Kosten für Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden
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Re: Kosten für Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden
12.12.2025, 10:45:27
unser täglich Melodram gibt uns heute ...

Paar Anregungen hast ja schon erhalten.
1. bei der HV anfragen, wie sie auf die Höhe der Vorschreibung kommen

2. Mal nachfragen, wem die Heizungsanlage eigentlich gehört. Wenn die nicht dem Haus (also allen Wohnungseigentümern) gehört, dann MUSS das ja irgendwo im Kauf- bzw. Wohnungseigentumsvertrag stehen.
Wer das nicht liest, bevor ers unterschreibt, dem gehört sowieso mit dem Vorschlaghammer Licht ins Dunkel des cerebralen Hohlraums gebracht.
Denn so unüblich war das nicht, einige Zeit war das sehr beliebt für Gas- oder Fernwärme mit 20jährigen Knebelverträgen. Der Errichter spart sich 100.000e für die Heizung, die Käufer kaufen aber de facto eine Wohnung ohne Heizung und zahlen sie "doppelt".
Solche Klauseln sind unzulässig nach (glaub §37 WEG): sinngemäß: der Wohnungsbegründer darf sich keine Sonderrechte zurückhalten oder Käufer in anderer Weise durch Klauseln bevormunden oder in ewig lange Verträge zwingen - was bei solchen Konstrukten aber eindeutig der Fall ist).

3. wenn wir die ganze VT-Geschichte mal vergessen und es ganz nüchtern betrachten
22 Parteien, derzeit erst 8 Wohnungen verkauft ... Derzeit gibts noch keine Verbrauchsmessung
: das bedeutet: keine Verbrauchsmessung (WARUM NICHT?????), damit kein Fixkostenanteil in der Abrechnung, Abrechnung rein nach Fläche. das bedeutet: 14Whg zahlen GAR NICHTS, die 8 zahlen aber 100% aller Kosten der Heizanlage!!
Das wäre MEINE Vermutung.
Und das ist maximal unseriös, da alle Kosten auf wenige abgewälzt werden, der Bauträger sich aber die Kosten für seine noch unverkauften Whg spart. Laß mich raten: die HV gehört dem Bauträger oder steht ihm sehr nahe?

mfg
AVS



aus gegebenem Anlaß: keine Toleranz für Vladolf Putler!


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Re(3): Kosten für Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden
12.12.2025, 13:58:54
deine tägliche Klug*PIEP*ei auch. Wenn man sonst nix zu tun hat..
diese Klugscheiccerei, wie du es nennst, ist, womit ich mich tagtäglich beschäftige. Ich stehe zB gerade vor der Entscheidung, einen in Sanierung befindlichen Altbau heizungstechnisch umzustellen. bleibe ich dezentral bei Gas? Oder Umrüstung zentral auf Pellets? Grundwasser? Tiefenbohrung? Luftwärmepumpe(n)? Fernwärme? Mit oder ohne PV-Unterstützung am Dach?
Umrüstkosten? Laufende Kosten? Wartungskosten? zu erwartende Peparaturkosten? Lebensdauer der Anlage? TCO?
Aber du hast natürlich absolut recht: was weiß ich schon davon, ich bin ja nur ein kleiner Klugscheiccer!
Du hingegen bist weise, erhaben und ABSOLUT unbestechlich: du nimmst nicht mal Vernunft an, wenn man sie dir beidhändig um die Ohren haut.

Drum schreib ich ab jetzt auch nicht für dich, sondern für alle anderen, die das lesen und die es vielleicht interessiert:
Natürlich werde ich auch bei der HV um Aufklärung ersuchen
das wäre der ERSTE, logischste und am ehesten erfolgversprechende Weg.
bei einem Termin Einsicht in die Abrechnung bekomm..Momentan ist halt
Vorausschau Zeit,
eben. Man kann keine Abrechnung prüfen, die es noch gar nicht gibt. Daher sinnerfassend lesen, was ich schreib: Nachfragen, wie es zur VORSCHREIBUNG kommt.
Weder im KV noch im WE-Vertrag steht was von der Heizungsanlage, was die
Besitzverhältnisse betrifft.
Dann gehört sie den Wohnungseigentümern.
Oder Plan B: du siehst es nicht. Dann eine sachkundige Person des geringsten Mißtrauens (also nicht mich! Aber HV, Anwalt) fragen, wie die das sehen.
Wollte einfach mal nachfragen, in welcher Höhe sich die Heizkosten bewegen,
bei Leuten die eine Erdwärmepumpe im Haus haben.
da es die noch kaum gibt, weil bisher fast alles Luft-Luft-WP sind, wirst du kaum Antworten erhoffen können. Außerdem hängt das noch von vielen weiteren Faktoren ab: Dämmung = HWB=Energieausweis, Lage der Wohnung im Haus, Heizbedarf der Nachbarn und darunter, Art der Erdwärmepumpe, Strompreis, ...
Aber nochmal: was weiß ich kleiner Klugscheiccer denn schon, irgendein Experte wird dir schon erklären, daß dröfsiebzich der einzig wahre und angemessene Heizkostenbeitrag sind und du in deiner Weisheit wirst diese Antwort dann als hilfreich empfinden.

