Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
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Re: Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
14.09.2022, 08:27:10
  Auch etliche Lehrer, die Medienbildung unterrichten sollen oder werden,
scheinen nur mäßig viel Ahnung von der Materie zu haben.


sorry, aber die sollen doch nichts unterrichten, was mit digitalisierung in fabriken zu tun hat

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/prinz/medienbildung.html

Medienbildung
Ziel

Ziel der schulischen Medienbildung sind medienkompetente Schüler/innen, die sich in einer durch Medien geprägten Welt orientieren können und ein Verständnis für die Grundwerte der Demokratie und Meinungsfreiheit entwickelt haben. Schüler/innen können Medien und deren Werkzeuge selbstwirksam, kritisch und reflektiert nutzen und die damit verbundenen Chancen und Risiken einschätzen. Sie kennen Verhaltensregeln und Rechtsgrundlagen für sicheres und sozial verantwortliches Handeln in und mit Medien. Die Basis dafür bildet der Grundsatzerlass Medienerziehung.
Medienkompetenz

    umfasst die analytische Auseinandersetzung mit Ursachen, Wirkungen und Formen medialer Kommunikation und der durch Medien gestalteten Wirklichkeit,
    ermöglicht es, die verschiedenen Interessen zu reflektieren, die die Auswahl und den Inhalt von Informationen und die Form der Vermittlung bestimmen,
    schafft Bewusstsein dafür, dass politische Urteilsbildung zu einem großen Teil über Medien erfolgt,
    befähigt zu einem kreativen Umgang mit Medientechnologien und ermutigt zur Gestaltung von Medieninhalten, um eigene Interessen auszudrücken und verstärkt an der Gesellschaft und ihrer Weiterentwicklung teilzuhaben.

Querverbindungen zu übergreifenden Themen und Unterrichtsgegenständen

Medien beeinflussen in hohem Ausmaß die politische Meinungsbildung, das Konsumverhalten aber auch das soziale Verhalten und Menschenbild von Schüler/innen. Medienbildung steht daher in Wechselwirkung mit anderen übergreifenden Themen, insbesondere aber mit der Politischen Bildung und der Wirtschafts-und Verbraucher/innenbildung. Anknüpfungspunkte zu Unterrichtsgegenständen finden sich zum Beispiel in Sachunterricht, Deutsch oder Kreativfächern und selbstverständlich in der verbindlichen Übung Digitale Grundbildung.

Gruß Sonic The Hedgehog
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Re: Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
14.09.2022, 10:44:03
Ich denke es lässt sich deshalb schwer miteinander vergleichen weil eben jede Firma und jedes Unternehmen etwas anderes braucht. Ich finde es sogar besser, nicht alle laufen dem gleichen Ziel nach sondern schauen wirklich was sie brauchen. Bringt ja wenig etwas anzuschaffen, was letztlich in der Firma niemand braucht oder den Mitarbeitern nicht weiterhilft. Es braucht bei der Digitalisierung individuelle Lösungen - was erleichtert mir die Arbeit, was erhöht mir die Produktion, was bringt meinen Mitarbeitern etwas?
Diese Fragen muss jedes Unternehmen beantworten und daraufhin planen.
Es gibt sicherlich Bereiche, bei denen man einiges umstellen könnte. Dazu wird man halt auch die Mitarbeiter fragen müssen, wo die Probleme liegen. Im Management hat man da wohl nur Zahlen im Kopf, sieht aber nicht was eine wirkliche Erleichterung für die Mitarbeiter wäre. Man muss halt auch wissen was einem weiter bringt, was einem eine Erleichterung bringt und was einigen Arbeitern Zeit ersparen kann.
Denke auch die Einstellung gegenüber Digitalisierung muss sich ändern. Leider hat man da vieles falsch gemacht in dem man eben jedes Jahr andere Buzzwords in den Ring geworfen hat. Darunter kann man dann alles oder nichts verstehen und die Digitalisierung wurde und wird nicht greifbar für die Mitarbeiter. Dann ist es aus meiner Sicht klar, dass einige Menschen Bedenken haben.

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Re(3): Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
19.09.2022, 06:36:38
Um hier kein falsches Bild aufkommen zu lassen. Wir (mittelständischer Produktionsbetrieb, ~200MA) haben auch Maschinen die das hervorragend umsetzen (klar, kostet etwas aber ..), deren API/SDK logisch gestaltet ist und bei denen praxisnahe Beispiele mitgeliefert werden, aber ein Großteil ist echt in der Steinzeit hängen geblieben.

Es ist jedoch auch so dass das nicht nur europäische Firmen betrifft. U.a. haben wir eine Maschine aus Südkorea (von einer namhaften Firma mit eigentlich gutem Ruf, Produkt ist auch gut): Zugriff über irgendeine API? Fehlanzeige. Dokumentation der DB-Struktur? Fehlanzeige! Auch auf mehrfache Nachfrage über diverse Kanäle - nichts zu bekommen - nichts, nichts, nichts. Bei diversen anderen Produkten kommt es auch gerne mal vor dass ein Update bereits bestehende Funktionalität zerschießt oder dass ohne jeglichen Hinweis Strukturen in der DB geändert werden.

