Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
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Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
26.05.2019 10:19:01
Da meine linke Achillessehne einige Probleme macht, ist das Laufen von langen Strecken bzw. das schnelle Laufen momentan nicht so wirklich lustig - ich mache einige Übungen für Wade etc. und man wird sehen, wie sich das entwickelt. Aber vorerst will ich ein bisserl auf Radfahren umsatteln und anstatt einen kleinen Hügel in Graz hochzulaufen, werde ich probieren, mit einem Mountainbike hochzufahren. Da ich aber nix besonderes will, Anfänger bin und keine wilden Downhills zu fahren beabsichtige, bin ich preislich im Einsteigerbereich anzusiedeln - eine Analogie: jemand, der noch nie weiter als 3 km gelaufen ist, braucht keine Nike Vaporfly 4%.

Ich schreib das absichtlich hier und nicht in einem Mountainbikeforum, denn dort sind fast nur "Profis" unterwegs, die dir sofort klarmachen, dass du für 300 Euro höchstens eine brauchbare Federgabel, nicht aber ein ganzes MTB bekommst, das auch nur irgendwas wert ist.
Wofür wird mein Mountainbike wahrscheinlich verwendet? - einen Berg hochradeln (aber am ehesten auf der Forststraße, eventuell auch auf einem Trail im Wald, und dann runterfahren auch eher auf Forststraße und wenn schon auf einem schmalen Downhillpfad (ist sicher nicht der richtige Fachterminus, aber ihr wisst, was ich meine bzw. bitte um Korrektur :) ), dann nicht Vollgas (bin kein Hasardeur), trotzdem soll das Rad aber einigermaßen sicher sein - hab daher gelesen, dass Scheibenbremsen da sicherer sind als Felgenbremsen.
Hab da 3 Modelle gesehen, alle mit Scheibenbremsen:

Modell 1
Modell 2
Modell 3
Wieviel Zoll sind okay? Bin knapp 1,79 cm groß.


Macht eine zusätzlich Anschaffung von Beleuchtung, Felgenschutz und Radständer Sinn? Ich würde meinen schon, denn vielleicht fahr ich ja mal am Abend wo hoch und dann bei Dämmerung und angehender Dunkelheit wieder runter.


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Re: Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2019 08:51:17
Die Frage ist, wie oft, wie viele KM Du im Jahr fahren wirst.

Bei wenigen KM ist ein teures Radl natürlich nicht sinnvoll. Da stellt sich die Frage eines Kaufes überhaupt.

Bei diesem 300-Euro Budget würde ich mir persönlich kein MTB kaufen, sondern ein Trekking-Radl oder Crosser/Gravelrad. Diese haben aber einen anderen Einsatzbereich.

Beim MTBen fährst auch viel bergauf.
Ideal wäre es, ein MTB ein Wochende lang zu testen, ob einem das Bergauffahren taugt und man dafür überhaupt die Kraft hat.

Da zählt jedes einzelne Kilo, des Fahrers und des Fahrrades. Ein leichtes und zugleich stabiles sicheres Radl kostet aber. Ein schweres (ab etwa 13 kg)  sicheres Radl kann jeder bauen. Dazu brauchst dann jedenfalls eine sehr stark negative Übersetzung, 0,7 oder sogar darunter: kleinste vo Kettenblattzähneanzahl dividiert durch größte hintere Ritzelzähneanzahl, mindestens z.B. 24:34= 0,7.  Oder 24:44=0.5

Eine Federgabel, die ihren Namen auch wirklich verdient beginnt so ab ca. 800 Euro aufwärts. Das ist sicher überteuert, aber darunter gibt es wenig Erfreuliches: Mini-Federwege bis dauernde Reparaturen. Wenn Du das nicht selbst machen kannst, wird das ein sehr teures Radl. Vorher Ersatzteilverfügbarkeit checken.

Daher empfiehlt kein Kenner eine Federgabel, außer eben für MTBes. Statt dessen nimmt man im Nicht-MTB-Bereich  für eine gewünschte Federung etwas breitere und hohe Reifen, etwa 42mm breite, mit 4 - 5,5 bar, je nach Einsatzbereich.

Beim MTB brauchst auch sehr gute Laufräder (billiger Laufradsatz mind. 400 Euro), sonst hast dauernd einen Achter in der Felge, auch bei kleineren Sprüngen.

Scheibenbremsen beim MTB sind mM nach sowieso der größte Unsinn. Schon auf Asphaltstraßen mit leichten Verunreinigungen hast da ziemlich schnell schleifende Bremsen, die nerven.
Scheibenbremsen sind die Verarsche schlechthin. Unnötig kompliziert-er, schwerer, teurer und bremsen auch kaum besser als V-Bremsen, die jeder selbst einstellen und warten kann, zum Spottpreis.  Dass es immer weniger V-Bremsen-Räder gibt, ist etwas anderes.

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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2019 10:25:06
Grundsätzlich hab ich mich eh an die Dinger gewöhnt, aber die ultimative Lösung sind sie, Entwicklungsstand aktuell, nun mal eben nicht. Und am Rennrad kommts für mich nicht in Frage.

Bei Bremsen tut die Masse auch immer so als würde sie ständig Stunden im Regen fahren - was nicht der Fall ist. Selbst beim Ötztaler 2018, 7 Stunden Regen, hatte ich mit Felgenbremsen nicht eine Sekunde ein ungutes Gefühl und wurde bergab kein einziges Mal überholt.

Die Masse der Hobbyfahrer fährt NUR bei Schönwetter und wäre fahrtechnisch sowieso nicht in der Lage die Bremsleistung von Scheibenbremsen im Gelände so einzusetzen das sie bei Schlechtwetter davon profitieren würden.

Und ALLE Hobbyfahrer in meinem Umkreis jammern über den Verschleiß...mich trifft das nicht, ich hab so gut wie keinen Verschleiß weil ich halt mit dem Material umzugehen weiß, aber dem Durchschnittsradler entstehen durch Scheibenbremsen höhere Kosten als dies bei Felgenbremsen der Fall war.

Meine Bremsen quietschen aber eh nicht.


jo, manche quitschen nicht, manche extrem. Die Ursache zu bekämpfen kann halt teuer werden denn selbst auszutesten welche Scheiben an welchem Rad mit welcher Bremse nicht quietschen ist "etwas" aufwendig und teuer.

Unterhaltsam war die Abfahrt des Siegers des Pro Ötzi vor 2/3 Jahren. Da hast im Fernsehen gehört wie die Scheiben gequitischt haben, KATASTROPHE...auch marketingtechnisch für den Bremsenhersteller.

Aber es hilft eh nix zu jammern, die Scheibenbremsen haben sich durchgesetzt am Bike..und werden es auch am Renner machen. Gravel gibt's quasi nur mit Scheibe....und div Hersteller haben auch bei den normalen Rennrädern nur mehre Scheibe im Angebot. Ich wehre mich am Renner so lang es geht aber in spätestens 5 Jahren werde ich auch dort nicht entkommen. Lichtblick: "mein" Hersteller, Campagnolo, scheint am Renner wirklich eine gute Scheibenbremsanlage auf den Markt geworfen zu haben

30.05.2019, 10:25 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re: Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
07.06.2019 15:00:24
So, heute am arbeitsfreien Tag war meine 2.MTB Tour anberaumt. Und es ging auf den Plabutsch (über Gaisberg), allerdings - und ich geb es ehrlich zu - gab es einen Sturz. Die Kette ist gerissen und schon lag ich am Boden, allerdings bei 10 km/h bergauf, also ohne körperlichen Schaden (hatte auch Knie-und Elllenbogenschützer). Zuerst ist die Kette ca. 2 km vorm Fürstenstand rausgesprungen vorne. Ich hab sie wieder eingesetzt und merkte, dass ein Kettenglied etwas verbogen war, hab dann gesagt "okay, ich werde nicht mehr schalten, bis ich oben bin, vielleicht hält die Kette". Allerdings 1 km später machte es einen Knall und schon lag ich am Boden. Bin dann den Rest raufgejoggt mit Rad. Dann ohne Kette am Asphaltweg den Plabutsch runter - war schon "geil" - Tacho zeigte Spitze 56 km/h an.
Ich finde das Rad so toll, dass ich es in dem Zustand nicht lassen konnte und bin gleich zum Radmechaniker gegangen, der sagte, dass die Kette eigentlich von einer renommierten Firma ist (KMC) und keinerlei Verschleißerscheinungen hat und dass er sie eigentlich wieder (nach Ersetzen des defekten Gliedes) einsetzen würde. Zuerst wollte ich das nicht, hab dann zugestimmt, da der Mechaniker mir auch erklärte, es könnte mehrere Gründe für den Kettenriss geben: entweder sie wurde fehlerhaft genietet oder aber ich würde zu "wild" unter Last schalten bzw. mit zu "schräger" Kette bergauf fahren (also Übersetzung 1-7 oder 3-1). Da ich weiß, dass ich mir noch schwer tue, den richtigen Moment zum Schalten (beim bergauffahren) zu finden und es oft ein lautes "Klack" gibt, wenn ich schalte und ich zugeben muss, dass ich teilweise solche Übersetzungen bergauf fahre, die ich nicht fahren sollte, glaube ich eher, dass es an mir liegt, als an der Kette selbst.










