taschenkontrolle bei cosmos, saturn+co
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Re(11): taschenkontrolle bei cosmos, saturn+co
31.12.2005 17:28:57
Meine Meinung dazu ist, dass man durch solch ein "stures" Verhalten erst recht jene Zustände heraufbeschwört die man eigentlich vermeiden will. Mit ein wenig Vernunft ist diese Problematik überhaupt keine, und alle kommen gut im Einvernehmen miteinander aus. Diebstahl passiert, das ist ein Faktum um das wir nicht herumkommen. Verhindert man durch eine "Punkt-und-Beistrich-nach-Gesetz" Haltung eine einfache und simple Klärung ("da schau her ich hab nix, auf Wiedersehen und guten Rutsch") was erreicht man dadurch? Diebstahlsicherungen, Überwachungskameras (wer schaut da zu, was machen die mit den Videos?) und Polizeieinsatz. Und, das wissen wir beide, wo die Elektronik mal Einzig gehalten hat, da ist die Versuchung den Eingriff immer stärker und stärker zu gestalten gross, und es passiert dann auch.

Was ist das Ende vom Lied nur weil man die Tasche nicht zeigen will? Videoüberwachung der Personen, ID-Chips in den Geräten im ersten Schritt passiv, im zweiten dann durchaus schon aktiv (meldet sobald er einen definierten Bereich verlässt), im dritten wird dann alles über eine Zentrale zusammengeführt und überwacht weil das Kostengünstiger ist als in jedem Markt eine Anlage aufzustellen, und im vierten Schritt verlangen dann die Behörden den ständigen Zugriff auf alle gesammelten Daten (ähnlich wie bei Telekom jetzt). Und schon haben wir einen weiteren Schritt zum totalen Überwachungsstaat, das was du eigentlich verhindern willst.


31.12.2005, 17:29 Uhr - Editiert von der.Grinch, alte Version: hier
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Re: taschenkontrolle bei cosmos, saturn+co
31.12.2005 19:33:05
So ... habe mir (fast) den ganzen Thread durchgelesen. Irgendwie stimmt mich das Ganze seltsam.

Irgendwie darf man (trotz Bürgerrechte) nicht an der Realität vorbeilaufen. Es wird immer wieder von diversen Leuten geschrien, dass etwas "getan" gehört, damit der Diebstahl, das Rauschgifthandeln, das Wasweisichnoch weniger wird.

Wird etwas getan - sei es Taschenkontrollen durch Wachgesellschaften oder Videoüberwachung durch die Polizei - wird sofort wieder auf die Bürgerrechte plädiert.

Kommt eine Person mit dunkler Hautfarbe bei einer Hautfarbe bei einer Amtshandlung ums Leben wird sofort mit "Prügelpolizei" und sonstigem aufgefahren (verurteilt wird natürlich nur ein kleiner Exekutivbeamter). Wird aber an einer Schule Rauschgift durch oben angeführte Personen mit dunkler Hautfarbe verkauft heißt es sofort, dass nichts getan wird. Wird dann aber Virdeoüberwachung aufgebaut, schreit jeder sofort wieder vom Überwachungsstaat.

Was wollen die Leute eigentlich? "Wasch mir das Gesicht aber mach' mich nicht nass!" glaube passt da am Besten. "Ich habe ja nichts getan" - darum darf ich nicht kontrolliert werden. "Da habe ich einen gesehen, der hat xxx gestohlen ... aber keiner hat etwas gemacht! Frechheit!!!"

Wir leben leider in einer Zeit, in der wir mit "Friede, Freundschaft, Eierkuchen" nicht mehr weiterkommen. Will man Sicherheit und eine halbwegs funktionierende staatliche Struktur aufrecht erhalten, muss man leider auch einen Eingriff in seine persönliche Freiheit in Kauf nehmen - unsere staatliche Struktur heißt nun mal nicht "Anarchismus".

Versteht mich nicht falsch - ich will keinen Staat á la "1984" - aber jeder muss für ein gewisses Maß an Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit auch ein kleines Stück seiner "persönlichen" Freiheit "hergeben".

Na ja - habe jetzt viel gelabert - Guten Rutsch, trinkt nicht zuuuuuu viel und bleibt anständig (so weit es sich einrichten läßt).
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Howard

Grüße aus dem Ententeich
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Re(2): taschenkontrolle bei cosmos, saturn+co
31.12.2005 20:00:44
> Es wird immer wieder von diversen Leuten geschrien, dass etwas "getan" gehört, damit
> der Diebstahl, das Rauschgifthandeln, das Wasweisichnoch weniger wird.

Sicher! Die Gründe, warum Leute Rauschgift kaufen, gehören bekämpft. Videoüberwachung am Schwedenplatz gehört nicht dazu.

> wird sofort wieder auf die Bürgerrechte plädiert.

