Re(10): Verfolgbarkeit von Benutzerdaten durch IP-Adressen...
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Re(10): Verfolgbarkeit von Benutzerdaten durch IP-Adressen...
12.10.2004, 12:11:44
"... einige Jahre am Buckel und kann Dir aus empirischer Erfahrung sagen, so tief wie heute war die moralische Kompetenz im Bevölkerungsdurchschnitt schon seit langem nicht."

Hm,
handaufsherz: neigte nicht bisher noch jede Generation zum vergoldenden Blick in den Rückspiegel? ;-)


Jetzt mal ganz konkret nur zum Teilaspekt des Raubkopierens:
Mir scheint wohl eher, vor +20 Jahren war schlicht die Technologie nicht vorhanden, derart bequem, effizient und international an Kopien von Musik und Filmen ranzukommen, wie sie heute das INet bietet, ... sonst hätten WIR 's als G'schroppen damals nicht anders gemacht!
Gänzlich neu ist dabei, dass besagte Effizienz das Kopieren-statt-Kaufen zu einem Faktor gemacht hat, der sich wirtschaftlich niederschlägt. Mag auch die Musik-/Filmindustrie bei den Zahlen tricksen - DASS der Schaden wirtschaftlich relevant ist, scheint mir unbestreitbar.

Lieber Grummelgrumpf, würdest du mal bitte nicht "in den Verfall der moralischen Kompetenz" einstimmen und heucheln, du als 17-jähriger hättest damals nicht die Chance wahrgenommen, dir von einem Freund eine LP auf Cassette kopieren zu lassen, anstatt sie käuflich zu erwerben.
AFAIK ein Vorgang, der sogar bis heute rechtlich zulässig ist ... unbesehen des moralischen Aspekts. Und um den geht's dir ja in deinem Posting.

Der langen Rede kurzer: Ist es nicht vielleicht so, dass du von der heutigen Jugend erwartest, sie habe sich einem moralischen Aspekt zu stellen, dem du und ich uns damals garnicht erst stellen mussten, weil die Dimension des "Raubkopierens" damals kaum wirtschaftliche, und-ergo keine konkreten rechtlichen Aspekte hatte?
Mir zumindest scheint's fraglich, ob ICH damals mit 17 nicht genauso eine deduktive "moralische Rechtfertigung" gesucht & gefunden hätte (wie das heute nachwievor praktiziert wird), warum ich - gegen geltendes Recht - mich "in Wahrheit im Recht befinde" mit meiner Raubkopiererei.

Damit ergibt sich als Antwort auf deine Frage:
"Warum diskutieren wir eigentlich immer nur um die Frage, wie wir uns nach Straftaten vor Entdeckung und Betrafung schützen können, kaum aber um die Frage, wie wir Straftaten vermeiden können?"

Weil das "auf bequem adaptierte", persönliche Rechtsempfinden von Raubkopierern sie in der Überzeugung wiegt, "nichts Unrechtes zu tun". Somit wäre eine Bestrafung ein "Unrecht", dass ihnen widerfahren würde - vor dem es sich zu bewahren gilt.

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Karl Toffel = nicht die Mamma! ;-)
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