Re(3): In Ö gekauft, aber nicht von Österr. Distributor -> Was tun?
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Re(3): In Ö gekauft, aber nicht von Österr. Distributor -> Was tun?
05.11.2004, 23:43:57
"Glaubt Ihr, dass Samsung ein interesse hat, solche Fälle zu vermeiden? Wenn ich mit deren Unterstützung rechnen koennte, wäre ein eventueller Rechtsstreit einfacher zu vermeiden.

Und ist hier "rechtlich" etwas im Argen, oder nur Graubereich?"


Nun, wir reden hier von einem sogenannten "Grauimport". ein Händler hat ein Gerät über einen Vertriebsweg bezogen, der vom Hersteller nicht ... *ahem* ... vorgesehen war. Rechtlich kann der Hersteller AFAIK dagegen zwar nicht vorgehen, aber was er KANN und auch TUT: er verweigert die Garantieleistung, bzw. den Service.

Garantie ist ja eine vom Hersteller freiwillig gebotene Vereinbarung - nichtsdestotrotz rechtlich bindend - wo freilich der Hersteller die Bedingungen der Gültigkeit festlegen kann. Sehr oft beinhaltet dies, dass das Gerät auf einem vom Hersteller vorgesehenen Vertriebsweg seinen Weg zum Endverbraucher gefunden hat (sprich: über den lokalen Distri). Trifft das nicht zu, ist die Garantievereinbarung bei diesem Gerat prompt ungültig.

Dumme Sache, dass sowas auf dem Rücken des Endverbrauchers ausgetragen wird, aber der Hersteller hat jedes Recht, auf diese Art gegen Grauimporte "zurückzuschlagen".

"Sein Argument war aber ganz plausibel: Deren Vertrag ist mit dem österr. Distributor, und der würde kein Geld für die Abwicklung für ein Gerät das nicht über ihn bezogen worden ist bezahlen. Ich verstehs."

Ganz simple Sache: Bezieht ein Händler Geräte nicht über den lokalen Distri, sondern über einen Distri in ... Tschibutti, ist ev. die Preisgestaltung so, dass ein tschibuttanischer Servicetechniker für eine Handvoll Erdnüsse arbeitet. Der Techniker beim lokalen Distri kostet erheblich mehr. Irgendwer muss ihn aber nunmal bezahlen. Somit ist plausibel, dass der lokale Distri verweigert, Geräte von einem Servicetechniker zum regionalen Lohnniveau reparieren zu lassen, wenn der Händler - und in Konsequenz aber genauso auch der Kunde(!) - beim Kauf nur den ggf. Service durch einen Techniker bezahlt hat, der eine Handvoll Erdnüsse kostet.
Brutale Konsequenz: So ein Gerät kann man also per Flieger nach Tschibutti schicken lassen, wo's der Handvoll-Erdnüsse-kostende Techniker repariert, der "im Preis einkalkuliert war" ... ;-)
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