Re: Der ganz reale Wahnsinn des Autofahrens in Oesterreich/Wien
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Re: Der ganz reale Wahnsinn des Autofahrens in Oesterreich/Wien
13.05.2012, 21:40:16
Einseitig, sehr einseitig.

Jeder fünfte Autobesitzer gibt seinem Fahrzeug einen Namen.


Meiner hat keinen ;-) Nur wieviele PC Besitzer geben dem PC einen? Anders gesagt: Wieviele Menschen geben Dingen des täglichen Bedarfs irgendeinen Namen? Da sind die Autofahrer eh nicht so "namensgierig" ;-)

In Wien etwa 80 Prozent des Straßenraums. Auf der restlichen Fläche drängeln sich Straßenbahnen, Busse, Radfahrer, Fußgänger.


Also das wage ich zu bezweifeln ;-) Ich würde gerne wissen, wem der Autor die Straßenzüge zuordnet, auf denen auch die Busse, Radfahrer und zum sofern es sich nicht um einen selbstständigen Gleiskörper handelt, auch Straßenbahnen fahren. Hat er auch die ÖBB miteingerechnet? Alleine die Bahnhöfe fressen gewaltig viel Platz.

Die Öko-Bilanz ist fatal: Autos sind laut, stinken und tragen zu einem erklecklichen Anteil dazu bei, dass Feinstaub- und andere Schadstoffwerte in der Luft bedrohlich klettern.  


Ach geh, der Zug ist leiser ;-) Seit wann ?-) Da hat wohl einer noch nie den Zug von außen gehört ;-) Feinstaub erzeugen die Schienenfahrzeuge wohl auch nicht. Wie gesagt, sehr einseitig.

stieg der Beitrag des Verkehrs zur Klimakatastrophe


Interessant, er schreibt "Verkehr", in dem Begriff ist auch die Bahn, die Bim und der Bus enthalten. Warum wohl?

Dass mehr Straßen mehr Autos nach sich ziehen ist eine Binsenweisheit.


Absolut korrekt. Mehr Schienen ziehen mehr Schienverkehr nach sich etc etc. Wenn ich zwischen Schiene und Auto (als ANRAINER!!) wählen kann, fällt meine Wahl aufs Auto.


Österreichweit werden 58 Prozent der täglichen Wege mit dem Auto zurückgelegt. Die meisten Fahrten wären vermeidbar: Jede zweite ist kürzer als fünf Kilometer – eine Distanz, die selbst für mäßig Sportliche locker mit dem Fahrrad zu bewältigen und für Elektroradler überhaupt ein Klacks wäre.


  Kann schon sein, ich lade ein zum Familieneinkauf und den Weg zur Therapie mit der Oma (das sind meine einzigen Wege unter 5km)


Allein die Shopping City Süd nahe Wien verursacht jährlich 300 Millionen Pkw-Kilometer.


Hier ist das Problem, daß Wien ein eigenes Bundesland ist. München z.B. ist die Hauptstadt von Bayern und somit für alle offen. Der Wiener und auch der Niederösterreicher stehen in Konkurrenz zueinander, mit allen Vor- und Nachteilen. Aber das würde jetzt zuweit führen



Etwa durch die Pendlerpauschale, von der nicht Fabriksarbeiter, sondern vor allem Gutverdiener profitieren, die in den Speckgürteln der Städte ihren Traum vom  


Also bei uns kommen die Arbeiter zum Teil aus dem Burgenland und die Chefs wohnen in Wien. Sicher wird es die oben genannten auch geben, bei uns zu ca 10%

Pkws und Lkws zahlen laut VCÖ jährlich 6,5 Milliarden Euro Steuern, Abgaben und Maut. Dem stehen verursachte Kosten von 16,6 Milliarden Euro gegenüber. Laut VCÖ ist der Pkw-Verkehr nur zu 44 Prozent durch Steuern gedeckt, der Lkw-Verkehr zu 36 Prozent, wenn man etwa die Folgen für Klima und Gesundheit mit einkalkuliert.


