strasseninfrastruktur eine trivial ist.

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12.02.2009, 12:36 Uhr - Editiert von patos, alte Version: hier
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Re(10): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 13:20:46
du gehst immer noch von der fälschlichen annahme aus, es gäbe keine strassen würden die verursacher zur kasse gebeten werden

nein, da hast du mich falsch verstanden.

ich gehe lediglich davon aus, wenn man sich einen volkswirtschaflichen Schaden so genau ansieht, sollte man sich fairerweise auch den volkswirtschaftlichen Nutzen ansehen. Und das vermisse ich schmerzlich.

Generell möchte ich noch eines sagen: Der Staat hat die Aufgabe Infrastrukur im Allgemeinen zur Verfügung zu stellen. Man kann vielleicht eine Stromgesellschaft privatisieren, aber ein so komplexes System wie den Verkehr nicht, oder nur abschnittsweise, aber niemals gesamt. So ein System wird aus Steuergelder Aller finanziert und erhalten, es können auch alle benutzen, auch Menschen die keine spezifische Abgaben direkt dafür leisten (Stichwort Gehsteig gehört auch zu einer Straße im weiteren Sinn und wird von Nichtautofahrern verwendet, die Finanzierung erfolgt jedoch aus Straßenbaumittel). Ich will damit sagen, dass der Staat die Einnahmen verwaltet, sich die Ausgaben genau überlegen muss und als Gegenleistung eine funktionierende Gesellschaft bekommt. Und dieser Gegenwert ist sicher schwer zu bewerten, sollte aber in den Überlegungen mit einfliessen.

ob du das nun als "naiv" siehst oder nicht ist mir völlig egal. Mein Verstand sagt mir jedoch eindeutig dass die Kostenansätze hinken und sich niemand den Gewinn aus dem Bestand überlegt hat, lediglich den Verlust aus dem Betrieb.




Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(11): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 13:36:21
  fairerweise auch den volkswirtschaftlichen Nutzen ansehen


WOZU????? der tritt genau so ein, EGAL ob die verursacher oder alle für die kosten aufkommen. diese unterschiedung ist hirnrissig. denke an die stromnetze!

eine fabrik hat strom nicht weil der staat die gesamtkosten zu 2/3 übernimmt sondern weil sie für die anschluss und netzkosten selber aufkommt. und trotzdem profitiert sie vom strom.

das strassensystem könnte genauso funktionieren. kannst du es wirklich nicht einsehen, wie überflüssig dein einwand ist?

Man kann vielleicht eine Stromgesellschaft privatisieren, aber ein so
komplexes System wie den Verkehr nicht,


die e-wirtschaft ist ein hochkomplexes system, BEI WEITEM komplexer als strassennetze und funktioniert prächtig ohne dass der staat für 2/3 der kosten des gesamtsystems aufkommen muss.

nur wenn ich an die syncronizierung, den lastausgleich, die verkabelung, die topologie, den transport und durchleitung denke musste man nach dir an wunder glauben, dass sowas fast ohne kostenverallgemeinerung funktioniert...

Der Staat hat die Aufgabe Infrastrukur im Allgemeinen zur Verfügung zu
stellen.


aber nicht für die kosten zu verallgemeinern. ich finde gut, dass die entscheidungen wo und wie eine strasse gebaut/erhalten wird beim staat verbleibt. wer aber für diese kosten aufkommen soll ist eine ganz andere frage.

