Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
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Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
28.02.2010, 19:40:39
Interessanter Vergleich und dürfte wieder vielen die Augen öffnen, warum Nikon den hervorragenden Ruf geniest, den sie in der Fotobranche haben.

Nikon 50mm f/1.4 - 5 Objektive im Vergleich:
http://www.slrgear.com/articles/variation_nikon50f14/nikon50f14.htm
Zitat:
"At the end of the day, we again didn't find startling differences between the five samples, but we'd definitely prefer to own serial number 619319 than some of the others samples, thanks to its better performance in the corners."

Canon 50mm f/1.4 - 5 Objektive im Vergleich:
http://www.slrgear.com/articles/variation_canon50f14/canon50f14.htm
Zitat:
"We were a little surprised to see that all five samples were noticeably soft on the same side: we'd somewhat expected that if there were asymmetry, we'd see variations in that asymmetry, with some samples being sharper on the right, some on the left, etc."

"Our only conclusion is that Canon has made design or manufacturing changes in the 50mm ƒ/1.4 USM since the lens we tested then was made."

Tja, Canon ändert offenbar gerne Mal innerhalb einer Objektivproduktion Bauteile bzw. das komplette Design, zumindest ist die Vermutung nicht mehr ganz von der Hand zu weisen.

Fazit: Das "schlechteste" Nikkor ist dem besten Canon haushoch überlegen, allerdings ist das Canon wesentlich älterer Bauart, was nicht unerwähnt bleiben sollte ... ;-)

Sers
Alpenländer

28.02.2010, 19:43 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re: Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
28.02.2010, 22:05:13
interessant!

Offenbar wurden gebrauchte Leih-Objektive (!) (von lensrentals.com) getestet ... mit unbekannter Vorgeschichte.

Die Variation in den Modellen ist immer noch beängstigend ... lässt in der Form aber für mich nicht ausreichend Schlüsse darauf zu, wie die Objektive von Canon ausgeliefert wurden. Dafür hätte man aus dem Handel 5 nagelneue Objektive kaufen müssen ... am besten über einen gewissen zeitraum und auf verschiedenen Kontinenten. Angesichts der Tatsache, dass man 50/14 "wie neu" um > 90% des Neupreises auf ebay verklingeln kann, wäre dieses Vorhaben durchaus finanzierbar gewesen.

Was ich von den Seriennummern halten soll, weiß ich nicht ...
mein EF 50/1.4 ist gebraucht gekauft und unbekannten Alters ... es hat Seriennummer #065023xx ... scheint also erheblich älter zu sein als die getesteten.

Was fest steht ist ,dass die Objektiv-testseiten (phtozone, dpreview & Co.) das Thema wesentlich umfassender angehen müssten. Sprich, 5 Exemplare von usern zusenden lassen und nochmals 5 nagelneu im Handel regulär (verdeckt) einkaufen. Natürlich wäre der Testaufwand höher ... aber erst dann könnte man m.E. zur Qualität eines bestimmten Objektiv-Modells etwas sagen. Und zur Serienstreuung out of factory. Bei gebrauchten Objektiven kann Canon nur noch bedingt etwas dafür - auch wenn es durchaus ein Indikator sein mag, wenn alle Exemplare im gleichen Eck schlechter sind. Die paar guten Objektivtester im Netz könnten sich ja auch irgendwie absprechen und zusammentun und sich die Arbeit teiolen ... der eine testet dieses Objektiv, der anderte jenes ... so wie z.B. bei den Autotests (ÖAMTC, ADAC, plus andere nationale Partner!). Noch weiter standardisierte Testverfahren würden ebenfalls viel helfen.

In der vorliegenden Situation halte ich es für nicht gerechtfertigt, auf Änderungen bei den Objektiven/Teilen herstellerseitig zu spekulieren. Möglich ist es natürlich durchaus, aber in der Form nicht zu beweisen.