Dann kalkulieren wir einmal die Kosten für Schienenfahrzeuge, etc ;-) Nach genau denselben Kriterien bitte.

  Von Frankreich bis Deutschland werden die Zen­tren längst mit Umweltzonen geschützt.


Die bringen (der Umwelt, nicht der Stadtkassa!) genau wieviel? Man hört ja dauernd, daß der Feinstaub sich nicht an Grenzen hält und in der Stadt wird am wenigsten "erzeugt"

Und das obwohl Erhebungen belegen, dass die Reduktion von Feinstaub die Lebenserwartung der Bewohner um ein Jahr erhöht.


Also weg mit den Schienenfahrzeugen ;-) Ob das wirklich so gemeint ist? Weiters ist dies eine sehr relative Aussage. Welche Reduktion? 1% 10% Der höchste Anteil des Feinstaubs kommt vom Hausbrand also den Öfen. Eine thermische Sanierung der alten Gebäude brächte mehr als ein totales Autoverbot, nur ist es halt nicht so medienwirksam.

  Der Immobilienmakler Felix K. ist stolz auf seinen Kia Sportage. Wuchtig und breiträdrig steht der schwarze Geländewagen in der Josefstädter Straße im achten Wiener Gemeindebezirk, einen Steinwurf vom Büro des braun gebrannten 44-Jährigen entfernt. Dass das Auto gut und gerne zwölf Liter auf hundert Kilometer schluckt, stört Felix K. nicht


Interessant, das Auto braucht etwas mehr als die Hälfte der angegebenen 12l/100km. Gut gemacht, mit so "plakativen G´schichterln" wird der ganze Artikel sicher glaubwürdiger ;-)
http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/23-Kia/220-Sportage.html?fueltype=1&power_e=150&powerunit=2




Er hat ja in manchen Belangen nicht so unrecht. Alleine das mit der Raumordnung. Nur es gibt genug Menschen, die WOLLEN gar kein Geschäft in der Nähe. Da wird ja um 5 oder 6 Uhr in der Früh angeliefert ....

Die öffentlichen Nahverkehrsmittel. Ja, ich sagte bereits, daß Wien ein eigenes Bundesland sei, das Hauptproblem. Sonst könnte man ja Züge durch Wien durchfahren lassen, mehrere Umsteigstellen auf U-Bahnen einrichten, ja das könnte funktionieren.

Der Erfolg der Straße ist ähnlich dem Internet die dezentrale Struktur. Wenn bei der U6 etwas erneuert wird, dann ist rundherum Chaos. Es gibt eben keine "Ausweichroute" die aich die entsprechende Kapazität hätte.

Was will man sich eigentlich ersparen? Will man am Gürtel Wohnungen bauen? Fenster an Fenster? Straßen können keine eingespart werden, der LKW wird die Geschäfte immer noch "am letzten Kilometer" (und der ist einmal in der Stadt) beliefern oder bringt es die Bim? Wo wird umgeladen?

Weiters stellt er die Öffis dem PKW gegenüber. Mit was fährt der Bus? Ach mit Diesel (ausgenommen ein paar in Wien mit Erdgas), somit wird deren Treibstoff dem PKW zugerechnet. Es wird auch die Straße vom schweren Bus überproportional stark abgenutzt, da hilft auch das Erdgas nichts.

Er geht auch nicht auf die umweltschädlichste Form der Fortbewegung ein - das Taxi. Eine Fahrtstrecke und die muß er zweimal fahren und im schlechtesten Fall noch was dazu (Standplatz - Kunde)

Er geht auch gar nicht auf die Entwicklung beim Auto ein. Z.B. e-Antrieb. Er hat schon recht, der Diesel, der Benzin hat keine Zukunft, nur er trennt nicht.


Also in Summe gesehen, ein sehr einseitiger Artikel, der die Vorteile einer Gruppe benennt und bei der anderen nur die Nachteile.

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