Re: Erste Bank Debitkarte - Spotify - Achtung Spesen!
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Erste Bank Debitkarte - Spotify - Achtung Spesen!
ese
11.09.2021 16:19:08
Tipp an alle mit Spotify-Abo, die es über eine Debit-Karte der Erstebank zahlen (egal ob direkt oder über Paypal): Prüft eure entsprechenden Abbuchungen seit Mai 2021 auf Spesenzuschläge!

Ich zahle mein Spotify-Abo seit Jahren über Paypal, welches wiederum auf meine Erstebank Debitikarte zugreift (total sinnloses Konstrukt, hat historische Gründe). Bis April 2021 wurden vom Konto immer die 9,99 Euro von der Spotify-Rechnung (die auch auf der Paypal-Rechnung aufschienen) eingezogen.

Ab Mai 2021 waren es statt der 9,99 plötzlich 11,15. Im Juli habe ich dann auf Spotify Duo gewechselt, das kostet laut Spotify (und wiederum auch Paypal-Rechnung) 12,99 - vom Konto wurden aber 14,18 abgebucht.

Weil ich nicht jede Kleinstbuchung immer kontrolliere, hat es bis September gebraucht, bis es mir aufgefallen ist. Die Buchungszeile am Konto lautete (im September) auf 12,99 plus 1,19 Spesen.

Nachdem ich sowohl bei Spotify als auch bei Paypal geprüft habe, dass dort jeweils nur die 12,99 aufscheinen, habe ich mich also an die Bank gewandt. Konto-Hotline konnte nicht weiterhelfen und hat mich (sinnloserweise) zur Technik-Hotline weiterverbunden. Die konnten (no na) auch nicht weiterhelfen und haben Rückruf von Betreuer angeboten.

Der war rat- und hilflos, meinte zuerst, das kommt von extern und wird der Erstebank vorgeschrieben (hab ich gesagt, glaub ich nicht), dann meinte er, das ist, weil es Pfund sind (nein, auch daneben, steht eindeutig überall Euro). Dann hat er auf sein eigenes Konto geschaut und bemerkt, dass er (ohne den Umweg über Paypal, aber sonst gleiche Konstellation) auch seit Mai diese Spesen hat. Änderte aber nichts daran, dass er nicht wusste, wo sie herkamen - es dürfte also noch nicht viel Nachfragen gegeben haben.

Nachdem ich nicht zufrieden war (ich wollte wissen, wo die Spesen herkommen und wie ich sie vermeiden kann) und wissen wollte, wo ich jetzt noch fragen kann oder ob er noch andere Recherchenmöglichkeiten hat, hat er sich erbarmt und gemeint, er fragt bei der Mitarbeiter-Hotline nach.

Am nächsten Tag kam dann die Aufklärung: Für Zahlungen mit der Erstebank-Debitkarte im Nicht-EU-Ausland (Spotify - GB) werden Spesen fällig. Und zwar 1,09 Euro plus 0,75% vom Zählbetrag. Wobei ich jetzt nicht weiß und auch nicht hinterfragt habe, ob die Spesen neu sind oder Spotify erst jetzt durch eine Post-Brexit-Umstellung jetzt in diese Kategorie gefallen ist. Kann schon sein, dass im Mai irgendwelche neuen Geschäftsbedingungen gekommen sind.

Wenn man direkt vom Konto zahlt, sollten diese Spesen nicht anfallen (hab grad mein Paypal auf Konto statt Karte umgestellt, im Oktober weiß ich es dann, ob es auch wirklich spesenfrei funktioniert). Und vermutlich würden diese Spesen auch bei einer normalen Kreditkarte nicht anfallen. (Der Betreuer wird seine Zahlungsart jetzt dann doch auch umstellen übrigens ;-) )

Ist zwar kein großer Betrag, aber dennoch ein sinnlos ausgegebener - und sowas mag ich gar nicht.
Ob andere Banken das mit ihren Debit-Karten auch so handhaben, weiß ich nicht.

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Re: Erste Bank Debitkarte - Spotify - Achtung Spesen!
11.12.2021 12:46:37
Mich hat es nun mit meiner Kreditkarte und Paypal ebenfalls erwischt - easybank und Mastercard (ebenfalls von der easybank)
Ich finde das Vorgehen der Banken mehr als bedenklich und ich habe mich dazu an folgende Stellen direkt gewandt: Paypal, meine Hausbank (easybank) und dem VKI.

Paypal:
wir buchen nur ab und der Standort von Paypal, wo das Geld auch hinkommt, ist definitiv in der EU und in Euro, wir leiten das Geld nur weiter.
Hausbank:
mimimi
"PAYPAL *SPOTIFY wurde mit dem Land GBR vermerkt.
Ob eine Transaktion außerhalb der Europäischen Währungsunion vorliegt, entscheidet sich nach dem Standort des Vertragsunternehmens. Manipulationsentgelt für Umsätze außerhalb der Europäischen Währungsunion fällt dieses zusätzlich an. "
VKI:
Tja, wenn es in den AGB so drinnen steht, dann ist das so hinzunehmen - wir geben es aber der Rechtsabteilung weiter, ob die AGB in der Form gültig ist.

Ein Körberlgeld sondergleichen und nur, weil im Buchungstext die Annahme besteht, dass der Händler außerhalb der EU ist, können die dafür Manipulationsspesen verrechnen.

Eigentlich kommt man nicht aus, weder per Abbuchen von Paypal über Kreditkarte noch mit einem Einziehungsauftrag, ein Workaround wäre vorab Paypal Geld zu überweisen (Guthaben), dann wäre alles wieder ohne Spesen (man erkennt, wie lächerlich das ist).
Alternative: direkt über N26 und der Kreditkarte abrechnen lassen.

Meine Empfehlung, beschwert auch beim VKI, die sollen sich dem annehmen.

Antworten PM Alle Chronologisch Zum Vorgänger
 
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