Re: Blackout - Notsolar? Notstromaggregat?
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Blackout - Notsolar? Notstromaggregat?
03.10.2022, 09:41:08
Hallo,

weil das Wort "Blackout" immer wieder durch die Medien geistert, mach' ich mir gelegentlich Gedanken.

1.) Solar: ist's möglich bzw. was bringt's, wenn man sich 2 fette Autoakkus (2x120Ah) in die Garage stellt, ein Solarmodul mit 10A aufs Garagendach montiert und den dazugehörigen Regler dazwischen hängt?

2.) Notstromaggregat: wäre eines da, könnte man den Rasenmäher-Benzin mal verarbeiten, bevor man mit einem Schläucherl den Saft aus dem PKW zuzelt. Nur: lauft das Ding, wenn man es so selten braucht? (Eine Schneefräse, die ich mal hatte, war nie anzubringen, wenn sie gebraucht worden wäre). Was geht damit auf Dauer bzw. wie lang?

Für 1.) käme man unter € 500,- weg - nur wofür reichen 2 volle PKW-Akkus (+ Solarmodul)? Handy laden (was nix nutzt, wenn das Netz auch weg ist), einen Radio und den kleinen Küchen-TV betreiben, mit einem 230V-Umformer eventuell den Gefrierschrank ein paar Tage am Leben zu erhalten(?), mit LEDs als Licht wird's schon komplizierter - die normalen LEDs brauchen Wechselstrom. Für die Umwälzpumpen + Therme der Gaszentralheizung wird's wohl nicht mehr reichen...?

Bei 2.) spuckt es mir auf Am*zon mit den Begriffen "inverter stromerzeuger" Geräte ab ca. 720,- aus ... um auch die Heizung (Therme + Pumpen) ans Aggregat bzw. in Betrieb zu kriegen, müsste ein Elektriker ran und umverkabeln.

Habt Ihr Euch Gedanken gemacht? Was macht in einem Einfamilienhaus Sinn?

Thx
Quintus


P.S.: Zum Kochen hätte ich eine Gasflasche am Griller + einen Gaskocher ... da käme ich eine Weile durch.

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.  Re: Blackout - Notsolar? Notstromaggregat?
 (pong am 03.10.2022, 10:46:33)
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Re: Blackout - Notsolar? Notstromaggregat?
03.10.2022, 11:42:16
Im Einfamilienhaus, idealerweise mit ein wenig Grün ist man natürlich flexibel. Ich denke nicht das es sinnvoll ist alle Aufwände in die Erhaltung der Stromversorgung reinzubuttern. Das ist wirklich nur eine kurzfristige Geschichte.

Du kannst einfach nicht die nötige Menge Energie speichern und später abrufen die notwendig ist alles wie gewohnt weiter zu betreiben. Ein Benzinaggregat kann dir zb Kühlschrank und Co weiterbetreiben, Aufwand ist gering, eine Steckdose draussen wär halt gscheit sowie regelmäßiges testen und warten. Aber es gibt Vorschriften wie viel Sprit du zb lagern darfst,alles was handlich ist, schafft es einfach von der Leistung nicht alles im Haus zu betreiben. Wenn die Welt untergeht, sollt man das aber lassen, das weckt nur Begehrlichkeiten.
PV: völliger Unsinn in dem Setting..im Winter geht da nix weiter, die paar Ah in Autobatterien überbrücken nur kurze Zeit, werden ebenfalls hin, der Wechselrichter braucht Strom um zu funktionieren...nene, das is alles a Bledsinn. Kannst verwenden zum laden div Kleingeräte, sonst nix.

Fürs Licht setze man auf paar Lampen und geladene Akkus, auf Moon/Low komt man da schon auf viele hundert Stunden mit wenig Aufwand. Die genannten Kerzen lagert man ein, die überleben einen selbst.

warmes Essen ist überbewertet, braucht man nicht dauernd. Im Regelfall benötigt der Durchschnittsösterreicher ohne Erkrankungen über etliche Tage auch garnix.
Gasgriller und Kocher (kost eh an Dreck, kann man sich gönnen) ist aber natürlich keine schlechte Sache, Flaschen sollten halt auch noch entsprechend voll sein.

Gesamte Nahrung aus dem Kühlschrank/TK: bledsinn, jeder findet Platz für Konserven oder eingekochtes. Das kann man großteils auch ohne erhitzen essen, auch wenns vielleicht kein Gaumenschmaus wird.

WEIT mehr Sorgen würde ich mir da ums Wasser machen, da sollte man was vorrätig haben.  Das dumme ist, da lässt sich nix komprimieren und man muss da schauen das man sinnvolle Volumen vereinzelt. Da setzt man nicht auf nur eine Karte.

Bei Essen und trinken auch mal nachdenken...was oben reingeht, kommt hinten wieder raus...und will man da wirklich mit dem Trinkwasser spülen ?

Heizen ist natürlich problematisch wenn einem da die Versorgung weggbricht, ideal ist ein Kamin, da lässt sich schon auf relativ wenig Raum genug Brennmaterial lagern auf das man bis auf Regenschutz wenig achten muss.


Ich sehe natürlich auch das hier grade massiv mit der Angst der Menschen die Geldmaschine läuft, monströse "Powerbanks",lächerlich teure Notnahrung, PV und Windkraft wird einen da angedreht..alles muss möglichst durchgestylt ausschaun. Hauptsache, irgendein Nudlaug kauft den Kram. Das man zur Vorbereitung den Fokus ganz wo anders haben muss kommt in der Werbung halt nicht so gut an. "Mit nur x hundert Euro ein Designerteil das alle Probleme wegzaubert" klingt besser als: du brauchst Plan A bis Z, du musst einige Skills lernen, du musst probieren und testen,..
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.  Re: Blackout - Notsolar? Notstromaggregat?
 (Babsü am 04.10.2022, 18:00:31)
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