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Re(12): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 14:19:31
> volkswirtschaftlichen Nutzen

WOZU????? der tritt genau so ein, EGAL ob die verursacher oder alle für die kosten aufkommen


genau da unterscheiden sich die Geister. Ich bin sehr wohl der Meinung, wo ein volkswirtschaflicher Nutzen ALLER vorhanden ist, sollen auch ALLE dafür aufkommen. Krasses Beispiel wäre, wenn man auch eine Fussgängermaut auf Gehsteigen einführen würde, nur damit man Gehsteige kostendeckend "betreiben" kann.

aber immerhin hast du jetzt das erste mal zugegeben, dass es auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen geben muss .... der aber in den Studien komplett unberücksichtigt ist. Ich bleibe dabei, wenn man den Schaden rausrechnet, muss man sich auch den Nutzen ansehen. Würde man den Schaden weglassen (in den Studien), wäre nämlich die Straße sehr wohl kostendeckend.

aber nicht für die kosten zu verallgemeinern. ich finde gut, dass die
entscheidungen wo und wie eine strasse gebaut/erhalten wird beim staat
verbleibt. wer aber für diese kosten aufkommen soll ist eine ganz andere
frage.


betrachte diesen Satz aus dem Blickwinkel der Bahn bzw. dem öffentlichen Verkehr. Der Staat entscheidet, kommt aber auch für die Kosten auf. Das regt dich nicht auf. Ich sehe aber keinen Unterschied. Genau so könnte sich ein Nichtbahnfahrer über seinen geleisteten Kostenanteil beschweren.

die e-wirtschaft ist ein hochkomplexes system, BEI WEITEM komplexer als strassennetze und funktioniert prächtig ohne dass der staat für 2/3 der kosten des gesamtsystems aufkommen muss.


wenn ich mir auf der Stromrechnung den Steueranteil bzw den Anteil für die Netznutzung ansehe, wundert es mich nicht dass dieser Bereich so profitabel ist.
Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(13): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 14:37:55
Ich bin sehr wohl der Meinung, wo ein volkswirtschaflicher Nutzen ALLER
vorhanden ist, sollen auch ALLE dafür aufkommen.


wäre ich auch dafür würde jeder im ungefähren selben ausmass davon profitieren UND wenn die strassennutzung keinen nennenswerten schaden verursachen würde. das ist aber hier nicht der fall!

Krasses Beispiel wäre, wenn man auch eine Fussgängermaut auf Gehsteigen
einführen würde, nur damit man Gehsteige kostendeckend "betreiben" kann.


in der tat, ein krasses beispiel. es bietet sich die frage ob die kosten-nutzen-schaden rechnung so extreme ungerechtichkeiten nach sich zieht wie beim strassenverkehr, ob dies eine gesonderte abrechnung rechtfertigen würde und ob es wirtschaflich wäre. gleiches beispiel gilt für fahrradwege.

dies sollte aber nicht als vorwand verwenden werden für die nicht einführung einer leistungsorientierten abgeltung der kosten des strassenverkehrs, wofür es sehr konkrete zahlen gibt im gegensatz zur gesteig- und fahrradwegenutzung.


aber immerhin hast du jetzt das erste mal zugegeben, dass es auch einen
volkswirtschaftlichen Nutzen geben muss ....


den habe ich nie verleugnet, nur der von dir causale zusammenhang dass positive effekte nur durch einer verallgemeinerung der kosten eintreten halte ich für absoluten blödsinn.

Der Staat entscheidet, kommt aber auch für die Kosten auf. Das regt dich nicht
auf. Ich sehe aber keinen Unterschied. Genau so könnte sich ein
Nichtbahnfahrer über seinen geleisteten Kostenanteil beschweren.


nein, auch da bin ich für kostentransparenz. nur solange das strassennetz hochsubventioniert wird kann man wohl kaum von der schiene verlangen kostendeckend zu arbeiten zumal sie im direkter konkurrenz zur strasse steht.

wenn ich mir auf der Stromrechnung den Steueranteil bzw den Anteil für die
Netznutzung ansehe, wundert es mich nicht dass dieser Bereich so profitabel
ist.


das würde ich mir auch von einer strasseninfrastruktur wünschen, dass sie die staatskassen nicht mit solchen milliardenbeträge belastet und vorwiegend von sich selbst erhalten kann.