Ich selbst habe allerdings auch nichts dagegen, wenn bei Objektiven im laufenden Fertigungsprozess immer wieder kleinere Veränderungen vorgenommen werden, sofern dies VERBESSERUNGEN sind und nicht nur Kostensenkungen! >:-(

Ich wäre z.B. sehr dafür, dass ein IS Objektiv z.B. einen Stabi letzter Generation eingebaut bekommt, sobald dieser verfügbar ist. Große Teilelager sollte es heutzutage ja auch keine mehr geben, wenn alles "just in time" angeliefert wird. Ein "mk. II" oder "Mk. III" etc. würde ich nur angebracht finden, wenn tatsächlich an der optischen Berechnung bzw. den grundlegenden Eigeneschaften des Objektivs ordentliche Veränderungen vorgenommen wurden. Nur weil ein Schalter anders gestaltet wurde oder die Geli anders aussieht ... sicher nicht.  Das wäre nicht unfair, weil man als Neukäufer dann eben immer die letztgültige und beste Version eines Objektivs bekommt. Und bei Gebrauchtkauf eben nicht. Um linke Händler auszuschliessen, wäre es dazu natürlich dringend erforderlich, dem Endkunden eine KONTROLLMÖGLICHKEIT zu geben. Am einfachsten, indem AN JEDEM OBJEKTIV nicht nur eine Seriennummer sondern auch das PRODUKTIONSDATUM IM KLARTEXT   (zumindest Jahr/Monat) eingeprägt sein müsste. So wie bei Autoreifen die DOT-Nummer, nur eben im Klartext. Selbstverständlich EU-weit gesetzlich verpflichtend, sonst warten wir darauf noch ewig.

Es gibt noch soviel zu tun beim Konsumentenschutz! Also Druck aufbauen und aufrecht erhalten! :-)



... wenn ich eine Botschaft hätte, würde ich ein Foto schicken! ;-)
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Re(3): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 01:16:13
der Gebrauchtmarkt ist mir komplett egal, auch wenn ich selbst ein paar Objektive second hand gekauft habe. Und aus Herstellersicht ist der Gebrauchtmarkt bestenfalls (!) "egal" ... im Normalfall aber eher ein verkaufshinderlicher Faktor. Und wenn es einem zusätzlich noch den Ruf zusammenhaut, weil macnhe Leute bei gebrauchten, misshandelten Verleih-Objektiven zuerst einmal annehmen, dass die Qualitätssicherung beim Hersteller versagt habe, wenn etwas nicht stimmt ...

Für Amateure sind Fotoausrüstungsteile tunlichst als reine Konsumartikel zu sehen, für Berufsfotografen als - hoffentlich lohnende - Investition  ... aber sicher niemals als "Wertanlage"! Ich betrachte jedes angeschaffte Teil mit dem Kauf als "konsumiert" - genauso wie jedes andere Consumer Electronic Trumm ... oder wie einen Urlaub, eine Kulturveranstaltung, einen neuen Anzug, ein neues Sportgerät, etc. ... :-)

Abgesehen davon: erkundige Dich einmal, was sich bei einem Automodell im Lauf von 1-2 jahren Fertigungsrun alles verändert ... und wieviele Teile da von anderen Lieferanten stammen oder veränderte Specs haben ... und zwar ohne dass das als deklarierte "Modellpflege" mit klar sichtbaren veränderungen stattfindet. Wenn da jedesmal, sobald ein anderes Teil verbaut wird, "Mk. II" ... "Mk. III" da stehen müsste, wäre am Kofferraumdeckel nach wenigen Monaten kein Platz mehr. :-)

Deshalb funktioniert der Gebrauchtmarkt übrigens trotzdem: vor allem auch deshalb, weil es eine sofortige Kontrollmöglichkeit für den Endkunden gibt: Datum Erstzulassung und km-Stand [ja ich weiß, es gibt auch Betrüger, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle passen diese Angaben - und Betrug ist mit akzeptabler Mühe schnell aufzudecken.] !:-)



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Re(5): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 10:07:08
ich glaube, wir sind uns einig,
* dass die getesteten 5 Objektive keine akzeptable Abbildungsleistung aufweisen (um es einmal sehr "zurückhaltend" zu formulieren)
* und dass ich keinen Hersteller, inklusive Canon (!) mit Glacehandschuhen behandle. :-)
* dass fotogear zumindest normale Behandlung defintiv ohne (derartige) Probleme aushalten sollte - schon gar, wenn wir nicht von hochsensiblen UWW-Zooms reden (bei denen eine Dejustierung von 1/1000mm die Abbildungsleistung gravierend beeinträchtigen kann) sondern von einem extrem robusten und "mechanisch wenig heiklen" Objektivtyp ... Normalbrennweite, Gauß-Typ.  