Wir haben drei verschiedene Lagersysteme (vom Palettenplatz bis zum automatischen Kleinteilelager) - es war eine gewaltige Aufgabe da ein Interface zu schaffen das vom Otto-Normal-Benutzer zu bedienen ist.

ABER: Ich muss sagen, es wird tendenziell besser. Die Firmen lassen sich solche Zugänge zwar bezahlen aber grundsätzlich gibt es meistens irgendwas, wo man angreifen kann - das erfordert dann jedoch firmenintern ein kleines Team das sich um die Integration kümmert. Einfach anstecken und alles redet miteinander? Davon sind wir weit entfernt.



Wenn der Sturm losbricht,
verstummen die Einen vor Schrecken,
und die Anderen breiten, einem Adler gleich, die Flügel aus
und schwingen sich empor.

Herzlichen Dank an Raydoo für die Fotos

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Re(4): Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
04.11.2022, 11:03:08
Wir haben das bei uns aufgegeben und gleich einen externen Anbieter geholt. Wir hatten die Wahl zwischen eigener Abteilung aufbauen oder externer Consulting Firma - da ist die Entscheidung dann auf Extern gefallen. Wieso, kann ich aus meiner Position nicht sagen. Wichtig für mich ist, dass alles läuft und einem die Arbeit erleichtert wird. Oder sagen wir zumindest so, man soll nicht die Zeit damit verbringen irgendwelche routineaufgaben immer wieder selbst machen zu müssen. Es hat zwar ein wenig gedauert, wohl auch weil man bei uns wenig bis gar nichts unternehmen hat in den letzten Jahren, jetzt höre ich aber immer mehr, dass die Mitarbeiter zufriedener sind. Susietec verbessert da laufend Dinge, wann es abgeschlossen ist (ob es das überhaupt jemals sein kann), kann ich nicht sagen. Für mich ist wichtig, dass ich jetzt leichter Mitarbeiter finde, die bei uns arbeiten wollen.
Da tut man sich schon leichter wenn man am neusten Stand der Technik ist. neue Mitarbeiter, die frisch von der Ausbildung kommen, erwarten das einfach. Weil ihnen auf den Unis usw. vermittelt wird, das sei im Grunde Standard. Ist es halt leider nicht überall und dann tut man sich extrem schwer wenn es in einem Unternehmen nicht so ist.
Erst letzte Woche war zum Bewerbungsgespräch ein Interessent, der schon vor 3 Jahren bei mir war. Damals hat er dankend abgelehnt - was ich auch verstehen konnte. Hätte ihn gerne genommen vor 3 Jahren. Jetzt würde er gerne bei uns arbeiten weil wir anscheinend mittlerweile seine Firma überholt haben. Also da schauen die Arbeiter schon ganz genau drauf und ist sicherlich auch ein Teil, gute Mitarbeiter zu bekommen.

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Re(9): Digitalisierung in Fabriken - Wie sind eure Erfahrungen?
29.11.2022, 17:54:19
Bin da nicht ganz bei dir. Ich glaube, die wenigsten sind generelle Fortschrittsverweigerer. Die haben einfach noch nicht erkannt, welche Verbesserungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten erreicht wurden. Bei uns geht's gerade privat mit dem Bauvorhaben voran. Die ältere Generation war (und ist) teilweise der Meinung, dass es schwachsinnig sei viel von Bauunternehmen machen zu lassen, weil man ja fast alles mit Heckbagger und Betonmischer selbst machen könnte. Und jetzt rückt das Bauunternehmen mit riesigen, modernen Geräten an. Auch die Arbeiter sind teilweise mit Tablets ausgestattet und nutzen die Vorteile der Digitalisierung. Da staunt man nicht schlecht, um wieviel schneller und effizienter das alles vonstatten geht, als das noch vor 40 oder 30 Jahren möglich gewesen wäre! Da muss man echt überlegen, wo und wieviel Eigenleistung sich zeitlich und finanziell auszahlt.

Und ich glaube mal, die Baubranche ist noch relativ oldschool und verhältnismäßig wenig digitalisiert, wenn man sich mal Fabriken in der Automobilindustrie oder in der Halbleiterindustrie anschaut, bei denen mehr oder weniger jedes Gerät mit den anderen kommuniziert und unfassbar viele Daten in Echtzeit ausgewertet werden. Und dabei geht es ja nicht nur um die Steigerung von Effizienz, sondern auch darum Produkte in noch besserer Qualität erzielen zu können. Schafft man das nicht, bleiben Unternehmen und Fabriken, egal in welcher Branche, wohl nicht mehr lange zukunftsfähig. Und dann geht es nicht darum, ob man Änderungen persönlich mag oder nicht, sondern darum, ob man weiterhin einen Arbeitgeber haben wird oder eben nicht.

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