07.06.2019, 15:01 Uhr - Editiert von laCall, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
08.06.2019 08:52:19
Beim Schalten ist auch auf eine möglichst "gerade", jedenfalls keine schräge "Kettenlinie" zw. vorderem Kettenblatt und hinteren Ritzel zu achten. Beachte die Kettenstellung von hinten.
Die hinteren Ritzel sollten 4 (bis maximal 5) Ritzel vom vorderen Kettenblatt seitlich abweichen. Wenn es Geräusche gibt, gibt es ein Schleifen, Scheren der Kette an den Zähnen und Schaltwerk-/Umwerferkäfig. Die Kette verläuft zu schräg.

Schaltest hinten mehrere Gänge rauf oder runter, musst auch vorne nachjustieren, also schalten, so dass die Kettenlinie einigermaßen  parallel zum Rahmen, also gerade und nicht schräg verläuft.  

Beim Schalten allein, ohne Bewegen der Kurbel und somit ohne Bewegen der Kette, wird die Kette nur seitlich belastet und  durch den Kettenkäfig punktuell "geknickt". Erst beim Treten wir die Kette  dann seitlich auf das nächste Ritzel/Kettenblatt geworfen.

Beim Schaltvorgang wird die Kraftübertragung kurz unterbrochen. Es bedarf daher vor !!! dem Schaltvorgang einer Mindestgeschwindigkeit, damit die Kette seitlich überspringen kann, weil zum Schaltvorgang die Kurbel  zum Schalten bewegt werden muss.  Das geht aber nicht mehr bei stärkerer Steigung, geringer Geschwindigkeit und Runterschalten aus einem hohen Gang. Man ist zu langsam, es fehlt die Kraftübertragung beim Schalten kann nicht beschleunigen und wird noch langsamer bis zum Stillstand.  

Daher rechtzeitig runterschalten,  hinten und dann vorne, wenn noch ausreichend Geschwindigkeit und  mindestens 1,5 Kurbelumdrehungen pro Sekunde da ist. (Eventuell vorher beschleunigen.) Der Gangwechsel sollte mit wenig Druck auf die Pedale ausgeführt werden bzw. möglich sein, was bei ausreichender Geschwindigkeit vor dem Schalten der Fall ist.

So viel zur Theorie, die hilft, schneller  und bewußt zu Lernen.

Bei neuen Räder muss die Schaltung am Anfang mehrmals nachgestellt werden, bis sich die Seile an den Bowdenzug angepasst haben. Die Einstellung erfolgt durch Spannen oder WenigerSpannen des Schaltseiles, wodurch sich das  hi Schaltwerk  bzw. der vo  Umwerfer seitlich verschiebt.
Die Einstellung erfolgt so, bis die Kette in (fast) allen Gängen nirgends schleift.

Es gibt eine Grobeinstellung am Seilzugende. Hinten am Schaltwerk und vorne am Umwerfer kann das Seil durch die Quetschschraube kürzer oder länger gemacht werden und damit gespannt oder entspannt werden. Das ist das Prinzip !

Zusätzlich gibt es auch noch eine Feineinstellung zum Spannen/Entspannen des Schaltseiles und damit zum seitlichen Verschieben des vo Umwerfers bzw. des hi Schaltwerkes. Hinten am Ende des Seilzuges gibt es dazu eine Schraube als Verlängerung des Bowdenzuges.
Vorne entweder dirket bei den Schalthebeln oder im Bowdenzug(Hülle) eingebaut:
Auch hier wird das Seil durch Spannen bzw. Entspannen  und damit die Schaltung  eingestellt, was das Schaltwerk bzw den Umwerfer seitlich verschiebt.

Diese Schrauben (ein kleines kurzes Rohr mit Außen-Gewinde und ein Rohr mit Innengewinde die zusammen oder auseinandergeschraubt werden) sind Teil des Bowdenzug, der  - im Vergleich zum gleichlang bleibenden Seil -durch Verdrehen kürzer oder länger wird und so das Seil spannt oder entspannt, was zu einem Seitlichen Verschieben des Schaltwerkes bzw. Umwerfers führt, an dem seitlich gezogen wird (durch Seil oder durch Feder des Schaltwerkes/Umwerfers).

Beim Herausdrehen der Einstellschraube (Linksdrehen) wird der Bowdenzug länger und dadurch das Seil verhältnismäßig kürzer, und wird so gespannt.

Beim Reindrehen der Einstellschraube (Rechtsdrehen) wird der Bowdenzug kürzer, das Seil verhältnismäßg länger, hängt durch und wird so entspannt. Es entspannt sich damit auch die Spiral-Kippfeder am vo Umwerfer bzw. die Zugfeder am hi Schaltwerk und damit der Umwerfer bzw. das Schaltwerk !!!

Beim Drehen der Einstellschraube beachtet man gleichzeitig den Umwerfer/Schaltwerk, wohin er sich bewegt.

Der (vordere) Umwerfer ist am Sattelrohr befestigt und sollte so ausgerichtet sein, dass der Kettenkäfig (d.i. das Niroteil durch das die Kette verläuft und diese seitlich verschiebt) parallel zum Rahmen verläuft. Ist der Kettenkäfig  und damit das (vordere) Schaltwerik nur leicht verdreht wird der Kettenkäfig zwangsläufig enger und die Kette schleift darin.

Man sollte auch wissen, in welcher Richtung (zum Rahmen oder nach außen) das Schaltwerk gespannt wird.  Meist wird der vo Umwerfer nach außen/auf das größere/größte Kettenblatt und hinten, das Schaltwerk in Richtung des kleinsten Ritzel, also nach innen  gespannt. Erkennbar ist das zum einen an der Feder und an der Spannung des Seiles.  

Springt die Kette hinten beim Treten unter Last zw. 2 Ritzel hin- und her, ist das hintere Seil zu verkürzen, also zu spannen, durch Rein/Rechtsdrehen der Einstellschraube hinten am Schaltwerk.(Halbe Drehung und dann Kontrollfahrt)

Man achte auch darauf, dass hinten die Kette nicht ein angrenzendes Ritzel berührt, vor allem bei 9/10/11-Kettenschaltsystemen muss man schon ganz genau schauen. Bei 6/7/8 er ist etwas mehr Raum zwischen den Ritzeln.

Das (hintere) Schaltwerk wird fast immer nach innen (zum Rahmen) gespannt, erkennbar ist dies durch die ausgedehnte Spannfeder, wenn die Kette am größten hi Ritzel ist: Daraus folgt: Dreht man hinten am Schaltwerk die Feineinstellschraube des Schaltseiles nach links,(= Bowdenzug wird länger und Seil im Verhältnis kürzer) wird das Seil gespannt und das Schaltwerk samt Kette wandert nach links (von hinten gesehen) zum Rahmen und umgekehrt.  Das ist auch notwendig, wenn nicht auf das größte hi Ritzel geschaltet werden kann. (Umgekehrt, wenn nicht auf das äußerste kleinste Ritzel geschaltet werden kann: dann ist das Schaltzeil zu kurz und kann das Schaltwerk nicht so weit entspannen, dass die Kette auf das kleinste äußerste Ritzel springen kann.)

Das Verstellen der Feineinstellschraube am Schaltwerk hat schon bei kleinsten Verstellungen eine Wirkung. Daher grundsätzlich hinten nur 1-maximal 2 Kerben verdehen.
Diese Feineinstellschraube behebt auch Schaltseilspannungsfehler, die dazu führen, dass nicht auf das kleinste oder größte Ritzel der Casette geschaltet werden kann:

Springt die Kette nicht auf´s kleinste Ritzel: Feineinstell-entspann-schraube nach rechts drehen.
Springt die Kette nicht auf´s größte Ritzel: Feineinstell-spann-schraube nach links drehen.