Bis dahin: geharp dich wohl! Und grüß mir die Infraschallkanone schön!

mfg
AVS



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Re(6): Kosten für Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden
14.12.2025, 13:29:16
Naja, das muss ich erst herausfinden, derzeit ist es eher eine Vermutung. Bei Bauträgerprojekten scheint so eine Übergangsverrechnung jedenfalls nicht unüblich zu sein.
Solange bei der Jahresabrechnung ein entsprechender Ausgleich erfolgt und die derzeitigen Vorauszahler ihr Guthaben berücksichtigt bekommen, wäre das rechtlich grundsätzlich möglich, denk ich.

Die Heizkostenabrechnung wird bei dem Haus für die HV sicher auch etwas anspruchvoller sein, ca. 9 Wohnungen sind derzeit bewohnt, einige davon hat der Bauträger zwischenzeitlich vermietet (werden aber nach ausaufen der Mietverträge auch verkauft). Der Nachbar neben mir hat identen Grundriss , ist allerdings Mieter..würd mich interssieren, was der an Heizkosten zahlt.

Und beim Wartungsvertrag gibts auch ggf. Einsparungspotenzial. Hatte diese Woche zB. 2 Wartungsverträge für LWP in der Hand (gleiches Leistungsverzeichnis u Wartungsintervalle), die eine Firma war um die Häfte günstiger.

Langfristig gesehen, sollten die Heizkosten günstiger werden..

Andererseits hab ich mit einer Kollegin gesprochen, die vor einem Jahr in eine 83m² geförderte Mietwohnung gezogen sind. Hatten vorher auch Fernwärme und damit 90 Euro bezahlt im Monat und jetzt mit LWP zahlen die auch 180 Euro. Gleiche Wohnungsgröße. Find ich bedenklich.

14.12.2025, 13:54 Uhr - Editiert von Melodram, alte Version: hier
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Re(16): Kosten für Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefensonden
02.02.2026, 12:22:35
Wobei das größere Problem dürften ja irgendwelche Uraltmietverträge sein.

nein. DIE sind das geringste Problem.
Ich mein: JA, wenn du als Vermieter so einen Vertrag hast, dann IST das ein Problem. Weil die Wohnung ist zwar vermietet, aber ein Verlustbringer.
Aber auf die Masse bezogen ist das Problem aber vernachlässigbar, so Verträge sterben aus (wortwörtlich).
in diese alte Verträge wird man nicht eingreifen können, oder gäbe es da
Mittel und Wege?
natürlich gibts Mittel und Wege. In neue Verträge kann man ja auch eingreifen und eine Mietpreisbremse reinschreiben, wenn man will. Also könnte man auch in die Uraltverträge eingreifen. WENN MAN WILL! Will man aber nicht.

Was aber wirklich ein massives Problem ist:
1. der gesamte Sektor Immobilien/Mietrecht. Da gibt es so viele unterschiedliche Regelungen, das ist einfach pervers. Oder wie kann es sein, daß man in ein und demselben Haus 7 verschiedene, gesetzeskonforme(!!!) Miethöhen haben kann?? Das ist einfach nur mehr abartig, das versteht kein Mensch.

2, der Richtwert und das MRG im Vollanwendungsbereich sind einfach ein Killer. Aber auf diesem, eh schon zu Tode regulierten, immer kleiner werdenden Marktsegment reitet man immer noch weiter rum. Das geht irgendwann nicht mehr und ist wirtschaftlich aus vielen Gründen auch absurd.
Die Substandard-Altbauwohnungen, die hast ja praktisch nicht mehr. Was du heute am Markt findest, das sind (mehr oder weniger gut) sanierte Altbauwohnungen in KAT-A. Und für die darf ich dann 6,irgendwas Euro verlangen? Wie soll sich das rechnen? Da bekomm ich nichtmal die Sanierungskosten rein, von einer Zinsreserve für die Haussanierung/erhaltung brauchen wir da gar nicht erst reden.
Aber daneben steht ein unsanierter Plattenbau aus den 60igern, der darf verlangen, was immer er will. Da bin ich ja ein Trottel, wenn ich in eine Altbaumiete investiere!

Drum machts auch keiner mehr. Altbauten werden saniert. Oh ja, weil sie gefragt sind. Aber nicht als Mietobjekt, sondern zum Verkauf. Aber dann sind die billigen Altbaumieten für immer Geschichte.

Eigentlich geht der Schuß nach hinten los, denn so steigen die Preise am Markt. Jeder aus der Branche weiß das, auch die Politiker, aber keiner traut es sich, das dem Stimmvieh zu sagen.

mfg
AVS



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