Im gegenständlichen Fall stösst mir halt einfach auf, dass 5 Objektive von einem großen Objektiv-Verleiher genommen wurden. Daraus Rückschlüsse auf die Qualitätssicherung beim Hersteller zu ziehen oder zu spekulieren, dass im Werk konstruktive Änderungen vorgenommen wurden, erscheint mir in diesem Fall von der Ausgangslage her einfach nicht abgedeckt.

Was dennoch stehen bleibt [sofern der Test ansonsten richtig und vergleichbar ist, wovon ich einmal ausgehe] ist, dass die 5 Nikon Objektive aus derselben Quelle (!) allesamt sehr viel besser abgeschnitten haben und sehr viel weniger Streuung zwischen den Exemplaren aufweisen. Das ist ja auch schon ein interessantes (oder aus Canon user Sicht "betrübliches") Faktum. Wenn man jetzt noch wüsste, wie lange die Nikons und die Canons in gebrauch waren, könnte man das Ergebnis noch weiter qualifizieren.

Anyway: "iraki is not amused", Canon! >:-D

Subjektiv muß ich sagen, dass ich mit meinem 50/1.4 sehr zufrieden bin ... offenbar aber nur deshalb, weil ich
a) ein bekannt unkritischer Mensch bin ;-)
und
b) nix Besseres kenne!
>:-D |-D



... wenn ich eine Botschaft hätte, würde ich ein Foto schicken! ;-)
01.03.2010, 10:07 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(3): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 10:25:12
der Handel mit Autoreifen ist auch nicht zusammengebrochen, als gesetzlich vorgeschrieben wurde, dass verpflichtend eine DOT-Nummer mit dem Produktionsdatum an jedem Exemplar anzubringen ist. ;-)


Ich gebe Dir aber recht, dass es die Produkte sicher *nicht billiger* machen würde und für die (kleineren) Händler in einigen Dimensionen durchaus schiweriger macht. Gleichzeitig würde die maßnahme aber dazu führen, dass Probleme mit Produkten nicht mehr so sehr der Endkunde ausbaden muss, sondern ... der HERSTELLER. Und das will ich. Wenn die im Werk schludern, wenn die Konzerne vollmundige Webreversprechen hinausposaunen, wennn die Konzerne glauben , sie können alle Vorteile einer globalen Wirtschfat in vollem umfang nutzen und gleichzeitig die Kunden weiterhin in nationale Segmente einteilen und so verpiepen ... dann gehört ihnen eben gestzlich eine genaue Chargenkontrolle aufgezungen.

Soclhe Maßnahmen würden dann z.B. auch das an anderer Stelle mehrfach diskutierte Festplatten-Dilemma  (Garantie ja/nein, Oem, nix Oem ... die ganze intransparente SchieXXe!) extrem elegant lösen. Für Endkunden UND  (kleine) Händler gleichermassen.

Mehr TRANSPARENZ ist dringend angesagt. Wer Produkte an Konsumenten verkaufen will, muss Standards UND vor allem auch seinen EIGENEN VERSPRECHEN einhalten. Auf Punkt und Komma.  :-)



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Re(4): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 11:14:12
der Handel mit Autoreifen ist auch nicht zusammengebrochen, als gesetzlich vorgeschrieben wurde, dass verpflichtend eine DOT-Nummer mit dem Produktionsdatum an jedem Exemplar anzubringen ist.

Drei wesentliche Unterschiede:

1. Mit "DOT" können maximal 10% der Autofahrer überhaupt etrwas anfangen.

2. In der Regel werden die Reifen bestellt, ein Termin zum Aufziehen vereinbart. Dann zu sagen "Nein, die Reifen will ich nicht!" trauen sich auch von den o.a. 10% nur die wenigsten.

3. Das Reifenalter ist auch ein icherheitskriterium, deshalb befürworte ich dort auch eine Kennzeichnung. Bei Reifen würde ich sie sogar im Klartext bevorzugen.
Ich gebe Dir aber recht, dass es die Produkte sicher *nicht billiger* machen würde und für die (kleineren) Händler in einigen Dimensionen durchaus schiweriger macht.

Nein, auch für den Konsumenten wird es dann ungut, wie sich schon an einigen Branchen zeigen lässt. Überall dort, wo die "Marktbereinigung" dazu führte, dass der "kleine Händler" verdrängt wurde, bestimmen heute die Großkonzerne - und eben die Preise  oder senken die Packungsgrößen. ;) Schau dir den Lebensmittelhandel in Österreich heute an.