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12.02.2009, 14:43 Uhr - Editiert von patos, alte Version: hier
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Re(14): die Kostenansätze hinken !!
12.02.2009, 15:44:19
nur solange das strassennetz hochsubventioniert wird kann man wohl kaum von der schiene verlangen kostendeckend zu arbeiten zumal sie im direkter konkurrenz zur strasse steht.

da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Wobei ich eigentlich der Meinung bin, dass in dem Fall die EU viel mehr lenkend eingreifen sollte um den internationalen Warenverkehr auf die Schiene zu bringen. Oder auch auf das Schiff. Dies aber mit einer Politik, die eine weitere Kostenexplosion der Verbraucherprodukte vermeidet, falls man einen Wunsch an das Christkind richten darf.

Aber auch im Personen Nah- und Fernverkehr liegt die Situation im Argen, weil hier in meinen Augen eine komplett falsche Poitik gefahren wird. Es werden Hauptstrecken "vergoldet" und können bald im Renntempo befahren werden, während Nebenstrecken verhungern und dort das Angebot immer weiter zurückgefahren wird. Zusätzlich finde ich die Preise der Bahn überteuert, meine jährliche Fahrt quer durch Österreich mit dem Autoreisezug nach Feldkirch für zwei Personen hin und retour kostet mich jedes Mal ein kleines Vermögen, und bequem ist es auch nicht unbedingt.

Aber absolutes Negativbeispiel im Verhältnis Straße Schiene ist dieser Artikel aus Berlin, das ist echt heavy: http://www.glocalist.com/news/kategorie/soziales/titel/bus-und-bahn-ohne-zuschuss/

wie du siehst, ich kann das immer wieder nur wiederholen, sind wir eh nicht soooo weit auseinander mit den Meinungen. Ich häng mich halt auf mit den Zahlen dieser Studien, wo nicht wirklich auf alle Umstände eingegangen wird, in meinen Augen picken sich die die negativen Rosinen heraus. Aber egal, ich denke das ist hinlänglich besprochen. Für meinen Teil beende ich diese Diskussion.




Grüsse,
Geri    
                                              


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Re(5): Strassenverkehr ist spottbillig
26.02.2009, 08:43:39
1. fehler: du betrachtest die wohn- und arbeitssituation der menschen als
statisch.


an deiner Stelle würd ich mal über die Grenzen Wiens hinaus denken (falls machbar)!

Stell dir mal vor, viele würden deinem Rat folgen und in Städte ziehen. Dann würden über kurz oder lang ganze Orte aussterben, samt der dazugehörigen Infrastruktur (Nahversorgung, ...)! Natürlich würden auch die ganzen Bauern (auf welche ganz Österreich angewiesen ist, auch du!) wegziehen, da ja nichts mehr vohanden ist! Wenn das so weiter gehen würde, würde irgendwann die landwirtschftliche Versorgung in Ö sehr schlecht aussehen, aber egal: Dann müssen die Wiener halt entweder auf ihr sonntägliches Schweinsbratl verzichten, oder das Fleisch aus dem Ausland importieren (am besten gleich aus Massentierhaltung), oder auf Gemüse aus ihrem (nicht vorhandenen) Garten umstellen.

Und falls du jetzt meinst, dass Ganze wär etwas weit hergeholt: Genau diese Situation lässt sich momentan sehr gut in einigen Gebieten des Waldviertels beobachten (dort gibts z.B. schon Orte, die fast gänzlich "Ausgestorben" sind)
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Re(6): Strassenverkehr ist spottbillig
26.02.2009, 09:14:53
Stell dir mal vor, viele würden deinem Rat folgen und in Städte ziehen


das ist nicht die einzige folge der verteuerung der lokomotion. positiv hervorzuheben ist eine verstärkung des lokalen bezuges, sei es auf einer grossen stadt, sei es in den kleinen dörfern.

Dann würden über kurz oder lang ganze Orte aussterben, samt der dazugehörigen
Infrastruktur (Nahversorgung, ...)!


die nahversorgung ist bereits tot. dank auto und billiges benzin hat die "nahversorgung" ihre nähe zu den dörfern schon längst aufgegeben und sich in regionalen zentren aufgebaut. blanker hohn da noch von nahversorgung zu sprechen.der billigen mobilität verdankt man dass in den meisten dörfer heute weder bäcker noch greissler gibt.