Diese Feineinstellschraube am Schaltwerk benützt man auch, wenn die Kette ein angrenzendes Ritzel berührt, was vor allem bei 9/10/11 Kettenschaltsystemen wegen des sehr geringen Abstandes der Ritzel häufiger vorkommen kann als bei 6/7/8-Kettenschaltsystemen. Genau von hinten schauen und Verkanntung des Schaltwerkes durch nur geringfügiges Verdrehen der Feineinstellschraube beheben.

Dann gibt es vorne u hinten noch die beiden Begrenzungsschrauben, die die seitliche Verschiebemöglichkeit der Kette begrenzen, sodass sie nicht vom jeweils äußersten Ritzel/Kettenblatt fällt: H igh ist für das vordere größte Kettenblatt, L ow ist für das vordere kleinste Kettenblatt.
Hinten ist L für das größte und H für das kleinste Ritzel.

Zu den Begrenzungsschrauen H und L: Vorne am Kettenblatt sind die beiden Einstellschrauben wie die Kettenblätter angeordnet.  Die L-Schraube ist näher zum Rahmen, genauso wie das kleine Kettenblatt und umgekehrt.
Hinten ist das "verkehrt", weil sich die L-Schraube hinten auf das große Ritzel bezieht. Will man also die Begrenzungsschraube für das große Ritzel einstellen, ist die vom Rahmen weiter weg und damit nicht so wie vorne beim Kettenblatt.

Am Hinterrad wirkt sich eine falsche, zu weit hineingedrehte Begrenzungsschraube auch derart aus, dass die Kette am größten bzw am kleinsten Ritzel schräg und nicht gerade auf den Zähnen aufliegt und ds angrenzende Ritzel, wenn auch nur geringfügig streift. Das wird durch Linksdrehen der Begrenzungsschraube behoben.  

Kann die Kette seitlich zu weit verschoben werden springt sie vom Ritzel/Kettenblatt.
Hinten kann das problematisch werden, wenn die Kette vom größten Ritzel abspringt und sich mit den Speichen verheddert und diese abbrechen.  Ist nur eine Speiche abgebrochen, sollte nicht mehr weiter gefahren werden.

Für das Radwissen gibt es alles auf youtube und sonst im Internet.
Man braucht nur noch ein bisserl Denken.

Gerade Anfänger verändern im Laufe der Zeit sukzessive ihre (falsche) Haltung. Dann ist auch immer ein Veränderung der Einstellung von Sattelhöhe, - neigung und horizontaler Stellung notwendig. Ein paar Milimeter wirken oft Wunder.
Ebenso Lenkerhöhe bzw. Vorbaulänge. Oder man gewöhnt sich an die falschen Einstellungen.  

Zum Merken:
Vorne und Hinten wird das Seil beim Schalten zum großen Ritzel gespannt und umgekehrt.
Das ist wichtig, einerseits für das Einstellen der Schaltung und insb. wenn nicht auf das kleinste bzw größte Ritzel geschalten werden kann. Dann ist entweder das Seil zu wenig gespannt und nicht auf das große Ritzel schalter oder zuviel, sodass es der Seilweg zum kleinen Ritzel fehlt.

24.05.2020, 10:24 Uhr - Editiert von Bechamel, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
10.06.2019 08:04:47
Was soll ich sagen....."ich habs dir jo gesagt?" Und renommierte Firma, ja, die haben gute Ketten, aber was denkst wieso auf sehr vielen Billigrädern diese Ketten verbaut sind?

Und was hab ich dir über den Montagezustand vieler Billigräder gesagt? (ich gehe davon aus das die Kette schlecht montiert wurde). Du hast nun also selbst erlebt das ein schlechter Schuh, in Bezug auf die Auswirkungen auf deinen Körper, nicht mit einem schlechten Bike zu vergleichen ist.

Und Ketten reissen nicht nur weil sie abgenützt sind, die reissen weils schlecht montiert wurden......bis eine Kette wegen Abnützung reisst musst sehr sehr sehr viel über ihre Lebensdauer "drüberfahren". Als Anhaltspunkt: ich fahre am Rennrad eine Kette zwischen 7500-10.000km....tausche also pro Rad am Ende jeder Saison die Kette.

Du hast nun also gelernt das schlechtes Material auch einfach deswegen bricht weil es von schlechter Qualität ist und/oder schlecht montiert wurde - selbst in Neuzustand

Und sei dir sicher, du hast NIEMALS die Kraft um eine sauber montierte, gute, Kette zum reissen zu bekommen denn wenn dem so wäre - was müssten dann echte Radfahrer für Material fahren. Und Ketten reissen auch nicht nur weil sie schräg laufen, die Dinger sind für den Bereich den sie abzudecken haben ausgelegt. Und ja, auch Vielfahrern wie mir passiert es ab und zu mal das sie an der falschen Stelle schalten - grad im Rennen wenn man bereits müde ist. deswegen reisst eine Kette aber auch nicht.

Du hast dir nur einen Vorwurf zu machen. Nämlich den das du ein Klump gekauft hast. Du hast bekommen was du bezahlt hast. Und hoffentlich etwas gelernt. Und NEIN ich verspüre keine Schadenfreude, sei du aber froh das nix passiert ist, reisst dir eine Kette zb im Wiegetritt, wennst stehend fährst und alles "reinhaust" und hast dazu noch ECHT Kraft kannst dir gratulieren.....

Ich hätt mir die Kette übrigens NICHT reparieren lassen, du weisst logischerweise nicht wieso sie gerissen ist und bist nun dem Risiko ausgesetzt das die Kette ein kompletter Mist ist.

Ich hoffe für dich das der Rest des Rades besser ist / das Rad bessser aufgebaut ist als dies bei der Kette der Fall ist




10.06.2019, 08:20 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
12.06.2019 10:59:00
  und da sind hauptsächlich die Carbonlenker gebrochen


Link? Ich kenn das von Zedler Tests, DEM Testintustut für Räder, genau anders. In diesem Test https://www.bike-magazin.de/komponenten/lenker_vorbauten/test-mtb-lenker-im-bruchtest/a40729.html  war mal wieder der Syntace Carbonlenker der einzige Lenker der als unzerstörbar eingestuft wurde....der hat länger durchgehalten als der Alulenker aus der selben "Schmiede"..und Syntace ist dafür bekannt mit die stabilsten (Leichtbau)Teile am Markt zu bauen.

Radon/Canyon ersichtlich


genau, auch die liefern bei weitem keine perfekt gebauten Räder. Aber zumindest liefern sie Ware aus die nicht schon standardmäßig als gefährlich einzustufen ist.

Aber sicher, du hast recht, brechen kann ALLES, aber je billiger ein Teil ist umso großer ist die Gefahr und zu glauben schwer=stabil ist leider auch komplett falsch. Schwer bedeutet sehr oft minderwertiges Material, einfache Verarbeitung, schlechte (billige)  Konstruktion.

Nur mal so als Beispiel dafür was eine gute Kette in Bezug auf "Verwindung" aushält, das Ding ist "etwas" verwickelt...aber gerissen ist sie nicht.....gut vernietete Qualitätsketten reissen heutzutage nur mehr selten, früher, vor 20/25 Jahren war das anders. Da waren die Ketten viel schwerer aber trotzdem viel anfällig

https://1drv.ms/u/s!AiOaFt4Xfsrph-MCDdxp-jYVBmJxpA?e=BqEmnf

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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
12.06.2019 11:42:50
Hat so ausgesehen, als wären einige von den Carbonlenkern gebrochen,


jo - so wie früher auch ständig Alulenker gebrochen sind. Auch sehr schwere Alulenker sind früher gebrochen. Und vor 4 Jahren war die Carbonfertigung auf nem anderen Level, die Belastungen am Rad wurden selbst damals noch unterschätzt. Der von dir verlinkte Test zeigt, wie auch der Test aus 2019, das Syntace die Fertigung von Carbonteilen zu 100% im Griff hat...was mich freut denn ich verwende deren Teile auf allen Rädern, seit die am Markt sind und mir ist noch nie irgendwas von denen eingegangen.

Die HighEnd Firmen im Carbonbau, die auch ECHTE Erfahrungswerte im Bau von Radkomponenten haben (und das sind nur sehr wenige),  haben das heute aber im Griff. Viele neue Firmen die sehen das Leute wie ich fast jeden Preis für Leichtbauteile bezahlen sehen aber nur das schnelle Geschäft und bringen nur Mist auf den Markt.

Im Endeffekt ist die Materialauswahl im HighEnd Bereich durchaus schwierig da es eine Gratwanderung ist. Darum gilt für HighEnd Käufer: es MUSS ein Zedler oder EFBE Zertifikat verfügbar sein sonst wird nicht gekauft.

