Re(4): USA ueberlegen Roadpricing - wann endlich hier?
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Re(4): USA ueberlegen Roadpricing - wann endlich hier?
26.03.2011, 17:19:14
ist das eine antwort auf mein posting? weil dann hast dus nicht gelesen.

ad autoverkehr und autoabhängigkeit (worüber ich gar nicht schrieb, du aber schreibst): das schaukelt sich gegenseitig auf: wenn mal leute beginnen ihre wege mit dem auto zurückzulegen, dann verändert sich dementsprechend auch die infrastruktur (sprich große fachmarktzentren entstehen und kleinere betriebe siedeln sich ab). Damit werden "autolose" leute gezwungen ebenfalls aufs auto umzusteigen.

ein gutes beispiel, dass dies auch anders funktioniert ist zb die niederlande: da findest man zum beispiel auch am land supermärkte, kleidungs- und schuhgeschäfte mitten im ort und muss dafür nicht zu fachmarktzentren. fachmarktzentren gibts da schon, aber dass sind dann meist möbelgeschäfte oder baumärkte (und dorthin mit dem auto zu fahren ist verständlicher als mitten in der stadt so wie in wien). warum das so ist, liegt in den niederlanden auf der hand: neben jeder straße, echt jeder, gibt es einen fahrradweg. meist physisch abgetrennt, manchmal farblich markiert auf der straße. und dort fährt auch jede/r mit dem rad. ob einkaufen, die kinder in den kindergarten (mit einem sogenannten bakfiets, googlen und bilder ansehen zahlt sich aus ;-)), in die arbeit oder zur uni.

ich hab neben meinem einjährigen aufenthalt auch ein paar monate in einem kleinen ort gearbeitet und bin jeden tag mit dem rad 24km (12km hin und zurück) gependelt zwischen wohnort und utrecht - und ich war beileibe nicht der einzige, vor allem nicht zu pendlerzeiten! und in der befreundeten familie wo ich wohnte, pendelte die 15jährige tochter jeden tag 8km in die schule - wer bitte macht das in AT??? in der ortschaft meiner eltern werden kinder mit dem auto bis vor die türe der schule gefahren, damit ja keinen meter zu fuss gehen müssen.

aber in den niederlanden gibt es auch ortschaften in denen man mit dem auto zwar zur eigenen wohnung fahren darf, aber nicht durchfahren darf (dh alle wege, die die stadt innerhalb verbinden sind fusswege oder fahrradwege) das funktioniert super und die leute sind auch echt glücklich damit: kinder können völlig gefahrlos auf der straße spielen, keine lärmbelästigung, sehr gute luft, etc. würd mich interessieren, welche reaktion die forderung nach einer autofreien ortschaft in österreich hervorrufen würde. mein (vor-)urteil: ich fürchte zum scheitern verurteilt. oder gibts in österreich autofreie ortschaften? würd mich echt interessieren.
--
»Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.«
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller
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