Ja, weil es eben Eingriffe in die Bürgerrechte sind, die obendrein nichts bringen, sondern im Endeffekt nur eine Überwachung der Braven bedeuten.

> Kommt eine Person mit dunkler Hautfarbe bei einer Hautfarbe bei einer Amtshandlung ums
> Leben wird sofort mit "Prügelpolizei" und sonstigem aufgefahren

Und das findest falsch?

> Wird aber an einer Schule Rauschgift durch oben angeführte Personen mit dunkler
> Hautfarbe verkauft heißt es sofort, dass nichts getan wird.

?-) Unter "etwas tun" versteh ich aber nicht, Leute, mit der selben Hautfarbe, wie der Dealer, zu Tode zu prügeln!

> "Ich habe ja nichts getan" - darum darf ich nicht kontrolliert werden

Wenn schon Zitate, dann: "Ich bin unschuldig, bis mir meine Schuld bewiesen wurde!"

> Will man Sicherheit und eine halbwegs funktionierende staatliche Struktur aufrecht
> erhalten, muss man leider auch einen Eingriff in seine persönliche Freiheit in Kauf nehmen

Glaub doch nicht jede rechte Propaganda, die aus den USA zu uns kommt!

> aber jeder muss für ein gewisses Maß an Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit auch ein
> kleines Stück seiner "persönlichen" Freiheit "hergeben".

Das haben wir schon lang. Aber ich finds nicht richtig, dass man immer mehr persönliche Freiheiten hergeben müssen soll.

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Re(3): taschenkontrolle bei cosmos, saturn+co
31.12.2005 20:41:19
> Sicher! Die Gründe, warum Leute Rauschgift kaufen, gehören bekämpft. Videoüberwachung
> am Schwedenplatz gehört nicht dazu.

Ich verstehe Deine Beweggründe nicht. Es ist ein Mittel das funktioniert - Überwachung hin oder her.

> Ja, weil es eben Eingriffe in die Bürgerrechte sind, die obendrein nichts bringen, sondern im
> Endeffekt nur eine Überwachung der Braven bedeuten.

Bringt sehr viel!!! Wenn die "Braven" überwacht werden, brauchen sich diese auch nicht zu fürchten.

>> Kommt eine Person mit dunkler Hautfarbe bei einer Hautfarbe bei einer Amtshandlung ums
>> Leben wird sofort mit "Prügelpolizei" und sonstigem aufgefahren

> Und das findest falsch?

Ja. Weil es genau so eine Verallgemeinerung ist, dass alle Personen mit schwarzer Hautfarbe Dealer sind. Hör' Dir beide Lager an.

Exkurs: Darüber, dass die Rettung und die Exekutive Bissen ausgesetzt waren und eventuell die Möglichkeit einer Hepatitis- oder AIDS-Infektion bestand sprach keiner. Machst Du als Exekutivbeamter nichts bist Du ein fauler Sack. Machst Du etwas und es geht schief, dann bist Du ein "Nazischwein" oder ein "Prügelpolizist". Sicher es soll (und darf auch) nicht passieren. Aber vor Fehlern gefeit ist keiner. Das soll keine Entschuldigung sein. Aber von oben (Vorgesetzte) wurde sofort geblockt "Alle wurden geschult.", "Dienstanweisung!!!", etc. Man erwartet sich vollen Einsatz und natürlich auch die Bereitschaft dann die "komplette" Schuld auf sich zu nehmen!

> ?-) Unter "etwas tun" versteh ich aber nicht, Leute, mit der selben Hautfarbe, wie der
> Dealer, zu Tode zu prügeln!

DAS habe ich nun wirklich nicht gesagt.

> Wenn schon Zitate, dann: "Ich bin unschuldig, bis mir meine Schuld bewiesen wurde!"

Ich habe auch nicht zitiert sondern den imaginären Staatsbürger wiedergegeben. ;-)

> Glaub doch nicht jede rechte Propaganda, die aus den USA zu uns kommt!

http://forum.geizhals.at/t387354,3073284.html#3073284

> Das haben wir schon lang. Aber ich finds nicht richtig, dass man immer mehr persönliche
> Freiheiten hergeben müssen soll.

An welcher persönlichen Freiheit liegt Dir so viel am Herzen (interessiert mich wirklich)? Aber ich denke man muss auch eine Abwägung der Wertigkeiten vornehmen. Die Bedrohung durch gewisse kriminelle Elemente ist bei weitem höher als vor 20 Jahren. Sei es durch Einbrecher, KFZ-Diebe, Drogendealer, etc. Das ist eine Tatsache, keine Propaganda; durchaus belegbar. Also müssen auch die Mittel und Wege um solchen Umständen Herr zu werden andere sein.
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Howard

Grüße aus dem Ententeich
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