Re: Seit knapp 5 Monaten vegan - irgendwelche Tipps für mich?
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Seit knapp 5 Monaten vegan - irgendwelche Tipps für mich?
24.07.2019 12:33:04
Ich muss dazu sagen, dass ich niemals "vorhatte", jemals vegan zu leben bzw. mich zu ernähren, da mir selbiges als unmöglich (zu großer Verzicht durch zu große Einschränkungen) und auch nicht notwendig erschien. Doch vor knapp 5 Monaten an einem Sonntag in der Arbeit in der Pause, als ich spazieren ging, machte es plötzlich "klick" in meinem Kopf und ich wusste, dass ich diesen Schritt (nach 5 Jahren Vegetarier-Dasein) nun (doch) gehen bzw. versuchen muss. So war es vielleicht sowas wie eine logische Konsequenz, die ich nur innerlich noch nicht vollzogen hatte bzw. 5 Jahre dafür brauchte.
Es sei gesagt, dass es auch Leute gibt, die an dieser Ernährung "scheitern" und später sogar wieder Fleisch essen - den Beweis liefert youtube mit vielen "Ex Vegan....." Videos. Da mache ich mir natürlich auch Gedanken, denn man weiß ja nicht, wie ich selbst mit dieser Ernährung umgehen kann und werde bzw. wie mein Körper darauf reagiert. Bisher - sehr gut. Hängt wohl auch damit zusammen, dass ich mich intensiv oder zumindest "gut genug" mit der Materie auseinandergesetzt habe und einigermaßen weiß, worauf man achten muss. Ich achte z.B. darauf, meine Omega 3 und 6 Fettsäuren zu bekommen, indem ich Leinsamen, Hanfsamen und Chiasamen etc. in mein Müsli integriere, also "Dinge", die ich teilweise vorher nichtmal kannte bzw. die vorher nicht den Weg in meine Müsli fanden.

Und ja, man muss Vitamin B12 supplementieren. Ich nehme außerdem noch Vitamin D, ansonsten geh ich davon aus, dass ich mehr Vitamine esse, als 5 durchschnittliche Mischköstler zusammen (naja, ist wohl übertrieben... :) ), gemessen an Obst, Gemüse und anderen Nahrungsmitteln wie Amaranth, Quinoa, Buchweizen und all den anderen Köstlichkeiten wie Mohn, Sesam oder Kokosflocken, die ich meist ins Müsli mische.
Bei Proteinen setze ich vor allem auf alle möglichen Nüsse, Linsen, Erbsen und Bohnen. Ich muss auch zugeben, dass ich bemerkt habe, dass ich bei bestimmten Nahrungsmitteln wie z.B. Kidneybohnen, Tofu oder auch Sojasauce aufpassen muss, nicht zuviel zu essen, da ich sonst relativ unangenehme Blähungen bekomme, was ohnehin bekannt ist.

Im Hinterkopf habe ich immer noch, dass - sollte ich aus irgendeinem Grund "scheitern", also falls es mir gesundheitlich aus irgendeinem Grund nicht (mehr) gut geht, dass ich dann wieder Vegetarier werden könnte, denn dabei ging es mir jedenfalls 5 Jahre absolut super.
Vitamin B12 ist übrigens auch für Mischköstler ein Problem bzw. vor allem "nur deshalb" meist KEIN Problem, weil Vitamin B12 ins Futter der Tiere gemischt wird, die dann vom Mischköstler gegessen werden, also bekommen sie dann dieses Vitamin quasi über "indirekte" Supplementierung. Kalzium, Magnesium, Zink etc. wäre auch zu beachten - ist aber in den oben genannten Nahrungsmitteln reichlich vorhanden.
Beim Einkaufen muss man aufpassen, weil viele Dinge (eben vor allem alles, wo Milchprodukte und Eier drin sind) nicht mehr auf dem veganen Speisezettel stehen. Habe aber schon selber sehr guten veganen Kuchen gebacken, man kann eigentlich alles ersetzen, also statt Kuhmilch gibt es Hafermilch, Sojamilch oder z.B. Mandelmilch. Statt Cremefine oder Creme Fraiche bzw. Sahne gibt es Ersatzprodukte auf Hafer-, Soja oder z.B. Kokosbasis - schmeckt sehr gut und ist überhaupt kein Problem. Das Müsli mache ich mit Sojamilch oder Sojajoghurt, also auch das ist kein Problem.