Gleichzeitig würde die maßnahme aber dazu führen, dass
Probleme mit Produkten nicht mehr so sehr der Endkunde ausbaden muss, sondern ... der HERSTELLER.

|-D Oida! So dramatisch hat sich noch kaum je ein Mensch geoutet. |-D I hau mi oh!
  
Euer CWsoft
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Re(6): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 12:24:56
ach nur ... wichtig wäre, dass den Herstellern das Lachen vergeht, wenn sie ihre Kunden verpiepen wollen ... und wenn wenn sie jede Charge und jedes einzelne Produkt nach gewissen Mindeststandards IM KLARTEXT kennzeichnen müssen ... wäre das ein Riesenschritt in die richtige Richtung.  

Ich muss leider anmerken, dass du noch immer recht wenig über den Workflow im Handel weißt. Eigentlich traurig, wiewohl mir jetzt mache deiner Forderungen in einem anderen Licht erscheinen.

Hersteller kennzeichnet Produkt. Das ist ihm weder Mühe noch Ärgernis. Überhaupt nicht, denn er verkauft grundsätzlich nicht an Konsumenten.

Dirtibutoren übernehmen Ware. Manchmal mit recht langen Vorlaufzeiten - und die werden jetzt länger. Denn jetzt wird noch mehr "just in time" produziert, da auch Distris nur mehr wenig auf Lager legen können/werden.

Händler kaufen bei Distributoren oder im sonstigen Großhandel. Händler sind jetzt allerdings von zwei Seiten unter Druck: einerseits von Konsumentenseite, andererseits von herstellerseite. Einerseits, weil es nur weniger Irrer bedarf, um ein marktwirtschaftliches Gleichgewicht (Verfügbarkeit vs. Marge) aus der Mittellage zu bringen. Andererseits, weil Hersteller via Ditris via Konditionen ($-)) darauf drängen, dass weiterhin Lager gefüllt werden.

Dazu kommt nach deiner Vorstellung noch, dass jetzt jeder Konsument (wird in der Realität bei Fotogeräten "nur" etwa jeder dritte oder vietre sein) jeden Händler piesaken wird, doch VOR dem Kauf die exakte Produktionsangaben herauszurücken, was dieser aber nicht mal mit großem Aufwand können wird. Weil die vom Kunden bestellte Ware NACH der Bestellung irgendwann ins Haus kommen wird und Distris dazu ebenso wenig Personal und Möglichkeiten haben.

Der Mehraufwand des Händlers wird selbstverständlich niemals abgegolten - von Herstellerseite sowieso nicht, von Konsumentenseite schon gar nicht, Beelzebub sei vor! Einzig der Mehraufwand der Distria wird durchschlagen - bis zum Konsumenten, klar.

So, jetzt erklär uns doch nochmal, wie du die Hersteller zum Schwitzen bringen willst.

Edith: Und, bitte, weil es diuchaus sein könnte, dass du das nicht weißt: Nikon Austria, Olympus Österreich, Canon Deutschland etc. sind nicht Teile des Herstellers, sondern eigene, kommerziell wie personell getrennte, selbständige Gesellschaften, die "nur" am Gängelband hängen, aber auch mal ins wirtschaftliche Nirwana geschickt werden können, ohne dass den Hersteller das irgendwie jucken würde. Das müsste man nicht mal mit Konsumenten kommunizieren, Namensrechte sind sehr schnell übertragen...
  
Euer CWsoft
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01.03.2010, 12:30 Uhr - Editiert von CWsoft, alte Version: hier
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Re(7): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 12:44:02
Du darfst mir glauben, dass ich mich mit direkten und indirekten Vertriebsmodellen sowohl in der Theorie als auch in der Praxis umfassend beschäftigt habe. :-)

Das aktuell in Micky-Maus-Märkten wie Österreich noch weitverbreitete mehr- bis vielstufige Vertriebsmodell ist sowieso dem Tod geweiht. Sowenig sich das die betroffenen Herrschaften selbst derzeit noch vorstellen können. :-)

In Zukunft gibt es bei vielen höherwertigen Konsumgütern (wie z.B. Fotogear) genau eine EU-Hersteller-Niederlassung, ein EU-Auslieferungslager und einen Hersteller-Webshop mit einem Endkunden-Zugang und einem Wiederverkäufer-Zugang. In 10, spätestens 20 jahren wird es m.E. keinen knips mehr geben und keinen Sobotka, und einen Slach oder Escher dreimal nicht, genausowenig wie eine Canon-Landesniederlassung (die es fotogear-seitig eh schon nicht mehr gibt in kleinen Märkten wie Österreich).