Was solche Tests aber gut zeigen ist eben das Standardmaterial sehr oft den Anforderungen nicht gewachsen ist, so brechen quasi in JEDEM dieser Tests ständig die sehr oft verbauten Ritchey Teile - hätt ich so ein Teil würden bei mir alle Alarmglocken läuten - denn die haben die Serienstreuung eben nicht im Griff.



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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 12:09:51
Ich weiß, dass man die Gefahr meist nicht erkennt - bis man ihr (persönlich) begegnet. Dieser Thematik bin ich berufswegen jeden Tag ausgesetzt.
Zu Deinem Fall: Wenn ich immer davon ausgehen kann, dass ich auf einer gepflegten Straße ohne Schlaglöcher unterwegs bin und dass ich von der nie runter muss (weil ich z.B. einem Fußgänger, einer Gams, einem Auto, einem Radler... ausweichen muss), dann hätte ich persönlich keine Probleme damit.
Leider sieht die Realität meist anders aus.
Aber jeder macht so seine Erfahrungen, aber schlaue Leute lernen aus den Erfahrungen anderer gleich mit.

Hydraulische Scheibenbremsen solltest du mal testen. Konnte mir zu Beginn auch nicht vorstellen, warum der Verkäufer im Geschäft mir gesagt hat, dass ich die Bremse sehr sanft und vorsichtig dosieren soll - bis ich dann einmal zugepackt habe: ich stand quasi SOFORT.
Der Unterschied ist wirklich phenomenal.
Mein Rat: gehe mal in ein Geschäft oder frage einen Freund mit einem Rad mit hydraulischen Scheibenbremsen und mache da eine Probefahrt.

Um mal ein Beispiel aus meiner Rennradzeit zu geben, wie überraschend die Straßenverhältnisse sein können: bei meinem zweiten Skoda Velothon in Berlin wurde ich Zeuge, wie der übernächste Fahrer vor mir auf einmal mit ca. 45km/h aus dem Nichts gestürzt ist. Der nachfolgende Fahrer hüpfte einmal und fing auf einmal zu eiern an, konnte sein Rad nicht mehr kontrollieren, fuhr dem Gestürtzten übers Rad und stürzte selber. Ich war gewarnt und habe deshalb abgebremst, bin langsamer durch die Bodenwelle gefahren und konnte dem Hinterrad des zweiten Fahrer knapp ausweichen. Beide Fahrer lagen einfach nur da und haben sich nicht mehr gerührt. Zum Gluck waren gleich Sanitäter da. Essenz: keiner hat auf einer ansonsten komplett ebenen Straße mitten in Berlin mit solch heftigen Bodenwellen gerechnet, ist ja eine gut ausgebaute Straße in der deutschen Hauptstatt. Diese Annahme wurde mindestens den beiden Fahrern zum Verhängnis. Da aber auch sofrt Sanies zur Stelle waren, gehe ich davon aus, dass noch weitere Fahrer dort gestürzt sind.

13.06.2019, 12:25 Uhr - Editiert von ChipsBier, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
11.06.2019 22:26:25
das problem bei billigrädern sind immer die anbauteile. vergiss, was hier über rahmenbrüche etc. geschrieben wird, das passiert extrem selten - auch bei billigbikes.

was ganz sicher passieren wird ist, dass dir beim ernsthaften fahren im gelände früher oder später alle anbauteile runterfallen werden. ich bin das selbst durch. hatte absolut kein geld und mir anno 2001 um 500 euros die billigste version vom specialized rockhopper gekauft. der rahmen war voll ok. die brems-schalthebel waren nach zwei jahren hinüber. das vordere kettenblatt nach drei jahren, wobei gleich eine komplette kurbelgarnitur fällig war, weil auf der verbauten shimano acera die kettenblätter vernietet waren. die federgabel war nach vier jahren hinüber, sie ist einfach stecken geblieben und ließ sich keinen millimeter mehr bewegen.

ich würde die kette so schnell wie möglich gegen eine shimano in deore oder xt-qualität tauschen. kostet 1x 40 euros, dafür wirst du keinen kettenriss mehr erleben, sofern du keinen blöden kettenklemmer hast. wenn die kette sich von 1x abspringen verbiegt ist sie billiger dreck, sofern sie sich dabei nicht verklemmt hat, aber das merkst du.

das blöde bei mtbs ist: ein billig-mtb reicht um auf der donauinsel auf und ab zu fahren, aber mehr nicht. im ernsthaften gelände wird ein rad so stark belastet, dass du da eine mindestqualität bei den bauteilen brauchst, damit dir das rad nicht auseinanderfällt. und diese qualität gibts nicht auf einem 500-euro-rad. der rahmen ist sicher ok, wenn auch wahrscheinlich schwer. die laufräder sind sicher auch schwer (und ja, das merkt man gewaltig!). solide und nicht sauschwer kostet 1000 euros aufwärts, bei leicht und solide bist du bald einmal in der gegend von €2k.

mit dem biken ist es wie mit dem laufen: ein teurer laufschuh macht dich als anfänger nicht schneller, ein billiger wird dir aber die gelenke ruinieren. ein teures mtb macht dich ebenfalls nicht schneller, fährt sich aber sicherer und deutlich leichter und hält wesentlich länger. und, wenn du keine freude am biken hast, wirst du ein gutes rad immer für gutes geld weiterverkaufen können. ein billigteil musst du hingegen für einen bettel hergeben, weil das keiner, der halbwegs was versteht von der materie, kaufen wird. dreh es wie auch immer du willst, ein billiges sportgerät ist nie eine gute investition. es muss für den anfang nicht luxus sein, aber solide mittelklasse sollte man sich schon leisten.

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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 10:02:17
Ich kann auch auf Inline Skates einen Berg runter donnern mit 40kmh sofern asphaltiert, nur tue ich es? Nein.

Es geht nicht darum ob man es kann oder nicht.

Ich hatte eine 700€ "teures" Markenrad. Bin einen Hügel bergab gefahren und anschließend über eine Mulde gesprungen. Das  Pedal hat es nahezu zerfetzt beim Aufprall. Will mir gar nicht ausmalen was hätte passieren können.

Mein aktuelles Rad (ja ich besitze sowas) hat 1.300€ gekostet. Also weder billig noch teuer.
Es war von Haus aus eine SRAM Bremse verbaut bei der regelmäßig die Luft ausblieb und dementsprechend keine Bremswirkung mehr gegeben war (zum Glück nur bei einer der beiden).

Jedoch ist es mir passiert bei 38kmh Bergab das plötzlich die Bremse versagte und nur mit einer zu Bremsen bei der Geschwindigkeit war nicht lustig.

Daraufhin habe ich sie umbauen lassen gegen eine Shimano XT die seit gut 5 Jahren das tut was sie soll - BREMSEN. Und das ohne jegliche Probleme. Die Bremse hat mich mehr gekostet als 200€ ;).

Klar kann man mit einem 200€ Rad nen Berg runterdonnern aber wieso sollte ich mir das antun? Die wahrscheinlichkeit das es 50x gut geht und beim 51x nicht ist definitiv höher als bei einem Rad das 1.500€ kostet und dementsprechend auch andere Komponenten verbaut hat.

Ich fahre gerne Rad, fahre regelmäßig und wenn ich etwas regelmäßig nutze dann brauche ich weder das teuerste noch will ich das billigste Klump kaufen.

Genau so verhält es sich mit meinem Auto. Ich fahre gerne und oft, daher würde ich persönlich auch nie ein Fiat oder Skoda Fabia kaufen (nichts gegen die Autos).

fällt mir schwer zu glauben in anbetracht der gschichtl die du druckst.


Was verstehst du bei meinem Post unter 'gschichtl'? Ich habe keine Aussage getätigt die man als 'gschichtl' abtun kann sondern lediglich gesagt das ICH vertrauen bräuchte zu meinem Fahrzeug (egal ob Rad, Auto oder sonst was) bevor ich es nutze UND das ich es direkt schmeissen würde.

Der TE kann was mich angeht die nächsten 20 Jahre mit dem Rad fahren und täglich einen Berg runter fahren, ist mir persönlich egal ;).

13.06.2019, 10:03 Uhr - Editiert von playaz, alte Version: hier
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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 17:49:50
Genau da liegt das Problem in deiner Denkweise. Mir geht es nicht darum ob ich mich fürchte oder nicht. Es geht mir darum das man für 200€ einfach kein Bike bekommt mit dem man Berg touren fahren kann. Das ist fakt. Früher oder später (eher früher) wirst stürzen und DANN wirst dich brausen gehen mit

dann hast du auch ein billigrad immer noch so gut unter kontrolle, dass du im
fall des falles in der lage bist das richtige zu tun


denn wenn die Federgabel bei 40kmh Bergab einen Defekt hat dann Prost Mahlzeit. Kannst mir nicht erklären das man hier kontrolliert fallen kann.