Gekaufter Aufstrich geht allerdings eigentlich fast nur mehr Hummus in allen möglichen (köstlichen Varianten) - allerdings mache ich Aufstriche meistens selber - geht wahnsinnig einfach und auch günstig wie ich bemerkt habe: Beispiel für einen selber erfundenen Aufstrich: weiße, gegarte Bohnen zusammen mit Zwiebel, Essiggurken, Kren, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Senf, eventuell etwas Balsamico-Essig, etwas Tomatenmark und Gewürze nach Belieben (meist nehme ich vor allem Curry und/oder Koriander) in einem Topf geben und einfach pürieren - ergibt eine Riesenmenge an köstlichem Aufstrich. Und ich meine WIRKLICH köstlich. Hätte nie gedacht, wie einfach so ein Aufstrich zu machen ist, der geschmacklich mit den besten Aufstrichen mithalten kann, die ich je gegessen habe.

Ich werde aber in ca. 2 Monaten mal ein Blutbild machen lassen inkl. B12, Mineralien etc., um zu sehen, ob alles okay ist. Wäre froh, von Veganern dieses Forums zu hören und ob sie irgendwelche Tipps haben, bzw. wie geht es Ihnen mit dieser Ernährung und worauf man achten sollte, bin ja doch noch eher am "Anfang".

LG :-)



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Re: Seit knapp 5 Monaten vegan - irgendwelche Tipps für mich?
13.09.2019 09:06:54
Tratschbereich gibt es ja keinen mehr...da ich mich für dieses Thema immer mehr interessiere, schmökere ich immer mal wieder in der Literatur und finde auch neue Dinge raus, die ich nie wusste, die breite Öffentlichkeit wohl schon gar nicht, wohl vor allem, weil sie sich dafür wohl nicht interessiert. Eine Warnung darf ich hier gleich mal schreiben - was da unten folgt, ist teilweise nix für schwache Gemüter, soviel darf ich sagen.

Höchstinteressant wie der Mensch sich gewisse Tiere zu "Haustieren" gemacht hat und wie er das ganze angeht. Ein Lebewesen wird als "Genetisches Material" deklariert, das in der "Hand von 4 weltweiten Konzernen ist". Dann wird gezüchtet, damit man alle möglichen Vorteile bekommt, die Tiere sind krank, bekommen dann Antibiotika, damit sie den Tag der Erlösung (=ihre Schlachtung) erleben, und damit die Hühner sich nicht vorher gegenseitig umbringen, da die Tierhaltung, der enge Lebensraum uns sonstnochwas ein kannibalistisches Verhalten provoziert, werden ihnen ohne Betäubung die Schnäbel entfernt, was vom Schmerzvergleich der Fingeramputation beim Menschen gleichkommt (hab ich auch gelesen, die Quelle finde ich allerdings nicht mehr).
Der Mensch entscheidet dann noch, dass männliche Küken nichts wert sind und bringt sie sofort um und zwar fließbandgerecht im Schredder. Wer das jemals gesehen hat, dem bleibt es eingebrannt, daher verzichte ich auf jegliches Posten von Videos hier. Allein dieses ständige Züchten, also Eingriffe in den Genpool einer Spezies, damit bestimmte Verhaltensweisen unterdrückt werden ist ja schon mal völlig krank.

Da fragt man sich echt, wie der Mensch sich aufschwingt, um Gott zu spielen, ob er noch zurechnungsfähig ist. Allein das Wegnehmen der Eier macht die Hühner fertig. Wen es interessiert...unten sind ein paar wenige Auszüge inklusive Links zur Quelle beigefügt.


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https://vgt.at/projekte/legehennen/fakten.php
Genetik

Das Urhuhn (Bankivahuhn), von dem die Legehenne heute abstammt, legt zur Fortpflanzung nur wenige Eier im ganzen Jahr. Heute sind Legehennen dazu gezüchtet, ca. 1 Ei am Tag zu legen, die Entwicklung des Eis dauert etwa 24 Stunden. Das ist äußerst anstrengend für den Organismus der Henne, weshalb die Tiere bereits nach kurzer Zeit völlig ausgelaugt sind. Von Natur aus würde eine Henne etwa 10 bis 15 Eier sammeln und sie dann gemeinsam in einem Nest ausbrüten. Nimmt man dem Tier allerdings jeden Tag die Eier weg, legt sie immer neue in dem verzweifelten Versuch, ihr Nest zu füllen. Das Wegnehmen der Eier sorgt bei der Henne für enormen Stress. In Legebatterien mit Förderbändern konnte bereits beobachtet werden, dass die Hühner verzweifelt versuchen, ihr Ei zurückzuholen. Auch auf kleineren Bauernhöfen kann man beobachten, dass Hennen, deren Eiern man wegnimmt, noch Stunden nach ihren Jungen suchen und sogar andere Hühner zur Hilfe holen.



