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Das Märchen von Megapixel und Bildgröße
17.09.2008, 23:50:21
Hi !

Nachdem jetzt sogar schon von sehr angesehenen und geschätzten Forumsmitgliedern Irrtümer betreffend der Megapixelzahl einer Kamera publiziert werden, möchte ich hier anhand eines am Sonntag von mir gesehenen und erlebten Beispiels einen Bezug zur Realität herstellen.

Ein Freund von mir (Messestandbauer) bat mich ein paar Fotos seines Messestandes zu machen. Bei der Gelegenheit fiel mir eine riesige Bildwand ins Auge, die augrund ihrer Größe (Breite 4,5m und Höhe 2,5m) und ihres extrem kurzen Betrachtungsabstandes (ca. 40cm) mein Interesse weckte.

Hier ein Schnappschuß dieser Wand und der Platzverhältnisse dort:

Ist übrigends das Matterhorn.

Als ich meinen Freund darauf ansprach welche Datei hier als Grundlage diente, meinte er ein gekauftes Bild aus einer Online Bildagentur und wenn es mich interessiert kann er sie mir gerne zukommen lassen. Gesagt, getan und gestern bekam ich das Original des Bildes in der Größe von 5315x2953 Pixel = 15,6 MPixel.

Die verkleinerte Ansicht hier:

(c) by Incentage

Hier ein 1:1 Crop, damit man die Qualität ca. einschätzen kann:


Dieses Bild wurde auf eine Größe von 4,5m Breite und 2,5m Höhe = 11,25m² vergrößert und aus ca. 40cm (!) betrachtet und die Ausgangsqualität war, wie man sieht, alles andere als perfekt, das Ergebnis war trotzdem tadellos und konnte sogar den extrem hohen Ansprüchen von Messebesuchern problemlos stand halten.

Wer mir jetzt noch erzählt er macht größere Ausarbeitungen oder BRAUCHT mehr Megapixel, weiß schlicht nicht wovon er spricht. %-)%-)

Sers
Alpenländer

PS.: Und ja meine Meinung ändert sich auch nicht, wenn Nikon morgen den neuen 24 MPixel Boliden präsentiert ... ;-)

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Re(3): the iraki phrophecy. 5 Thesen zur Zukunft der Fotografie
18.09.2008, 14:56:40
Da bekommt man auch mit f/2.8er Zooms plötzlich wieder sehr gute Freistellung und kann wirklich mit selektiver Tiefenschärfe gestalten.

Diese Aussage ist noch immer falsch.
Rechne selbst nach: http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Eines der beliebtesten Märchen der Vollformat Befürworter ;-)

Die Freistellungsmöglichkeiten sind mit den selben Brennweiten (!) - und das Objektiv ändert seine Brennweite wegen Crop oder Vollformat nicht - gleich bzw. sogar leicht schlechter. Mit z.b. 70mm f/2.8 kannst du auf Crop besser freistellen, als mit der selben Linse also 70mm f/2.8 auf Vollformat, was ja auch komplett logisch ist (durch die fiktive Brennweitenverlängerung).

Alleine die Tatsache das du diese Fakten (!) nun schon seit Jahren ignorierst macht deine Aussage trotzdem nicht richtig :-) Märchen bleiben trotzdem Märchen und werden nicht wahr, weil man sie ständig wiederholt, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht ... :-)

Betrachtet man es brennweitenbereinigt also z.b. 70mm f/2.8 auf Crop und 105mm f/2.8 auf VF ergibt sich zwar ein fiktiver theoretischer Vorteil für VF, der aber im normalen Alltag kein Vorteil, sondern ein Nachteil ist. Man muß weiter abblenden um die gleiche Schärfentiefe wie auf Crop zu bekommen und daher ist auch der Rauschvorteil von Vollformat dahin (Abblenden heißt bei gleichen Licht und gleichen Verschlußzeiten -> höhere ISO). Aber ich denke das Thema haben wir jetzt schon oft genug diskutiert und ich lasse dir gerne deine (falsche) Meinung :-)

Was den Rest betrifft: maybe, vielleicht aber auch nicht.
Nicht alles was techn. möglich ist, wird vom Markt auch angenommen, wie ich als Techniker sehr genau weiß ;-);-)

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.  Kostenloses Kamera-Testchart zum Mitnehmen  (nergal am 18.09.2008, 13:43:10)
 

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