Wennst die Donauinsel rauf runter fahren willst reicht ein 200€ Rad. Obs Spass machen wird ist eine andere Frage. Aber wenn da mal was ist und eine Komponente das zeitliche segnet wirst stürzen, bisl weh tun und fertig. Bei 40kmh downhill zeigst mir wie man stürzt ohne sich schwer zu verletzten.

Wie gesagt, MIR ist es komplett egal ob jemand mit einem 200€ oder 2.000€ Rad fährt.

Ich schildere nur meine Sichtweise. ICH würde NIE mit einem 200€ Rad einen Berg runter fahren.

Ich sagen nicht das ein 1.500€ pefekt ist und nie einen Defekt haben wird. Aber die Wahrscheinlichkeit wird weeeit geringer sein als bei einem billig Rad.

Wenn meine Bremse schon mehr kostet als ein ganzes Fahrrad, kann man sich ausrechnen was die Komponenten gekostet haben bei nem billig Rad.

Ich bin generell ein Typ, nutze ich etwas oft und regelmäßig, investiere ich auch Geld dafür. Sei es jetzt Handy, Auto, etc.)

Brauche ich ein Rad damit ich 1km zum Gym fahren kann, dann wirds wohl wurscht sein was man sich kauft.

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Re(7): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
14.06.2019 00:17:31
Es geht mir darum das man für 200€ einfach kein Bike bekommt mit dem man Berg touren fahren kann. Das ist fakt. Früher oder später (eher früher) wirst
stürzen und DANN wirst dich brausen gehen mit


schau, ich kenn mich ein wenig aus mit rädern. ein rad um 200 euros ist sauschwer, hat sauschwere laufräder und anbauteile, die nicht wahnsinnig toll funktionieren und nicht sehr haltbar sind.

ein rad um 200 euros ist KEIN lebensgefährliches gefährt, mit dem man sich kein steileres bergabstück runtertrauen kann, weil man angst haben muss dass es auseinanderfällt. es IST ein märchen, dass man bei einem billigrad ständig angst haben muss, dass irgendwas bricht oder runterfällt und es einen auf die go haut. bei einem 40er bergab sind die lasten noch so gering, dass das rad, wenn es dir dort auseinanderfällt, genauso beim ersten mal scharf bremsen auseinanderfällt.

sprich: auf ein rad, dass bei tempo 40 auseinanderfällt, darf man sich eigentlich gar nicht raufsetzen, weil es wenn es so ein dreck ist bei JEDEM schärferen lenk- oder bremsmanöver auseinanderfällt.

denn, nicht bös sein, aber 40 bergab fährst du auch in wien bald einmal, dazu muss man keine bergtour machen. wir reden hier von einem geschwindigkeitsbereich, den jeder sonntagsradler erreicht wenn er es bergab kurz einmal laufen lässt.

du hast recht, einen alpenpass würde ich mit einem billigrad auch nicht fahren. weil das hält so ein rad wirklich nicht aus. nur reden wir da von kilometerlangen abfahrten mit 10% und mehr, wo sich abfahrten wenn du es laufen lässt bei deutlich über 60 abspielen und wenn du mutig bist auch jenseits der 80. dort werden die bremsen von einem billigrad schnell verglühen, denn die lasten, die auf einen rahmen einwirken wenn du vor einer kehre von 70 runterbremst, die sind tatsächlich nicht ohne. so etwas allerdings mit einer harmlosen abfahrt von einem hügel zu vergleichen, wo du grad einmal 40 fährst, ist ein bisserl ... hm...

da kann ich echt nur sagen: vor angst gestorben ist genauso tot.

NACHTRAG: v-brakes sind mittlerweile so gut und günstig, dass selbst eine billige bremse aus dem baumarkt um 12 euro solide verzögerung bietet. ich fahr sowas seit 5 jahren an meinem stadtrad, und bin damit schon einige male mit sicher um die 50 wo runtergefahren (dazu muss man nur in den westen wiens fahren), war immer wieder mit über 20 kg im einkaufkorb unterwegs (ich wiege selbst über 100kg), und die bremsen leben immer noch. nur damit du siehst, wie "gefährlich" billigteile im gelebten alltag sind...

NACHTRAG ": wenn bei einem €700-rad nach einem sprung das pedal bricht (es sei denn du fährst um bikepark über einen 2-meter-drop) dann ist das ein garantiefall aber keine folge des niedrigen preises.

14.06.2019, 08:05 Uhr - Editiert von x-vice, alte Version: hier
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Re(8): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
14.06.2019 10:36:45
ein rad um 200 euros ist KEIN lebensgefährliches gefährt, mit dem man sich
kein steileres bergabstück runtertrauen kann, weil man angst haben muss dass
es auseinanderfällt. es IST ein märchen, dass man bei einem billigrad ständig
angst haben muss, dass irgendwas bricht oder runterfällt und es einen auf die
go haut. bei einem 40er bergab sind die lasten noch so gering, dass das rad,
wenn es dir dort auseinanderfällt, genauso beim ersten mal scharf bremsen
auseinanderfällt


Das habe ich auch nie behauptet das es so ist. Wie gesagt, es geht nicht um ANGST sondern darum vertrauen in meinen fahrbaren Untersatz zu haben. Das ein 200€ Rad nicht so einfach auseinanderbricht ist mir schon klar. Aber ICH möchte es schlichtweg nicht riskieren. Wenn ich mit dem Rad jedes Jahr 20 Touren fahre dann ist die wahrscheinlichkeit eben viel höher das ich mit einem 200€ Rad weit mehr Probleme habe als mit einem 1.500€ Bike.

Meine Schwester fährt auch ein klumpat Rad in Wien herum (aber nur in Wien) das wiegt gefühlt 25kg aber es fährt. Es schleifen die Bremsen, es quietscht etc aber es tut was es soll... sie von A nach B zu bringen.

Wie gesagt, nutze ich etwas regelmäßig dann invistiere ich auch Geld dafür solang P/L passt.
Es muss nicht das teuerste sein, aber das billigste will ich auch nicht. Genau so handhabe ich es was mein Handy, Auto, etc angeht.

Am Ende des Tages ist es auch abhängig vom Budget.