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https://www.vier-pfoten.at/kampagnen-themen/themen/nutztiere/lebenserwartung-von-huehnern

Man geht davon aus, dass ein Haushuhn bei guter Haltung sogar bis zu 15 Jahre leben kann. ..............Fakt ist dagegen: In der Intensivtierhaltung zählen Hühner jedoch zu den Nutztieren mit der kürzesten Lebensdauer überhaupt. Am ältesten darf eine Legehenne werden – sie lebt etwa 20 Monate, also rund 1,5 Jahre. Ein Masthuhn erreicht sein Schlachtgewicht dagegen schon nach 40 Tagen. Masthühner werden daher noch nicht einmal 1,5 Monate alt.

Besonders traurig ist das Schicksal männlicher Küken: Sie werden im Alter von einem Tag getötet, da die Industrie keine Verwendung für sie hat. Sie legen keine Eier und liefern viel weniger Fleisch als ein Masthähnchen, daher ist ihre Aufzucht unwirtschaftlich. Das Schicksal der Eintagsküken ist aus Tierschutzsicht eines der größten Probleme der Geflügelzucht.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Haushuhn#Relevanz_der_Rassegefl%C3%BCgelzucht
Relevanz der Rassegeflügelzucht
Um die Biodiversität zu erhalten, ist die Züchtung von Rassehühnern wünschenswert, diese Zuchtarbeit wird allerdings fast nur noch von Hobbyzüchtern geleistet.[39] Wirtschaftlich spielen Rassehühner so gut wie keine Rolle mehr, in der Agrarindustrie dominieren einige wenige je nach Verwendungszweck auf schnelles Wachstum oder hohe Legeleistung hin „optimierte“ Hybridhühner, deren genetisches Material sich im Besitz einiger weniger international tätiger Konzerne befindet
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https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_67525454/massentierhaltung-unter-diesen-qualvollen-bedingungen-leben-huehner.html


In freier Wildbahn wollen Hühner scharren, picken und auf Bäumen schlafen. Diesen Instinkten versuchen sie auch auf unnatürlich beengtem Raum zu folgen.
Legen und Fressen als Lebenswerk

Da die Masthybriden, wie sie von ihren Mästern genannt werden, sich nur Gruppen bis zu 60 Hühnern merken können, sind sie nicht dazu in der Lage, in den großen Gruppen der Mastbetriebe Rangordnungen zu bilden. Dies führt zu Kannibalismus, an dem drei Prozent der Tiere bitter zu Grunde gehen.

Legehennen sind so gezüchtet, dass sie mittlerweile zirka 300 Eier im Jahr legen, berichtet Wolfgang Siebert von ARIWA im Gespräch mit t-online.de. Die Organisation widmet sich den Rechten von Tieren. Immense Legeleistung führt zu Krankheiten und Nährstoffmangel, so dass die Hühner nach etwa 15 Monaten ausgelaugt sind, so Siebert.

Diese Hybridrassen sind auf schnelles Wachstum und ein nicht vorhandenes Sättigungsgefühl gezüchtet, unterstreicht Mira Landwehr.

Die Hühner werden durch Dauerbeleuchtung, die ihnen eine ständige Tagessituation suggeriert, dazu gezwungen, sich mit Kraftfutter vollzustopfen um eine tägliche Zunahme von etwa 50 Gramm zu erreichen. Fressen ist ihr Lebenszweck.
Superzucht mit fatalen Folgen

Verena Stampe von der Tierschutzorganisation ProVieh berichtet t-online.de: "Masthühner werden auf schnelles Muskelwachstum, einen besonders großen Brustmuskel und große Schenkelmuskeln gezüchtet. So hat sich das Brustmuskelgewicht von den 50er Jahren bis heute von neun auf achtzehn Prozent des Gesamtgewichts vergrößert."

Masttiere haben ein qualvolles, verkürztes Leben, Fruchtbarkeitsstörungen und Anfälligkeiten für Infektionskrankheiten. Um diese Krankheiten auf engem Raum vorzubeugen und die Leistungen zu steigern, werden neun von zehn Hühnern routinemäßig mit Antibiotika behandelt. Das Fleisch enthält immer noch Restbestände des Medikaments...