Und unabhängig vom vertriebsmodell hilft eine verbindliche, klare Produktkennzeichnung den Endkunden enorm, weil diese dann wenigstens nach Erhalt der Ware sofort einmal checken können, ob sie ganz offensichtlich betackelt wurden oder nicht.

Und man in der Kommunikation mit dem dem Hersteller (oder der Distributionskette, solange selbige noch rudimentär existiert) zumindest einmal die Basis-Daten selbst und unmittelbar in der Hand hat.

Die Hersteller bringe ich ins schwitzen, weil die Ihre Produkte nur mit entsprechender kennzeichnung in die EU reinbringen. Un d weil ich den Kunden noch weit umfassenedere, zwingende Gewährleistungsrechte in die Hand geben würde - und vor allem deren Durchsetzung gegenüber dem Hersteller entsprechend eifnacher gestalten würde. Das erfordert ein paar legistische Maß´nahmen und einen entsprechend schlagkräftigen Konsumentenschutz auf EU-Ebene. Das entwickelt sich trotz allen gegen-Lobbyings und gelegentlicher Rückschläge (z.B. Packungsgrösssen!) bereits ganz gut. :-)

Eine lückenlose Produktkennzeichnung ist dafür ein wichtiges Basis-Instrument. Und einheitliche, klare und entsprechend hoch angesetzte Mindeststandards dafür noch viel mehr. Es besteht keine Notwenidgeit, vor den Industrie-Lobbies in die Knie zu gehen oder vor vorauseilender Rücksichtnahme "auf die kleinen Händler" in Mitleid zu zerfliessen. Ich bin Endkunde und schaue auf meine Interessen. Die Interessen des Handels und der Industrie werden von anderen wahrgenommen - und zwar weit rücksichtsloser und umfassender, als ich meine Kunden-Interessen vertreten kann. >:-D



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Re(11): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
01.03.2010, 17:39:36
das schon ... genauso wie zwei ansonsten baugleiche Autos, nur eines ein 2009er und das andere ein 2010er Baujahr ... ;-)

Wie gesagt, ich würde aktuell bei Neukauf nur "L"s mit Code UX06xx (=Juni 2009) oder neuer bzw. noch besser UY (=2010) akzeptieren. Das senkt einfach das restrisko, dass es ein Rückläufer war ... der irgendeinem VIP-Kunden nicht gut genug war ... dass es irgendwann als Demo- oder Vitrinenmodell einegsetzt war, etc. etc. und es kostet nicht mehr als eines mit Code UW oder UV.

Ich reisse auch im Supermarkt beim Joghurt und bei der Milch prinzipiell und immer das hinterste Packl aus dem Kühlregal raus - die sind am besten gekühlt und meist auch am frischesten. Dank gesetzlich verpflichtendem DATUMSAUFDRUCK im KLARTEXT kann ich das auch vor Kauf problemlos kontrollieren. Glaubst, das würde oben stehen, wenn die Hersteller nicht gestzlich verpflichtet wären?

Der arme Billa ist deshalb auch noch nicht in Konkurs gegangen. Der Greißler ums Eck dagegen wäre sowieso ausgestorben. Aporpos ... ich kaufe auch kein Obst am Naschmarkt oder sonstwo, wo mir ein Standler nach seinem Gutdünken die einzelnen Exemplare rausklaubt. Das mache ich schon selbst. Bei der Blumenhändlerin detto. Das mag mich für manche nicht zu einem sehr sympathischen Zeitgenossen machen, aber das müssens aushalten. ;-)

Und am Taxistand ignoriere ich allenfalls vorne wartende durchgerostete Auto-Leichen und steige in den nächstgelegenen gepflegten Mercedes ein, sofern ein solcher zur Auswahl steht. Letzthin hat es keine Auswahl gegeben, da musste ich mit einem versifften Dacia (!) vorlieb nehmen. Hat genau gleich viel gekostet wie ein Nichtraucher-Mercedes. Aber der Fahrer war schwarz, ortskundig und nett und hat mich schnell ans Ziel gebracht. Von daher hats gepasst. B-)



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Re(14): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
02.03.2010, 09:46:54
m.W. gibt es bei Nikon-Objektiven keinen Datumscode - damit gibt es f+ür den Endkunden keine einfache Kontrolle, wie alt ein Glasl ist.