14.06.2019, 10:37 Uhr - Editiert von playaz, alte Version: hier
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Re: Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
26.05.2020 19:55:36
Kleines, ehrliches Update: also mit ein bisserl Erfahrung im radfahren (lol) würde ich nun sagen, dass der Kettenriss meine eigene Schuld war und nix mit der Qualität des MTB zu tun hatte. Ich bin bergauf gefahren und habe da Gänge geschalten, die man nicht schalten darf oder soll, da verläuft die Kette zu schräg, es entsteht zuviel Kraft auf die Kette etc. (wurde ja auch darauf hingewiesen von jemandem hier).
Aber es gab noch ein paar andere Sachen. Also eines hat auch nix mit der Quali des MTB zu tun - und zwar hörte ich hinten plötzlich Geräusche und konnte sie lange nicht zuordnen. In einem Fahrradforum wurde mir gesagt, es könnten lockere Speichen sein, die sich oftmals etwas nachsetzen und dann nachgezogen werden müssen. Hab ich einigermaßen hingekriegt.
Dann gab es aber Knarzgeräusche von einem Bereich, den ich später dem Tretlager zuordnen konnte, dann hab ich selbiges ausgebaut und geschmiert. 2 mal Fahren ging dann gut (auch ohne Geräusche), aber irgendwann ist da was gebrochen, da ich außer den Knarzgeräuschen plötzlich unrund laufende Pedale bemerkte. Das Lager war nun kaputt, ich habe mir ein neues Shimanotretlager gekauft und eingebaut.
Dann kam das nächste Problem: das Hinterrad hat links unten beim Rahmen geschleift (aber nur beim Wiegetritt bergauf, sonst nicht). Ich versuchte, das Hinterrad zu zentrieren, was einigermaßen klappte, allerdings schliff Hinterreifen noch beim Wiegetritt. Dann ging ich zum Mechaniker, der sagte, dass eventuell die Hinterradachse gebrochen sei, was sich dann auch bestätigte. Dann geschah dies:
Der Mechaniker sagte, er hätte zufällig eine Shimano Achse noch da gehabt, die genau gepasst hätte. Also hat er das Ding eingebaut, ich habe 49 Euro bezahlt, bedankte mich und bin dann am Abend meine Hausrunde (kleiner Berg mit 400 Höhenmetern) gefahren und bis auf eine kurze Vollbremsung, weil mir plötzlich ein Auto beim bergabfahren entgegenkam, ist nichts passiert. Alles auf Asphalt und auch bei der Bremsung stürzte ich nicht.
Nun wollte ich am nächsten Tag nochmal fahren und bemerkte ein Schleifgeräusch und sah, dass das wohl von der Bremsscheibe hinten kam und ich bemerkte sofort, dass da hinten was nicht stimmte, also entweder Achter oder Lagerspiel oder was auch immer, das sah ganz unrund aus. Also sofort abgebrochen und nach Hause. Dann am nächten Tag  zum selben Mechaniker und der hat dann irgendwie scheinbar seinen Augen nicht getraut, als er mir zustimmte, dass da irgendwas grobes nicht stimmte beim Hinterrad. Er fragte mich wiederholt "ob ich mir sicher bin, dass nur ich mit dem Fahrrad gefahren bin" und "was denn nun (wirklich) passiert sei.". Ich habe ihm gefühlte 10 Mal gesagt, dass außer einer stärkeren Bremsung gar nix passiert war, dass niemand außer ich mit dem Rad fuhr, und ich nur eine kurze Runde auf Asphalt unterwegs war. Er nahm das Hinterrad auseinander und sah, dass die Achse stark verbogen war und er konnte es einfach nicht glauben. Sagte, dass eine gehärtete Stahlachse nicht "einfach so" verbiegt und dann ging es wieder von vorne los "ich frage sie noch einmal...wer ist sonst noch mit dem Rad gefahren....was ist passiert". Ich kam mir mittlerweile als Hauptverdächtiger in einem Mordkomplott vor.
Dann hat es mir irgendwann gereicht und ich wurde laut und unfreundlich, da ich mir das einfach nicht länger gefallen ließ. Er rief dann noch seinen (Shimano) Vertreter an und dem durfte ich dann alles nochmal erzählen und auch der sagte dann wiederholt "so eine Achse verbiegt sich nicht einfach". Jedenfalls ging das dann von Anfang an in die Richtung, dass ich schuld sei und dass ich auf jeden Fall wieder zahlen sollte. Worauf ich entgegnete, dass doch eine Garantie auf dieses Bauteil bestünde und dass ich nicht wirklich verstehe, warum ich bei völlig normalem Radfahren an einer verbogenen Achse schuld haben sollte und dann noch den Preis einer neuen Achse nochmal zahlen sollte, wenn es auf so ein Bauteil logischerweise auch eine Garantie gäbe (was er sogar bestätigte!).

Entnervt ging ich dann, da ich sowieso zur Arbeit musste und eine Stunde später rief er mich an und sagte, dass er eine neue Achse bestellt hätte und die würde er dann einbauen und dass ich nicht für den Schaden aufkommen müsse. Jedenfalls rief er mich dann eine Woche später an und sagte, dass er nun den wahren Übeltäter gefunden hat: Die Lagerlaufbahn war eingerissen, dadurch würde die Achse nicht mehr ordentlich gelagert sein und zuviel Druck auf ihr lasten, was erklären würde, dass die Original-Hinterachse brach und die neue Shimano-Achse sofort verbogen wurde.
Er sagte dann immer so was wie "so was hab ich in 20 Jahren noch nie gesehen", wobei ich dazu sagen muss, dass er das schon oft gesagt hat und mir irgendwie vorkommt, dass das eventuell sein Lieblingssatz sein könnte. Jedenfalls empfahl er mir, zu versuchen, einen Austausch beim Verkäufer auf Garantie zu bekommen, was dann auch klappte. Der Mechaniker und ich haben es dann sogar geschafft uns gegenseitig wie 2 Menschen zu behandeln und verabschieden.
Lange Rede kurzer Sinn: will jetzt nicht sagen, dass es gefährlich für mich war, mit dem Ding zu fahren, was wohl auch daran liegt, dass ich nur Asphalt fahre. Aber was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass das Ding ein paar Komponenten eingebaut hat, die qualitativ nicht hochwertig sind und innerhalb kurzer Zeit über den Jordan gehen.




26.05.2020, 19:58 Uhr - Editiert von laCall, alte Version: hier
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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2020 11:49:19
Das sind dann über 50 km pro Tag im Schnitt


jo...und somit um 50km pro Tag zu wenig um ernsthaft um Rennsiege mitzufahren.

Aus einem Laufforum kenne ich Läufer, die haben eine Marathon PB von ca. 2:40
und die haben eine FTP von ca. 280 oder 290...


Jo - aber du musst halt bedenken das jemand der so eine Zeit rennt definitiv fast täglich trainiert und konditionell super drauf ist.

Auch musst du bedenken das sehr viele den FTP Test in der 20min Version fahren, den Wert dann darauf aufbauend für eine Stunde berechnen. 20min kann "gleich mal jemand" fest treten, je weniger du aber die Leistung durch radfahren aufgebaut hast um so schneller fällt die Leistung mit zunehmender Dauer, im Vergleich zu nem echten Radfahrer, dann auch ab. Darum sind FTP Tests durchaus mit Vorsicht zu genießen und individuell zu betrachten / einzustufen. Meine Freundin kommt auf die selben W/Kg beim FTP wie ich...trotzdem ist sie viel langsamer...
https://staps-online.com/ftp-versus-anaerobe-schwelle-ungenauigkeiten-und-pauschalitaeten/


Beispiel: meine FTP ist für gute Ergebnisse bei Bergrennen komplett zu vergessen. Mir fahren bei div gut besetzen Bergrennen Leute teilweise um 10min davon  - auf Fahrzeiten von 1-1,5 Stunden. Die selben Leute haben bei normalen Rennen, Stichwort Ötztaler, SuperGiroDolomiti, Tour Transalp oder Salzkammerguttrophy, dann NULL Chancen gegen mich. Die FTP ist EIN Wert...es gibt aber viele Parameter die erst zusammengefügt ein Gesamtbild ergeben. So mancher Bergfahrer kann zb nur einen einzigen Berg voll fahren, ist danach aber KOMPLETT am Ende...


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Re(8): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2020 11:20:11
  Ich vermutete zuerst die Messung zeigt zuviel an


nein, die schnellen fahren an dieser Stelle auch gern mal 115kmh und das alle unsere Geräte falsch messen ist nicht realistisch. Die Messung erfolgt unter Zuhilfenahme von zwei Meßmethoden, die stimmen in Kombination sehr genau. GPS alleine wäre zu ungenau - darum fahren viele, so auch ich, zusätzlichen Sensoren am Laufrad die wirklich genau messen.

An einer anderen Stelle im Rennen wird die Geschwindigkeit lasergemessen, auch da hab ich zb immer im Bereich zwischen 101 und 107 kmh. Mit meinem Gewicht und meinem Rad ist in dem Bereich das Ende der Fahnenstange erreicht, darum erreiche ich auch immer ähnliche Werte bei HighSpeed Abfahrten - auch mit unterschiedlichen Geräten gemessen - es kommt immer fast das selbe raus.

Hab auch noch etliche andere Videos wo man sehr schön sehen kann das ich selbst auf miesen Straßen, ohne lange Geraden, im Endeffekt recht problemlos auf 60-70kmh komm...

  dann fahr ich ja selber vielleicht auch mit 80 Sachen!


würde mich nicht wundern - wenns ECHT bergab geht ist es fast nicht möglich unter 70-80kmh zu bleiben - schätzen kann man das selbst wirklich nur sehr schwer.