Natürlich würden auch die ganzen Bauern (auf welche ganz Österreich angewiesen
ist, auch du!) wegziehen


ähm.. gibt es für die krude schlussfolgerung auch einen grund?

Und falls du jetzt meinst, dass Ganze wär etwas weit hergeholt


aus der luft gegriffen ohne jegliche kausalität würde ich sagen.

Genau diese Situation lässt sich momentan sehr gut in einigen Gebieten des
Waldviertels beobachten (dort gibts z.B. schon Orte, die fast gänzlich
"Ausgestorben" sind)


danke für die ausführung. das ist ein sehr gutes beispiel, dass billige mobilität vor landflucht NICHT schützt.

es gibt eine reihe von anderen faktoren, die eine solche entwicklung begünstigen. aber du willst dich gerne der illusion hingeben (wie man oben an deinen ausführungen lesen kann), dass der autoverkehr die wichtigste antriebskraft für bevölkerungströme ist.


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Re(7): Strassenverkehr ist spottbillig
26.02.2009, 09:27:33
ähm.. gibt es für die krude schlussfolgerung auch einen grund?


kannst du nicht lesen? Wer will schon in einem Gebiet leben, wo es so gut wie keine Nahversorgung gibt (und warum gibt es keine Nahversorgung: Weil die ganzen Kunden in Städte abwandern, so wie von dir gefordert!)?

die nahversorgung ist bereits tot. dank auto und billiges benzin hat die
"nahversorgung" ihre nähe zu den dörfern schon längst aufgegeben und sich in
regionalen zentren aufgebaut


jedenfalls in unserer Gegend gibt es einige Projekte, um die Nahversorgung "zurückzuholen", und das Ganze funktioniert sehr gut.

das ist ein sehr gutes beispiel, dass billige mobilität vor landflucht NICHT
schützt.


Schuld daran sind mitunter solche Leute wie du, die fordern, dass alles in Städte verlagert werden soll

Stickwort: billige Mobilität: Scheinbar denkst du wirklich nicht über die Grenzen Wiens hinaus, oder glaubst du wirklich, dass das Auto für einen Pendler, welcher pro Tag >50km fahren MUSS, ein billiges Transportmittel ist (und es soll Leute geben, für welche Öffis keine Alternative sind)
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Re(8): Strassenverkehr ist spottbillig
26.02.2009, 09:38:10
kannst du nicht lesen? Wer will schon in einem Gebiet leben, wo es so gut wie
keine Nahversorgung gibt (und warum gibt es keine Nahversorgung: Weil die
ganzen Kunden in Städte abwandern, so wie von dir gefordert!)?


darf ich die frage an dich zurückwerfen. verkennst du etwa die tatsache dass es viele ortschaften gibt, wo viele menschen leben und DENNOCH keine nahversorgung haben. also lese nochmal meine ursprüngliche antwort, denk drüber nach und drücke erst dann den reply knopf.

würde uns beide einiges ersparen.


jedenfalls in unserer Gegend gibt es einige Projekte, um die Nahversorgung
"zurückzuholen", und das Ganze funktioniert sehr gut.


genial. noch eine subventionierung um einer weiteren auszugleichen. der staat zahlt es doppelt und man findet es auch noch gut.

Schuld daran sind mitunter solche Leute wie du, die fordern, dass alles in
Städte verlagert werden soll


schwachsinn. ich fordere im gegenteil eine stärkung des ländlichen raums. der soll nicht nur künstlich am leben erhalten werden indem man ihn als schlafquartiere verwendet. dazu gehören betriebsansedlungen, eine stärkung der regionaliät und loslösung der abhängigkeit des miv.  dies vor allem in dem man den wirkbereich der menschen verkleinert und gleichzeitig  möglichkeiten bietet ihr leben in diesem regionalen raum fast vollständig zu erhalten.