Ich finde das beim Neukauf "interessant" bis wichtig (je nach persönlicher Toleranzgrenze) und beim Gebrauchtkauf oft essentiell, wenn man ganz schnell sieht, dass das angeblich erst 2 Jahre alte Objektiv [natürlich ohne Belege!] einen Datumscode von 2004 hat. Besonders lustig - und selbst schon mehrfach erlebt - ist das, wenn der windige Verkäufer keine Ahnung von Existenz & Bedeutung des Produktionscodes hat. Also ein klarer Vorteil für Fotografen, die sich vor Kauf von Ausrüstungsteilen etwas intensiver mit der Sache beschäftigen. B-)

Im Gegensatz zu Papierdokumenten (Rechnung, Garantiekarte - auf der das korrespondierende Produktionsdatum ebenfalls aufgedruckt sein sollte - auch wenn die Garantie weiterhin erst ab Kaufdatum zu laufen beginnt) lässt sich ein eingeprägter Datumscode auch nicht so leicht fälschen, ohne dass eine Manipulation erkennbar wird. B-)

Trotz des Insidervorteils einer codierten kennzeichnung (DOT bei Autoreifen, U_####-Code an Canon L Objkeitven, etc.) bleibe ich bei meiner Forderung, dass der Produktionszeitpunkt gesetzlich verpflichtend im KLARTEXT auf jedem Produkt [mit wenigen nötigen & sinnvollen Ausnahmen] stehen MÜSSTE. Weil das die transparenteste und für die meisten Endkunden nützlichste Variante ist.

Bei "Haltbar-Produkten" wie Objektiven reichen diesbezüglich Jahr & Monat. Was wäre denn dabei, da einzuprägen: "manufactured: 03/2010" ... gar nix, oder? Dafür können sie sie von mir aus den tatsächlich sinnlosen "made wo es am gerade am billigsten war"-Aufdruck gerne sparen. B-)



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02.03.2010, 09:49 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(16): Nikon und Canon 50mm f/1.4 Serienstreuung
02.03.2010, 10:38:07
Eine Datumskennzeichnung ist natürlich kein "Zertifikat für eine bestimmte Qualität oder auch nur Funktionsfähigkeit eines individuellen Exemplars". Wie sollte es auch ...

Es ist aber eine erste, wichtige und verlässliche Basisinformation zu jedem konkreten Exemplar, die über die gesamte individuelle Produktlebensdauer problemlos verfügbar ist. Auch dann, wenn es z.B. keinen "paper track" zum physischen Produkt gibt.

Und eine derart einfache Maßnahme schneidet bereits viele Betrugsmöglichkeiten ab, besonders wenn einer "windigen" Verkäuferseite eine "gut- oder leichtgläubige" Käuferseite gegenüber steht. :-)
  
Und wem die Information egal ist, der soll sie doch einfach und schmerzfrei ignorieren.

Alle anderen nutzen die Info als als Ausgangspunkt für weitere gezielte Nachfragen an den Neu- oder Gebraucht-Verkäufer oder ersparen sich solche. Wenn ich z.B. heute ein "L" aus der - bei Canon stets unversiegelten (!) - OVP nehme und es hat einen UY01##-Code, http://www.bobatkins.com/photography/eosfaq/DATECODE.HTM   :-) - dann weiß ich, dass es "aus aktueller Produktion" stammt, nicht monate- oder jahrelang in irgendwelchen Lagern unter unbekannten Lagerbedingungen herumgekugelt ist. Ich kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch annehmen, dass es kein "Rückläufer" ist, weil sich das zeitlich gar nicht ausgegangen wäre. Das ist mir wesentlich lieber, als wenn das Ding einen 2008er Datumscode hat. Aber immerhin kann ich dann entscheiden, ob ich es behalte oder zurücksende bzw. ob ich dem verkäufer ein paar fragen stellen sollte ... um zu sehen, was er sagt und wie er reagiert.

Information "in der Hand" zu haben, ist besser als sie nicht zu haben. B-)



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