Klingt vielleicht blöd, aber die verlinkte 100km/h-Abfahrt mach ich großteils
au


oh-du kennst das Stück?

der Teil bei 109km/h schaut wirklich sehr schnell aus, so schnell fahr ich
vermutlich nicht.


das IST auch schnell - der Unterschied zwischen 80 und über 100 ist deutlich spürbar, der Fahrtwind "zieht" am Lenker - du merkst wirklich die Kraft die durch die Geschwindigkeit auf dich und das Rad einwirkt - und ich muss sagen - ich LIEBE dieses Gefühl |-D

30.05.2020, 11:24 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re(12): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
05.06.2020 15:06:20
Vorgestern bin ich mit meinem Trekkingrad von Graz nach Stainz und retour gefahren, war eine super Sache, tolles Wetter und die Landschaft war sowas von super - hätte ich so nicht erwartet. Jedenfalls bin ich den letzten Teil nach Stainz auf der Bundesstraße gefahren mit teilweise langen Abfahrten (und auch Anstiegen), und da ist mir aufgefallen, dass ich bei nur leichtem Gefälle schwer über 50 km/h kam, als es dann aber steiler bergab ging, dann ging es ganz schnell auf  fast 60 zu, allerdings hörte ich dann irgend ein kurzes lautes Knacken irgendwo und hab dann aufgehört zu treten, deshalb bin ich nicht ganz auf 60 gekommen. Hab dann unten am Hügel geschaut, ob bei der Kette alles okay ist und auch sonst - konnte aber keine Probleme sehen, hab daher keine Ahnung, was geknackt hatte.
Aber da wurde mir klar, dass man seinem Rad zu 100 % vertrauen muss und am besten noch vor der Tour jede Schraube (bzw. die Schnellspanner der Naben) selbst anzieht, denn bei knapp 60 km/h fängt irgendwie alles ein wenig zu flattern an (nicht nur die Nerven :) ), und man merkt, dass da andere Kräfte auf das Material wirken.
Im Hinterkopf hab ich noch gedacht, dass ein Sturz schon alleine deshalb zumindest "problematisch" :) wäre, weil wenn es mich auf den Asphalt legt, dann kommen von hinten permanent die Autos mit 100 Sachen angerast und können mir nicht ausweichen.

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Re(8): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2020 11:14:46
Wie siehst du das Thema?


Ich kann dieses Denken verstehen - hab es aber selber nicht. Ich denk es hat, und das soll nicht arrogant klingen, auch damit zu tun das "wir" (Vielfahrer)  radfahren "können". Auch mir ist schon mal ein Hase vors Bike gesprungen - und ich bin drübergesprungen - was wohl der durchschnittliche Hobbyfahrer nicht schafften würde. Selbst mit dem Rennrad sind kleine Sprünge über Hunde oder Katzen kein Problem und selbst dann wenn man es "nur" schafft das Vorderread 10cm anzuheben sinkt schon die Gefahr zu stürzen.

Und was dazu kommt: sicher-jeder kann stürzen, aber wenn jemand sein Sportgerät unter Kontrolle hat, austrainiert ist, kommt dieser Jemand auch bei Problemen fast immer besser davon als ein Hobbyfahrer.

Auch muss man sich vom Gedanken verabschieden das Stürze bei hohen Geschwindigkeiten zwangsläufig schlimmer sind als bei niedrigen Geschwindigkeiten. Beispiel: Präbichl / Steiermark, war mit nem Freund unterwegs, bei knapp 100kmh hat er einen Stein übersehen - den hats zerlegt das war kaum zu glauben. Bis auf Abschürfungen hatte er keine Verletzungen. Die Straße war frei, er schlitterte halt auf der Fahrbahn dahin und das wars auch schon...schaute schlimm aus - wars aber nicht. Durch die hohe Geschwindigkeit schlägst nicht "stumpf" am Boden auf sondern eher so schräg / seitlich und rutscht dann weg. Gefährlich wird's eher wenn du wo gerade reinknallst - und das ist auch bei 40kmh gefährlich.

Auch denke ich an solche Dinge nicht weil die Chance das sowas passiert extrem klein ist. Ich denke an die Gefahren die minütlich lauern - zb aufgehende Autotüren. Darum fahren Leute wie ich auch selten in  Türen - wir denken nicht an Hasen sondern an Autotüren.

Ich glaub wenn man mal ein paar 100.000km Rad gefahren ist hat man einfach sehr viel Erfahrung gewonnen, konzentriert sich auf die Dinge die eher wahrscheinlich sind das sie passieren. So bin ich auch, in jungen Jahren, in eine Autotür gerauscht - würde mir heute nicht mehr passieren. Ich beobachte jedes Auto das mich überholt, biegt einer vor mir in den Parkplatz ab schau ich schon das ich mich Richtung Straßenmitte bewege und rechne damit das nun gleich die Tür auffliegt.

Und mal ehrlich: denkst du beim Autofahren ständig daran das dir einer aus dem Gegenverkehr ins Auto krachen könnte? Die Chance ist gegeben, wohl sogar größer als beim Radfahren auf ein Reh zu treffen - trotzdem denkt man nicht daran - denn würde man das ständig tun würde man wohl wahnsinnig werden.

Aber wie schon an anderer Stelle erwähnt: wer ECHT an solche Dinge denkt, sich davor fürchtet, sollte SEHR vorsichtig fahren denn Dinge an die man ständig denkt treffen oft auch ein.



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Re(9): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2020 11:30:21
Also auf Autotüren passe ich sowieso immer auf, dazu muss ich kein Rennfahrer sein, der normale Stadtverkehr hat mich das gelehrt und die Tatsache, dass viele schon umgekommen sind, weil sie in eine sich öffnende Autotür eines parkenden Autos reingefahren sind.
Zu den Hasen und Rehen: das passiert nicht selten, sondern kommt darauf an, wo man fährt. Wenn ich vom Plabutsch runterfahre sehe ich fast immer irgendein Reh oder einen Hasen nur meist in nicht gefährlicher Lage und früh genug. Mit Pech hüpft er direkt aus dem Wald aus der Dunkelheit vor mein Rad.
Nicht böse gemeint, aber du sprichst hier anderen teilweise ab, dass sie bis 3 zählen können, das ganze mit dem "wer richtig radfahren kann" etc.
Uns ist allen klar, dass du trainierter bist als wir und in einer ganz anderen sportlichen Liga unterwegs bist, aber dieses ganze "ein richtiger Radfahrer" etc. das hört sich für mich immer ein bisserl an, als würdest du uns als kleine Kinder hinstellen und uns das Dreiradfahren beibringen wollen. Ich glaube, das ist die falsche Art. Wenn ich was besser kann als jemand anderer, dann versuche, ich ihn eher zu motivieren und die Distanz  zwischen ihm und mir kleiner darzustellen, den vielleicht findet er gefallen an dieser Sportart oder was auch immer und wird dann in der Sache so gut wie ich oder besser. Nix für ungut, aber ich wollte das nur aus meiner Sicht schreiben.
Aber wie schon an anderer Stelle erwähnt: wer ECHT an solche Dinge denkt, sich
davor fürchtet, sollte SEHR vorsichtig fahren denn Dinge an die man ständig
denkt treffen oft auch ein.
und klar denke ich an Hasen und Rehe, denn ich sehe sie ja andauernd auf dieser Strecke. Ist ja nicht so, dass ich die nur einmal im Jahr sehe und dann die Self-Fullfilling Prohecy wie du sie nennst, eintritt.

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Re(10): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2020 11:49:32
und klar denke ich an Hasen und Rehe, denn ich sehe sie ja andauernd auf
dieser Strecke


ich fahr jo auch etliche 1000km im Jahr mit dem Bike im Wald, ich hab vielleicht eine/zwei solcher Begegnungen im Jahr....

aber du sprichst hier anderen teilweise ab, dass sie bis 3 zählen können, das
ganze mit dem "wer richtig radfahren kann" etc.


najo, ich seh jo im Alltag genug. Für dich, in der Stadt lebend, mag das klar sein - für die Masse ist es das nicht. Nicht umsonst passiert so viel in Bezug auf aufgehende Autotüren...

  Nix für ungut, aber ich wollte das nur aus meiner Sicht schreiben.


passt scho so, war nicht meine Absicht aber wenn du das so empfindest ist es auch so, hab ich mich wohl ungut ausgedrückt

ine Kinder hinstellen und uns das Dreiradfahren beibringen wollen. Ich glaube,
das ist die falsche Art. Wenn ich was besser kann als jemand anderer, dann
versuche, ich ihn eher zu motivieren


du würdest nicht glauben was ich meiner Freundin alles erklärt hab damit sie sicher um Verkehr unterwegs ist. Die war durchaus verwundert darüber zu hören das man auf aufgehende Autotüren aufpassen muss. Sie meinte "daran hätt ich nie gedacht" und ich denk viele denken an sowas eiofach nicht weil die Erfahrung fehlt. Mit "dumm" oder "Kinder" hat das nix zu tun. Dinge die ich nicht kenne kann ich nicht beachten - das ist jo ganz normal.

Stichwort  Abbieger: schau wieviele Radfahrer durch Abbieger verletzt werden, das mir dies nicht passiert hab ich als Radfahrer selber in der Hand - logisch eigentlich - trotzdem passiert hier sehr viel.

Ich denk das ein Großstadtradfahrer wie du auch mehr Erfahrung hat als jemand der mit 35 Jahren mal ein Rad kauft und vorher nie damit unterwegs war. Und gerade solche Leute, die bei NULL starten kommen aktuell viele raus, grad auch auf E-Bikes....