Stickwort: billige Mobilität: Scheinbar denkst du wirklich nicht über die
Grenzen Wiens hinau


mir ist herzlich wurscht, was dir alles so scheint.

oder glaubst du wirklich, dass das Auto für einen Pendler, welcher pro Tag
>50km fahren MUSS, ein billiges Transportmittel ist (und es soll Leute geben,
für welche Öffis keine Alternative sind)


das fahren "muss" ist das problem und gehört verteuert.

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Re(18): Strassenverkehr ist spottbillig
27.02.2009, 09:03:46
es gibt kein wunderrezept. jede region besitzt stärken und schwächen, die bei der strukturförderung zu berücksichtigen sind. an deinem beispiel siehst du wunderbar dass "westbahnanschluss!!!!" für betriebe nicht der garant für wirtschaftlichkeit ist. die forderung "mehr strassen für mehr entwicklung" scheint da schon völlig absurd zu sein.

ich kann dir auch ein sehr schönes gegenbeispiel präsentieren: heimatgemeinde eines studienfreundes in der schweiz (graubünden). dort wird jeder "aussiedler" angehalten nach seiner ausbildung/studium/arbeitserfahrung bei der gemeide vorstellig zu werden sollte man die selbständigkeit anstreben.

die gemeinde erledigt ALLES sollten man einen betrieb gründen wollen. zum beispiel werden sehr günstige startbüros in den räumlichekeiten der gemeindeverwaltung für die ersten jahren quasi gratis zur verfügung gestellt, später ist man sehr behilflich nach der suche nach geeigneten räumlichkeiten. die betreibe werden betriebsplanabhängig bis zu 5 jahren subventioniert. alle fragen, die man hat wie man einen betrieb führt werden von einer kompetenten ansprechperson beantwortet. buchhalter/steuerberater/anwalt/notar etc werden im ersten jahr zur verfügung gestellt, im zweiten sind sie noch stark subventioniert.

kurz: rundumservice für kmu ansiedlungen. das zahlt sich anscheinend aus. er erzählt etwa von einem schulkollege, der zurück aus zürich eine softwarefirma aufmachte und heute dabei ist einen aufgelassenen bauernhof umzubauen um seine firma mit mittlerweile ca 20 beschäftigten unterzubringen. ein anderer soll nicht so erfolgreich mit seinem architekturbüro sein, wohnt aber in der heimatgemeinde und beschäftigt 2 andere. das service ist zwar an aussiedler gerichtet, steht aber jedem schweizer bürger offen.

anderes bekannteres beispiel: das von den grünen breitgetretene güssing.

wie man sieht, geht es. man muss nur die denkweise der 70er jahren verlassen: "wenn ich eine autobahnausfahrt hier habe und das land für einen gewerbepark umwidme, kommen die betriebe von selbst".

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27.02.2009, 09:10 Uhr - Editiert von patos, alte Version: hier
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Re(2): Der Schluss ist trügerisch > LKW Warenverkehr ist spottbillig
12.02.2009, 23:57:09
muss die rassistische bemerkung sein?


Hat nix mit Rassismus zu tun, ist einfach die Wahrheit, und der Grund warum sich zigtausende Pendler mit den Auto nach Wien quälen - nicht aus Vernunft (weil es billiger ist), sondern weil sie nicht im bis zum letzten Stehplatz vollgestopften Schüler & Ausländer Express mit Wiesel drauf nach Wien quälen wollen. Die Südbahn ist seit Jahren wirklich ein Folterstrecke, unpünktlich, überfüllt, jeder Bahnhof eine Baustelle (mit täglichen Bahnsteiglotto).

Ausserdem ist es gerade zu der Jahreszeit besonders angenehm, unbeweglich zwischen hustenden und schnupfenden Menschen eingekeilt zu sein, und sich 30 verschiedene "orientalische" MP3s über diverse Freisprechfunktionen gleichzeitig anzuhören, und das hab ich eigentlich täglich.

guess what. für den pkw verkehr ebenso.