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https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1996/erste6740.html
Rangkampf zwischen angeblich glücklichen Hühnern. Kein Käfig hindert diese Tiere daran, ihre artgemäßen Verhaltensmuster auszuleben. Doch die Freiheit hat ihren Preis, denn auch Bodenhaltungsställe sind oft überfüllt. Das macht die ohnehin überzüchteten Tiere aggressiv und führt zu Verhaltensstörungen. Sie beginnen sich gegenseitig Federn auszureißen, bis Blut fließt. Die Farbe rot ist für Artgenossen das Signal zum gnadenlosen Zuhacken. Fachleute sprechen von Kannibalismus. Trennt man die Opfer nicht von den Angreifern, dann werden sie totgepickt.

Um die Tierverluste durch Kannibalismus in Grenzen zu halten, kuriert die Geflügelindustrie am Symptom. Hühnerküken wird in den ersten Lebenstagen der Schnabel gekürzt, um ihn abzustumpfen. Ein rotglühendes Blech amputiert und verschmort die Schnabelspitze. Vorher betäubt werden die Tiere nicht, deshalb erlaubt das Tierschutzgesetz nur das Entfernen der unempfindlichen Hornspitze. Doch vergleichbar mit dem menschlichen Fingernagel wächst das Horn nach, der Eingriff müßte wiederholt werden. Viele Geflügelhalter schneiden deshalb tief ins lebende Gewebe hinein.
DR. HANS-HEINRICH FIEDLER: (Veterinär-Untersuchungsamt Oldenburg

"Diesem Schnabel ist mit Sicherheit sowohl am Ober- als auch am Unterschnabel sowohl Knochen- als auch Bindegewebe und Nerven entfernt worden."

INTERVIEWER:

"Wie schmerzhaft ist das für die Tiere?"

DR. HANS-HEINRICH FIEDLER:

"Es gibt verschiedene Phasen, in denen Schmerzen eintreten, das ist einmal der plötzliche akute Schmerz zur Zeit im Augenblick des Amputierens, d. h. des Schnittes oder des Verbrennens der Schnabelspitze. Dann gibt es nach einer wahrscheinlich schmerzfreien Phase, die allerdings auch nicht sicher ist, gibt es einen Schmerz während der Heilung, indem die Tiere ja den Schnabel weiter gebrauchen müssen, es ist ja ein ganz lebensnotwendiges Organ, was unseren Händen entspricht, und die Tiere können, ohne den Schnabel zu benutzen, gar nicht weiter existieren. Und schließlich muß man auch davon ausgehen, daß nach der Heilungsphase ein Schmerz noch vorhanden ist, ein sogenannter Phantomschmerz, der ja auch beim Menschen gut bekannt ist. Mit kurzen Worten: Es ist ein schmerzhafter Zustand, der lang anhaltend ist. Es handelt sich nach dem Gesetz um Eingriffe, die so nicht zugelassen sind. Wie die Praxis ist, das ist sicherlich eine andere Sache, aber dazu kann ich mich so nicht äußern."
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https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/masthuehner/2
Fehlendes Sättigungsgefühl

Damit die Hochleistungsmasthühner in kurzer Zeit möglichst viel Kraftfutter fressen, wurde ihnen das natürliche Sättigungsgefühl weggezüchtet. Die für die Zucht der Masthybriden genutzten Eltern- und Großelterntiere haben ebenfalls diese Eigenschaft. Da sie aber deutlich länger leben müssen, bekommen sie nur weniger Futter als die Masthühner. Das soll Verfettung, Stoffwechselkrankheiten und eine sinkende Fruchtbarkeit verhindern. Aufgrund des fehlenden Sättigungsgefühls leiden die Tiere jedoch ihr Leben lang unter ständigem Hunger und zeigen deutliche Zeichen der Frustration. Sie versuchen ihr Fress- und Futtersuchbedürfnis anderweitig zu stillen und picken ziellos auf Objekte, scharren vermehrt auf dem Boden, wetzen wiederholt ihren Schnabel und laufen eilig aber ziellos hin und her. Diese Ersatzhandlungen können sich zu Stereotypien (Verhaltensstörungen) entwickeln.

13.09.2019, 09:40 Uhr - Editiert von laCall, alte Version: hier
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..  Re: Fleisch  (laCall am 22.05.2020 23:42:40)
...  Re(2): Fleisch  (Michael Knight am 13.06.2020 16:06:01)
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