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Re(13): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2020 11:32:04
Derzeit schaff ich nicht mal Kategorie 3. Ich fauler Sack.  


derzeit bin ich in der Langstreckenform meines Lebens und kann mir diese Form entspannt in die Haare schmieren.

Darum hab ich mir erstmals ein Everesting gegeben und freu mich über die viertbeste Zeit die in Österreich bisher gefahren wurde und den 15. Gesamtrang in Österreich/Deuschland/Schweiz.

"Mein" Rennen, das Einzige das heuer als Ziel auserkoren wurde, wird eh nicht stattfinden und so bist du eigentlich der Schlauere. Es gibt nix zu fahren also braucht man auch nicht trainieren - du hasts kapiert, ich versteh es noch immer nicht so ganz

In den 90igern war ich übrigens auch zwischen Kat 1 und 2, aber den Schritt den Halbtagsjob aufzugeben und es ernsthaft zu versuchen hab ich mich zu gehen getraut - heute machts aber mehr Spaß. Ich hab die Kohle mir das beste Material zu kaufen das es gibt, hab im Endeffekt im Rennen nur mich selbst als Gegner und wenn ich mal aufgeben muss ist das egal....ich kann tun und machen was ich will oder auch nicht will. Früher hatte ich Verträge die mir zwar ein bissl was eingebracht haben, die aber auch Druck erzeugten und wo ich teilweise auch die Rennen nicht selbst auswählen durfte

Fazit: ich bin als Hobbywappler glücklicher als früher zwischen Kat 1 und zwei "schwebend"

29.05.2020, 11:34 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2020 00:04:40
Das ist absurd. 80km/h und mehr bergab, am Rad?


nö - brauchst eigentlich nicht....du brauchst hauptsächlich Erfahrung (und die hat der durchschnittliche Hobbyfahrer nicht - weshalb es auch besser ist wenn er sich früher einbremst) und das Wissen das du die Gerätschaft unter Kontrolle hast. Außerdem brauchst ein gut gewartetes Rad von dem du weisst das es solche Geschwindigkeiten auch "aushält".


70kmh hab ich letztes Jahr bei  bei der Salzkammergut-Trophy sogar bei einem "Wolkenbruch-Rennen" erreicht - auf einer Forststraße die ich eigentlich nicht kenne.

80kmh gehen mit dem Rennrad auf fast jeder Abfahrt so man das will, 90 gehe auch sehr oft - darüber wird's aber eng - 100kmh schafft man nicht mehr so leicht...da gibt's nur weniger Berge wo das auch noch ohne Probleme schaffbar ist

Übrigens hat die Verletzungsgefahr recht wenig mit der Geschwindigkeit zu tun

Sind 40km/h am Rad fad??


Bergab ja - da müsste ich dauerhaft bremsen.....70-80kmh schaff ich hier bei mir, Obersteiermark, bei jeder Abfahrt....ohne irgendwie etwas zu riskieren.....

Wenn ich ein flotteres Grundlagentraining fahr, also im Endeffekt spazieren fahre, komm ich 31-33kmh Schnitt....also 40kmh zu fahren ergibt sich automatisch sobald es etwas bergab geht

Ich war in den letzten 30 Jahren eigentlich bergab nur einmal außer Kontrolle, als 2018 in einer Abfahrt ein Fahrer vor mir eine Flasche verloren hat, diese unkontrolliert auf der Straße rumgehüpft ist und mir so jede Option einer Linienwahl genommen hat. Dies war der einzige Moment auf mehreren 100.000km am Rad wo ich chancenlos war und nur zuschauen konnte, drüberspringen ging nicht - zu wenig Platz bis zur nächsten Kurve inkl. Begrenzungsmauer, umfahren ging auch nicht da die Flasche unkontrolliert umhersprang....also konnte ich nur abwarten und schauen wie die Sache sich entwickeln wird.

Vor solchen Situationen darf man sich aber nicht fürchten denn dann fürchtet man sich ein Leben lang. Es muss einem bewusst sein das IMMER was passieren kann, man muss aber zumindest  alles tun was möglich ist um darauf vorbereitet zu sein.

Ist man zb körperlich schon angeschlagen muss man Tempo rausnehmen da man nimmer gut reagieren wird, hat man beim Rad Probleme muss auch Tempo rausnehmen. Und hat man Mängel im Bereich der Fahrtechnik muss man aktiv daran arbeiten. Viele Fahrer fahren hirnlos einfach Vollgas runter und liegen dann halt oft auf der Schnauze....weil sie mit dem Tempo der Gruppe einfach nicht umgehen können

Interessanterweise liegen in Rennen auch sehr oft die Fahrer am Boden die zwar in der schnellen Gruppe mitfahren, denen man die Angst aber anmerkt. Die haben dann nicht die "Reserven" um nen kühlen Kopf zu bewahren und verreissen wenn zb am Straßenrand eine Katze rumsteht....wer schreckhaft ist sollte zb NIEMALS schnell wo runterfahren....

29.05.2020, 01:07 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re(7): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2020 18:35:41
Okay, danke für die lange Erklärung, dann kann ich es mir wohl nur deshalb nicht vorstellen, weil mir die Fahrkenntnisse fehlen. Früher auf dem Crossbike war das Rad limitierend, dem hab ich mehr als 40 Sachen ned zugetraut, 10 Jahre altes Ding mit den starren Drahtreifen. Inzwischen hab ich ein neues MTB mit 180mm-XT-Bremse am Vorderrad, da ist das Rad echt kein Thema.

Vielleicht könnte das Rad auch 60+km/h fahren, aber da merke ich schon dass es ziemlich in den Körper geht das Rad noch sicher zu beherrschen und die kleinste Unaufmerksamkeit könnte mit einem Sturz enden. Da will ich mir wie gesagt nicht vorstellen wie das ausgehen würde.

Die Frage beim Radeln ist ja nicht ob man stürzt, sondern wann. Gibt keinen Radler der tausende km jedes Jahr hinstrampelt und nie gestürzt ist.

Ich seh schon ein, dass 45 mehr Spaß als 35 machen, aber 80 sind für mich undenkbar. Irgendwo denk ich mir, ich hatte schon in den dümmsten Situationen Reifenplatzer (ich fahr nur mehr mit CO2-Adapter und Ersatzschlauch herum, vorn+hinten Schnellspanner), allein dieses Jahr hab ich einmal vorn und einmal hinten den Schlauch wechseln müssen. Wenn mir das bei der Abfahrt passiert? Margin for error ziemlich klein.

>spazieren fahre, komm ich 31-33kmh Schnitt.

Da müsstest du bei meiner XT-Schaltung am höchsten Gang fahren - in der Ebene! Ich könnt das klarerweise nicht. Jedenfalls musst du ganz gut durchtrainiert sein wenn das für die eine Spazierfahrt ist.

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Re(11): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2020 22:13:58
>Der Typ SIEHT MICH EINFACH NICHT! Ich SCHREIE - zwecklos.

Klar, solche Leute sind hirntot. Der nächste hat die Airpods im Ohr, ich garantiers dir ;-) Schuld bist natürlich du gewesen, oder?

>Seltsame Sache, einen Platzer hatte ich auch noch nie

Ich glaub es liegt einfach dran, dass ich überall mit dem Rad hinfahre - hab kein Auto. Je mehr man fährt desto eher ist was. Bei mir verlassen auch öfters beide Räder gleichzeitig den Boden, das MTB ist wenigstens dafür gerated, das alte Rad natürlich ned. Jedenfalls hat auch das neue Rad nach den ersten Wochen Einfahrzeit nicht mehr die ursprünglichen Schläuche drin gehabt.

An Dichtmasse ohne Schläuche hab ich mich noch nicht gewagt.

>Fahr auf dem Radweg

Der Radweg ist meine Hassliebe. Einerseits super dass wir Radler auch ein bisschen Infrastruktur bekommen, andererseits fahren da die Leute mit 10km/h, aber auch jenseits der erlaubten 30 herum. Ich muss mich regelmäßig nach vorne durchschlängeln, während ich aufpassen muss dass der Rotlichtfahrer nicht auffährt wenn ich es wage an einer roten Ampel zu halten.

Wenigstens hat Wien Radwege. Draußen am Land bei mir teilen sich die Radwege mit Fußgängern und direkt neben Hauseinfahrten den Platz, und beim Kreisverkehr endet er selbstverständlich, um direkt danach wieder weiterzugehen, damit die Autos nur nicht schauen oder sogar bremsen müssen.

Und dann muss ich StVO-seitig da drauf sogar fahren, obwohl mir auf der Straße mit den Autos wohler wäre, da kann ich wenigstens niemanden umfahren...

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