Gilt beim PKW Verkehr nur, wenn ich eine Studie mache, um eine kilometerbezogene Maut zu begründen (ist einfach nur überflüssig, das soll über die Mineralölsteuer laufen, aber so ist´s halt ein Posten & Ausschreibungsschacher, wo sich jeder auf Kosten der "Beglückten" bereichert, wie alles in diesem Land). Wenn schon Maut, dann sollen sie erst mal sämtliche Mineralölsteuern, Versicherungssteuern, die NOVA usw. schleunigst abschaffen. Oder zuerst mal die eingehoben MwSt. auch zu den zweckgebundenen Beträgen rechnen, denn die MwSt. die auf Treibstoffpreis inkl. Mineralölsteuern, KFZ Kaufpreise z.zgl. NOVA, Versicherungen usw. bezahlt wird, gehört sowieso nie zur Rechnung dazu, sondern wird in den Statistiken einfach unterschlagen...

Ich war schon lang der Meinung, das geschlossener Verzicht die beste Lösung wäre, denn wenn morgen alle ihr Auto abmelden, keines mehr verkauft wir, und keiner mehr zur Tankstelle fährt, ist dieser Staat in wenigen Wochen Pleite, denn das KFZ ist längst der wichtigste & tragende Faktor in dieser Volkswirtschaft.

p.s.: LKW Verkehr zahlt natürlich auch keine MwSt.

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Re(4): Der Schluss ist trügerisch > LKW Warenverkehr ist spottbillig
13.02.2009, 02:08:22
Ich sag nichts gegen meine lieben Mitmenschen, würde aber niemanden mein Rammstein Songs brüllendes Handy unaufgefordert direkt vor die Nase halten, und leide nicht besonders an Platzangst (in den 80ern gabs noch keine abgezählten Schüler in den Bussen), aber wenn mir die Krankheit aus allen Poren tritt, bleib ich einfach zuhaus. Ich nutze halt wochentags täglich Öffis, und so schön es wäre, das alles mit der rosa Brille des Gutmenschen zu betrachten, es ist einfach Ar*ch, aber ökonomisch vernünftig + billiger - und genau das wollte ich damit sagen.  

preisparität zu den nachbarländern aufrecht zu erhalten


Typisches hohles Argument aus dem Politiker Depatierclub. Die MÖSt. ist notwendig, weil der Staat die Einnahmen braucht & fix damit rechnet. Es ist ja so, dass der liebe Staat Österreich alle Schulden aus dem EU grössenwahnsinnigen Strassenbau in der Asfinag "geparkt" hat, gleichzeitig aber, das vom Autofahrer kassierte Geld anderstwo verbraten wurde. Jetzt steht die Asfinag absolut überschuldet da > Melkkuh Autofahrer zahl jetzt deine Maut (wobei eh >70% wieder im System aus Politgünstlingen und Querfinanzierung verschwinden).

bessere idee: aufs essen verzichten, dann ist der staat nach ein paar wochen
SICHER pleite.


Nö, essen ist Lebensnotwendig, die Autokraxen bei weitem nicht. Ich kenne genügend Leute die keines haben, und auch als vieköpfige Famile kommt man mit einem Auto sehr gut aus, es bewegt sich nicht mal mehr 8000km im Jahr. Ausserdem gibts eh genug Leute, die ein paar Wochen Fasten gut vertragen könnten. Das könnte bald jede Menge Kosten im Gesundheitssystem, und bei der Versorgung diverser Folgeerkrankungen ihrer Fettleibigkeit, einsparen. Aber da beide Szenarien eher unwahrscheinlich sind, werden wir wohl doch an den Aussenständen von Bank Austria & Raiffeisen Pleite gehen, und für Dinge zahlen, die uns allen gar nichts gebracht haben, und für die es niemals "Kostenwahrheit" geben wird.

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